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	<title>Ausbildung &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Unendliche Möglichkeiten und doch eingeschränkt</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 14:00:38 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Emmy | Kenia]]></category>
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<p>Neulich hat jemand mir gesagt, ein Master sei so viel Wert wie ein Bachelor damals und ein PhD – also ein Doktortitel – so viel wie ein Master. Wie ich schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, ist der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt viel größer geworden und der Kampf um einen Job immer härter. Es gibt immer mehr Leute, die einen Master-Abschluss haben. Die Frage ist aber: Was passiert mit den Leuten, die keine Chance haben die Bildungsleiter weiter aufzusteigen?</p>
<p>Es gibt Möglichkeiten. Diese Menschen können an einem College, einer Berufschule oder an einer „Technischen-Schule“ eine Ausbildung machen. Normalerweise dauert es dann zwei Jahre, und am Ende hat man ein einen Diplom-Abschluss. Ich weiß, dass das Wort Diplom in Deutschland anders benutzt wird. Aber in Kenia haben die Abschlüsse einen anderen Stellenwert als in Deutschland. Die höchste akademische Stufe ist ein PhD, dann kommt der Master, dann der Bachelor und dann kommen Diplom und Zertifikat.</p>
<p><span id="more-1753"></span></p>
<p>Ich habe Verwandte, die diese Möglichkeiten genutzt haben. Sie haben ein Diplom gemacht, obwohl klar war, dass sie auf dem Markt nicht mit denen konkurrieren können, die einen Bachelor oder einen Master-Abschluss haben. Meine Cousins und Cousinen haben fast alle ein College besucht. Das dauert nicht so lange und ist auch nicht so teuer wie eine Uni. Und am Ende haben sich einige von ihnen selbstständig gemacht, sind Bauern geworden und einige Mädchen haben halt geheiratet.</p>
<p>In manchen Fällen kann aber auch die Regierung die Studiengebühren übernehmen. Man kann einen Kredit bekommen, manchmal auch ein Stipendium oder aber die Regierung gibt das Geld an einzelne Bezirke weiter und dort wird entschieden, wer das Geld bekommt. Ich selber habe auch einen Kredit von der Regierung bekommen, den ich derzeit noch zurückzahle. Er war genau ausreichend, um die staatlichen Hochschulgebühren zu bezahlen und um auch noch den Lebensunterhalt zu bestreiten.</p>
<p>In unserem Bildungssystem gibt es allerdings kaum noch Raum für Kreativität. Studienfächer wie Kunst, Tanz, oder Schauspiel sind so gut wie nicht vorhanden. Das wird bei uns einfach nicht ernst genommen. Unsere Eltern sind der festen Meinung, dass Kunst, Musik und Tanz zur Unterhaltung gehören und man dafür entweder ein Talent hat oder nicht. Ich glaube, man muss einen Mittelweg finden zwischen dem was man am Besten kann, was die Leidenschaft ausmacht und was aber auch eine Mahlzeit auf den Tisch bringt.</p>
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		<title>Musiker, Lehrer oder beides?</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1729</link>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 10:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hellgurd | Irak]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1737" aria-labelledby="figcaption_attachment_1737" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra.jpg" rel="lightbox[1729]"><img class="size-medium wp-image-1737" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-300x199.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="199" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-300x199.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-1024x680.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lana spielt auch im Ranya Orchester </p></div>
<p>Wenn man im fünften Studienjahr ist, muss man an einer Grundschule oder einem Kindergarten einige Lehreinheiten geben. Einen guten Monat lang unterrichtet man dort, und immer wieder kommen unsere Dozenten und Lehrer in die Klassen, um unsere Lehrmethoden zu bewerten. Es ist besonders wichtig, dass wir die Klassen vorbereiten und auch Tests ansetzen, damit sie sehen können, was wir in den vergangenen Jahren an der Uni gelernt haben. Was allerdings ein bisschen verwirrend ist, ist, dass man von uns verlangt, gute Lehrer zu sein und gleichzeitig aber auch gute Musiker.</p>
<p>Es macht Spaß, das was man gelernt hat, weiterzuvermitteln. Aber wir lernen sehr wenig Theorie und auch keine Lehrmethoden. Das gehört nicht in unser Bildungskonzept. Und so kommt es dann dazu, dass jeder von uns andere Themen unterrichtet – und das auf unterschiedliche Art und Weise.</p>
<p><span id="more-1729"></span></p>
<p>Daher kommt es oft zu Missverständnissen zwischen der Hochschule und dem Bildungsministerium: Sie müssten sich mal endlich einig darüber werden, was sie von uns wollen. Das Ministerium wünscht sich gut ausgebildete Lehrer, die Hochschule will beides – Lehrer und Musiker, hat aber dafür und davon keinen richtigen Plan.</p>
<p>Ich habe mit zwei meiner Freunde darüber gesprochen. Lana ist 22 Jahre alt und spielt Querflöte. 2010 hat sie ihren Abschluss gemacht. Sie hat mir davon erzählt, dass sie heil froh war, dass ihre Familie sie nicht davon abgehalten hat, Musik zu studieren. Als sie allerdings im dritten Jahr war, hat sie sich an der Hochschule gelangweilt. Sie hatte eine andere Vorstellung von ihrem Studium der Musik „Ich verstehe nicht, warum ich noch so viele andere Fächer, wie Sprachen, belegen muss. Wozu brauche ich das, wenn ich doch eh Musikerin werden will?“, sagte Lana zu mir. Über ihre Zeit im Kindergarten erzählte sie mir dann, dass sie alles in einer Person war. Sie musste mit den Kindern musizieren, ihnen vorlesen, sie zum Sport animieren und natürlich auf sie aufpassen. „Ich hatte keine Probleme damit, das alles zu tun“, sagte Lana. „Aber das ist eigentlich nicht mein Job.“ Trotzdem sei sie ganz glücklich dort gewesen, denn die Kinder seien so zufrieden gewesen. Letztendlich ist Lana jetzt aber auch Mitglied im „Ranya Symphony Orchestra“.</p>
<div id="attachment_1735" aria-labelledby="figcaption_attachment_1735" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event.jpg" rel="lightbox[1729]"><img class="size-medium wp-image-1735" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lana im Kindergarten bei einem Sport-Event</p></div>
<p>Ein anderes Mädchen, dessen Namen ich nicht nennen darf, erzählte mir, dass ihre Familie einverstanden war mit ihrem Musikstudium. Das sei alles kein Problem. Aber als es dann das erste Mal darum ging, dass sie mit der Uni in eine andere Stadt reisen sollte, seien ihre Eltern strikt dagegen gewesen. Sie musste zu Hause bleiben. Dafür habe sie sich sehr geschämt. Sie hat dann vorgetäuscht krank zu sein und deshalb nicht mitfahren zu können. Ihre Familie habe sie zunehmend von allen musikalischen Aktivitäten ferngehalten, obwohl sie eigentlich dem Studium zugestimmt hatten. Leider hat sie dann auch einen schlechten Abschluss gemacht.</p>
<p>Wir Künstler sind froh darüber, wenn wir das Interesse anderer Menschen an der Kunst und der Musik wecken können. Ich würde mir nur wünschen, dass noch mehr Frauen die Möglichkeit dazu bekommen.</p>
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