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	<title>Internet &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wie soziale Medien die Journalistik-Lehrpläne revolutionieren</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2823</link>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 09:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2835" aria-labelledby="figcaption_attachment_2835" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112.jpg" rel="lightbox[2823]"><img class="size-medium wp-image-2835" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4112-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Stimmungsvoller Auftakt beim Global Media Forum</p></div>
<p>Drei Tage lang habe ich nun auf dem Global Media Forum (GMF) verbracht. Ich habe meine Blogger-Kollegen getroffen, ich habe alte Freunde aus aller Welt wiedergesehen und neue Freunde gefunden. Ich habe gegessen und getanzt während der GMF-Bootsfahrt auf dem Rhein. Denn neben der ernsten Seite der Konferenz gab es ja auch einen spaßigen Teil.</p>
<p>Eines meiner Interessensgebiete als ausgebildete Journalistin und Medientrainerin ist der fortschreitende Einfluss der digitalen Welt auf den Journalismus. Deshalb habe ich an einem Workshop der DW AKADEMIE teilgenommen, mit dem Titel: &#8222;Neue Trainer für neue Medien?&#8220; Dabei ging es darum, wie sich die journalistische Ausbildung auf die Veränderungen der Medienlandschaft einstellen muss.<span id="more-2823"></span></p>
<p>Denn die Medienlandschaft hat sich rapide verändert. Und sie verändert sich kontinuierlich weiter wegen der großen technologischen Fortschritte, die überall auf der Welt gemacht werden. Die wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke zum Beispiel &#8211; wie stellen sich die Institutionen, die Medientrainer weiterbilden, auf diese Herausforderungen ein? Müssen wir vielleicht sogar von einem komplett neuen Medienbereich sprechen? Das hat natürlich große Auswirkungen auf das Arbeitsumfeld von Herausgebern, Journalisten und so weiter. Der Workshop konzentrierte sich auf Fragen wie: Was brauchen Trainer für ihren Unterricht, um ihre Studenten fit für die Zukunft zu machen? Welche Faktoren beeinflussen das Personalmanagement von Medien?</p>
<p>Eine der Fragen, die hochgekommen sind, war die Relation zwischen Medientrainern, die aus dem Ausland kommen, und Nachhaltigkeit. Man sieht ja häufig Trainer, die aus westlichen Ländern in Entwicklungsländer gehen, die mit den besten Übungsmethoden und hochwertiger technischer Ausstattung professionelle Seminare und Workshops vor Ort veranstalten.  Und wenn sie dann wieder weg sind, ist das Projekt, das sie begonnen haben, entweder auf Eis oder es stirbt nach kurzer Zeit. Dieses Problem hat eine lebhafte Diskussion während des Workshops entfacht. Die letztliche Schlussfolgerung lautete: Investitionen in Know-How sind niemals vergeblich, dennoch muss man dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort selbst mehr Verantwortung übernehmen und die Programme und Projekte als ihre eigenen ansehen.</p>
<p>Ich selbst habe ähnliche Erfahrungen gemacht bei meinen Medientrainings, die ich für Menschen in Slums anbiete. Ich bin zwar auch Kenianerin, komme aber aus einem anderen Stadtteil oder sogar einem anderen Landesteil. Und ich stehe auch vor dieser Herausforderung. Da denke ich zum Beispiel: Es wäre doch eine tolle Idee, wenn meine Studenten in den Slums über ein bestimmtes Thema einen Film drehen würden. Und dann sind meine Studenten &#8211; die ja schließlich dort leben &#8211; mit diesem und jenem Detail, mit meinem Blick auf die Dinge gar nicht einverstanden, weil ich mich einfach mit ihrer Situation nicht gut genug auskenne oder mich nicht richtig hineinfühlen kann. Das Beste wäre wahrscheinlich, wenn man lokale Filmemacher und Storyteller unterstützen würde. Einer der Teilnehmer hat auch darauf aufmerksam gemacht, dass man immer und überall die Menschenwürde respektieren sollte, wenn man Filme dreht, vor allem in anderen Ländern. Filmemacher müssen die Kultur verstehen, in der sie drehen, und eine Leidenschaft fürs Storytelling haben. Damit stimme ich hundertprozentig überein. </p>
<div id="attachment_2837" aria-labelledby="figcaption_attachment_2837" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103.jpg" rel="lightbox[2823]"><img class="size-medium wp-image-2837" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4103-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Filmdrehs in fremden Kulturen ist immer Vorsicht geboten, um nicht die Gefühle oder gar die Würde der Gefilmten zu verletzen</p></div>
<p>Und noch eine Frage hat mich bei diesem Workshop sehr bewegt: Wie sollen neue Medien in die Lehrpläne journalistischer Ausbildung integriert werden? Medienakademien müssen ein Gleichgewicht finden zwischen dem dem Lehren neuer digitaler und traditioneller journalistischer Fähigkeiten. Auf der Konferenz waren sich die Teilnehmer ziemlich einig: Digitale Fähigkeiten sollten die journalistischen keinesfalls ersetzen. Und man sollte, auch wenn die Lehrpläne jetzt umgestrickt werden, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten, niemals die Grundlagen aus dem Blick verlieren.</p>
<p>Ich fand diesen Workshop besonders gut, denn hier ging es genau um die Themen, die meine Leidenschaft sind: Storytelling, Journalismus und Medientraining. Die Diskussionen auf der Konferenz waren für mich das Größte.</p>
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		<title>Der Meinungsaustausch beim GMF ist wirklich etwas Besonderes</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2697</link>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 18:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2725" aria-labelledby="figcaption_attachment_2725" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082.jpg" rel="lightbox[2697]"><img class="size-medium wp-image-2725" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4082-768x1024.jpg 768w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">Jede Podiumsdiskussion beim Global Media Forum wird mit Spannung erwartet</p></div>
<p>Wow! Das Global Media Forum begeistert mich total. Am Montag (25.6.) hat die internationale Medienkonferenz im Bonner World Conference Center begonnen. Das erste, was mir aufgefallen ist: Hier sind tatsächlich alle Nationen bunt gemischt. Menschen in Anzügen,  Jeans, Businesskostümen, bunten Kleidern, Frauen mit Kopftüchern, Männer in afrikanischen Gewändern &#8211; die Kleidung zeigt, wie vielseitig die Teilnehmer hier sind. Und mitten drin sind meine Mitblogger und ich.</p>
<p>Emmy, Hellgurd, María und ich haben uns hier das erste Mal getroffen. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl sie schon länger zu kennen. Schließlich haben wir im Blog Einblicke in unser Leben und die Bildungssyteme unserer Heimatländer gegeben und uns so auch gegenseitig schon ein bisschen kennengelernt. Nur schade, dass Visa-Probleme dazu führten, dass der fünfte aus unserem Kreis nicht dabei ist: Pavel aus Russland konnte nicht ausreisen.<span id="more-2697"></span></p>
<p>Wie in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2565">meinem letzten Eintrag </a>angekündigt, habe ich einen Workshop besucht, in dem darüber diskutiert wurde, wie Algorithmen unsere Bildung und unsere Wahrnehmung beeinflussen. Im Podium saßen die Journalisten Falk Lüke und Mercedes Bunz sowie Marc Jan Eumann aus dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Medien.</p>
<p>Mir gefiel besonders Bunz&#8216; Redebeitrag: &#8222;Mit dem Internet ist ein zusätzlicher öffentlicher Raum geschaffen worden. Dieser wurde bisher vor allem wirtschaftlich gestaltet.&#8220; Ich glaube, hiermit trifft sie einen wichtigen Punkt. Natürlich sind auch öffentliche und private Anbieter im Internet unterwegs, aber sie spielen eine geringere Rolle. Vor allem bieten sie keine Suchmaschine, die eine Alternative zu Google darstellen könnte. Wäre eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine also eine Möglichkeit? Schließlich haben wir in Deutschland auch einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk neben dem privaten Angebot.</p>
<p>Statt dem Staat die Aufgabe zu geben, Algorithmen zu bauen, die uns Suchergebnisse liefern, ziehe ich dann doch Eumanns Standpunkt vor: Wachsamkeit und Kritikfähigkeit sind im Netz genau so wichtig wie in der &#8222;analogen&#8220; , also der realen Welt. Schulen können hier auch etwas zu beitragen, indem sie Kindern beibringen vorsichtig zu sein, indem sie ihnen Informationen geben, damit die junge Menschen Machtsysteme und Machtinteressen &#8211; z.B. die von Google und auch von traditionellen Zeitungsverlagen &#8211; besser verstehen.</p>
<div id="attachment_2731" aria-labelledby="figcaption_attachment_2731" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096.jpg" rel="lightbox[2697]"><img class="size-medium wp-image-2731" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_4096-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Es macht Spaß mit Menschen aus allen Teilen der Welt über Bildungsthemen zu diskutieren</p></div>
<p>Sich mit solchen Fragen auseinanderzusetzen, ist sehr wichtig, gerade mit den technischen Aspekten des Internets. Darauf hat auch Bunz hingewiesen: &#8222;Wir begreifen Technik immer noch als das &#8218;Andere&#8216;. Aber sie begleitet uns ständig.&#8220;</p>
<p>Dieser globale Austausch, der hier in Bonn stattfindet, ist wirklich etwas Besonderes. Bei einem Workshop, den ich besucht habe, waren Podiumsteilnehmer aus Indien, Malawi, Kolumbien und Nordamerika! Alle erzählten von ihren Erfahrungen mit freien Radioprogrammen, die Laien mitproduzieren und wichtige Infos verbreiten. Dadurch, dass viele Menschen an der Produktion beteiligt sind und in den Programmen zu Wort kommen, ist das Interesse an den Ergebnissen viel höher und die Hörer finden die Aussagen vertrauenswürdiger.</p>
<p>Besonders spannend fand ich, als Charles Simbi von &#8222;Story Workshop Educational Trust&#8220; eine &#8222;Message Matrix&#8220; vorstellte. Mit dieser systematischen Tabelle kann man z.B. in Dorfgemeinschaften erarbeiten, welche Themen ins Radio kommenund wie sie dort dargestellt werden sollen. Dabei geht es immer um Themen, die der Gemeinschaft einen Vorteil bringen, z.B. ärztliche Untersuchungen während der Schwangerschaft. Ich glaube, solche praktischen Tipps wie die &#8222;Message Matrix&#8220; sind sehr wertvoll, man kann daraus sehr viel lernen und sie versuchen in den eigenen Projekten anzuwenden.</p>
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		<title>Das Internet ist nicht für jeden da</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2565</link>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 08:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2569" aria-labelledby="figcaption_attachment_2569" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online.jpg" rel="lightbox[2565]"><img class="size-medium wp-image-2569 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-300x200.jpg" alt="Kathrin " width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/multimedia-learning-online-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Internet macht Lernen bequem - wenn man verbunden ist</p></div>
<p>Bevor ich euch noch weiter davon erzähle, welche Wege andere Familienmitglieder meiner Generation im deutschen Bildungssystem gegangen sind, möchte ich heute noch mal auf das zurückkommen, was mein Cousin Thorsten im <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2481)" target="_blank">Interview</a> gesagt hat: „Die Zukunft der Bildung liegt im Web 2.0.“</p>
<p>Darüber haben einige andere Blogger in diesem Projekt und ich ja auch schon geschrieben: Egal ob in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1433">Kenia </a>oder hier in <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1667">Deutschland</a>, überall bieten uns neue Technologien neue Wege zu Bildung. Doch ich denke, damit werden die alten Probleme ja nicht überwunden.</p>
<p><span id="more-2565"></span></p>
<p>Wie ich ja schon mal im Mai geschrieben habe, denke ich, dass man von den Möglichkeiten des Internets umso besser profitieren kann, je besser die Vorbildung ist. Wenn ich z.B. nur eine Sprache spreche, dann verstehe ich viel weniger von dem, was im Netz verbreitet wird. Daher, denke ich, sind Personen, die wirtschaftlich wichtige und weit verbreitete Sprachen sprechen &#8211; wie Englisch, Französisch und Deutsch &#8211; im Vorteil: In diesen Sprachen gibt es so viel mehr zu finden als in Sprachen kleinerer Sprachgruppen. Es gibt fast vier Milliarden englische Wikipedia-Artikel, aber andererseits nur 361 Artikel in Siswati (eine Bantusprache in Südafrika). Es gibt auch noch viele weitere Beispiele hierzu. Viele weitere Beispiele zeigen uns, dass  die Menschen, die kein Englisch verstehen, auch in der digitalen Welt im  Nachteil sind. Das heißt, Ungleichheiten im Bildungszugang können durch neue Technologien nicht vollkommen ausgeglichen werden. Nein, im Gegenteil, teils werden sie sogar verstärkt!</p>
<p>Um überhaupt eine Internetseite öffnen zu können, benötige ich die technischen Voraussetzungen. Damit meine ich nicht nur irgendein Gerät, mit dem ich ins Netz kann; sondern vor allem eine vorhandene Internetverbindung. Ländliche Gegenden oder Länder mit schlechter Infrastruktur werden so noch mehr abgeschnitten als bisher bereits. Hier lohnt es sich für die Internetanbieter nicht, Leitungen zu verlegen und Sendemasten aufzustellen. Es wäre zu teuer oder es gibt einfach zu wenige Menschen, die dafür zahlen würden.</p>
<div id="attachment_2571" aria-labelledby="figcaption_attachment_2571" class="wp-caption alignright" style="width: 200px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle.jpg" rel="lightbox[2565]"><img class="size-medium wp-image-2571 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-200x300.jpg" alt="Kathrin " width="200" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-200x300.jpg 200w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/books_vs_kindle-682x1024.jpg 682w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p class="wp-caption-text">Ein E-Book: technische Möglichkeiten machen Massen an Informationen zugänglich</p></div>
<p>Wirtschaftliche Interessen bestimmen nicht nur über den Zugang zum Web. Sie beeinflussen auch das, was wir im Netz lesen. Verlassen wir uns darauf, uns Wissen zu „ergooglen“, ist die Gefahr hoch,  als erstes die Ergebnisse zu erhalten, die von bezahlten Spezialisten für Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung dort platziert wurden. Klar hat auch die Masse von „normalen“ Internetnutzern eine gewisse Macht im Netz. Doch reicht diese wirklich aus, um die wirtschaftlichen und auch staatlichen! Interessen im Netz zu beeinflussen oder zu verdrängen?</p>
<p>Diese Fragen finde ich sehr interessant, und ich denke, wir alle, Gesellschaft und Politik, müssen uns damit auseinandersetzen. Deshalb freue ich mich sehr auf das Global Media Forum, das am Montag, 25. Juni in Bonn startet. Auf diesem internationalen Medienkongress der Deutschen Welle werde ich mich mit den anderen vier Bloggern live und in Farbe austauschen können und auch Experten treffen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Kultur, Bildung, Medien“. Ganz besonders gespannt bin ich auf die verschiedenen Workshops. Einige behandeln auch die Themen, über die ich heute geschrieben habe, z.B. der Workshop „An Algorithmic View of the World: How Google and Others Shape Awareness and Education“. Was ich dort erfahre, darüber schreibe ich nächste Woche.</p>
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		<title>&#8222;Die Zukunft der Bildung liegt im Web 2.0&#8220;</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2481</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jun 2012 08:00:47 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<div id="attachment_2499" aria-labelledby="figcaption_attachment_2499" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/image002.jpg" rel="lightbox[2481]"><img class="size-medium wp-image-2499" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/image002-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/image002-208x300.jpg 208w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/image002.jpg 409w" sizes="(max-width: 208px) 100vw, 208px" /></a><p class="wp-caption-text">Thorsten - Er nutzt das Internet, um sich weiterzubilden</p></div>
<p>Die Mitglieder meiner Familie gingen unterschiedliche Wege durch das Bildungssystem. Damit ihr mehr Eindrücke erhaltet, habe ich meinen Cousin, meinen Bruder und meine Cousinen interviewt. In meinem ersten Interview spreche ich mit meinem Cousin Thorsten, 26, der nicht nur in Deutschland zur Schule ging, sondern auch in Kanada auf einem Internat war. Er findet, dass die Schule für eine breite Allgemeinbildung sorgen sollte, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern.</p>
</div>
<p><strong>Kathrin: Was machst du zurzeit?</strong><br />
Thorsten: Ich schreibe meine Master-Arbeit im Studiengang IT-Management an der Fachhochschule für Ökonomie und Management &#8211; FOM.</p>
<p><strong>Wie finanzierst du dir dein Studium?</strong><br />
Es handelt sich um ein berufsbegleitendes Studium, das mein Arbeitgeber fördert. Das heißt, ich arbeite im Unternehmen, verdiene dort Geld und studiere parallel.</p>
<p><strong>Deine Hochschulzugangsberechtigung hast du aber nicht an einem deutschen Gymnasium erworben.</strong><br />
Richtig. Ich habe an der Bishops-College-School in Kanada mein Abitur gemacht. Das war ein Internat. Zuvor hatte ich eine Gesamtschule in  Nordrhein-Westfalen besucht.</p>
<p><span id="more-2481"></span></p>
<p><strong>Wenn du deine Erfahrungen an einem kanadischen Internat mit denen an einer deutschen Gesamtschule vergleichst: Was könnte man voneinander lernen?</strong><br />
Ich würde jetzt mal versuchen die Oberstufen miteinander zu vergleichen, auch wenn ich nie eine deutsche Oberstufe besucht habe: Die deutsche hat im Vergleich zu Kanada den Vorteil, dass man wesentlich breiter aufgestellt ist, weil es viel mehr Fächer gibt. Wenn also das Ziel eines Abiturs ist, dass die Schüler ein möglichst großes Allgemeinwissen haben, dann können die Kanadier hier von den Deutschen lernen.</p>
<p><strong>Und in welcher Hinsicht bereiten die Kanadier ihre Schüler deiner Ansicht nach besser vor?</strong><br />
Ich konnte mich ganz gezielt auf ein bestimmtes Studium vorbereiten, in meinem Fall ein MINT-Studium [MINT = Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik]. Dort hatte ich im Abitur sechs Hauptfächer, die fast jeden Tag unterrichtet wurden. Sonst hatte ich keine anderen Fächer. Aber ich persönlich denke, dass es viel besser ist, wenn man in der Schule ein breites Grundwissen aufbaut und sich dann im Studium spezialisiert.</p>
<p><strong>Warum?</strong><br />
Weil ich glaube, eine Gesellschaft harmoniert besser, wenn alle einfacher miteinander kommunizieren können. Und auch jeder persönlich profitiert davon. Man kann zu allem eine gewisse Meinung entwickeln.</p>
<p><strong>Hast du denn persönlich das Gefühl gehabt, hier Nachteile zu haben, dadurch, dass dein Schulabschluss so speziell war?</strong><br />
Nein, das würde ich nicht sagen. Durch das Internet kann man sich heutzutage auch selber bilden. Das nutze ich täglich. So weiß ich heute sicherlich mehr, als ich je in einer Schule hätte lernen können.</p>
<div id="attachment_2479" aria-labelledby="figcaption_attachment_2479" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/FootballCanada.jpg" rel="lightbox[2481]"><img class="size-medium wp-image-2479" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/FootballCanada-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/FootballCanada-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/FootballCanada-1024x768.jpg 1024w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/FootballCanada.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">In Kanada werden die Schüler in bestimmten Bereichen gefördert - egal ob Sport oder Sprachen</p></div>
<p><strong>In Deutschland haben Kinder aus Familien, in denen die Eltern nicht studiert haben, schlechtere Chancen, Abi zu machen oder zu studieren. Was könnte man deiner Meinung nach dagegen machen?</strong><br />
Jedes Schulsystem sollte es bis zum Ende der Schullaufbahn offenlassen, ob man am Ende Abitur macht und studiert oder nicht. Alle Kinder sollten, meiner Meinung nach, in eine Gesamtschule gehen. Eine Schule, die die individuellen Stärken jedes Kindes fördert.</p>
<p><strong>Sollte das Gymnasium also abgeschafft werden?</strong><br />
Nein, es kann ruhig bleiben. Aber wichtig ist, dass alle Kinder so individuell gefördert werden wie möglich. Das muss in allen Schulformen geschehen. Und da kommt es dann drauf an, wie in der Schule unterrichtet wird.</p>
<p><strong>Wie sollte denn deiner Meinung nach unterrichtet werden?</strong><br />
Ich denke, es ist  an der Zeit, die Schule von Grund auf neu zu erfinden. Aber das passiert sowieso. Es ist nur eine Frage, ob wir das heute oder morgen tun. Ich denke, durch neue Technologien sind uns ganz neue Möglichkeiten geboten.</p>
<p><strong>An welche Möglichkeiten denkst du da?</strong><br />
Zum Beispiel Fernlernmittel. Damit kann theoretisch ein Fünfjähriger bereits einen Universitätskurs besuchen. Insbesondere denke ich da an Modelle wie die Khan-Academy, die auch schon in Schulen eingesetzt werden.</p>
<p><strong>Was ist die Khan Academy?</strong><br />
Grob gesagt ist es eine Online-Plattform zum Lernen. Kinder können sich dort mit Videos und digitalen Übungen die theoretischen Grundlagen eines Faches erarbeiten. Anschließend wenden sie es in praktischen Gruppenarbeiten, Diskussion usw. an. Die Lehrer verfolgen das alles auf der Plattform. Sie schauen wie jedes Kind vorankommt und erkennen, welche individuelle Unterstützung die Kinder benötigen.</p>
<p><strong>Der Schlüssel zu mehr Chancengerechtigkeit liegt also im geschickten Einsatz von Technologien?</strong><br />
Ja, verbunden mit einem guten Mentorensystem. Die Zukunft der Bildung liegt im Web 2.0 und das Land, das diese Potenziale als erstes nutzen wird, wird als erstes davon profitieren. Zuerst gesellschaftlich und schließlich auch wirtschaftlich.</p>
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		<title>Im Bann des Fernseh-Bildschirms</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2197</link>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 12:52:33 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2191" aria-labelledby="figcaption_attachment_2191" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Entertaining-yourself-not-by-TV-only.jpg" rel="lightbox[2197]"><img class="size-medium wp-image-2191" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Entertaining-yourself-not-by-TV-only-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Entertaining-yourself-not-by-TV-only-300x208.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Entertaining-yourself-not-by-TV-only-1024x711.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Unterhaltung gibt es auch abseits des Bildschirms</p></div>
<p>Wenn mich ein Freund schon mal fragt: „Hast du im Fernsehen die letzte Folge gesehen von…….“ – und dann kommt der Titel irgendeiner Sendung -, dann antworte ich: „Du weißt doch, dass ich schon seit ungefähr zwei Jahren nicht mehr fernsehe!“ Viele finden das wahrscheinlich ungewöhnlich, aber ich habe eine einfache Erklärung dafür: In den meisten Kanälen wird nichts gezeigt, das mich interessiert. Falls es mal etwas gibt, das sich um Bildung dreht,  kann ich es auch ganz einfach im Internet finden. In meiner Generation denken viele so. Das bedeutet aber nicht, dass das Internet mehr und mehr unser Leben bestimmt. Es ersetzt lediglich einige Bereiche, mit denen junge, intelligente Menschen unzufrieden sind. Und was hat das mit Bildung zu tun? <span id="more-2197"></span></p>
<p>Fernsehen war und ist die beliebteste Art der Unterhaltung. Wenn die Kinder aus der Schule kommen, schauen sie sich erst einmal einen Trickfilm an.  Ein Arbeiter entspannt nach dem Abendessen vor dem Fernseher und eine Hausfrau hat den Apparat im Hintergrund laufen, während sie ihre Hausarbeit erledigt. Aber was schauen sich die Zuschauer im Fernsehen überhaupt an? Bekommen sie irgendwelche brauchbaren Informationen oder verschwenden sie einfach nur ihre Zeit?</p>
<p>Als Massenmedium übt das Fernsehen einigen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Als bedeutende Werbefläche – zum Beispiel für Tabak &#8211; kann es sogar Trends anstoßen. Die Werbespots der Tabakindustrie richten sich besonders an Jugendliche und suggerieren ihnen, dass Rauchen zur eleganten und gepflegten Gesellschaft dazugehört. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2010, konsumieren 25,4 Prozent der russischen Jugendlichen Tabakprodukte.</p>
<div id="attachment_2189" aria-labelledby="figcaption_attachment_2189" class="wp-caption alignright" style="width: 172px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-key-to-education-is-your-parents.jpg" rel="lightbox[2197]"><img class="size-medium wp-image-2189" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-key-to-education-is-your-parents-172x300.jpg" alt="" width="172" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-key-to-education-is-your-parents-172x300.jpg 172w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-key-to-education-is-your-parents-587x1024.jpg 587w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-key-to-education-is-your-parents.jpg 1147w" sizes="(max-width: 172px) 100vw, 172px" /></a><p class="wp-caption-text">Eltern sollten den Fernsehkonsum ihrer Kinder begrenzen</p></div>
<p>Im 20. Jahrhundert wurde das Fernsehen von der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken) oft für ideologische Propaganda genutzt und einige Elemente der Gehirnwäsche sind scheinbar wiederbelebt worden. So besteht zum Beispiel ein Mangel an Bildungsprogrammen und an Sendungen, die die Welt-Kulturen und ihre vielfältigen Ausrichtungen vorstellen. Aber sind das nicht gerade die Sendungen, die den eigenen Horizont erweitern und uns zu gut gebildeten Menschen machen? Menschen, die in der Lage sind, eine eigene Meinung zu entwickeln und zu vertreten? Ich finde schon! Und ich glaube auch, dass sie dazu anregen, noch mehr zu lernen, zu reisen – und unabhängiger zu werden. Allerdings werden solche Leute unter bestimmten politischen Bedingungen nicht sonderlich geschätzt, weil sie dazu neigen, die Entwicklung eines Landes aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten als die Regierung. Nach meiner Meinung bewegt sich die Situation in Russland während der letzten acht Jahre in diese Richtung.</p>
<p>Gleichzeitig gibt es im Fernsehen zu viel Gewalt und Sendungen mit einem niedrigen Humor-Gehalt. An wen sich diese Sendungen wohl richten? Und was lösen sie bei den Zuschauern aus? Viele Experten und Persönlichkeiten des Kulturbereichs setzen mittlerweile auf das Internet, um ihre Gedanken mitzuteilen und ihr Publikum nicht zu verlieren. Einige wirklich gute TV-Sendungen mit geringen Zuschauerzahlen sind bereits abgesetzt worden, weil sie Themen behandelt haben, die der Durchschnittszuschauer etwas zu schwierig oder langweilig gefunden hat. Es gibt nicht genug informative Talkshows. Deshalb ist meine Generation ins Internet eingetaucht. Jammern hilft nichts. Es ist an der Zeit, sich nach alternativen Quellen umzusehen.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass das Fernsehen die einzige Quelle der Information (und Unterhaltung) sein sollte; die Leute sollten einem Teil der Informationen auch skeptisch begegnen. Und – nach meinem Verständnis – ist ein Lehrer jemand, der Wissen nicht mechanisch in Köpfen verankert, sondern jemand, der Menschen beibringt, unabhängiger zu werden. Ein gelegentlicher Fehler ist nicht so gravierend, wenn man erkennt, welche Einschätzung sich im Nachhinein als falsch erwiesen hat und man den Fehler beheben kann.  Bestehenden Mustern blindlings zu folgen, ist schlimmer, als  hin und wieder einen Fehler zu machen.</p>
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