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Auf dem Tretroller durch Deutschland

2473 Kilometer in 80 Tagen - der Blog von Euromaxx-Reporter Michael Wigge

Search Results for Tag: Baden-Württemberg

Mit Ach und Krach zur Ernennungsurkunde von Karl dem Großen!

Hallo Leute,

auch wenn die hügelige Landschaft hier in Süddeutschland wunderschön ist, für einen Tretrollerfahrer bedeutet sie vor allem eins: Schieben! Besonders bei diesen Temperaturen keine leichte Sache! Vor allem wird die Zeit immer knapper, wenn ich mein Ziel tatsächlich in 80 Tagen erreichen will!

Trotzdem konnte ich es nicht lassen, hier noch einen Stopp einzulegen. An einem mehr oder weniger geheimen Ort, dem Barbarastollen. Denn hier lagert die Bundesregierung 1450 Fässer mit höchst wichtigem Inhalt! In den Fässern befinden sich nämlich fast eine Milliarden Mikrofilmaufnahmen von den wichtigsten deutschen Kulturgütern.  So ließ mich der Historiker Dr. Martin Luchterhand dann in den Hochsicherheitsstollen und öffnete sogar ein paar der Fässer für mich!

So konnte ich eine Mikrofilmkopie von der Ernennungsurkunde Karl des  Großen aus dem Jahre 794 bestaunen. Kurz darauf hatte ich dann Mikrofilmabbildungen von  Bauplänen deutscher Kirchen, einer Proklamationsurkunde zur Ernennung Bayerns zum Königreich von 1806 und einer Urkunde von Kaiser Heinrich dem dritten aus dem Jahr 1049 in der Hand.

Dr. Luchterhand erklärte mir, dass er mit seinen Kollegen vom Bundesamt für Katastrophenschutz jährlich die wichtigsten deutschen Kulturgüter auswählt, um Kopien von ihnen hier einzulagern. Damit selbst nach einer Katastrophe alles für Nachwelt erhalten bleibt.

Natürlich wollte ich wissen, ob auch mein bald erscheinendes Buch über diese Tretrollerreise als Kopie hier landen wird. Klare Antwort: Keine Chance! Denn Werke, von denen es derartig viele Kopien gibt, kommen hier nicht rein. Schade eigentlich… Quasi zur Entschädigung durfte ich dann noch mit dem Tretroller eine Runde im Stollen drehen. Super!

Euer Wigge

Datum

17. Juni 2013

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Zwei weltgrößte Kuckucksuhren auf einmal!

Moin Leute,

ich liege bei 2200 Kilometern und stecke im Schwarzwald fest. Aber keine Sorge, was ich hier gesehen habe, ist äußerst amüsant und stimmt mich für den Rest der Reise positiv!

Zuerst habe ich nämlich die weltgrößte Kuckucksuhr in Triberg besucht. Die Uhr  besteht gleich aus einem ganzen Haus und ist 15 Meter hoch. Aber damit noch nicht genug. Denn im Nachbarort Schonach steht noch eine weltgrößte Kuckucksuhr der Welt. Wie geht das? Gleich zwei?

 

Also bin ich dahin gerollert, direkt vorbei am höchsten Wasserfall Deutschlands. Und da stand dann die ERSTE weltgrößte Kuckucksuhr. Vor ihr aber ein Schild: Original weltgrößte Kuckucksuhr!

 

Ihr Erbauer Josef Dold erklärte mir, dass sie zwar etwas kleiner als die andere sei, aber in originaler Handarbeit von ihm innerhalb von drei Jahren gefertigt wurde und obendrein als erstes da war!

 

Dann der Schock: Vor der ersten weltgrößten Kuckucksuhr beziehungsweise der original weltgrößten Kuckucksuhr (kann man wohl beides sagen) hängt der weltgrößte Bollenhut. Daneben dann  ein riesiger Fliegenpilz. Ob er wohl auch der weltgrößte ist? Ich weiß es nicht, aber ich kann vor lauter Superlativen nicht mehr schlafen!

Euer deutschlandweitester und weltaktuellster Tretrollerfahrer
Michael Wigge

Datum

15. Juni 2013

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Anfang vom Endspurt und der Bartverein!

Moin Leute,

ich befinde mich im südwestlichen Zipfel Deutschlands nach nun 2144 Kilometern und 71 Tagen. Ich habe nur 80 Tage Zeit, mehr darf ich nicht! Also, Daumen drücken, dass ich die letzten 400 Kilometer in der restlichen Zeit schaffe!

Hier in Schömberg bin ich aber noch auf ein interessantes deutsches Phänomen gestoßen: Bärte! Denn in Schömberg befindet sich der erfolgreichste Bartclub der Welt! Ich traf also 15 dieser Bärte, von denen fünf sogar einen Weltmeistertitel tragen. Insgesamt gibt es bei Bartweltmeisterschaften nämlich 17 Kategorien, in denen man Bartweltmeister werden kann. So gibt es alles vom Kaiserbart über den Naturale Bart bis hin zum Chinesenbart. Der Vorsitzende Markus Bross erzählte mir sogar, dass die Bartträger auf den WMs Groupies haben! Meistens sind die aber deutlich über 50…

Hier übrigens der Superstar unter den Bartträgern, Franz Pill. Mit diesem Riesenwuschel wurde er drei Mal Weltmeister, sieben Mal Europameister und sechs Mal Deutscher Meister.

 

Wenn nun die Mädels so auf Bärte stehen, dürfte ich mit angklebten Bärten ja auch Erfolg bei den Ladies haben. Also, der Test. Mit einem Schnauzer, einem riesigen Vollbart und einem blonden Lockenbart habe ich die Damenwelt Schömbergs mit einer Rose und einer Datinganfrage konfrontiert. Leider gab es beim Vollbart und dem Schnauzer knallharte Ablehnungen. Aber der blonde Lockenbart hat es gebracht. Die Rose wurde von einer Frau angenommen und hat sich sogar zum Kaffee einladen lassen! Yeah, blonde Lockenbärte sind der Renner, zumindest in Schömberg!

Euer Wigge

Datum

14. Juni 2013

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Offroad im Schwarzwald!

Nur noch acht Tage… Und zum Zeitdruck kommen jetzt auch noch die steilen Berge rund um Triberg im Schwarzwald! Tretrollern geht da gar nicht, es bleibt nur eins: Tretroller tragen!

Datum

12. Juni 2013

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Mit Tagesstreckenrekord zum Stadtbeleuchtungsautomaten!

Moin Leute,
meine Strecke von Heidelberg bis Dinkelsbühl in Baden-Württemberg betrug 165 Kilometer und ich habe sie auf dem Tretroller in zwei Tagen geschafft! Zuerst 83 Kilometer mit neuem Tagesstreckenrekord, gefolgt am zweiten Tag von weiteren 82 Kilometern! Obwohl ich schon von Tag eins total groggy war. Meine Beine fühlten sich mal wieder wie Gummi an. Danach habe ich mich konstant gähnend durch das historische Dinkelsbühl bewegt. Aber der Zeitdruck lässt mir keine Wahl: Noch 500 Kilometer und nur noch zwei Wochen Zeit!!!

So stand ich dann dauergähnend vor dem Stadtbeleuchtungsautomaten in Dinkelsbühl. Da schmeißt man vier Euro rein und die ganze Stadt wird beleuchtet. Warum der Spaß?

Günter Schürlein vom Dinkelsbühler Tourismusbüro erzählte mir, dass der Automaten schon seit 40 Jahren existiert und seitdem wahre Besuchermassen anzieht! Damals nahm er noch 5 Mark. Entstanden ist der Automat aus einem ganz profanen Grund: die Gemeinde wollte oder konnte die Beleuchtung der historischen Altstadt nicht länger aus eigener Tasche bezahlen.

Also hab ich es ausprobiert. Unglaublich: Stadt nachts hell und Stadt wieder dunkel, dann wieder hell. Kostet halt was, macht aber Spaß!

Und dann habe ich mal getestet, wie weit die Technikliebe der Dinkelsbühler tatsächlich geht: Schmeißen sie auch Geld in einen lebendigen Sparschwein-Musikautomaten, der bei Einwurf eines Euro anfängt zu singen? Das Ergebnis: Von möglichen drei Euro im Straßentest bei drei Passanten hab ich 1,60 Euro bekommen. Also fast 60%  Erfolgschance.  Ja, die Dinkelsbühler mögen Automaten und Technik!

Das gesungene Lied hat dann aber gleich alle vertrieben:  Dinkelsbühl ist eine tolle Stadt, lalalala, ich hab sie noch nicht satt…. Lalalala! Gesangstraining dann nach dieser Challenge…

Euer Wigge

Datum

12. Juni 2013

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Tag 72 von 80…

…und ich bin soooooo müde…

Datum

11. Juni 2013

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Langsam wird es eng…

Nur noch 10 Tage für über 400 Kilometer… Zumindest einen Mangel an Kampfgeist kann mir niemand vorwerfen! 😉

Datum

10. Juni 2013

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Die ganze Welt an einem Ort!

Hi Leute,

meine Weiterfahrt nach Heidelberg war ziemlich feucht, da es viel geregnet hat. Matschmärsche und  Tretrollerschieben waren angesagt. Nun liege ich bei 62 Tagen bei 1865 Kilometern.

Durch diese Strapazen brauchte ich dringend eine Ruhepause! Aber dafür kam für mich natürlich nicht irgendein Hotel in Frage! Deshalb habe ich mich für das Welthotel entschieden. Denn da repräsentiert jedes der 27 Zimmer eine Stadt oder ein Land der Welt! Ich schlief im Kairozimmer, wo mich nachts eine große Spinxstatue anschaute.

Die Besitzerin Frau Kischka erzählte mir, dass sie gerne die Welt nach Heidelberg holt, da die Globalisierung alle Länder nah zusammen gebracht hätte und man das nun bei ihr im Hotel gemütlich genießen könnte.

Als weltweit gereister Reporter sollte ich natürlich alle Zimmer erkennen können. So bekam ich eine Schlafbrille auf, um nichts mehr zu sehen. Kann ich alle Zimmer allein durch ertasten erkennen? Das erste Problem mit der Schlafbrille gab es schon im Flur, da ich erstmal gegen die Wand gelaufen bin… Dann war ich tastend im ersten Zimmer. Ein Stuhl mit einer Herzrückenlehne verriet mir sofort das Thema: Paris, die Stadt der Liebe! Das Tokiozimmer war mit Bambusstangen, eine Liege und wenig Platz schnell zu erraten. Dann kroch ich tastend durch ein weiteres Zimmer. Ein alter Ofen ließ mich vermuten, dass es sich um das Schweizer Almzimmer handelte. Aber falsch! Daneben lag ich auch im Marrakeschzimmer! Gar nicht so einfach, wenn man nichts mehr sieht…

Das Südseezimmer mit zwei Tonnen Sand auf dem Boden und das Schweizzimmer mit Skiern an der Wand machten es mir dann aber leicht. Also, ich habe mit 4:2 gewonnen. Puuuh! Die Welt in einem Hotel blind zu erkennen ist gar nicht so einfach!

Euer Wigge

Datum

7. Juni 2013

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Mit Highspeed zur Ufo-Meldestelle!

Moin Leute,

Die Zeit läuft mir davon: in genau 19 Tage ist mein Zeitlimit von 80 Tagen abgelaufen. Deshalb habe ich heute auf meiner Weiterfahrt nach Mannheim extra Gas gegeben und auf dem Tretroller eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 Kilometern pro Stunde erreicht – und bin jetzt völlig fertig! Daumen drücken für die nächsten Tage!

In Mannheim bin ich dann auf ein typisch deutsches Thema gestoßen: Die UFO Meldestelle! Dort können besorgte Bürger anrufen, wenn sie ein UFO gesichtet haben. Klingt nicht typisch deutsch? Ist es aber, denn immerhin 40% aller Deutschen glauben an Außerirdische!

Herr Walter von der UFO Meldestelle erzählte mir dann, dass oftmals die Lichter von Discothekenstrahlern, amerikanische Militäraktivitäten im Rhein Main Gebiet oder von Privatpersonen gestartete Leuchtballons als UFOs missverstanden werden. Herr Walter klärt die besorgten Bürger dann auf und nennt UFOs das letzte Märchen unserer modernen Gesellschaft.

Zur Überprüfung bin ich dann als grünes Männchen verkleidet auf die Straße gegangen. Um zu testen, ob wir nicht nur an Außerirdische glauben, sondern ein obdachloses grünes Männchen auch zu Hause aufnehmen würden. Das Ergebnis: 33% aller Testpersonen würden es mit nach Hause nehmen. Also, hier gibt es noch Nachholbedarf!

Eine letzte Frage: Dreht sich die Erde eigentlich um die Sonne oder die Sonne um die Erde? Die Frage müsst Ihr selbst beantworten. Nach einer Studie liegt ein Sechstel der Bevölkerung bei diesem Thema übrigens falsch! 😉

Euer grüner Wigge

Datum

6. Juni 2013

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Tag 60!!!

Mir bleiben nur noch 20 Tage, um mein Ziel zu erreichen ! Aber hier geht`s wohl nicht weiter. Manno!!!

Datum

30. Mai 2013

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