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	<title>Stipendium &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Mit Hilfe die Hürden des Uni-Einstiegs meistern</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 14:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2193" aria-labelledby="figcaption_attachment_2193" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ersti-Begrüßung2011.jpg" rel="lightbox[2213]"><img class="size-medium wp-image-2193" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ersti-Begrüßung2011-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ersti-Begrüßung2011-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ersti-Begrüßung2011-1024x768.jpg 1024w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ersti-Begrüßung2011.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Mitstreiterinnen von ArbeiterKind.de und ich an unserem Stand an der Uni Mainz</p></div>
<p>Vor vier Jahren habe ich die Mainzer Gruppe von ArbeiterKind.de aufgebaut. Die gemeinnützige Organisation setzt sich dafür ein, dass mehr Kinder aus Familien, in denen noch niemand studiert hat, ein Studium beginnen und erfolgreich zu Ende führen. Nachdem ich einen Artikel über ArbeiterKind.de gelesen hatte, habe ich mich aus zwei Gründen entschlossen, mich unbedingt gerade für diese Organisation zu engagieren.<span id="more-2213"></span></p>
<p>Den ersten Grund lieferte Katja Urbatsch, die Gründerin von ArbeiterKind.de.  Sie hatte beschrieben, auf welche typischen Probleme Kinder aus nicht-akademischen Familien nach ihrem Abschluss stoßen. Viele Hürden kamen mir bekannt vor: Die Unsicherheit über den Wert eines (geisteswissenschaftlichen) Studiums. Ich habe mich gefragt: Wäre es nicht besser, doch etwas zu machen, mit dem ich sofort Geld verdiene? Dann kam mit den ersten Hausarbeiten ein großes Fragezeichen: Wie fange ich hier am besten an?</p>
<p>Den zweiten Grund für mein Engagement bei ArbeiterKind.de lieferten Zahlen: Statistiken zeigen, dass Kinder aus nicht-akademischen Familien in Deutschland eine vielfach geringere Chance haben, Abitur zu machen. Und selbst bei denen, die das Abi bestehen, entscheiden sich wesentlich weniger Kinder aus nicht-akademischen Familien für ein Studium, als Akademikerkinder das tun. Begabtenförderungswerke, die finanzielle und ideelle Unterstützung sowie ein starkes Netzwerk bieten, verschärfen diese Ungleichheit noch: Nur bei durchschnittlich 30 Prozent der Stipendiaten, die in einem der vom Bund mitfinanzierten Studienförderungsprogrammen sind, haben die Eltern kein Abitur. Dies sind Durchschnittswerte. Bei einigen Werken liegen die Zahlen bei gerade mal zehn bis 20 Prozent! Es kann doch nicht sein, dass Talent, Wissenshunger und Intelligenz in einem so viel höheren Maße bei Akademikerkindern vorhanden sind, als bei Kindern, deren Eltern nicht studiert oder kein Gymnasium besucht haben. Das hat mich wütend gemacht: Irgendetwas lief in unserem Bildungssystem falsch. Und ich sah bei ArbeiterKind.de die Möglichkeit, etwas dagegen zu tun.</p>
<div id="attachment_2187" aria-labelledby="figcaption_attachment_2187" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Workshop_rechtsKatjaUrbatsch.jpg" rel="lightbox[2213]"><img class="size-medium wp-image-2187" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Workshop_rechtsKatjaUrbatsch-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Workshop_rechtsKatjaUrbatsch-300x207.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Workshop_rechtsKatjaUrbatsch.jpg 505w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Mitglieder von ArbeiterKind.de bei einem Workshop</p></div>
<p>Viele haben ihre ganz eigenen Gründe gefunden, sich bei unserer Organisation zu engagieren. So haben wir mittlerweile über 4.000 Mitglieder. Außerdem wurde letztes Jahr ArbeiterKind.at in Österreich gegründet. Um Schülerinnen und Schülern eine wirkliche Entscheidung für oder gegen ein Studium zu ermöglichen, setzen wir unter anderem auf Informationsarbeit. Denn für Kinder, die als erste in ihrer Familie den Schritt an die Uni wagen, ist das Studium keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen − sich selbst, aber auch ihren Familien gegenüber − begründen, warum sie sich für ein Studium entscheiden, so wie Kinder aus akademischen Familien oft erklären müssen, warum sie nicht studieren wollen, wenn sie von dem Weg ihrer Familie abweichen.</p>
<p>Wir gehen an Schulen und halten dort Vorträge über die verschiedenen Möglichkeiten, zu studieren und ein Studium zu finanzieren. Auch poste ich täglich auf Facebook Tipps rund ums Studium. Außerdem nehmen wir an Messen und Veranstaltungen zum Thema Bildung teil. Und zu guter Letzt bieten wir ein Online-Netzwerk, über das wir Fragen beantworten und Infos bereitstellen.</p>
<p>Viele Menschen beruhigen sich damit, dass es in Deutschland keine (bzw. in Bayern und Niedersachsen geringe) Studiengebühren gibt und dass BAföG (Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz) jedem, der es braucht, zur Verfügung steht. Allerdings greift das viel zu kurz. Vor allem kann BAföG nicht als Allheilmittel betrachtet werden. Diese staatliche finanzielle Förderung reicht bei weitem nicht, um gleiche Chancen zu schaffen. Mehr über BAföG und Unterstützung an anderen Stellen im Bildungssystem werde ich beim nächsten Mal schreiben.</p>
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		<title>Bildung und Geschlechtergerechtigkeit in Russland</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=869</link>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 11:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechtergerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_891" aria-labelledby="figcaption_attachment_891" class="wp-caption alignleft" style="width: 258px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-happy-nest-within-a-family-258x300.jpg" rel="lightbox[869]"><img class="size-full wp-image-891" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-happy-nest-within-a-family-258x300.jpg" alt="" width="258" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Viele junge Eltern planen den Bildungsweg ihres Nachwuchses schon früh</p></div>
<p>Ich bin davon überzeugt, dass Geschlechtergerechtigkeit weltweit eines der wichtigsten Themen ist, und das bezieht den Bildungsbereich mit ein. Und natürlich hoffe ich, dass Geschlechtergerechtigkeit in den meisten Ländern bereits erreicht ist. In Russland haben Jungen und Mädchen die gleichen Bildungschancen: Im Kindergarten, in der Grundschule, in der weiterführenden Schule und dem Gymnasium.</p>
<p>Allerdings finde ich es schade, dass die Regierung in einzelnen Bereichen des Bildungssystems nicht sehr gut organisiert ist. Es gibt einfach zu wenige Kindergärten. Viele junge Familien müssen deshalb gegen die Bürokratie kämpfen, um das Recht ihres Kindes auf einen Kindergartenplatz durchzusetzen. Und das gilt nicht nur für die Großstädte, das Problem besteht auch in den regionalen Zentren. Oft ist es auch gerade dieses Übermaß an  Bürokratie, das junge Paare überlegen lässt, ob sie ein Kind bekommen oder nicht.  Oder wie sie  die Ausbildung eines Kindes bis zum Abschluss an einer weiterführenden Schule organisiert bekommen. Bei uns denken die jungen Paare viel früher darüber nach, als das in westlichen Staaten der Fall ist.<span id="more-869"></span></p>
<p>Auf unterschiedlichen Sprossen der Bildungsleiter können mitunter mal mehr Jungen oder mal mehr Mädchen stehen. Das hat aber nicht zwingend etwas mit kulturellen Restriktionen zu tun, sondern mit demographischer Entwicklung. An manchen Universitäten gibt es Fakultäten, da studieren fast keine Frauen, an anderen wiederum fast keine Männer.</p>
<div id="attachment_911" aria-labelledby="figcaption_attachment_911" class="wp-caption alignleft" style="width: 189px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Looking-for-a-bright-future.jpg" rel="lightbox[869]"><img class="size-medium wp-image-911" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Looking-for-a-bright-future-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Looking-for-a-bright-future-189x300.jpg 189w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Looking-for-a-bright-future-645x1024.jpg 645w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Looking-for-a-bright-future.jpg 1002w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a><p class="wp-caption-text">Liegt die berufliche Zukunft im Management oder im Lehrbetrieb?</p></div>
<p>Ausschlaggebend sind in diesen Fällen die Klischeevorstellungen unserer Gesellschaft.  Das Unterrichten hält man hier eher für eine typisch weibliche Zuständigkeit: Mädchen werden zu Müttern und außerdem erfordert der Schuldienst wenig körperliche Kraft.  Deshalb studieren nur wenige Männer an der fremdsprachlichen Fakultät.Andere Berufsausbildungen sind eher den Männern zudacht. Das Ergebnis wird dann auf einer anderen gesellschaftlichen Ebene deutlich – auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt viel mehr Männer in Managerpositionen und viel mehr Frauen im Lehrbetrieb. Ich sehe das als Nachteil an. Ich glaube, dass sich die Psychologie von Männern und Frauen unterscheidet und einige Eigenschaften der weiblichen Natur dem Management-Bereich gut bekommen würden.</p>
<p><a href="http://http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=317">In meinem ersten Beitrag</a> habe ich ja bereits geschrieben, dass  es in Russland private und öffentliche Bildungseinrichtungen gibt. Für Eltern ist es selbstverständlich, ihre Kinder zu unterstützen und für deren Studium aufzukommen. Aber es gibt Familien, die können sich die Studiengebühren nicht leisten. Das ist ein ernsthaftes Problem, denn dadurch wird besonders der Zugang zu den angesehenen Universitäten eingeschränkt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten. Und: Die klügsten Studentinnen und Studenten werden schnell einen gut bezahlten Job finden, der ihnen finanzielle Unabhängigkeit bringt  &#8211;  die finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium reicht bei Weitem nicht aus.</p>
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		<title>Die Qual der Wahl</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=521</link>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Unseld]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_565" aria-labelledby="figcaption_attachment_565" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Uni_Philosophicum.jpg" rel="lightbox[521]"><img class="size-medium wp-image-565   " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Uni_Philosophicum-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Uni_Philosophicum-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Uni_Philosophicum-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Philosophicum meiner Uni in Mainz</p></div>
<p>Letztes Jahr habe ich die Universität mit einem Magister in Amerikanistik, Politik und Publizistik abgeschlossen. Das heißt, ich bin einen weiten Weg durch Deutschlands Bildungsinstitutionen gegangen: Grundschule, Gymnasium und Uni liegen hinter mir.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass ich viele Freiheiten hatte, besonders ab der elften Klasse. Da gibt es bei uns sogenannte Leistungskurse, wo man einige Fächer auswählen kann, die einem besonders Spaß machen. <span id="more-521"></span>Wenn man auf die Schulzeit zurückblickt, erinnert man sich ja sowieso vor allem an die Menschen, nicht an die ganze Lernerei. Viele meiner besten Freundinnen habe ich in der Schule kennengelernt. Zu einigen Lehrern habe ich heute noch Kontakt, obwohl das Abitur schon sieben Jahre hinter mir liegt.</p>
<p>Da ich immer eine recht gute Schülerin war, hat mir meine Schulzeit viel Spaß gemacht. Das einzige, was ich grundsätzlich an meiner Gymnasialzeit kritisiere: Wir hatten wenig Möglichkeiten, uns darauf vorzubereiten, was nach der Schulzeit kommt. Orientierungstage, an denen man mehr über Studienfächer und Studienfinanzierung erfahren kann, hatten wir damals noch nicht. So war ich nach dem Abi auch ziemlich ratlos. Ich wollte was mit Medien und Kommunikation machen, aber dafür musste man kein bestimmtes Studienfach wählen. Ich hatte also die Qual der Wahl. Zunächst startete ich Jura. Merkte aber schnell, das ich da wohl nicht richtig aufgehoben war: Alles war sehr anonym, wir saßen den ganzen Tag in riesigen Hörsälen ohne Tageslicht und ich hatte das Gefühl, bei mindestens Dreiviertel meiner Kommilitonen hatten bereits die Eltern ein Jurastudium absolviert &#8211; anders als bei mir. Außerdem war mir die Konzentration auf ein Fachgebiet zu einseitig.</p>
<div id="attachment_575" aria-labelledby="figcaption_attachment_575" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_8935.jpg" rel="lightbox[521]"><img class="size-medium wp-image-575" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_8935-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_8935-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_8935-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">In der Amerikanistik-Bibliothek</p></div>
<p>Ich wechselte also nach einem Semester den Studiengang und studierte die Fächer, in denen ich letztes Jahr meinen Abschluss gemacht habe. Das Studium hat mir sofort viel mehr Spaß gemacht. Nur die ganzen Hausarbeiten, die man schreiben musste, haben mich immer etwas nervös gemacht.  Wie sollte ich das bewältigen? Ich hatte keine Ahnung, wie man wissenschaftlich schreibt. Das merkt man auch an meiner ersten Politik-Hausarbeit: Ich setzte mich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf den Nationalstaat auseinander &#8211; in nur 15 Seiten! Doch nach und nach kam ich dahinter, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Meine Noten wurden besser und so bewarb ich mich um ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung. Nach einem Bewerbungsprozess mit zwei Auswahlgesprächen erhielt ich die Zusage.</p>
<p>Dieses Stipendium hatte einen großen Einfluss auf mich. Ich bekam sogar Geld dafür, meine Wunschfächer zu studieren! Davor war ich immer unsicher gewesen, welchen Wert solche geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer überhaupt haben. Durch die finanzielle Unterstützung musste ich auch nicht länger neben dem Studium arbeiten und konnte so meine Kurse ganz nach Interesse aussuchen und nicht nach meinen Arbeitszeiten. Auf Seminaren der Stiftung lernte ich außerdem tolle Menschen kennen mit ähnlichen Interessen &#8211; und viele von ihnen wurden wieder Freunde. Erst jetzt wird mir bewusst, wie viel mehr Bildung für mich mit den Menschen verknüpft ist, statt mit irgendwelchen Inhalten.</p>
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