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	<title>Kommentare zu: Musik: Ein „Nebenfach dritter Ordnung“?</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Jul 2012 18:43:16 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Von: Kathrin</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1993#comment-35</link>
		<dc:creator><![CDATA[Kathrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2012 11:25:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1993#comment-35</guid>
		<description><![CDATA[Hallo Lavinia,

vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, hier einen Kommentar von einer Musikerin zu bekommen! Ich wusste nicht, dass es für Talentierte die Möglichkeit gibt, privaten Musikunterricht zu erhalten, wenn man Konzerte gibt. Vielleicht ist das auch nur an Ausnahmeinstituten möglich? Ich denke, es ist aber schwierig für private Musikschulen, Talente zu entdecken, wenn es z.B. keine Breitenförderung über Schulen gibt.

Weil du das Beispiel Sport bringst: An meinen Schulen gab es immer sehr viele Sport-AGs. Eben deshalb, weil man sie auch einfach in Gruppen durchführen konnte. Was bei Musik sicher schwieriger ist, sind teure Instrumente. Doch gibt es an vielen Schulen sehr gut ausgestattete Computerräume. Hier wird bevorzugt investiert und hier erhält man auch eher Sponsoring durch Unternehmen oder Stiftungen als in der musischen Bildung.

Aber sicher ist es mit viel Motivation möglich, einen Weg zum Muszieren zu finden - gerade auch in meinem persönlichen Fall wäre es mit großem Interesse sicher möglich gewesen. Doch ist dies ungleich schwieriger als z.B. zum Sport oder zur Mathematik. Angebote an Schulen richten sich oft auch nur an die, die bereits ein Instrument beherrschen (Big Bands, Orchester). Und auch diese finden sich eher an Gymnasien als an den ehemaligen Hauptschulen. Ich finde es schade, dass hier nicht mehr Einstiegskurse geboten werden, denn es sind wieder sozial Benachteiligte, die hier besonders ausgeschlossen werden.

Viele Grüße
Kathrin]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Lavinia,</p>
<p>vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, hier einen Kommentar von einer Musikerin zu bekommen! Ich wusste nicht, dass es für Talentierte die Möglichkeit gibt, privaten Musikunterricht zu erhalten, wenn man Konzerte gibt. Vielleicht ist das auch nur an Ausnahmeinstituten möglich? Ich denke, es ist aber schwierig für private Musikschulen, Talente zu entdecken, wenn es z.B. keine Breitenförderung über Schulen gibt.</p>
<p>Weil du das Beispiel Sport bringst: An meinen Schulen gab es immer sehr viele Sport-AGs. Eben deshalb, weil man sie auch einfach in Gruppen durchführen konnte. Was bei Musik sicher schwieriger ist, sind teure Instrumente. Doch gibt es an vielen Schulen sehr gut ausgestattete Computerräume. Hier wird bevorzugt investiert und hier erhält man auch eher Sponsoring durch Unternehmen oder Stiftungen als in der musischen Bildung.</p>
<p>Aber sicher ist es mit viel Motivation möglich, einen Weg zum Muszieren zu finden &#8211; gerade auch in meinem persönlichen Fall wäre es mit großem Interesse sicher möglich gewesen. Doch ist dies ungleich schwieriger als z.B. zum Sport oder zur Mathematik. Angebote an Schulen richten sich oft auch nur an die, die bereits ein Instrument beherrschen (Big Bands, Orchester). Und auch diese finden sich eher an Gymnasien als an den ehemaligen Hauptschulen. Ich finde es schade, dass hier nicht mehr Einstiegskurse geboten werden, denn es sind wieder sozial Benachteiligte, die hier besonders ausgeschlossen werden.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Kathrin</p>
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	<item>
		<title>Von: Lavinia</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1993#comment-33</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lavinia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2012 15:23:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1993#comment-33</guid>
		<description><![CDATA[Ich glaube, einerseits hast du hiermit sicher Recht, dass die Nebenfächer nicht genug gefördert werden. Doch ich denke, es gibt viele Fächer, die in der Schule nicht so vertieft werden, wie es gut für den Schüler wäre. Wie wichtig war dir und deinen Eltern zum Beispiel der Kunstunterricht? Wenn du da nicht gut drin gewesen wärst, würdest du dann erwarten, dass die Schule öfter mit dir ins Museum geht und vielleicht auch nicht nur das &quot;ganz normale Malen&quot; anbietet, sondern auch malen mit Öl oder Kohle? Oder dass ihr im Erdkunde-Unterricht mal wirklich nach draußen geht und verschiedene Kulturen oder auch Vulkane anschaut?

Ich habe selber 15 Jahre an der Musikschule Cello-Unterricht gehabt und es war eine Entscheidung, die ich zusammen mit meinen Eltern freiwillig getroffen habe. Dadurch weiß ich nicht nur wie teuer, sondern auch wie schwierig und zeitaufwenig es ist, ein Instrument zu lernen, vor allem wenn man es nicht wirklich will und sich eher dazu gedrängt fühlt.

Ich glaube, der Schulmusikunterricht sollte dich motivieren, der MUSIK wirklich zuzuhören und dir ein Basis- Verständis von Noten vermitteln. Wenn du feststellst, dass dir das nicht liegt, und es dich überhaupt nicht interessiert, dann ist das vielleicht ein Zeichen, dass auch das Erlernen eines Musikinstrumentes nichts für dich ist. Und ich sage hier &quot; vielleicht&quot;, weil es viele Musiklehrer gibt, die einem dieses nicht gut vermitteln können, eben weil man sie als &quot;Hobbylehrer&quot; behandelt.

Dass die Schule damit &quot; wertet&quot; und ausdrückt, dass Musik machen etwas Elitäres ist, glaube ich nicht. Es ist einfach zu teuer für die Schule, genauso wie es zu teuer ist Kunst-AGs  oder Sport-AGs zu veranstalten, obwohl man diese noch für Gruppen anbieten kann. Es ist nicht möglich, allen Schülern die Möglichkeit zu bieten, für einen geringen Preis ein Musikintrument zu lernen, da man dafür sehr viele Privatlehrer bräuchte und jeder Schüler ein eigenes Instrument, damit er zu Hause auch üben kann.

Ausserdem ist es aber so, dass wenn man begabter und motivierter Klavierspieler ist, aber die Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügen,die Musikschule einen finanziell unterstützt wenn man im Gegenzug dazu zum Beispiel im Orchester mitspielt.

Ein Musikinstrument zu lernen, ist im Moment für viele Schüler einfach auch nicht attraktiv genug, weil es eben doch überwiegend klassische Musik ist. Hoffentlich verstehst du meinen Anhaltspunkt, aber ich denke einfach, dass es nicht am Musikunterricht liegt, das klassische musik so &quot;uncool&quot; ist.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, einerseits hast du hiermit sicher Recht, dass die Nebenfächer nicht genug gefördert werden. Doch ich denke, es gibt viele Fächer, die in der Schule nicht so vertieft werden, wie es gut für den Schüler wäre. Wie wichtig war dir und deinen Eltern zum Beispiel der Kunstunterricht? Wenn du da nicht gut drin gewesen wärst, würdest du dann erwarten, dass die Schule öfter mit dir ins Museum geht und vielleicht auch nicht nur das &#8222;ganz normale Malen&#8220; anbietet, sondern auch malen mit Öl oder Kohle? Oder dass ihr im Erdkunde-Unterricht mal wirklich nach draußen geht und verschiedene Kulturen oder auch Vulkane anschaut?</p>
<p>Ich habe selber 15 Jahre an der Musikschule Cello-Unterricht gehabt und es war eine Entscheidung, die ich zusammen mit meinen Eltern freiwillig getroffen habe. Dadurch weiß ich nicht nur wie teuer, sondern auch wie schwierig und zeitaufwenig es ist, ein Instrument zu lernen, vor allem wenn man es nicht wirklich will und sich eher dazu gedrängt fühlt.</p>
<p>Ich glaube, der Schulmusikunterricht sollte dich motivieren, der MUSIK wirklich zuzuhören und dir ein Basis- Verständis von Noten vermitteln. Wenn du feststellst, dass dir das nicht liegt, und es dich überhaupt nicht interessiert, dann ist das vielleicht ein Zeichen, dass auch das Erlernen eines Musikinstrumentes nichts für dich ist. Und ich sage hier &#8220; vielleicht&#8220;, weil es viele Musiklehrer gibt, die einem dieses nicht gut vermitteln können, eben weil man sie als &#8222;Hobbylehrer&#8220; behandelt.</p>
<p>Dass die Schule damit &#8220; wertet&#8220; und ausdrückt, dass Musik machen etwas Elitäres ist, glaube ich nicht. Es ist einfach zu teuer für die Schule, genauso wie es zu teuer ist Kunst-AGs  oder Sport-AGs zu veranstalten, obwohl man diese noch für Gruppen anbieten kann. Es ist nicht möglich, allen Schülern die Möglichkeit zu bieten, für einen geringen Preis ein Musikintrument zu lernen, da man dafür sehr viele Privatlehrer bräuchte und jeder Schüler ein eigenes Instrument, damit er zu Hause auch üben kann.</p>
<p>Ausserdem ist es aber so, dass wenn man begabter und motivierter Klavierspieler ist, aber die Eltern nicht über die finanziellen Mittel verfügen,die Musikschule einen finanziell unterstützt wenn man im Gegenzug dazu zum Beispiel im Orchester mitspielt.</p>
<p>Ein Musikinstrument zu lernen, ist im Moment für viele Schüler einfach auch nicht attraktiv genug, weil es eben doch überwiegend klassische Musik ist. Hoffentlich verstehst du meinen Anhaltspunkt, aber ich denke einfach, dass es nicht am Musikunterricht liegt, das klassische musik so &#8222;uncool&#8220; ist.</p>
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