Gasherbrum – Abenteuer Sport https://blogs.dw.com/abenteuersport Blog über Expeditionen und Grenzerfahrungen Wed, 06 Mar 2019 10:38:57 +0000 de-DE hourly 1 Achttausender-Saison in Pakistan läuft https://blogs.dw.com/abenteuersport/achttausender-saison-in-pakistan-laeuft/ Wed, 13 Jun 2018 14:20:49 +0000 http://blogs.dw.com/abenteuersport/?p=41135

Nanga Parbat

Fast nahtlos ist die Frühjahrssaison an den höchsten Bergen Nepals in die Sommersaison an den Achttausendern Pakistans übergegangen. Die ersten Expeditionsteams haben die Basislager erreicht. So traf der südafrikanische Abenteurer Mike Horn bereits vor einer Woche auf der Diamir-Seite des Nanga Parbat ein. Inzwischen sind der 51-Jährige und seine Mitstreiter bereits einmal bis auf 5900 Meter aufgestiegen. Ebenfalls an dem 8125 Meter hohen Berg versucht sich Maya Sherpa. Im Mai hatte die 40 Jahre alte Sherpani am Kangchendzönga auf rund 8500 Metern umkehren müssen. Weniger als 100 Höhenmeter hatten Maya noch bis zum Gipfel gefehlt. Mit dem Rumänen Alex Gavan und dem Türken Tunc Findik haben sich zwei weitere bekannte Bergsteiger auf den Weg zum Nanga Parbat gemacht. Der 36 Jahre alte Gavan, im Frühjahr am Dhaulagiri gescheitert, hat bisher sechs Achttausender bestiegen.  Für den 46 Jahre alten Findik, den erfolgreichsten Höhenbergsteiger der Türkei, wäre der Nanga Parbat im Erfolgsfall sein zwölfter der 14 Achttausender.

Ziel: Gasherbrum-Neuland betreten

Die Gasherbrum-Gruppe

Die beiden Polen Adam Bielecki und Jacek Czech sowie der Deutsche Felix Berg werden im Gasherbrum-Massiv unterwegs sein. Akklimatisieren will sich das Trio am 8035 Meter hohen Gasherbrum II. Anschließend wollen die drei Bergsteiger versuchen, eine neue Route durch die Ostwand des 7925 Meter hohen Gasherbrum IV zu eröffnen.  Ein weiteres mögliches Ziel ist der noch unbestiegene 6955 Meter hohe Gasherbrum VII. Felix Berg hatte im Mai den Achttausender Cho Oyu in Tibet ohne Flaschensauerstoff bestiegen. Im Frühjahr 2017 hatten Bielecki und Berg gemeinsam mit dem Kanadier Louis Rousseau und dem Briten Rick Allen die selten begangene Annapurna-Nordwestwand durchsteigen wollen, hatten aber wegen schlechten Wetters aufgeben müssen.

Achttausender Nr. 8 für von Melle und Stitzinger?

Alix von Melle und Luis Stitzinger

Auch das deutsche Höhenbergsteiger-Ehepaar Alix von Melle und Luis Stitzinger – beide haben sieben bestiegene Achttausender auf dem Konto – steuern die Gasherbrum-Gruppe an. Die 46-Jährige und ihr drei Jahre älterer Ehemann wollen im Alpinstil den 8080 Meter hohen Gasherbrum I, auch Hidden Peak genannt, von Süden her besteigen. Ihre Ski haben sie mit im Gepäck. Zuvor versuchen Alix und Luis, mit einer Gruppe des Expeditionsveranstalters Amical Alpin den 7082 Meter hohen Urdok Kangri II erstmals zu besteigen.  Luis leitet die Gruppe.

Am K 2 (8611 Meter) und dem benachbarten Broad Peak (8051 Meter) schlagen mehrere Expeditionsteams ihre Zelte auf. So hat sich – wie schon im Sommer 2017 – der Pole Andrzej Bargiel die erste komplette Skiabfahrt vom Gipfel des K 2 vorgenommen, des zweithöchsten Berg der Erde.

]]>
Khitrikova tot https://blogs.dw.com/abenteuersport/khitrikova-am-elbrus-gestorben/ Tue, 06 Mar 2012 12:36:13 +0000 http://blogs.dw.com/abenteuersport/?p=13427

Maria Khitrikova (1990-2012)

Die Ukraine trauert um ihren aufgehenden Stern am Bergsteigerinnen-Himmel. Maria genannt „Masha“ Khitrikova kam am Elbrus, dem mit 5642 Metern höchsten Berg Europas, ums Leben. Sie wurde nur 21 Jahre alt. Khitrikova hatte eine Gruppe von Bergsteigern auf den Gipfel geführt. Beim Abstieg wartete sie auf zwei Teammitglieder, die zurückgeblieben waren. Die Dreier-Seilschaft geriet bei Temperaturen von minus 20 Grad Celsius in Nebel und Sturm. Rettungskräfte fanden einen der Bergsteiger in einer Höhe von 4100 Metern. Er berichtete, dass das Trio während des Abstiegs dreimal abgerutscht sei. Beim letzten Mal habe er den Kontakt zu seinen beiden Gefährten verloren. Die Leiche Khitrikovas wurde auf 4700 Metern gefunden. 

Bergsteiger-Gen

Masha Khitrikova stammte aus einer Familie von Bergsteigern. Vater Vladimir war einer der Top-Alpinisten der früheren Sowjetunion. In Marias Geburtsjahr 1990 gehörte er zur russischen Expedition, der in der Südwand des Achttausenders Lhotse in Nepal eine spektakuläre Erstbegehung (Zentralpfeiler-Route) gelang. Ihre Mutter Lena bestieg zwei Siebentausender. Da verwunderte es kaum, dass Masha bereits mit 16 Jahren auf dem 7134 Meter hohen Pik Lenin stand. Mit 19 hatte sie drei Siebentausender und die 6856 Meter hohe Ama Dablam in Nepal auf ihrem Bergsteiger-Konto. Zudem gewann Maria 2009 die Frauen-Wertung beim sogenannten Mount-Elbrus-Rennen, der Speedbesteigung jenes Bergs, der ihr jetzt zum Verhängnis wurde. Im Sommer 2011 sorgte Khitrikova im Karakorum für positive Schlagzeilen. Mit der Polin Alexandra Dzik bestieg sie innerhalb weniger Wochen die beiden Achttausender Gasherbrum I und II.

]]>