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	<title>Kultur &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Last but not least</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2012 09:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Emmy | Kenia]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3051" aria-labelledby="figcaption_attachment_3051" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062.jpg" rel="lightbox[3119]"><img class="size-medium wp-image-3051" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-300x198.jpg" alt="Ein Junge liest in einem Schulbuch (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/DSC_8062-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Noch immer viel zu lernen ...</p></div>
<p>Der Blog ist vielleicht abgeschlossen, aber das gilt definitiv nicht für das Thema, über das wir gesprochen haben. Dass sich beim <a href="http://www.dw.com/dw/0,,30937,00.html">Deutsche Welle Global Media Forum</a> an die 2000 Teilnehmer aus über 100 Ländern zusammengefunden haben, um über Bildung und Kultur zu diskutieren, zeigt mir, dass die Diskussionen auf einer anderen Ebene gerade erst begonnen haben. Für mich, die ich auch beruflich mit Medien und Bildung zu tun habe, war es interessant, auf welche Weise die 500 Fachleute (darunter auch Blogger) sowie Geschäftsleute, Akademiker und ganz einfache Bürger, ihre Ideen und Erfahrungen ausgetauscht haben.</p>
<p><span id="more-3119"></span>Über Bildung zu schreiben hat mir die Gelegenheit gegeben, über meine eigene Bildung und die anderer nachzudenken. Bildung ist ein sehr wichtiges Thema, das auch in Bezug auf Gesundheit, Klimawandel, Sicherheit oder Ökonomie eine große Rolle spielt. Das haben wir im Blog viel diskutiert und besonders auch das Gender-Thema. Das wird wohl immer ein heikles Thema bleiben. Auch die Rolle von Regierungen, Organisationen oder Privatpersonen im Kampf um Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung haben wir angesprochen. Ich habe es genossen, dazu etwas von anderen zu lesen, mit ihnen in den Dialog zu treten und dabei auch noch etwas zu lernen.</p>
<p>Ich glaube daran, dass man für die ganze Bildungsproblematik Lösungen finden wird, die dann auch Bestand haben, und dass nicht alles nur Gerede ist, wo sich Leute beklagen oder etwas vorschlagen, das am Ende dann nicht verwirklicht wird. Ich interessiere mich für Informations- und Kommunikationstechnologien und wie man sie zu diesem Zweck einsetzen kann. Ich habe das Gefühl, dass mich Bildungsthemen jetzt regelrecht anspringen, sei es in der Zeitung, bei Diskussionen mit Freunden oder in den Fernsehnachrichten. Alles scheint &#8211; dank dieses Blogs &#8211; etwas mit Bildung zu tun zu haben.</p>
<p>Nun, für diesen Blog heißt es auf Wiedersehen sagen. Ich hoffe aber, dass die Diskussion online und offline weiter geht. Mit meinem Medientraining für Jugendliche in den Elendsvierteln werde ich auf jeden Fall weiter machen. Sie können Formate für eine Mischung aus Bildung und Unterhaltung entwickeln. Ich habe auch vor, im Bereich Medien und Entwicklung noch meinen Doktor zu machen. Vielleicht werde ich dann ja wieder über die Forschung, über Bildung und Medien bloggen.</p>
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		<title>Mit Sprache Ideen transportieren</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=3089</link>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 14:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[María | Argentinien]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3041" aria-labelledby="figcaption_attachment_3041" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3041" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg" alt="Vier der fünf Blogger mit Gaby Reucher von der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Four-of-us-bloggers-with-Gaby-Reucher-whose-project-brought-us-together-in-the-blog.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Hellgurd, Emmy, Kathrin und ich mit Gaby, deren Projekt uns zusammengebracht hat</p></div>
<p>Als ich Pavels <a href="../?p=2905">letzten Eintrag</a> gelesen habe und auch den, wo er den <a href="../?p=2445">Wert von Abschlüssen</a> diskutiert, habe ich auch darüber nachgedacht, was es bringt, eine andere Sprache zu lernen. Es geht nicht nur um die Grammatik und Vokabeln oder um die Fähigkeit von einer Sprache in die andere zu übersetzen. Ich finde, der Wert liegt darin, dass man lernt, seine Ideen innerhalb einer anderen Kultur auszudrücken. die andere Kultur jeweils mit anderen Augen zu sehen und gemeinsam die Sichtweisen zu erweitern. Beim <a href="http://www.dw.com/dw/0,,30937,00.html">Global Media Forum</a> habe ich viele Leute getroffen, die ein gutes Beispiel für das sind, was ich meine.<span id="more-3089"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Simon war so jemand. Wir trafen uns zufällig an einem Tisch und haben uns gegenseitig vorgestellt. Als ich ihm erzählt habe, dass ich aus Buenos Aires komme, sagte er, dass er schon dort gewesen sei und die Stadt sehr schön fände und dass er auch Spanisch sprechen könne. Als ich ihn nach seinem beruflichen Hintergrund fragte, erzählte er mir von einer Initiative die sich &#8222;Vensenya&#8220; nennt, ein Name der aus zwei spanischen Wörtern zusammengesetzt ist: &#8222;vencer&#8220;, was so viel heißt wie erobern, besiegen oder &#8222;mit etwas brechen&#8220;, und &#8222;ensenar&#8220;, was &#8222;lehren&#8220; bedeutet. Das Wort &#8222;vencer&#8220; ist sehr bedeutungsvoll für spanische Muttersprachler, besonders in Lateinamerika, bezogen auf die Geschichte mit all den politischen Kämpfen und Schlachten.</p>
<p>Die Initiative Vensenya durchbricht die Schranken in unseren Köpfen in der Annäherung zur Bildung. Das Konzept, das die Macher entwickelt haben, ist sofort ersichtlich: Man soll eine Idee schnell erfassen. Das ist mehr als nur eine andere Sprache zu sprechen. Es zeigt, wie man das Verständnis für eine andere Kultur in Sprache ausdrücken kann und auch sich selbst sinnvoll in eine andere Kultur einbringt.</p>
<div id="attachment_3039" aria-labelledby="figcaption_attachment_3039" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg" rel="lightbox[3089]"><img class="size-medium wp-image-3039" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg" alt="Drei der fünf Blogger im Foyer der Deutschen Welle" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Three-of-the-bloggers-at-DW-Headquarters.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Drei von uns im Foyer der Deutschen Welle</p></div>
<p>Im internationalen Dialog merkt man, dass die Sorgen der Menschen oft die gleichen sind. Bildung ist ein Thema in allen Ländern. Was unterschiedlich ist, ist der soziale Kontext und der historische Weg, den jede Nation hinter sich hat.</p>
<p>Mit diesem Eintrag habe ich glaube ich schon all die Gründe genannt, warum ich so gerne bei diesem Blog mitgemacht habe. Einerseits war es oft ein hartes Ringen, den sozialen Kontext und die kulturellen Besonderheiten meiner Heimat richtig darzustellen. Andererseits war aber genau das eine Genugtuung für mich.</p>
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		<title>Internationale Bildung wäre schön</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2943</link>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 13:56:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Emmy | Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2949" aria-labelledby="figcaption_attachment_2949" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal.jpg" rel="lightbox[2943]"><img class="size-medium wp-image-2949" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-300x188.jpg" alt="Viele Farben und Kulturen, ein Ziel (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="188" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-300x188.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/many-colours-and-cultures-one-goal-1024x641.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Farben und Kulturen, ein Ziel ...</p></div>
<p>Lange Reisen können entweder sehr stressig oder auch sehr entspannend sein. Es kommt darauf an, wie bequem der Flug ist und in welche Richtung man fliegt. Es macht allerdings keinen Spaß, bei einem Zwischenstop stundenlang auf einen Verbindungsflug im Flughafen zu warten. Auf dem Weg von Deutschland zurück nach Nairobi musste ich mehr als 4 Stunden in Dubai warten und ich habe die Zeit genutzt, um Zeitungen zu lesen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich die Zeitungen nur durchblättern, aber es gab doch einige Artikel über Bildung, die mein Interesse geweckt haben. Das hat mir noch einmal gezeigt, dass Bildung ein wichtiges Thema ist, das viele Bereiche unseres Lebens berührt. Zwei ähnliche Artikel habe ich in einer deutschen Zeitung und in einer Zeitung aus der Golf-Region zum Thema multikulturelles Lernen gefunden.  <span id="more-2943"></span></p>
<p>In der deutschen Zeitung plädiert der Autor dafür, mehr internationale Studenten an die Universitäten zu locken. Es ging darum, eine Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen zu entwickeln, damit die deutschen Universitäten &#8222;im weltweiten Wettbewerb um exzellente Studierende und Wissenschaftler&#8220; bestehen könnten, meinte der Autor. Ich stimme diesem Vorschlag voll und ganz zu. Es erinnert mich an meinen Vater, der uns immer ermutigt hat, entfernt von zu Hause zur Schule zu gehen, um von anderen Kulturen, auch innerhalb Kenias, zu lernen und mehr Toleranz  für andere Leute zu entwickeln.</p>
<p>Dafür braucht man unbedingt eine multikulturelles Lernumwelt. Daher hat er sich gefreut, dass ich in Deutschland zwei Jahre lang meinen Master in &#8222;International Media Studies&#8220; (IMS) machen konnte, zusammen mit 10 anderen Kulturen. Ich habe schon mal als ‘Globale Klassenzimmer’ bezeichnet. Ich glaube, dass Deutschland mit solchen Masterstudiengängen schon mit dieser Strategie angefangen hat. Bei IMS waren nicht nur die Kulturen bunt gemischt, es wurde auch auf Englisch und Deutsch unterrichtet.</p>
<div id="attachment_2951" aria-labelledby="figcaption_attachment_2951" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization.jpg" rel="lightbox[2943]"><img class="size-medium wp-image-2951" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-300x198.jpg" alt="Globalisierung per Fingerdruck (Foto: Emmy Chirchir)" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Globalization-1024x678.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Globalisierung per Fingerdruck</p></div>
<p>Der andere Artikel kam aus Dubai. Dort wurde die Frage gestellt, was eigentlich international ausgebildeten Studenten ausmacht. Der Artikel hat gleich selbst die Antwort gegeben und gesagt, dass es von Vorteil sei, in einem internationalen Lernumfeld zu lernen, also den Schritt in die Ferne zu wagen. Die Globalisierung verlangt auch in der Bildung von jedem, seinen Horizont und seine Kenntnisse zu erweitern. Die sogenannten ‘internationalen Studierenden’ sind toleranter und offener für neue und vielleicht fremde Kulturen, Religionen und Meinungen. Sie sind weniger voreingenommen gegenüber anderen Kulturen. Diese Eigenschaften helfen auch im späteren Beruf. Viele Arbeitgeber suchen nämlich Leute, die in einer multikulturellen Arbeitswelt arbeiten können.</p>
<p>In Kenia gibt es leider nicht so viele internationale Studenten an den Unis. Es gibt ein paar Studierende aus China oder aus der Türkei, die Englisch lernen. Ich behaupte, sie machen sich Sorgen um die Qualität. Kenia müsste auch eine Internationalisierungsstrategie entwickeln, um die Unis attraktiver für internationale Studierende und Lehrende  zu machen.</p>
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		<title>Wenn Bildung als Bedrohung gilt</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=711</link>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[dahmannk]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[María | Argentinien]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_715" aria-labelledby="figcaption_attachment_715" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_10341.jpg" rel="lightbox[711]"><img class="size-medium wp-image-715" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_10341-300x225.jpg" alt="In der Bernasconi-Schule in Buenos Aires" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_10341-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_10341.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Bildung in Argentinien: Es ist Licht am Ende des Tunnels</p></div>
<p>Ich habe <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=505">Hellgurds Eintrag &#8222;Die Hoffnung stirbt zuletzt&#8220;</a> gelesen. Vieles davon kommt mir sehr bekannt vor.</p>
<p>Hellgurd erklärt in seinem Eintrag, dass die Bildungspolitik in seinem Land nicht sehr entwickelt ist, weil es an Kontinuität und an langfristig angelegten politischen Konzepten fehlt. Ich glaube, es hat außerdem etwas mit den Werten zu tun, denen sich die Regierungspartei verschreibt. Man sollte auch nicht vergessen, dass viele Menschen in Machtpositionen Bildung als Bedrohung ansehen. <span id="more-711"></span></p>
<p>Es hat in den 202 Jahren der Geschichte Argentiniens unzählige Staatsstreiche gegeben. Das letzte diktatorische Militärregime hat sich vor 36 Jahren an die Macht geputscht. Und das Militär ist volle sieben Jahren an der Macht geblieben und hat 30.000 Menschenleben auf dem Gewissen. Ich habe mich gerade mit dieser Zeit mehrfach beschäftigt und mit vielen verschieden Leuten darüber diskutiert. Und nach jedem Gespräch musste ich ein und dieselbe Schlussfolgerung ziehen: Das diktatorische Regime hat einen immensen kulturellen Verlust für unser Land bedeutet.</p>
<p>Zum einen hat die heutige Regierungsriege es immer noch nicht hinbekommen, eine ordentliche politische Plattform zu schaffen, mit Ideen, einem Langzeitprojekt und einem einigermaßen tauglichen Inhalt. Wir haben aber auch keine wirkliche Opposition, damit auch keine politische Diskussion, keine Kontrolle&#8230; kein alternatives Modell. Auf der anderen Seite hat das letzte Militärregime die Solidaritätskultur komplett ausgewischt, die doch früher so charakteristisch für die argentinische Gesellschaft war. Auch wenn sie jetzt nach und nach, Stück für Stück zurückkehrt, so ist doch der angerichtete Schaden nicht wiedergutzumachen.</p>
<p>Na, und dann hatten wir in den 1990ern ein ganzes Jahrzehnt Carlos Menem als Präsidenten. Der hat die meisten Unternehmen privatisiert und die Korruption auf Rekordniveau schnellen lassen. Das hat ein kulturelles Vakuum mit sich gebracht, eine Abwertung des Studiums; selbst einen Job zu haben, galt nichts mehr. Die argentinische Gesellschaft ist tief verletzt, besonders weil die politischen Maßnahmen und die Werte, die ihnen zu Grunde liegen, einfach krankhaft sind.</p>
<div id="attachment_717" aria-labelledby="figcaption_attachment_717" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Teachers-protest-in-front-of-Buenos-Aires-Gov-Headquarters-2.jpg" rel="lightbox[711]"><img class="size-medium wp-image-717" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Teachers-protest-in-front-of-Buenos-Aires-Gov-Headquarters-2-300x225.jpg" alt="Lehrerproteste - Interview mit Gewerkschaftsfunktionär" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Teachers-protest-in-front-of-Buenos-Aires-Gov-Headquarters-2-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Teachers-protest-in-front-of-Buenos-Aires-Gov-Headquarters-2.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn die Lehrer streiken, beherrscht das Thema Bildung tagelang die Medien </p></div>
<p>Ich finde zwei Punkte in Hellgurds Beschreibungen wieder: die Beschränkungen während der Diktatur und die Korruption, die durch den &#8222;süßen&#8220; Ölreichtum Einzug gehalten hat. (&#8222;Süßes Geld&#8220; ist übrigens hier in Argentinien ein gern verwendeter Ausdruck, er steht für eine schnell angehäufte riesige Menge Geld.)</p>
<p>Argentinien ist dabei, diese ganze Vergangenheit aufzuarbeiten. Man muss ja auch sehen, dass sowohl das diktatorische Regime als auch die Korruption Unterstützer hatten, beide Dinge waren ja nicht in der ganzen Gesellschaft unpopulär. Es gibt mittlerweile Fortschritte, zum Beispiel wurde vor kurzem die Mittelschule  verpflichtend. Aber es gibt auch Rückschritte. Unsere Präsidentin Christina Fernández de Kirchner hat sich Anfang Mai mit der Lehrergewerkschaft überworfen. Das hat zu einem riesigen Nationalstreik geführt. Aber das ist wahrscheinlich schon ein Thema für einen weiteren Blog-Eintrag.</p>
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