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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

67 Suchergebnisse für: huber

„Bergidylle“ der speziellen Art

Iranische Bergsteiger und ihre Beschützer

Iranische Bergsteiger und ihre Beschützer

Schwerbewaffnete Polizisten im Basislager – ganz ehrlich, mir würde das die Freude am Bergsteigen gründlich vermiesen. Demnächst sollen diese Spezialtrupps in Pakistan nicht nur die Ausnahme sein, sondern zur Regel werden, zumindest an Prestigebergen wie dem Nanga Parbat (8125 Meter), dem K 2 (8611 Meter) oder dem Rakaposhi (7788 Meter) und auch in vielbesuchten Lagern auf den Gletschern im Norden des Landes. In der Region Gilgit-Baltistan wurde in dieser Woche eine Spezialeinheit der Polizei für große Höhen vorgestellt. Sie ist zunächst 50 Mann stark und soll später auf 100 Polizisten aufgestockt werden. Die Sicherheitskräfte erhalten Spezialkleidung gegen die große Kälte und werden von Bergsteigern trainiert, damit sie im Notfall auch bei Rettungsaktionen helfen können.  In erster Linie aber werden sie zum Schutz der Bergsteiger abgestellt. „Wegen der andauernden Militäroffensive im Land gibt es ein hohes Risiko von Vergeltungsangriffen. Wir können es uns nicht leisten, dass sich ein Zwischenfall wie der am Nanga Parbat wiederholt“, sagte Polizeisprecher Mubarak Jan.

Datum

27. Februar 2015 | 17:24

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Caldwell und Jorgeson „befreien“ die Dawn Wall

Am Ziel! Caldwell (l.) und Jorgeson

Am Ziel! Caldwell (l.) und Jorgeson

Ein Meilenstein im Granit des El Capitan im Yosemite-Nationalpark! Die US-Kletterer Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson haben erstmals die extrem schwierige, rund 900 Meter hohe „Dawn Wall“ frei durchklettert, also bloß mit Händen und Füßen. Technische Hilfsmittel wie Seile, Haken oder Klemmkeile nutzten sie nur, um sich zu sichern. Nach 19 Tagen in der Wand erreichten der 36 Jahre alte Caldwell und der 30-jährige Jorgeson den Ausstieg und schrieben damit Klettergeschichte.

Datum

15. Januar 2015 | 11:39

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Hut ab vor Caldwell und Jorgeson!

Tommy Caldwell in der Dawn Wall

Tommy Caldwell in der Dawn Wall

Es ist einfach, auf einen Zug zu springen, der schon im Bahnhof steht. Der Kletterzug von Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson rollt jedoch noch. Zug um Zug um Zug Richtung Gipfel des legendären Granitfelsens El Capitan im Yosemite Valley. Seit dem 27. Dezember, also seit zweieinhalb Wochen, klettern und hängen die beiden US-Amerikaner in der etwa 900 Meter hohen, meist senkrechten, teilweise überhängenden „Dawn Wall“ (Wand der Morgendämmerung). Die Südostwand des El Cap heißt so, weil sie die ersten Sonnenstrahlen des Tages einfängt. Caldwell und Jorgeson sind auf dem besten Wege, die extrem schwere Route erstmals frei kletternd zu meistern. Sprich, sie nutzen Seile, Haken und Klemmkeile wirklich nur, um sich abzusichern, nicht um sich mit deren Hilfe aufwärts zu bewegen. Eigentlich soll man ja auch den Klettertag nicht vor dem Abend loben. In diesem Fall aber mache ich – quasi am späten Nachmittag – eine Ausnahme und ziehe tief den Hut vor Tommy und Kevin.

Datum

13. Januar 2015 | 15:35

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Bergsteiger als Terroropfer

Herve-GourdelBergsteiger sind keine Stubenhocker. Weltweit sind wir unterwegs, um unserem Hobby nachzugehen. Oder sollte ich sagen:  unserer Leidenschaft? Leider geraten manche dabei auch zwischen die Fronten. Gestern erschütterte die Meldung über die Enthauptung des französischen Bergführers Hervé Gourdel durch Mitglieder einer algerischen IS-Splittergruppe. Der 55-Jährige kam aus dem Bergdorf Saint-Martin-Vésubie in den französischen Seealpen und verbrachte seinen Urlaub im gut 2000 Meter hohen Djurdjura-Massiv im Norden Algeriens. Dort war er am Sonntag entführt worden.

Datum

25. September 2014 | 17:06

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Der Bergbrenner vom Königssee

Bergbrenner Hubsi Ilsanker

Eigentlich wähnte ich mich auf ewig für Enzian verloren. Schuld war eine alte Bäuerin aus dem Alpbachtal, dir mir vor Jahren einen Selbstgebrannten kredenzte, der so intensiv nach Erde schmeckte wie Austern nach Meer. Pfui Teufel! Es schüttelt mich noch immer, wenn ich daran zurückdenke. Hubert Ilsanker, den alle nur „Hubsi“ nennen, hat mich wieder mit dem Enzian versöhnt. Ich traf den Berchtesgadener vor Wochen bei einer Wanderung in Brixen in Südtirol und kostete seinen sieben Jahre alten Edelwurz-Enzian. Ein Genuss! Der Mann versteht sein Handwerk. „Hubsi“ ist ein Unikum, der einzige (lizensierte) Bergbrenner Deutschlands.

Datum

3. Dezember 2013 | 14:50

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Berggespräche und ein Enzian

Auf dem Weg zur Pfannspitze

Das Schöne bei den Wanderungen während des International Mountain Summit in Brixen ist, dass du reich belohnt wirst: Mit tollen Fernblicken, anregenden Gesprächen mit bekannten Bergsteigern, aber auch mit den anderen Teilnehmern. In der Regel kehre ich von jedem IMS Walk mit mindestens einer Geschichte mehr ins Tal zurück, als ich vorher kalkuliert habe. Wieder einmal ist die 2505 Meter hohe Pfannspitze das Ziel, auf deren Gipfel du ein beeindruckendes 180-Grad-Panorama genießen kannst. Ich habe mich daran auch nach mittlerweile drei Aufstiegen noch nicht satt gesehen.

Datum

20. Oktober 2013 | 0:23

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Vor 100 Jahren: Paul Preuß stürzt in den Tod

Paul Preuss

Sein Name klingt wie ein Schimpfwort aus den Bergen. Doch der „Preuß“ ist keiner. Paul Preuß kommt 1886 in Altaussee zur Welt – im Salzkammergut, wo seine Eltern aus Wien und später er selbst und die beiden Schwestern die Sommermonate verbringen. Mit elf beginnt Paul bergzusteigen und sammelt Gipfel wie andere Briefmarken. Als Jugendlicher verblüfft er durch eine sehr spezielle Übung: Preuß stellt zwei Gläser mit der Öffnung nach unten auf einen Schrank und macht an ihnen Klimmzüge. Von 1908 an werden Pauls Touren immer extremer. Preuß klettert schwierigsten Touren in den Westalpen, den Dolomiten und im Wilden Kaiser. „Sein Klettern war am ehesten dem Tanzen zu vergleichen, so schwerelos, so ohne Mühe, so durchaus lustbetont ist es erfolgt“, erinnert sich später sein Freund Alexander Hartwich. 

Datum

3. Oktober 2013 | 5:00

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Fruchtbare Zeit für Bergsteiger-Talente

Expedkader 2012 auf Abschluss-Expedition

Ausbildung zum Extrembergsteiger. Das klingt schräg, hat aber eine inzwischen lange Tradition. Im nächsten Jahr feiern die Trainingsexpeditionen des Deutschen Alpenvereins ihren 30. Geburtstag. Gerade sind fünf junge Bergsteiger von ihrer fünfwöchigen Abschlussexpedition im Osten Tibets zurückgekehrt. Unter Leitung ihres Trainers David Göttler gelang ihnen die Erstbesteigung eines vorher namenlosen 5910 Meter hohen Bergs. Sie tauften ihn anschließend Melcyr Schan, „Vergessener Berg“.

Datum

12. November 2012 | 15:43

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Wahnsinnswand

Mount Asgard (r.)

Auf der Flucht rast James Bond auf Skiern einem Abgrund entgegen. An der Kante fällt der Fels senkrecht ab. 007 stürzt im freien Fall in die Tiefe. Dann öffnet er seinen Fallschirm in den Farben des Union Jack und entschwebt seinen Verfolgern. Die Anfangsszene des Bond-Films „Der Spion, der mich liebte“ wurde am Mount Asgard gedreht, einem 2015 Meter hohen formschönen Granitfelsen auf Baffin Island im Norden Kanadas. In diesem Sommer tummelten sich dort drei deutsche Topkletterer – und waren erfolgreich. Nachdem Ines Papert mit zwei kanadischen Partnern eine neue Route durch die Nordwestwand des Südpfeilers eröffnet hatte, kletterten die „Huberbuam“ Thomas und Alexander mit dem Osttiroler Mario Walder jetzt am selben Pfeiler die „Bayerische Direttissima“, eine Route wie ein Strich durch die 700 Meter hohe Westwand, erstmals komplett frei.

Datum

27. August 2012 | 17:31

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Superschnell auf die „Nase“

Kletterer am El Capitan

Neuer Geschwindigkeitsrekord an der „Nose“, der berühmtesten Route durch die Granitwand des El Capitan im Yosemite-Nationalpark in den USA:  Die beiden Amerikaner Hans Florine und Alex Honnold schafften die fast senkrechte Route durch die rund 1000 Meter hohe Südwand am vergangenen Sonntag in zwei Stunden 23 Minuten und 46 Sekunden. Sie unterboten damit die alte Bestmarke von Dean Potter und Sean Leary aus dem Jahr 2010 um fast 13 Minuten. Unglaublich!

Datum

20. Juni 2012 | 15:09

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Schamane auf Reisen

Morgenstimmung am Nanga Parbat

Naturvölker haben einen Sinn für Poesie. Das Wort Internet existiert in der Sprache der Inuit nicht. Die Bewohner der Arktis sprechen von „Ikiaqqijjuti“, wörtlich übersetzt: Ein Schamane reist durch eine andere Dimension der physischen Welt. Eine wunderbare Umschreibung des Virtuellen. Ich lasse den Schamanen wieder ins Karakorum reisen, zu den Bergsteigern, die sich im Winter an den Achttausendern Pakistans versuchen.

Datum

17. Januar 2012 | 18:09

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Neun Bergsteiger auf dem Gipfel des Putha Hiunchuli

Sergio am Gipfel

Gipfelmeldung von Amical:

„Putha Hiunchuli 7246 m – Herzlichen Glückwunsch!

Den Gipfel des Putha Hiunchuli konnten am 20.10. Brigitte Bayr (D), Helmut Eibel (D), Norbert Huber (A), Hans König (D) der Expeditionsarzt Roland Rink (A), Sergio Zigliotto (I) und Expeditionsleiter Herbert Wolf (A) sowie die beiden Hochträger Pemba Jangbu und Pemba Nuru erreichen. Das komplette Expeditionsteam befindet sich bereits wieder in L I und wird morgen im BC zurück erwartet.

Datum

20. Oktober 2011 | 15:04

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21 Kommentare

Das Expeditionsteam

verzerrtes Gruppenbild

Teamgeist ist wichtig

Es hat etwas von Glücksspiel.  Die Mitglieder einer kommerziellen Expedition wie unserer zum 7246 Meter hohen Putha Hiunchuli in Nepal kennen sich in der Regel nicht. Lediglich der Wunsch, einen bestimmten Berg unter der Leitung eines erfahrenen Bergführers zu besteigen, hat sie zusammengewürfelt. Mitte August trafen wir uns einen Nachmittag  lang in Bühl im Schwarzwald und „beschnupperten“ einander. Für mehr fehlte die Zeit.  Wird diese Mannschaft auf Zeit zu einem echten Team zusammenwachsen? Eine spannende Frage, die erst in den kommenden Wochen am Berg beantwortet wird. Hier stelle ich euch kurz in alphabetischer Reihenfolge meine Mitstreiter vor.

Datum

24. September 2011 | 15:00

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Perfekte Bergsteiger

„Vorsicht Ameisenstraße!“ Eigentlich vergeht in diesen Tagen keine Bergtour ohne diesen Warnruf. Meine Kinder haben nicht nur meine Begeisterung für die Berge geerbt, sondern auch die Ehrfurcht vor diesen kleinen krabbelnden Alleskönnern.
Schwäche ist für Ameisen ein Fremdwort. Wie sie während unserer Mittagsrast die Semmelbrösel abtransportieren, die ihre eigene Größe und ihr Gewicht um ein Vielfaches übersteigen, ist sensationell. Und das im Affenzahn – bärenstark, diese Ameisen! Wahrscheinlich würden sie sich bei der Fernsehübertragung eines olympischen Gewichtheber-Wettbewerbs totlachen.

Datum

17. August 2011 | 18:47

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Wie Comici

Mit den Fußspitzen stehe ich sicher auf einem kleinen Felsvorsprung, die Fersen hängen in der Luft. „Du musst immer erst nach unten schauen“, hat mir Bergführer Albin Markart aus Wolkenstein in Südtirol eingeschärft. „Wichtig ist, dass du einen sicheren Stand hast. Dann kannst du dich auf den nächsten Schritt konzentrieren.“ Der Dolomit-Fels fühlt sich unter meinen Händen angenehm warm an. Die Wand liegt in der Sonne. Hier ist schon Emilio Comici geklettert.


Dolomiten-Kletterei

Datum

30. Juni 2011 | 18:03

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