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	<title>GMF &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Russland braucht weniger Gerede, mehr konkrete Veränderungen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 10:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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<dl><a href="http://blogs.dw.com/educationblog/files/Observe-the-situation-from-above-or-stay-on-the-ground.jpg" rel="lightbox[2745]"></a></dl>
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<div id="attachment_2743" aria-labelledby="figcaption_attachment_2743" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Observe-the-situation-from-above-or-stay-on-the-ground.jpg" rel="lightbox[2745]"><img class="size-medium wp-image-2743" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Observe-the-situation-from-above-or-stay-on-the-ground-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Observe-the-situation-from-above-or-stay-on-the-ground-300x201.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Observe-the-situation-from-above-or-stay-on-the-ground.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Wir brauchen keine hochfliegenden Abstraktionen sondern gut geerdetes Handeln</p></div>
<p>Maria hat in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2647">ihrem letzten Eintrag</a> geschrieben, dass der soziale Dialog in Argentien ihrer Meinung nach in die falsche Richtung geht. Ich glaube, jedes Land hat in einer bestimmten Entwicklungsphase mit solchen Problemen zu kämpfen. Wenn ich auf meine Studienzeit zurückblicke, war das so eine Phase. </p>
<p>Manchmal wird einfach zu viel geredet,  statt dass wirklich gehandelt wird (ich spreche jetzt gar nicht nur vom Bildungssektor; das kann man auch überall anders im politischen und wirtschaftlichen Leben Russlands feststellen).<span id="more-2745"></span></p>
<p>Bei allem notwendigen Respekt gegenüber den talentierten und brillianten Lehrern und Professoren, die frühere Generationen unterrichtet und mehreren russischen Genies (dem Mathematiker Grigori Perelman zum Beispiel) geholfen haben, ihr Potenzial zu entwickeln &#8211; ich würde dennoch gerne Veränderungen im Bildungssystem sehen. Interessant ist, dass viele meiner Kommilitonen genauso denken; ich glaube, der Wunsch nach einem neuen Bildungsmodell liegt in der Luft. Gleichzeitig sind aber die Verantwortlichen in den sozialen Institutionen ein wenig verwirrt, was die Zukunft bringt &#8211; und Ergebnis des Ganzen ist, dass sich die Gesellschaft mal voran und mal zurück bewegt. Das erinnert mich an eine Fabel: Drei Tiere unternehmen wahnsinnige Anstrengungen, um einen Karren zu bewegen, aber der rührt sich nicht vom Fleck, weil sich die Tiere nicht einigen können, in welche Richtung sie denn ziehen sollen.</p>
<div id="attachment_2741" aria-labelledby="figcaption_attachment_2741" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-final-year-research-in-linguistics.jpg" rel="lightbox[2745]"><img class="size-medium wp-image-2741" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-final-year-research-in-linguistics-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-final-year-research-in-linguistics-300x186.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-final-year-research-in-linguistics.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Abschlussarbeiten bedeuten immer viel Papierkram</p></div>
<div>
<dl>Was meine ich mit diesen Rückwärtsbewegungen? Ein Beispiel ist diese ganze Bürokratie, dieser ganze Papierkram, den man etwa als Student einreichen muss, wenn es um die Abschlussarbeit geht. Aber auch hier kann man schon sehen, dass die fortschrittlichen Kräfte stärker sind. Ich freue mich jedes Mal, wenn Leute etwas nicht aus abstrakten bürokratischen Gründen tun sondern für konkrete Ziele. Wenn ich zum Beispiel von Freunden höre, dass sie für ganz konkrete Menschen arbeiten (zum Beispiel wenn sie als Tutor für Studenten tätig sind oder eigene soziale Projekte starten). Das finde ich viel besser, als wenn sie für solche Abstraktionen arbeiten wie &#8222;Kunden&#8220; oder &#8222;Unternehmen&#8220;. </dl>
<dl>Ich hoffe, dass das Global Media Forum, das in Deutschland stattfindet und sich dieses Jahr mit dem Thema Bildung beschäftigt, auch konkrete Aktionen anstößt. Denn nicht nur meine Mitblogger sind dort dabei sondern auch viele andere Teilnehmer aus allen Teilen der Erde. Und ich hoffe, dass kleinere Organisationen und Einzelaktivisten, die in der Bildung aktiv sind, neue Motivation für ihre Arbeit schöpfen. Damit sie vielen anderen Menschen helfen zu lernen, sich weiterzubilden, und sie ermutigen, nicht nur einer unter vielen zu bleiben sondern für ihre eigenen Ideen und Ziele einzustehen.  </dl>
<dl>Es ist wie beim Schachspielen: Du lernst vorauszudenken, damit du nicht verlierst. Und wenn du erst einmal die Strategie des Schachspiels auf das richtigen Leben anwendest, wirst du sehen: Es hilft! </dl>
</div>
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		<title>Der Meinungsaustausch beim GMF ist wirklich etwas Besonderes</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2697</link>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 18:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2725" aria-labelledby="figcaption_attachment_2725" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082.jpg" rel="lightbox[2697]"><img class="size-medium wp-image-2725" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-768x1024.jpg 768w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">Jede Podiumsdiskussion beim Global Media Forum wird mit Spannung erwartet</p></div>
<p>Wow! Das Global Media Forum begeistert mich total. Am Montag (25.6.) hat die internationale Medienkonferenz im Bonner World Conference Center begonnen. Das erste, was mir aufgefallen ist: Hier sind tatsächlich alle Nationen bunt gemischt. Menschen in Anzügen,  Jeans, Businesskostümen, bunten Kleidern, Frauen mit Kopftüchern, Männer in afrikanischen Gewändern &#8211; die Kleidung zeigt, wie vielseitig die Teilnehmer hier sind. Und mitten drin sind meine Mitblogger und ich.</p>
<p>Emmy, Hellgurd, María und ich haben uns hier das erste Mal getroffen. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl sie schon länger zu kennen. Schließlich haben wir im Blog Einblicke in unser Leben und die Bildungssyteme unserer Heimatländer gegeben und uns so auch gegenseitig schon ein bisschen kennengelernt. Nur schade, dass Visa-Probleme dazu führten, dass der fünfte aus unserem Kreis nicht dabei ist: Pavel aus Russland konnte nicht ausreisen.<span id="more-2697"></span></p>
<p>Wie in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2565">meinem letzten Eintrag </a>angekündigt, habe ich einen Workshop besucht, in dem darüber diskutiert wurde, wie Algorithmen unsere Bildung und unsere Wahrnehmung beeinflussen. Im Podium saßen die Journalisten Falk Lüke und Mercedes Bunz sowie Marc Jan Eumann aus dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Medien.</p>
<p>Mir gefiel besonders Bunz&#8216; Redebeitrag: &#8222;Mit dem Internet ist ein zusätzlicher öffentlicher Raum geschaffen worden. Dieser wurde bisher vor allem wirtschaftlich gestaltet.&#8220; Ich glaube, hiermit trifft sie einen wichtigen Punkt. Natürlich sind auch öffentliche und private Anbieter im Internet unterwegs, aber sie spielen eine geringere Rolle. Vor allem bieten sie keine Suchmaschine, die eine Alternative zu Google darstellen könnte. Wäre eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine also eine Möglichkeit? Schließlich haben wir in Deutschland auch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk neben dem privaten Angebot.</p>
<p>Statt dem Staat die Aufgabe zu geben, Algorithmen zu bauen, die uns Suchergebnisse liefern, ziehe ich dann doch Eumanns Standpunkt vor: Wachsamkeit und Kritikfähigkeit sind im Netz genau so wichtig wie in der &#8222;analogen&#8220; , also der realen Welt. Schulen können hier auch etwas zu beitragen, indem sie Kindern beibringen vorsichtig zu sein, indem sie ihnen Informationen geben, damit die junge Menschen Machtsysteme und Machtinteressen &#8211; z.B. die von Google und auch von traditionellen Zeitungsverlagen &#8211; besser verstehen.</p>
<div id="attachment_2731" aria-labelledby="figcaption_attachment_2731" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096.jpg" rel="lightbox[2697]"><img class="size-medium wp-image-2731" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Es macht Spaß mit Menschen aus allen Teilen der Welt über Bildungsthemen zu diskutieren</p></div>
<p>Sich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen, ist sehr wichtig, gerade mit den technischen Aspekten des Internets. Darauf hat auch Bunz hingewiesen: &#8222;Wir begreifen Technik immer noch als das &#8218;Andere&#8216;. Aber sie begleitet uns ständig.&#8220;</p>
<p>Dieser globale Austausch, der hier in Bonn stattfindet, ist wirklich etwas Besonderes. Bei einem Workshop, den ich besucht habe, waren Podiumsteilnehmer aus Indien, Malawi, Kolumbien und Nordamerika! Alle erzählten von ihren Erfahrungen mit freien Radioprogrammen, die Laien mitproduzieren und wichtige Infos verbreiten. Dadurch, dass viele Menschen an der Produktion beteiligt sind und in den Programmen zu Wort kommen, ist das Interesse an den Ergebnissen viel höher und die Hörer finden die Aussagen vertrauenswürdiger.</p>
<p>Besonders spannend fand ich, als Charles Simbi von &#8222;Story Workshop Educational Trust&#8220; eine &#8222;Message Matrix&#8220; vorstellte. Mit dieser systematischen Tabelle kann man z.B. in Dorfgemeinschaften erarbeiten, welche Themen ins Radio kommenund wie sie dort dargestellt werden sollen. Dabei geht es immer um Themen, die der Gemeinschaft einen Vorteil bringen, z.B. ärztliche Untersuchungen während der Schwangerschaft. Ich glaube, solche praktischen Tipps wie die &#8222;Message Matrix&#8220; sind sehr wertvoll, man kann daraus sehr viel lernen und sie versuchen in den eigenen Projekten anzuwenden.</p>
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		<title>Das Internet ist nicht für jeden da</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2565</link>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 08:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2569" aria-labelledby="figcaption_attachment_2569" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online.jpg" rel="lightbox[2565]"><img class="size-medium wp-image-2569 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-300x200.jpg" alt="Kathrin " width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Internet macht Lernen bequem - wenn man verbunden ist</p></div>
<p>Bevor ich euch noch weiter davon erzähle, welche Wege andere Familienmitglieder meiner Generation im deutschen Bildungssystem gegangen sind, möchte ich heute noch mal auf das zurückkommen, was mein Cousin Thorsten im <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2481)" target="_blank">Interview</a> gesagt hat: „Die Zukunft der Bildung liegt im Web 2.0.“</p>
<p>Darüber haben einige andere Blogger in diesem Projekt und ich ja auch schon geschrieben: Egal ob in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1433">Kenia </a>oder hier in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1667">Deutschland</a>, überall bieten uns neue Technologien neue Wege zu Bildung. Doch ich denke, damit werden die alten Probleme ja nicht überwunden.</p>
<p><span id="more-2565"></span></p>
<p>Wie ich ja schon mal im Mai geschrieben habe, denke ich, dass man von den Möglichkeiten des Internets umso besser profitieren kann, je besser die Vorbildung ist. Wenn ich z.B. nur eine Sprache spreche, dann verstehe ich viel weniger von dem, was im Netz verbreitet wird. Daher, denke ich, sind Personen, die wirtschaftlich wichtige und weit verbreitete Sprachen sprechen &#8211; wie Englisch, Französisch und Deutsch &#8211; im Vorteil: In diesen Sprachen gibt es so viel mehr zu finden als in Sprachen kleinerer Sprachgruppen. Es gibt fast vier Milliarden englische Wikipedia-Artikel, aber andererseits nur 361 Artikel in Siswati (eine Bantusprache in Südafrika). Es gibt auch noch viele weitere Beispiele hierzu. Viele weitere Beispiele zeigen uns, dass  die Menschen, die kein Englisch verstehen, auch in der digitalen Welt im  Nachteil sind. Das heißt, Ungleichheiten im Bildungszugang können durch neue Technologien nicht vollkommen ausgeglichen werden. Nein, im Gegenteil, teils werden sie sogar verstärkt!</p>
<p>Um überhaupt eine Internetseite öffnen zu können, benötige ich die technischen Voraussetzungen. Damit meine ich nicht nur irgendein Gerät, mit dem ich ins Netz kann; sondern vor allem eine vorhandene Internetverbindung. Ländliche Gegenden oder Länder mit schlechter Infrastruktur werden so noch mehr abgeschnitten als bisher bereits. Hier lohnt es sich für die Internetanbieter nicht, Leitungen zu verlegen und Sendemasten aufzustellen. Es wäre zu teuer oder es gibt einfach zu wenige Menschen, die dafür zahlen würden.</p>
<div id="attachment_2571" aria-labelledby="figcaption_attachment_2571" class="wp-caption alignright" style="width: 200px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle.jpg" rel="lightbox[2565]"><img class="size-medium wp-image-2571 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-200x300.jpg" alt="Kathrin " width="200" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-200x300.jpg 200w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-682x1024.jpg 682w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p class="wp-caption-text">Ein E-Book: technische Möglichkeiten machen Massen an Informationen zugänglich</p></div>
<p>Wirtschaftliche Interessen bestimmen nicht nur über den Zugang zum Web. Sie beeinflussen auch das, was wir im Netz lesen. Verlassen wir uns darauf, uns Wissen zu „ergooglen“, ist die Gefahr hoch,  als erstes die Ergebnisse zu erhalten, die von bezahlten Spezialisten für Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung dort platziert wurden. Klar hat auch die Masse von „normalen“ Internetnutzern eine gewisse Macht im Netz. Doch reicht diese wirklich aus, um die wirtschaftlichen und auch staatlichen! Interessen im Netz zu beeinflussen oder zu verdrängen?</p>
<p>Diese Fragen finde ich sehr interessant, und ich denke, wir alle, Gesellschaft und Politik, müssen uns damit auseinandersetzen. Deshalb freue ich mich sehr auf das Global Media Forum, das am Montag, 25. Juni in Bonn startet. Auf diesem internationalen Medienkongress der Deutschen Welle werde ich mich mit den anderen vier Bloggern live und in Farbe austauschen können und auch Experten treffen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Kultur, Bildung, Medien“. Ganz besonders gespannt bin ich auf die verschiedenen Workshops. Einige behandeln auch die Themen, über die ich heute geschrieben habe, z.B. der Workshop „An Algorithmic View of the World: How Google and Others Shape Awareness and Education“. Was ich dort erfahre, darüber schreibe ich nächste Woche.</p>
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