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	<title>Fremdsprache &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
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		<title>Mit Sprache Ideen transportieren</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=3089</link>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 14:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[María | Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
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		<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Studienabschluss]]></category>

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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3041" aria-labelledby="figcaption_attachment_3041" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3041" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg" alt="Vier der fünf Blogger mit Gaby Reucher von der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Hellgurd, Emmy, Kathrin und ich mit Gaby, deren Projekt uns zusammengebracht hat</p></div>
<p>Als ich Pavels <a href="../?p=2905">letzten Eintrag</a> gelesen habe und auch den, wo er den <a href="../?p=2445">Wert von Abschlüssen</a> diskutiert, habe ich auch darüber nachgedacht, was es bringt, eine andere Sprache zu lernen. Es geht nicht nur um die Grammatik und Vokabeln oder um die Fähigkeit von einer Sprache in die andere zu übersetzen. Ich finde, der Wert liegt darin, dass man lernt, seine Ideen innerhalb einer anderen Kultur auszudrücken. die andere Kultur jeweils mit anderen Augen zu sehen und gemeinsam die Sichtweisen zu erweitern. Beim <a href="http://www.dw.com/dw/0,,30937,00.html">Global Media Forum</a> habe ich viele Leute getroffen, die ein gutes Beispiel für das sind, was ich meine.<span id="more-3089"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Simon war so jemand. Wir trafen uns zufällig an einem Tisch und haben uns gegenseitig vorgestellt. Als ich ihm erzählt habe, dass ich aus Buenos Aires komme, sagte er, dass er schon dort gewesen sei und die Stadt sehr schön fände und dass er auch Spanisch sprechen könne. Als ich ihn nach seinem beruflichen Hintergrund fragte, erzählte er mir von einer Initiative die sich &#8222;Vensenya&#8220; nennt, ein Name der aus zwei spanischen Wörtern zusammengesetzt ist: &#8222;vencer&#8220;, was so viel heißt wie erobern, besiegen oder &#8222;mit etwas brechen&#8220;, und &#8222;ensenar&#8220;, was &#8222;lehren&#8220; bedeutet. Das Wort &#8222;vencer&#8220; ist sehr bedeutungsvoll für spanische Muttersprachler, besonders in Lateinamerika, bezogen auf die Geschichte mit all den politischen Kämpfen und Schlachten.</p>
<p>Die Initiative Vensenya durchbricht die Schranken in unseren Köpfen in der Annäherung zur Bildung. Das Konzept, das die Macher entwickelt haben, ist sofort ersichtlich: Man soll eine Idee schnell erfassen. Das ist mehr als nur eine andere Sprache zu sprechen. Es zeigt, wie man das Verständnis für eine andere Kultur in Sprache ausdrücken kann und auch sich selbst sinnvoll in eine andere Kultur einbringt.</p>
<div id="attachment_3039" aria-labelledby="figcaption_attachment_3039" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3039" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg" alt="Drei der fünf Blogger im Foyer der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Drei von uns im Foyer der Deutschen Welle</p></div>
<p>Im internationalen Dialog merkt man, dass die Sorgen der Menschen oft die gleichen sind. Bildung ist ein Thema in allen Ländern. Was unterschiedlich ist, ist der soziale Kontext und der historische Weg, den jede Nation hinter sich hat.</p>
<p>Mit diesem Eintrag habe ich glaube ich schon all die Gründe genannt, warum ich so gerne bei diesem Blog mitgemacht habe. Einerseits war es oft ein hartes Ringen, den sozialen Kontext und die kulturellen Besonderheiten meiner Heimat richtig darzustellen. Andererseits war aber genau das eine Genugtuung für mich.</p>
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		<title>Das Schlüsselwort meiner Generation: Flexibilität</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1793</link>
		<pubDate>Mon, 04 Jun 2012 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Qualifikation]]></category>

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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1801" aria-labelledby="figcaption_attachment_1801" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Meine-Freundinnen-und-ich.jpg" rel="lightbox[1793]"><img class="size-medium wp-image-1801" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Meine-Freundinnen-und-ich-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Meine-Freundinnen-und-ich-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Meine-Freundinnen-und-ich-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Meinen Freundinnen und ich: Auf anderen Wegen als unsere Eltern</p></div>
<p>In ihrem letzten Eintrag hat <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1629">Emmy</a>  geschrieben, dass immer mehr Qualifikationen auf dem kenianischen Arbeitsmarkt gefordert werden. Man kann die Situation in Kenia nicht mit der in Deutschland gleichsetzen, aber auch hier werden immer mehr Qualifikationen von uns jungen Menschen verlangt − und viele bringen sie auch mit. Ich habe letztens mit meinen Freundinnen darüber gesprochen, wie sich unsere Ausbildung, unser Leben verändert hat &#8211; verglichen mit unseren Eltern. Wir Mädels sind seit Jahren befreundet und gingen teils schon zusammen in den Kindergarten. Also erlebten wir auch das deutsche Schulsystem gemeinsam.<span id="more-1793"></span></p>
<p> Von uns sieben haben fünf direkt ein Abitur an einem Gymnasium gemacht und anschließend an der Uni studiert. Zwei gingen zuerst auf eine Realschule, holten dann ihr Abi &#8211; aber an einem Wirtschaftsgymnasium &#8211; nach. Anschließend machten sie eine Ausbildung. Eine der beiden studiert jetzt neben ihrer Arbeit am Wochenende. Unsere Eltern haben meist nicht studiert. So sind vier von uns die ersten in ihrer Familie, die studieren. Das ist aber nicht die Regel in Deutschland: Von 100 Kindern, deren Eltern nicht studiert haben, beginnen 24 ein Studium; von 100 Akademikerkindern 71. Doch unser Studium ist nicht das einzige, was uns von unseren Eltern in Sachen Bildung unterscheidet: Sechs von uns haben schon einmal für längere Zeit im Ausland studiert oder auf Reisen in Aushilfsjobs gearbeitet (hierüber hat auch <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1681">Pavel</a> geschrieben). Kein Wunder, dass wir recht gut Englisch sprechen.</p>
<p> Unsere Eltern hingegen können überwiegend sehr wenig Englisch. Aber sie brauchten es auch nicht, um trotzdem im Job erfolgreich zu sein. Oft haben unsere Väter genug Geld verdient, um ihre Familien zu ernähren, so dass fünf unserer Mütter auf einen Vollzeitjob verzichtet haben und uns Kinder erzogen.</p>
<p> Während wir uns weiterbilden, Zeit im Ausland verbringen und unsere Freizeit planen, hatten unsere Eltern in unserem Alter ganz andere Sorgen − vor allem diejenigen, die nicht studierten. Mein Vater hatte in meinem Alter schon ein Haus gekauft. Meine Mutter gerade ihr zweites Kind bekommen, ihr erstes, ich nämlich, war schon vier Jahre alt. So viel Verantwortung trägt keine von uns sieben. Wir alle sind noch unverheiratet und haben weder Kinder noch Haus.</p>
<div id="attachment_1805" aria-labelledby="figcaption_attachment_1805" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Vor-der-Statue-of-Liberty-2010-NY.jpg" rel="lightbox[1793]"><img class="size-medium wp-image-1805" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Vor-der-Statue-of-Liberty-2010-NY-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Vor-der-Statue-of-Liberty-2010-NY-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Vor-der-Statue-of-Liberty-2010-NY-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Wir haben gelernt, flexibel und mobil zu sein</p></div>
<p>Wie sollten wir auch ein Haus bauen? Flexibel sollen wir jungen Arbeitskräfte sein und örtlich ungebunden. Eine meiner Freundinnen bekam zum Beispiel zu Beginn ihres Referendariats gesagt, dass bei der Wahl des späteren Arbeitsorts nicht darauf Rücksicht genommen werde, ob die zukünftigen Lehrer bereits ein Haus hätten. Die Referendare sollten sich darauf einstellen, dort eingesetzt zu werden, wo sie gebraucht werden. Natürlich sieht das in der freien Wirtschaft nicht wirklich anders aus. Zumindest kann man seinen Arbeitgeber aber freier wählen.</p>
<p>Ich möchte das auf keinen Fall schlechtreden. Wir freuen uns über diese Freiheiten, die uns auch unsere Eltern ermöglicht haben. Es ist toll, fließend Englisch zu sprechen und bereits an verschiedenen Orten der Welt gelebt zu haben. Gleichzeitig ist es erstaunlich, wie sehr sich unsere Lebensplanung von der unserer Eltern unterscheidet, mit wie viel mehr unbekannten Variablen wir umgehen. Dachten unsere Eltern schon mit Mitte 20, dass sie in dem kleinen Ort alt werden würden, in dessen Nähe sie auch geboren worden waren, wissen wir zum Teil noch nicht ein mal, was uns die nächsten fünf Jahre bringen. So scheint es mir, als seien es nicht nur höhere Qualifikationen, die heute auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind,  sondern auch mehr Flexibilität.</p>
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