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	<title>Emmy | Kenia &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Last but not least</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2012 09:04:55 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3051" aria-labelledby="figcaption_attachment_3051" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062.jpg" rel="lightbox[3119]"><img class="size-medium wp-image-3051" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-300x198.jpg" alt="Ein Junge liest in einem Schulbuch (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Noch immer viel zu lernen ...</p></div>
<p>Der Blog ist vielleicht abgeschlossen, aber das gilt definitiv nicht für das Thema, über das wir gesprochen haben. Dass sich beim <a href="http://www.dw.com/dw/0,,30937,00.html">Deutsche Welle Global Media Forum</a> an die 2000 Teilnehmer aus über 100 Ländern zusammengefunden haben, um über Bildung und Kultur zu diskutieren, zeigt mir, dass die Diskussionen auf einer anderen Ebene gerade erst begonnen haben. Für mich, die ich auch beruflich mit Medien und Bildung zu tun habe, war es interessant, auf welche Weise die 500 Fachleute (darunter auch Blogger) sowie Geschäftsleute, Akademiker und ganz einfache Bürger, ihre Ideen und Erfahrungen ausgetauscht haben.</p>
<p><span id="more-3119"></span>Über Bildung zu schreiben hat mir die Gelegenheit gegeben, über meine eigene Bildung und die anderer nachzudenken. Bildung ist ein sehr wichtiges Thema, das auch in Bezug auf Gesundheit, Klimawandel, Sicherheit oder Ökonomie eine große Rolle spielt. Das haben wir im Blog viel diskutiert und besonders auch das Gender-Thema. Das wird wohl immer ein heikles Thema bleiben. Auch die Rolle von Regierungen, Organisationen oder Privatpersonen im Kampf um Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung haben wir angesprochen. Ich habe es genossen, dazu etwas von anderen zu lesen, mit ihnen in den Dialog zu treten und dabei auch noch etwas zu lernen.</p>
<p>Ich glaube daran, dass man für die ganze Bildungsproblematik Lösungen finden wird, die dann auch Bestand haben, und dass nicht alles nur Gerede ist, wo sich Leute beklagen oder etwas vorschlagen, das am Ende dann nicht verwirklicht wird. Ich interessiere mich für Informations- und Kommunikationstechnologien und wie man sie zu diesem Zweck einsetzen kann. Ich habe das Gefühl, dass mich Bildungsthemen jetzt regelrecht anspringen, sei es in der Zeitung, bei Diskussionen mit Freunden oder in den Fernsehnachrichten. Alles scheint &#8211; dank dieses Blogs &#8211; etwas mit Bildung zu tun zu haben.</p>
<p>Nun, für diesen Blog heißt es auf Wiedersehen sagen. Ich hoffe aber, dass die Diskussion online und offline weiter geht. Mit meinem Medientraining für Jugendliche in den Elendsvierteln werde ich auf jeden Fall weiter machen. Sie können Formate für eine Mischung aus Bildung und Unterhaltung entwickeln. Ich habe auch vor, im Bereich Medien und Entwicklung noch meinen Doktor zu machen. Vielleicht werde ich dann ja wieder über die Forschung, über Bildung und Medien bloggen.</p>
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		<title>Internationale Bildung wäre schön</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2943</link>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 13:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2949" aria-labelledby="figcaption_attachment_2949" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal.jpg" rel="lightbox[2943]"><img class="size-medium wp-image-2949" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-300x188.jpg" alt="Viele Farben und Kulturen, ein Ziel (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="188" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-300x188.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-1024x641.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Farben und Kulturen, ein Ziel ...</p></div>
<p>Lange Reisen können entweder sehr stressig oder auch sehr entspannend sein. Es kommt darauf an, wie bequem der Flug ist und in welche Richtung man fliegt. Es macht allerdings keinen Spaß, bei einem Zwischenstop stundenlang auf einen Verbindungsflug im Flughafen zu warten. Auf dem Weg von Deutschland zurück nach Nairobi musste ich mehr als 4 Stunden in Dubai warten und ich habe die Zeit genutzt, um Zeitungen zu lesen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich die Zeitungen nur durchblättern, aber es gab doch einige Artikel über Bildung, die mein Interesse geweckt haben. Das hat mir noch einmal gezeigt, dass Bildung ein wichtiges Thema ist, das viele Bereiche unseres Lebens berührt. Zwei ähnliche Artikel habe ich in einer deutschen Zeitung und in einer Zeitung aus der Golf-Region zum Thema multikulturelles Lernen gefunden.  <span id="more-2943"></span></p>
<p>In der deutschen Zeitung plädiert der Autor dafür, mehr internationale Studenten an die Universitäten zu locken. Es ging darum, eine Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen zu entwickeln, damit die deutschen Universitäten &#8222;im weltweiten Wettbewerb um exzellente Studierende und Wissenschaftler&#8220; bestehen könnten, meinte der Autor. Ich stimme diesem Vorschlag voll und ganz zu. Es erinnert mich an meinen Vater, der uns immer ermutigt hat, entfernt von zu Hause zur Schule zu gehen, um von anderen Kulturen, auch innerhalb Kenias, zu lernen und mehr Toleranz  für andere Leute zu entwickeln.</p>
<p>Dafür braucht man unbedingt eine multikulturelles Lernumwelt. Daher hat er sich gefreut, dass ich in Deutschland zwei Jahre lang meinen Master in &#8222;International Media Studies&#8220; (IMS) machen konnte, zusammen mit 10 anderen Kulturen. Ich habe schon mal als ‘Globale Klassenzimmer’ bezeichnet. Ich glaube, dass Deutschland mit solchen Masterstudiengängen schon mit dieser Strategie angefangen hat. Bei IMS waren nicht nur die Kulturen bunt gemischt, es wurde auch auf Englisch und Deutsch unterrichtet.</p>
<div id="attachment_2951" aria-labelledby="figcaption_attachment_2951" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization.jpg" rel="lightbox[2943]"><img class="size-medium wp-image-2951" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-300x198.jpg" alt="Globalisierung per Fingerdruck (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Globalisierung per Fingerdruck</p></div>
<p>Der andere Artikel kam aus Dubai. Dort wurde die Frage gestellt, was eigentlich international ausgebildeten Studenten ausmacht. Der Artikel hat gleich selbst die Antwort gegeben und gesagt, dass es von Vorteil sei, in einem internationalen Lernumfeld zu lernen, also den Schritt in die Ferne zu wagen. Die Globalisierung verlangt auch in der Bildung von jedem, seinen Horizont und seine Kenntnisse zu erweitern. Die sogenannten ‘internationalen Studierenden’ sind toleranter und offener für neue und vielleicht fremde Kulturen, Religionen und Meinungen. Sie sind weniger voreingenommen gegenüber anderen Kulturen. Diese Eigenschaften helfen auch im späteren Beruf. Viele Arbeitgeber suchen nämlich Leute, die in einer multikulturellen Arbeitswelt arbeiten können.</p>
<p>In Kenia gibt es leider nicht so viele internationale Studenten an den Unis. Es gibt ein paar Studierende aus China oder aus der Türkei, die Englisch lernen. Ich behaupte, sie machen sich Sorgen um die Qualität. Kenia müsste auch eine Internationalisierungsstrategie entwickeln, um die Unis attraktiver für internationale Studierende und Lehrende  zu machen.</p>
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		<title>Wie soziale Medien die Journalistik-Lehrpläne revolutionieren</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2823</link>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 09:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2835" aria-labelledby="figcaption_attachment_2835" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112.jpg" rel="lightbox[2823]"><img class="size-medium wp-image-2835" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Stimmungsvoller Auftakt beim Global Media Forum</p></div>
<p>Drei Tage lang habe ich nun auf dem Global Media Forum (GMF) verbracht. Ich habe meine Blogger-Kollegen getroffen, ich habe alte Freunde aus aller Welt wiedergesehen und neue Freunde gefunden. Ich habe gegessen und getanzt während der GMF-Bootsfahrt auf dem Rhein. Denn neben der ernsten Seite der Konferenz gab es ja auch einen spaßigen Teil.</p>
<p>Eines meiner Interessensgebiete als ausgebildete Journalistin und Medientrainerin ist der fortschreitende Einfluss der digitalen Welt auf den Journalismus. Deshalb habe ich an einem Workshop der DW AKADEMIE teilgenommen, mit dem Titel: &#8222;Neue Trainer für neue Medien?&#8220; Dabei ging es darum, wie sich die journalistische Ausbildung auf die Veränderungen der Medienlandschaft einstellen muss.<span id="more-2823"></span></p>
<p>Denn die Medienlandschaft hat sich rapide verändert. Und sie verändert sich kontinuierlich weiter wegen der großen technologischen Fortschritte, die überall auf der Welt gemacht werden. Die wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke zum Beispiel &#8211; wie stellen sich die Institutionen, die Medientrainer weiterbilden, auf diese Herausforderungen ein? Müssen wir vielleicht sogar von einem komplett neuen Medienbereich sprechen? Das hat natürlich große Auswirkungen auf das Arbeitsumfeld von Herausgebern, Journalisten und so weiter. Der Workshop konzentrierte sich auf Fragen wie: Was brauchen Trainer für ihren Unterricht, um ihre Studenten fit für die Zukunft zu machen? Welche Faktoren beeinflussen das Personalmanagement von Medien?</p>
<p>Eine der Fragen, die hochgekommen sind, war die Relation zwischen Medientrainern, die aus dem Ausland kommen, und Nachhaltigkeit. Man sieht ja häufig Trainer, die aus westlichen Ländern in Entwicklungsländer gehen, die mit den besten Übungsmethoden und hochwertiger technischer Ausstattung professionelle Seminare und Workshops vor Ort veranstalten.  Und wenn sie dann wieder weg sind, ist das Projekt, das sie begonnen haben, entweder auf Eis oder es stirbt nach kurzer Zeit. Dieses Problem hat eine lebhafte Diskussion während des Workshops entfacht. Die letztliche Schlussfolgerung lautete: Investitionen in Know-How sind niemals vergeblich, dennoch muss man dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort selbst mehr Verantwortung übernehmen und die Programme und Projekte als ihre eigenen ansehen.</p>
<p>Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht bei meinen Medientrainings, die ich für Menschen in Slums anbiete. Ich bin zwar auch Kenianerin, komme aber aus einem anderen Stadtteil oder sogar einem anderen Landesteil. Und ich stehe auch vor dieser Herausforderung. Da denke ich zum Beispiel: Es wäre doch eine tolle Idee, wenn meine Studenten in den Slums über ein bestimmtes Thema einen Film drehen würden. Und dann sind meine Studenten &#8211; die ja schließlich dort leben &#8211; mit diesem und jenem Detail, mit meinem Blick auf die Dinge gar nicht einverstanden, weil ich mich einfach mit ihrer Situation nicht gut genug auskenne oder mich nicht richtig hineinfühlen kann. Das Beste wäre wahrscheinlich, wenn man lokale Filmemacher und Storyteller unterstützen würde. Einer der Teilnehmer hat auch darauf aufmerksam gemacht, dass man immer und überall die Menschenwürde respektieren sollte, wenn man Filme dreht, vor allem in anderen Ländern. Filmemacher müssen die Kultur verstehen, in der sie drehen, und eine Leidenschaft fürs Storytelling haben. Damit stimme ich hundertprozentig überein. </p>
<div id="attachment_2837" aria-labelledby="figcaption_attachment_2837" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103.jpg" rel="lightbox[2823]"><img class="size-medium wp-image-2837" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Filmdrehs in fremden Kulturen ist immer Vorsicht geboten, um nicht die Gefühle oder gar die Würde der Gefilmten zu verletzen</p></div>
<p>Und noch eine Frage hat mich bei diesem Workshop sehr bewegt: Wie sollen neue Medien in die Lehrpläne journalistischer Ausbildung integriert werden? Medienakademien müssen ein Gleichgewicht finden zwischen dem dem Lehren neuer digitaler und traditioneller journalistischer Fähigkeiten. Auf der Konferenz waren sich die Teilnehmer ziemlich einig: Digitale Fähigkeiten sollten die journalistischen keinesfalls ersetzen. Und man sollte, auch wenn die Lehrpläne jetzt umgestrickt werden, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten, niemals die Grundlagen aus dem Blick verlieren.</p>
<p>Ich fand diesen Workshop besonders gut, denn hier ging es genau um die Themen, die meine Leidenschaft sind: Storytelling, Journalismus und Medientraining. Die Diskussionen auf der Konferenz waren für mich das Größte.</p>
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		<title>&#8222;Edutainment&#8220; wird bisher viel zu selten genutzt</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2693</link>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 12:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2717" aria-labelledby="figcaption_attachment_2717" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Dramatizing-one-of-the-LBE-plays1.jpg" rel="lightbox[2693]"><img class="size-medium wp-image-2717" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Dramatizing-one-of-the-LBE-plays1-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Dramatizing-one-of-the-LBE-plays1-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Dramatizing-one-of-the-LBE-plays1-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Learning-by-Ear-Team präsentiert eine Radio-Novela als Theaterstück</p></div>
<p>Endlich bin ich in Bonn, um am Global Media Forum der Deutschen Welle teilzunehmen. Diese Woche schreibe ich von hier meine Blogs rund um die Themen Bildung, Kultur und Medien. Die Konferenz war bisher sehr interessant. Ich war heute bei einem Workshop, wo es darum ging, wie Lernen Spaß machen kann. Es ging um ein Projekt der Deutschen Welle: Learning by Ear. <span id="more-2693"></span></p>
<p>Das Programm Learning by Ear basiert auf einer ganz tollen Art des Lernens. Hier werden nämlich Formate wie Features und Radio-Novelas verwendet. Ich habe ja schon an zwei Global Media Forums teilgenommen und habe diesen speziellen Workshop immer sehr unterhaltsam gefunden. Normalerweise gibt es bei den Workshops größtenteils Powerpoint-Präsentationen und Gespräche. Aber dieser Workshop ist immer anders: Das Learning-by-Ear-Team hat eine der Radio-Novelas als Theaterstück live aufgeführt, so dass das Publikum einen kleinen Vorgeschmack auf die Serien bekommen konnte, die natürlich alle in erster Linie als Radio-/Audio-Fassungen produziert sind.</p>
<p>Ich war übrigens nicht nur Besucher des Projekts Learning by Ear, sondern saß auch beim Panel mit auf der Bühne, um über meine Arbeit mit Jugendlichen und den Medien in den Slums von Nairobi zu erzählen. Neben mir saß dort auch ein Mitarbeiter des afghanischen Learning-by-Ear-Programms. Er hat betont, wie wichtig solche Programme in Ländern wie Afghanistan sind. In diesen Kulturen kann man nicht offen über so heikle Themen wie Sexualität oder auch die Rollen von Männern und Frauen in der Gesellschaft sprechen. Hier  ist dieses &#8222;Edutainment&#8220;, also diese unterhaltsame Form der Bildung, eine sehr effektive Methode, um Botschaften zu vermitteln und das Publikunm zu informieren. Die Hörer merken nicht einmal, dass sie es hier mit einem Bildungsprogramm zu tun haben &#8211; sie würden die Radio-Novelas einfach als Unterhaltungssendung bezeichnen. </p>
<div id="attachment_2705" aria-labelledby="figcaption_attachment_2705" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/One-of-the-scenes-from-LBE-radio-play.jpg" rel="lightbox[2693]"><img class="size-medium wp-image-2705" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/One-of-the-scenes-from-LBE-radio-play-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/One-of-the-scenes-from-LBE-radio-play-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/One-of-the-scenes-from-LBE-radio-play-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Bildung und Unterhaltung gleichzeitig: Edutainment</p></div>
<p>Der wichtigste Punkt für mich ist aber, Medien als Brücke zu sehen, mit denen man in solchen Kulturen und Gesellschaften Informationen transportieren kann. Das trifft auf Afghanistan ebenso zu wie auf Afrika. Denn viele Menschen in Afrika haben Zugang zu einem Radio oder besitzen ein Handy &#8211; aber überraschenderweise haben genau diese Menschen oft keinen Zugang zu Bildung. Wenn man Medien nutzt, kann man zumindest eine bestimmte Art der Bildung und Ausbildung transportieren, und das über technische Hilfsmittel, die diesen Leuten zugänglich sind. Dann kann man diese Lücke schließen. </p>
<p>Für das Publikum war es sehr interessant zu erfahren, ob solche Formate für Afrika und Asien überhaupt funktionieren, wie effektiv sie sind. Bei Learning by Ear wird ein ganz breites Spektrum abgedeckt: Gesundheit, Umwelt, Gender-Fragen, Arbeit und Arbeitlosigkeit, Technologien und viele andere Themen. anderen Themen. Derartige &#8222;Edutainment&#8220;-Formate sind eine immer noch kaum erschlossene Informationsquelle für den Bildungssektor. Klar, man muss schon zusätzliche Arbeit hineinstecken und auch Zeit, wenn man es zum Beispiel in den Lehrplan von Schulen integrieren will. Aber hierfür braucht man vor allem ein bisschen Offenheit der Pädagogen.</p>
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		<title>Reflektionen einer Woche&#8230;</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2505</link>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 08:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2509" aria-labelledby="figcaption_attachment_2509" class="wp-caption alignleft" style="width: 198px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-as-well-as-boys-do-not-often-go-to-school-on-Masailand.jpg" rel="lightbox[2505]"><img class="size-medium wp-image-2509" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-as-well-as-boys-do-not-often-go-to-school-on-Masailand-198x300.jpg" alt="Emmy" width="198" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-as-well-as-boys-do-not-often-go-to-school-on-Masailand-198x300.jpg 198w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-as-well-as-boys-do-not-often-go-to-school-on-Masailand-678x1024.jpg 678w" sizes="(max-width: 198px) 100vw, 198px" /></a><p class="wp-caption-text">Bei wenig Licht, lässt es sich nicht gut lernen </p></div>
<p>Hätte man mich vor acht Wochen gefragt, bevor ich angefangen habe für diesen Blog zu schreiben, ob ich etwas mit dem Thema Bildung Bildung zu tun habe, dann wäre meine Antwort ein eindeutiges „Nein“ gewesen. Ich hätte wohl erwähnt, dass ich Jugendliche im Bereich „Multimedia“ trainiere und, dass ich bei einer Organisation arbeite, die Solarlampen an Schulen verteilt. Aber dieser Blog hat mir eine andere Sichtweise auf meine eigene Arbeit gegeben: Denn eigentlich habe ich mit dem Thema Bildung tagtäglich ganz schön viel zu tun.</p>
<p>Das letzte Wochenende war sehr faszinierend für mich. Endlich haben wir &#8211; Filamujuani, die Organisation, die ich zusammen mit einem Freund gegründet habe &#8211; unseren Fernsehsender TV Mtaani an den Start gebracht. TV Mtaani ist ein Bürger- TV-Sender in und aus Kibera. Dort gibt es Nachrichten über lokale Themen, Reportagen, Serien und sogar Werbung für Produkte oder Geschäfte aus Kibera. Es war beeindruckend zu sehen, dass so viele Menschen gekommen waren, um sich gemeinsam mit uns TV Mtaani das erste Mal anzuschauen.</p>
<p><span id="more-2505"></span></p>
<p>Gleich danach habe ich mich mit der Organisation „Givewatts“ auf den Weg nach Narok gemacht. Givewatts hat dort Solarlampen an zwei Schulen verteilt. In Narok wohnen besonders viele Massai, ein Volksgruppe, die eine nomadische Lebensweise führt. In Ihren Manyattas (traditionelle Häuser) ist es stockdunkel. Und das bedeutet, dass die Lernsituation sehr schwierig ist. Und dazu kommt noch, dass sie als Nomaden oft sehr wenig Wert auf Bildung legen. Das hat mir Samuel Pere erzählt. Er ist Lehrer an der „Tumaini Academy“, eine der Schulen, die Lampen bekommen haben. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen müssen für ihre Bildung hart kämpfen.</p>
<p>Von den Jungs wird erwartet, dass sie mit den Kühen und Ziegen auf die Suche nach einer Weidefläche und Wasser gehen &#8211; besonders in der Trockenheit. Das bedeutet, dass sie oft nicht am Unterricht teilnehmen können. Ich habe das sogar mit meinen eigenen Augen gesehen: Als wir auf dem Weg nach Narok waren, haben wir viele große, schlaksige Jungs gesehen, die Herden über die Wiesen geführt habe.</p>
<div id="attachment_2511" aria-labelledby="figcaption_attachment_2511" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Firewood-as-a-source-of-reading-light.jpg" rel="lightbox[2505]"><img class="size-medium wp-image-2511" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Firewood-as-a-source-of-reading-light-300x198.jpg" alt="Emmy" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Firewood-as-a-source-of-reading-light-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Firewood-as-a-source-of-reading-light-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Oft haben die Eltern kein Geld für Licht</p></div>
<p>Für die Mädchen ist es allerdings noch schwieriger. Von ihnen wird erwartet, dass sie mit 14 heiraten. In allen Schulen, die wir in Narok besucht haben, gab es immer weniger Mädchen. In einer gab es pro Klasse sogar immer nur ein Mädchen und 10 Jungs. Herr Pere hat uns auch erzählt, dass an der „Tumaini Academy“ fast 50 Prozent mehr Jungs zur Schule gehen als Mädchen. Das ändere sich aber langsam, sagte er. Er glaube nämlich, dass die Lampen die Eltern positiv beeinflussten. Warum? Den meisten Eltern ist es einfach zu teuer und anstrengend immer Geld für Kerosin und Brennholz auszugeben, damit die Kinder bei Licht lernen können. Manche haben sogar Bücher verbrannt, damit ihre Kinder zu Hause lernen können. Für die Eltern bedeutet Lernen einfach immer zusätzliche Kosten. Und dann lassen sie die Mädchen lieber zu Hause mitarbeiten. Diese Solarlampen könnten das jetzt alles ändern, sagte Pere. Wenn die Eltern sehen, dass ihre Nachbarn ihre Kinder zu Schule schicken, dann wird sie das ermutigen, auch ihre Kinder am Unterricht teilnehmen zu lassen. So lernen die Kinder bei Licht in der Schule und können auch dort ihre Aufgaben machen.</p>
<p>In der kommenden Woche werde ich am <a title="Global Media Forum" href="http://www.dw.com/dw/0,,30956,00.html" target="_blank">„Deutsche Welle Global Media Forum“</a> in Bonn zum Thema Bildung teilnehmen. In den letzten Wochen habe ich viel erlebt und auch viel zum Thema Bildung geschrieben. Und ich kann gar nicht glauben, was ich alles für selbstverständlich gehalten habe während meiner eigenen Ausbildung. Es gibt so viele Studenten, denen es nicht so gut geht. Umso mehr freue ich mich auf die anderen Teilnehmer der Konferenz, bin gespannt was sie zum Thema Bildung zu sagen haben. Aber natürlich freue ich mich auch auf die anderen Blogger.</p>
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