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	<title>María | Argentinien &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Mit Sprache Ideen transportieren</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 14:12:27 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3041" aria-labelledby="figcaption_attachment_3041" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3041" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg" alt="Vier der fünf Blogger mit Gaby Reucher von der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Hellgurd, Emmy, Kathrin und ich mit Gaby, deren Projekt uns zusammengebracht hat</p></div>
<p>Als ich Pavels <a href="../?p=2905">letzten Eintrag</a> gelesen habe und auch den, wo er den <a href="../?p=2445">Wert von Abschlüssen</a> diskutiert, habe ich auch darüber nachgedacht, was es bringt, eine andere Sprache zu lernen. Es geht nicht nur um die Grammatik und Vokabeln oder um die Fähigkeit von einer Sprache in die andere zu übersetzen. Ich finde, der Wert liegt darin, dass man lernt, seine Ideen innerhalb einer anderen Kultur auszudrücken. die andere Kultur jeweils mit anderen Augen zu sehen und gemeinsam die Sichtweisen zu erweitern. Beim <a href="http://www.dw.com/dw/0,,30937,00.html">Global Media Forum</a> habe ich viele Leute getroffen, die ein gutes Beispiel für das sind, was ich meine.<span id="more-3089"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Simon war so jemand. Wir trafen uns zufällig an einem Tisch und haben uns gegenseitig vorgestellt. Als ich ihm erzählt habe, dass ich aus Buenos Aires komme, sagte er, dass er schon dort gewesen sei und die Stadt sehr schön fände und dass er auch Spanisch sprechen könne. Als ich ihn nach seinem beruflichen Hintergrund fragte, erzählte er mir von einer Initiative die sich &#8222;Vensenya&#8220; nennt, ein Name der aus zwei spanischen Wörtern zusammengesetzt ist: &#8222;vencer&#8220;, was so viel heißt wie erobern, besiegen oder &#8222;mit etwas brechen&#8220;, und &#8222;ensenar&#8220;, was &#8222;lehren&#8220; bedeutet. Das Wort &#8222;vencer&#8220; ist sehr bedeutungsvoll für spanische Muttersprachler, besonders in Lateinamerika, bezogen auf die Geschichte mit all den politischen Kämpfen und Schlachten.</p>
<p>Die Initiative Vensenya durchbricht die Schranken in unseren Köpfen in der Annäherung zur Bildung. Das Konzept, das die Macher entwickelt haben, ist sofort ersichtlich: Man soll eine Idee schnell erfassen. Das ist mehr als nur eine andere Sprache zu sprechen. Es zeigt, wie man das Verständnis für eine andere Kultur in Sprache ausdrücken kann und auch sich selbst sinnvoll in eine andere Kultur einbringt.</p>
<div id="attachment_3039" aria-labelledby="figcaption_attachment_3039" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3039" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg" alt="Drei der fünf Blogger im Foyer der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Drei von uns im Foyer der Deutschen Welle</p></div>
<p>Im internationalen Dialog merkt man, dass die Sorgen der Menschen oft die gleichen sind. Bildung ist ein Thema in allen Ländern. Was unterschiedlich ist, ist der soziale Kontext und der historische Weg, den jede Nation hinter sich hat.</p>
<p>Mit diesem Eintrag habe ich glaube ich schon all die Gründe genannt, warum ich so gerne bei diesem Blog mitgemacht habe. Einerseits war es oft ein hartes Ringen, den sozialen Kontext und die kulturellen Besonderheiten meiner Heimat richtig darzustellen. Andererseits war aber genau das eine Genugtuung für mich.</p>
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		<title>Immer weiter lernen</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=3007</link>
		<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 08:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wiserg]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2983" aria-labelledby="figcaption_attachment_2983" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira.jpg" rel="lightbox[3007]"><img class="size-medium wp-image-2983" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vira und ich</p></div>
<p>Nach meinem Besuch in Bonn zum DW Global Media Forum habe ich zwei Tage in Berlin mit Freunden verbracht. Es ist fast genau zwei Jahre her, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe. Ich hatte dabei das Gefühl, als ob ich in eine zweite Heimat zurückkehre.</p>
<p>Bei einem ersten Besuch in dem Studentenwohnheim, wo ich ein Jahr lang gelebt habe, fühlte ich mich in die Zeit von damals zurückversetzt und ich konnte mich an all die alten Gespräche erinnern. Die haben mir seitdem richtig gefehlt. Ich bin zurück nach Argentinien geflogen und meine Freunde haben ihr Studium an der <a href="http://www.ecla.de">ECLA</a> fortgesetzt. Sie sind jetzt im vierten Jahr ihres Bachelor-Studiums und sie beschäftigen sich jetzt das ganze Jahr mit ihrer Bachelorarbeit. Meine Freundin Vira erzählte mir, sie möchte über einen Künstler schreiben, dessen Arbeit das Verhältnis zwischen kapitalistischen Märkte und Kunst thematisiert. Wir hatten dabei gute Gespräche über den kreativen Prozess und auch über die Herausforderungen, die wir beide bei diesem Prozess empfinden.<span id="more-3007"></span><br />
Ich habe mich auch riesig gefreut, meinen Freund David zu sehen. Er ist Mexikaner, also der andere lateinamerikanische Student an der ECLA . Es ist eine sehr enge Freundschaft zwischen uns entstanden. Seitdem ich zurück in Argentinien war, hat er sich sehr angestrengt, sein Deutsch zu verbessern. Er nimmt Deutschkurse an der freien Universität zu Berlin, wo er manchmal Vorträge hält oder Aufsätze schreibt.</p>
<p>Eine weitere Freundin &#8211; Dana &#8211; hat mir auch von ihren Pläne nach dem Studium erzählt. Sie wolle auf jeden Fall noch einen Master machen. Und im Laufe unseres Gesprächs wurde mir bewusst, wie sehr ich diese Art Gespräche vermisst habe &#8211; voller unterschiedlicher Überlegungen und voller Einzelheiten aus dem akademischen Leben. Im beruflichen Alltagsstress, wo man ja so viel Zeit im Büro verbringt und jede Menge andere Sachen zu erledigen hat, sind solche Gespräche irgendwie sehr selten.</p>
<div id="attachment_2981" aria-labelledby="figcaption_attachment_2981" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana.jpg" rel="lightbox[3007]"><img class="size-medium wp-image-2981" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Dana und David</p></div>
<p>Nach meiner Rückkehr aus Deutschland, habe ich meinen Eltern erzählt, dass ich wieder an die Uni gehen möchte, um noch ein anderes Fach zu studieren. Ich merke, dass ich das seit langem nicht gemacht habe, und ich vermisse die damit verbundenen Herausforderungen.</p>
<p>Während ich so an das Ganze zurückdenke, kommt mir in den Sinn, dass Bildung – oder besser gesagt Lernen – eigentlich eine Lebenseinstellung ist. Wenn man die Herausforderung des Lernens annimmt, dann kann einen das weit bringen. Die große Frage ist, wie wir diese Herausforderung allen zugänglich machen können. Ich glaube, man muss Wege für viele Studenten finden, damit keiner frustriert ist. Vielleicht, indem wir Lehrmodelle wählen, die nicht von vornherein von einem vorbildlichen Studenten ausgehen, sondern so, dass ein Modell, das offen und zugänglich für jeden ist.</p>
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		<title>Visionäre Bildungskonzepte sind gut und schön, aber&#8230;</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2883</link>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2012 10:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2879" aria-labelledby="figcaption_attachment_2879" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-of-the-topics-discussed.jpg" rel="lightbox[2883]"><img class="size-medium wp-image-2879" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-of-the-topics-discussed-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-of-the-topics-discussed-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-of-the-topics-discussed-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Viele reden über neue Technologien, verlieren aber die eigentlichen Probleme aus dem Blick...</p></div>
<p>Am Mittwoch habe ich das das dritte Plenum des Deutsche Welle Global Media Forums besucht. Da ging es um Bildung als Meilenstein für nachhaltige Entwicklung. Denis Goldberg, ein Gesellschaftsaktivist aus Kapstadt in Südafrika meinte: &#8222;Bildung sollte sich stärker am Ziel der Nachhaltigkeit orientieren, schließlich sind wir darauf angewiesen.&#8220; Das heißt zum Beispiel, dass man Projekte in Angriff nehmen sollte, die das Problem der Überbevölkerung in den Blick rücken. Einer seiner Vorschläge ist darüber aufzuklären, dass man soziale Sicherungsnetze wie Rentenversicherungen ausbauen muss. Denn nur so kann man die Menschen davon abbringen zu glauben, dass das Kinderkriegen der alleinige Weg ist die eigene Zukunft abzusichern.</p>
<p>Damit hat er schon recht. Aber ich finde trotzdem, dass in der ganzen Debatte etwas fehlt. <span id="more-2883"></span></p>
<p>Die anderen Diskussionsteilnehmer haben sich dann mehr mit der Frage beschäftigt, wie man junge Leute &#8211; Kinder und Teenager &#8211; dazu bringen kann, dass sie mehr Interesse für Bildung entwickeln. Also angefangen bei Lesegewohnheiten bis zu den neuen Medien und neuen Technologien, die man im Bildungssektor nutzt. Auch das alles ist gut und schön.</p>
<p>Aber das geht schon über die eigentlichen Probleme hinaus. Ich finde, wir dürfen nicht die Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung aus den Augen verlieren: Wenn in Regionen, in denen Armut herrscht, ein Kind nicht zur Schule geht und auch nicht anderswo Bildung erfährt, dann ist das aller Wahrscheinlichkeit deshalb so, weil das Kind hungert.</p>
<p>Neben diesen grundlegenden Problemen müssen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Möglichkeiten und Chancen wir den Menschen bieten. Professor Barbara Ischinger vom Bildungsdirektorat der OECD hat da drei Stufen vorgestellt, wie man den Nutzen von vermittelten Fähigkeiten maximieren kann: Kurzfristig geht es einfach darum einzelne Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden; mittelfristig unterschiedliche Fähigkeiten zu trainieren; und langfristig ist dann das Ziel, Fähigkeiten zu erarbeiten, die ganz genau auf die jeweilige landesspezifische Wirtschaftssituation zugeschnitten sind.</p>
<p>Mir kam sofort der Gedanke, dass ich diese Ideen gut auf die Nichtregierungsorganisation anwenden kann, für die ich arbeite. Wir entwickeln nämlich eine neue Online-Plattform, bei der es um berufliche Ausbildung geht. Unser Ziel ist Informationen über verschiedene Karrierewege zu liefern, mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Energiewirtschaft. Eine der Fragen, über die wir gerade diskutieren, ist, ob wir Trainingsprogramme für bestimmte berufliche Fähigkeiten anbieten sollen oder nicht. Schließlich wollen wir ja Teenager ermutigen, eine akademische Laufbahn einzuschlagen.</p>
<div id="attachment_2881" aria-labelledby="figcaption_attachment_2881" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Traditional-educational-outlets-seem-to-lose-protagonism-in-presence-of-new-technologies.-Nonetheless-what-happens-to-those-who-cant-have-access-to-these_.jpg" rel="lightbox[2883]"><img class="size-medium wp-image-2881" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Traditional-educational-outlets-seem-to-lose-protagonism-in-presence-of-new-technologies.-Nonetheless-what-happens-to-those-who-cant-have-access-to-these_-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Traditional-educational-outlets-seem-to-lose-protagonism-in-presence-of-new-technologies.-Nonetheless-what-happens-to-those-who-cant-have-access-to-these_-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Traditional-educational-outlets-seem-to-lose-protagonism-in-presence-of-new-technologies.-Nonetheless-what-happens-to-those-who-cant-have-access-to-these_-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Traditionelle Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken scheinen in der heutigen Bildungsdiskussion keine Rolle mehr zu spielen</p></div>
<p>In der Tat müssen aber junge Leute heute auch oft viel früher anfangen zu arbeiten, weil sie in finanziell instabilen Verhältnissen aufwachsen (wenn sie denn überhaupt die Möglichkeit haben, diesen Verhältnissen zu entfliehen). Und das sprach ein anderer Diskussionsteilnehmer an: Im Bildungssystem muss Durchlässigkeit herrschen, also dass jeder ein berufliches Trainingsprogramm absolviert und dann damit die Chance bekommt, sich in diesem Fach an der Uni einzuschreiben. Menschen eine Berufsausbildung zu bieten, ihnen Arbeit zu geben &#8211; das ist die Grundlage für wirtschaftliche Absicherung. Es muss solche Perspektiven geben, auch bei höherer Bildung und bei der Arbeit.</p>
<p>Wir übersehen oft und gerne einige elementare Probleme, wenn wir über Bildungsstrategien nachdenken. Verashni Pillay, die Online-Chefin von Mail &amp; Guardian in Südafrika, hat das bei der Konferenz mit klaren Worten ausgedrückt: &#8222;Lasst uns erst die grundlegenden Probleme lösen, bevor wir noch und noch mehr futuristische Sichtweisen auf das Thema Bildung in die Diskussion werfen.&#8220;</p>
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		<item>
		<title>Warum es so schwer ist, Medienkompetenz zu vermitteln</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2771</link>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 16:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2783" aria-labelledby="figcaption_attachment_2783" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Plenary-session-1.jpg" rel="lightbox[2771]"><img class="size-medium wp-image-2783" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Plenary-session-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Plenary-session-1-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Plenary-session-1-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Global Media Forum in Bonn treffen sich dieses Jahr Bildungs- und Medienexperten aus aller Welt</p></div>
<p>Meine erste Veranstaltung beim Global Media Forum in Bonn stand unter dem Titel &#8222;Medien zwischen ERfolgsdruck und Bildungsauftrag&#8220;.  Eine vielversprechende Diskussion mit Podiumsteilnehmern aus den USA, Deutschland, Russland und Südafrika.</p>
<p>Am eindrucksvollsten fand ich Trevor Ncube, er ist unter anderem stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Mail and Guardian in Südafrika. Wenn man in Medien keine Afrikaner berücksichtigt, dann ist das irreführende Information, das war seine Grundthese. <span id="more-2771"></span></p>
<p>Wir hatten vor dem Beginn der Diskussion ein Video gesehen, das &#8222;Farben&#8220; hieß. Da kam eine ganze Reihe von Menschen verschiedener Nationalitäten vor, die einfach sagten, aus welchem Land sie kommen. Eigentlich sollte der Film ja universell sein &#8211; aber da waren gar keine Afrikaner dabei!  Und dann fragte Trevor das Publikum: &#8222;Na, wer hat gemerkt, was in diesem Video nicht in Ordnung ist?&#8220; Immerhin leben in Afrika eine Milliarde Menschen! &#8222;Stimmt&#8220;, dachte ich bei mir. Und dann fiel mir auf: &#8222;In dem Video waren ja auch keine Lateinamerikaner!&#8220;</p>
<div class="mceTemp"></div>
<p>Diese audiovisuelle Präsentation war nicht das einzige, wozu er kritische Anmerkungen hatte. Er  stellte auch die Rolle der Medien beim Thema Bildung in Frage: &#8222;Es ist anmaßend zu sagen, dass die Medien eine Rolle bei der Bildung spielen. Ich gehe immer von der Prämisse aus, dass mein Publikum gebildeter ist als ich.&#8220; Seiner Meinung nach müssen Medien engagiert und relevant für ihr Publikum sein, sie müssen hochwertigen Inhalt liefern, Analysen und intelligente Kommentare. Und weil es schwierig ist, eine klare Trennlinie zu ziehen zwischen Bildung und Propaganda, findet es Trevor ziemlich problematisch zu sagen, dass Medien einer solchen Bildungsrolle gerecht werden sollten. Seine Ansichten konnte ich gut nachvollziehen.</p>
<p>Seit ich in meinem letzten Studienjahr am Salzburger Global Seminar on Media and Global Change teilgenommen habe, beschäftigt mich die Frage, wie ich das, was ich dort gelernt habe, anderen weitergeben kann. Auf eben diesem Seminar habe ich zum ersten Mal etwas über Medienkompetenz gehört &#8211; und auch darüber, wie man diese Informationen anderen auf systematische Art und Weise vermitteln kann.  Seitdem halte ich Medienkompetenz für ein Fach, das man Teenagern in weiterführenden Schulen nahebringen sollte. Ich finde, dass Menschen schon von Klein auf Bewusstsein dafür entwickeln sollten, wie Medien funktionieren. Ich hatte die Idee, einen Workshop für ein Gymnasium in meiner Nachbarschaft zu konzipieren.</p>
<div id="attachment_2775" aria-labelledby="figcaption_attachment_2775" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hellgurd-and-Amrita-Scheema-TV-news-presenter-of-DW.jpg" rel="lightbox[2771]"><img class="size-medium wp-image-2775" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hellgurd-and-Amrita-Scheema-TV-news-presenter-of-DW-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hellgurd-and-Amrita-Scheema-TV-news-presenter-of-DW-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hellgurd-and-Amrita-Scheema-TV-news-presenter-of-DW-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Blogger-Kollege Hellgurd konnte beim Global Media Forum die DW-Moderatorin Amrita Scheema kennen lernen</p></div>
<p>Trevors Fragen haben viele weitere Fragen aufgeworfen. Sind Menschen in Argentinien, die Zeitungen lesen und fernsehen, tatsächlich gebildeter als Journalisten? Die Wahrheit ist: Es hängt alles davon ab, welches Fragment Wirklichkeit man gerade anschaut. In meinem Land gehen Gesellschaftsschichten, die unter Armut leiden, jetzt schon in die dritte Generation. Hier herrscht mangelhafte Ausbildung, Arbeitslosigkeit und eine hohe Schulabbrecherquote.</p>
<p>Und es findet eine Art Geschichtsklitterung zugunsten der Regierungspartei statt &#8211; wir nennen das &#8222;Wiedererfinden der Geschichte&#8220;, wenn also Menschen historische Fakten manipulieren, je nach dem, was ihnen gerade passt. In diesem Prozess spielen zwei Faktoren eine große Rolle: Politiker (durch öffentliche Reden) und nationale Medien. Ich höre lieber alle Seiten einer Geschichte, um mir dann selbst eine Meinung zu bilden. Und dabei bin ich mir natürlich der Erfahrung bewusst, die ich durch meinen höheren Bildungsabschluss bekommen habe. Aber was ist mit den Menschen, die vielleicht nicht einmal die Mittelschule ordentlich abgeschlossen haben? Können Sie begreifen, wann nicht die Wahrheit erzählt wird?</p>
<p>Ich denke, wenn man das Bewusstsein für solche Sachen schärft, arbeitet man auch auf eine bessere Lebensqualität hin. Wer lernt unabhängig zu denken, ist stärker. Vielleicht lautet die Antwort, die ich suchte: Ich darf nicht die Idee des Faches Medienkompetenz wieder in der Schublade verschwinden lassen, bloß weil ich Angst habe, das Wissen nicht weitergeben zu können. Stattdessen muss ich mir stets die Interessen anderer Menschen vor Augen führen &#8211; und nicht meine eigenen.</p>
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		<item>
		<title>Wenn Gewalt in der Luft liegt&#8230;</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2647</link>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 08:35:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2643" aria-labelledby="figcaption_attachment_2643" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/friends-from-ECLA-in-Berlin.jpg" rel="lightbox[2647]"><img class="size-medium wp-image-2643" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/friends-from-ECLA-in-Berlin-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/friends-from-ECLA-in-Berlin-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/friends-from-ECLA-in-Berlin-768x1024.jpg 768w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/friends-from-ECLA-in-Berlin.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">Produktiver Erfahrungsaustausch: Meine Freunde an der Uni in Berlin</p></div>
<p>Das ist also mein letzter Eintrag, bevor wir dann alle vom Global Media Forum (GMF) in Bonn berichten werden. Mich hat das ganz schön schockiert, als ich gehört habe, dass Hellgurds Einträge überhaupt nicht mehr veröffentlicht werden, weil er so stark bedroht wurde. Und da bin ich noch einmal zurück zum Anfang des Projekts gegangen, um mir Hellgurds Videopräsentation anzuschauen. Er sagt, dass Musik eine universelle Sprache ist, die die Unterschiede zwischen den Menschen überbrücken kann.</p>
<p><span id="more-2647"></span>Ich glaube, die Chance, an einem internationalen Dialog teilzunehmen, bedeutet in gewisser Weise auch, eine gemeinsame Grundlage, einen gemeinsamen &#8222;Code&#8220; zu finden. Es muss ja nicht unbedingt sein, dass man dieselbe Sprache spricht sondern vielmehr dass man einen dialektischen Kontext aufbaut, in dem jeder seine Ideen ausdrücken kann und in seiner Individualität verstanden wird. Werte wie Toleranz, Empathie und Bescheidenheit sind da ein absolutes Muss. Und Gewalt kommt hier überhaupt nicht in Frage.</p>
<p>Probleme tauchen auf, wenn man sich schon so an Gewalt gewöhnt hat,  dass man hierfür gar nicht mehr sensibel genug ist. Das berührt auch mich, denn mein Heimatland Argentinien durchläuft gerade einen schwierigen sozialen Veränderungsprozess. Die jetzige Regierung unternimmt radikale Schritte in der Wirtschaftspolitik. Seit Kirchner Präsidentin ist, geht ein Riss durch die ganze Gesellschaft. Heutzutage liegt viel Aggression in der Luft, da wird heftig &#8222;geschossen&#8220;, und man ist entweder auf der Seite der einen oder der anderen.</p>
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<div id="attachment_2641" aria-labelledby="figcaption_attachment_2641" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Me-and-some-Salzburg-friends-in-the-English-Gardens-in-Munchen.jpg" rel="lightbox[2647]"><img class="size-medium wp-image-2641" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Me-and-some-Salzburg-friends-in-the-English-Gardens-in-Munchen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Me-and-some-Salzburg-friends-in-the-English-Gardens-in-Munchen-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Me-and-some-Salzburg-friends-in-the-English-Gardens-in-Munchen-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Die eigene Wirklichkeit aus einem ganz neuen Blickwinkel begreifen: Teilnehmer des Salzburger Global Seminar on Media and Global Change</p></div>
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<p>Da wird mit scharfen Worten auf die Gefühle von Menschen gezielt, auf ihre Identität, auf ihre Alltagssorgen. Aber die Diskussion konzentriert sich niemals auf Ideen. Das ist das Hauptproblem: Wir diskutieren keine Ideen für eine entwickelte Gesellschaft; wir bleiben stecken in einem Smalltalk aus Vorurteilen und, in den meisten Fällen, Einheitsmeinungen. Wie ich in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=711">meinem zweiten Blog-Eintrag</a> schon gesagt habe: Unsere Gesellschaft hat eine Menge durchgemacht, und es wird Jahre brauchen, bis die Wunden heilen. Diese Art der Gewalt im öffentlichen Diskurs schadet nur.</p>
<p>Einer der Gründe, warum ich mich so auf das GMF freue, ist, dass hier der internationale Dialog erweitert wird, er bekommt neues Leben eingehaucht. Es ist nicht das erste Mal, dass ich die Gelegenheit habe an so einem Erfahrungsaustausch teilzunehmen. 2008 habe ich ein Stipendium bekommen, um zum Global Seminar on Media and Global Change in Salzburg zu fahren. Da habe drei Wochen lang mit Studenten aus aller Welt über grundlegende Fragen der journalistischen Ethik diskutieren können. 2009 habe ich dann ein Jahr lang in Berlin freie Künste studiert. Solche Erfahrungen helfen einem, eine Haltung gegenüber anderen Menschen zu entwickeln, die darauf fußt, dass man einander zuhört und mit tieferem Verständnis begegnet, so dass man schließlich auch die eigene Wirklichkeit aus einem ganz neuen Blickwinkel begreift.</p>
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