Kovalov – Abenteuer Sport https://blogs.dw.com/abenteuersport Blog über Expeditionen und Grenzerfahrungen Wed, 06 Mar 2019 10:38:57 +0000 de-DE hourly 1 Am (Everest-) Ball geblieben https://blogs.dw.com/abenteuersport/am-everest-ball-geblieben/ https://blogs.dw.com/abenteuersport/am-everest-ball-geblieben/#comments Thu, 07 Jun 2012 12:03:22 +0000 http://blogs.dw.com/abenteuersport/?p=15243

War der Ball wirklich oben?

Die Fußball-EM steht vor der Tür. Und ich bin am Ball geblieben. Anfang des Jahres hatte (nicht nur) ich darüber berichtet, dass ukrainische Bergsteiger auf dem höchsten Berg der Erde Fußball spielen wollten. „Das erste Spiel der EM wird auf dem Gipfel des Everest ausgetragen“, lautete damals die Schlagzeile auf der offiziellen ukrainischen Internetseite zum Turnier. Der ukrainische Bergsteiger Sergej Kovalov hatte 50 Meter unterhalb des Everest-Gipfels ein kleines Plateau als Spielfeld ausgeguckt. Seitdem hörte ich nichts mehr von der Aktion. Ich schickte eine Mail an Kovalov. Keine Reaktion. Eine Nachricht an Alexander Abramov, den russischen Expedionsleiter auf der Nordseite des Everest. Ebenfalls keine Antwort. Dafür beziehe ich jetzt ungefragt den Newsletter des Expeditionsveranstalters. So stöberte ich also dort in alten Nachrichten und Bildergalerien, auf der Suche nach einem Hinweis auf die Fußballpartie auf dem Everest.

Kick auf dem Aconcagua

Pingpong im Basecamp

Immerhin fand ich eine Meldung von März, in der es hieß, Kovalov und seine ukrainischen Mitstreiter hätten den Aconcagua, den höchsten Bergs Südamerikas, bestiegen und im Gipfelbereich symbolisch gekickt. Das sei aber nur Training gewesen für die große EM-Ouvertüre am Mount Everest. Bilder des Fußballspiels am Aconcagua? Fehlanzeige.

Ich studierte die Berichte und Fotos der Everest-Expedition im April und Mai. Immerhin fand ich einen Beleg, dass die Expeditionsmitglieder im Basislager Tischtennis gespielt und die ukrainischen Teammitglieder aus der Stadt Donezk gewonnen hatten. Aber Pingpong auf 6000 Metern ist natürlich nicht zu vergleichen mit Fußball auf 8800 Metern.

Kohle und Ball

Schließlich wurde meine Geduld doch noch belohnt. Ich fand heraus, dass unter den 17 Expeditionsmitgliedern (darunter acht Sherpas), die am 19. Mai den Gipfel erreichten, auch der Ukrainer Vitali Kutniy war. Dessen Name wiederum fand sich auf einer Internetseite namens „Ukraine-Donetsk-Euro 2012″. Und dort stand in kyrillischer Schrift (ein ukrainischer Kollege übersetzte mir den Text), dass Kutniy, ein Bergmann und Bergsteiger aus dem ukrainischen EM-Spielort Donezk, ein Stück Kohle aus seiner Heimatstadt auf den Gipfel des Mount Everest getragen habe und – einen Fußball! Das  angekündigte erste EM-Spiel mit eben diesem Ball wird wohl wegen Staus auf dem Zugangsweg ausgefallen sein. Eine Bestätigung oder gar Beweisbilder gibt es noch nicht. Ich bleibe am Ball.

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Fußball auf dem Everest https://blogs.dw.com/abenteuersport/fusball-auf-dem-everest/ https://blogs.dw.com/abenteuersport/fusball-auf-dem-everest/#comments Fri, 06 Jan 2012 16:18:10 +0000 http://blogs.dw.com/abenteuersport/?p=12703

Mount Everest

Und wieder muss der Mount Everest herhalten. 2008 sperrte China wochenlang den Berg, um von der tibetischen Seite aus die olympische Fackel auf den 8850 Meter hohen Gipfel zu bringen. Ziel der Übung: Werbung – oder sollte ich sagen Propaganda? – für die Spiele in Peking. In diesem Frühjahr nun soll auf dem Everest Fußball gespielt werden – als Appetitmacher für die Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen. Der Gipfel taugt nicht für ein Match, doch kurz darunter haben Bergsteiger aus der Ukraine ein mögliches kleines Spielfeld ausgemacht.

Symbolischer Torschuss

„50 Meter unterhalb des höchsten Punktes gibt es eine Bergschulter in der Größe eines Basketballfeldes“ sagte Sergej Kovalov. „Dieser Bereich hat nur eine geringe Neigung. Ein paar Kicks und ein symbolischer Torschuss sollten dort möglich sein.“ Der 45 Jahre alte Kovalov leitet eine Expedition, deren Mitglieder im nächsten Frühjahr den höchsten Berg der Erde besteigen wollen. Kovalovs Idee: Vertreter der vier ukrainischen Städte, in denen während der EM gespielt wird, erklimmen gemeinsam den Everest – im Gepäck einen Ball, der von den besten Fußballern der Ukraine signiert wurde. Der Expeditionsleiter kommt aus Donezk, dem Zentrum des ukrainischen Kohlereviers Donbass. In der Stadt werden drei EM-Vorrundenspiele der Gruppe D (unter anderem Frankreich gegen England), ein Viertel- und ein Halbfinale ausgetragen.

Richtiges Spiel im Basislager

Kovalov hat den Everest im Jahr 2008 über die nepalesische Seite bestiegen und weiß natürlich, dass ein „Fußball-Spiel“ im Gipfelbereich kaum mehr als ein Symbolkick sein kann. Doch es werde auch richtig gegen den Ball getreten, kündigte der Ukrainer vollmundig an – bei einer Partie im Basislager.

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