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	<title>Zukunft &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Mal was Neues ausprobieren</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 09:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[reucherg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3047" aria-labelledby="figcaption_attachment_3047" class="wp-caption alignleft" style="width: 199px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Explore-the-countryside.jpg" rel="lightbox[3053]"><img class="size-medium wp-image-3047" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Explore-the-countryside-199x300.jpg" alt="Mit dem Fahrrad auf dem Land (Foto: Pavel Mylnikov)" width="199" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Explore-the-countryside-199x300.jpg 199w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Explore-the-countryside-682x1024.jpg 682w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem Fahrrad auf dem Land</p></div>
<p>Die Morgensonne scheint in mein Zimmer und die Vögel zwitschern. Zwei Monate habe ich jetzt Ferien von der Sprachschule, wo ich arbeite. Kaum zu glauben, dass die Zeit für den letzten Blog-Eintrag schon gekommen ist. Ich habe noch so viele Gedanken, die ich gerne mit den Usern teilen würde.</p>
<p>Ich mache jetzt abends mit dem Fahrrad oft Touren außerhalb der Stadt. Das ist eine gute Gelegenheit auszuspannen nach einem vollen Jahr. Dabei erweitere ich auch meine Fotografiekenntnisse. Auf dem Weg denke ich viel über die enormen Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen hier in Russland nach und über die verschiedenen Mentalitäten ihrer Einwohner. Es ist etwas schwierig zu erklären und nachzuvollziehen, dass viele Russen gerne außerhalb der Städte wohnen würden und dort gerne ein schönes Haus hätten. Die Leute vom Dorf finden dagegen mehr Gefallen an der Idee in der Stadt zu arbeiten (oder wenigstens ihre Kinder dort zur Schule zu schicken). Gut, das liegt natürlich an der finanziellen Aufteilung zwischen Stadt und Land, aber wir sollten dafür sorgen, dass diese Aufteilung weniger extrem ist.</p>
<p><span id="more-3053"></span>In den Dörfern wird bereits die Infrastruktur modernisiert und man bietet Programme an, die junge Lehrer anregen sollen, in Dorfschulen zu unterrichten, etwa indem sie einige Monate mehr Geld bekommen und ihnen eine Unterkunft zur Verfügung gestellt wird. Aber abgesehen von solchen Bemühungen müssen wir die Leute auch dafür interessieren, im Ausland zu studieren. Wenn meine Schüler an den Punkt kommen, darüber nachzudenken, bin ich immer froh, im Gespräch mit ihnen festzustellen, dass fast alle von ihnen global denken.</p>
<div id="attachment_3049" aria-labelledby="figcaption_attachment_3049" class="wp-caption alignright" style="width: 199px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Celebrating-the-first-year-of-my-friends-start-up.jpg" rel="lightbox[3053]"><img class="size-medium wp-image-3049" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Celebrating-the-first-year-of-my-friends-start-up-199x300.jpg" alt="Jahresfeier des Start-ups meiner Freunde (Foto: Pvel Mylnikov)" width="199" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Celebrating-the-first-year-of-my-friends-start-up-199x300.jpg 199w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Celebrating-the-first-year-of-my-friends-start-up.jpg 537w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Freunde und ich feiern das erste Jahr ihres Start-ups</p></div>
<p>Was sind meine Erwartungen für die Zukunft? Wie ich schon zu Beginn des Blogs sagte, ich bin eine Person, die Veränderung liebt. Ich würde gerne etwas Neues ausprobieren – nicht als Hobby, sondern als Job. Zurzeit arbeite ich mit einigen Freunden an einem Internetprojekt, das Leute ermutigen soll, weniger Zeit damit zu verschwenden, ständig online zu sein. So wie Kathrin erwähnte, <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2565">kann das Internet großartig sein, um etwas zu lernen</a>, aber es bietet auch viel Ablenkung vom Wesentlichen. Ich denke, so wie sich die Technologie weiter entwickeln wird, wird es zwangsläufig mehr in Richtung &#8222;Edutainment&#8220; (die Kombination von Bildung und Unterhaltung) in diesem Bereich gehen.</p>
<p>Als wir mit dem Blog begonnen haben, hätte ich nie gedacht, dass es so interessant sein würde. Ich habe Eindrücke von Bildungssystemen in anderen Ländern bekommen, habe meine Mit-Blogger besser kennengelernt und wurde immer wieder inspiriert von dem, was sie diskutiert haben. Es ist schade, dass es Weltregionen gibt, in denen gewisse Leute verhindern, dass die Stimmen ihrer Bürger gehört werden (so wie in Hellgurds Fall). Dennoch: Die Jugend ist eine enorme Kraft, um Veränderungen zu bewirken. Ich hoffe, es wird die Möglichkeit geben mit Hellgurd, Maria, Emmy und Kathrin bei anderen Projekten zusammen zu arbeiten. Warum nicht in einem eigenen Projekt von uns?</p>
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		<title>Wir müssen offen für Reformen sein</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=3063</link>
		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 13:12:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Unseld]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptschule]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Reform]]></category>
		<category><![CDATA[Schulsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3045" aria-labelledby="figcaption_attachment_3045" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-003.jpg" rel="lightbox[3063]"><img class="size-medium wp-image-3045" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-003-225x300.jpg" alt="Wahlplakat der FDP in Nordrhein-Westfalen (Foto: Kathrin Biegner)" width="225" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-003-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-003.jpg 675w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">FDP-Wahlplakat im nordrhein-westfälischen Wahlkampf</p></div>
<p>Das ist der letzte Blogeintrag für mich. In den zwei Monaten, in denen wir fünf unseren Blog geführt haben, habe ich viel über Bildung in anderen Staaten erfahren &#8211; und mich auch mit dem deutschen System intensiver auseinandergesetzt.</p>
<p>Was mir auffällt bei allen Diskussionen über Bildungssysteme ist: Oft wird die Leistung des Systems nur darin gesehen und bewertet, ob Schüler, Schülerinnen und Studierende höhere Abschlüsse und bessere Noten erhalten und sie so (scheinbar) besser auf das Berufsleben vorbereitet sind. Aber es gibt eine andere Sache, die das Bildungssystem unglaublich wertvoll für eine Gesellschaft macht. Und die hat mit dem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2985">Gespräch</a> zu tun, das ich mit meiner Freundin Katharina geführt habe: Insbesondere Kindergärten und Schulen bieten die wahnsinnig wichtige Chance, eine Gesellschaft näher zusammenzubringen. Diese Chance wird in Deutschland nicht ausreichend genutzt. Im Gegenteil: Unser &#8211; in vielen Bundesländern noch dreigliedriges &#8211; Schulsystem spaltet die Gesellschaft.<span id="more-3063"></span></p>
<p>In meiner Grundschulzeit in einem Dorf hatte ich noch Kontakt zu allen Gleichaltrigen. Der ging dann in meiner Gymnasialzeit verloren. Erst mit 17 kam ich wieder mit denjenigen zusammen, die ich auf dem Gymnasium aus den Augen verloren hatte und die mittlerweile ihren Hauptschul- oder Realschulabschluss hatten. Denn in unserem Dorf wird das Kerbefest (ein traditionelles Volksfest) immer von den 18-Jährigen organisiert. So trafen wir uns dann also alle wieder. In vielen Städten gibt es solche Feste nicht, die Menschen unterschiedlicher Schichten zusammenführen, denn auch Wohngebiete und Vereine sind oft nach sozialen Schichten unterteilt. Die Schule wäre also der einzige Ort, der diesem sozialen Auseinanderbrechen unserer Gesellschaft entgegenwirken könnte.</p>
<p>Das wird auch von Politikern oft nicht bedacht. In Rheinland-Pfalz haben sie die Hauptschule, in der Schüler mit einem schlechten Notendurchschnitt landeten, abgeschafft. Das lief mit wenig Widerstand. Das Gymnasium, das zur Hochschulreife führt, ließen sie unangetastet. Schließlich empfinden Gymnasiasten und deren Eltern ihre Schule nicht als Makel, sondern als Auszeichnung oder gar als Statussymbol. Dabei verlieren auch Gymnasiasten viel an sozialen Lernmöglichkeiten in ihren ausgesiebten Klassen. Der Bezug zu anderen Lebenswirklichkeiten in ihrem Land kann schnell verloren gehen. Doch, verständlicherweise, stört es Eltern nicht, so lange ihre Kinder hier die Voraussetzungen für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Sie denken, in diesem geschützten Umfeld fiele ihren Kindern das Lernen leichter. Ergebnisse von Untersuchungen, die das Gegenteil zeigen, haben hier weniger Argumentationskraft als Gefühle. Deshalb organisierten in Hamburg auch viele Eltern Proteste, als das Gymnasium dort abgeschafft werden sollte. Und FDP-Politiker plakatierten im NRW-Wahlkampf stolz: &#8222;Gymnasium erhalten!&#8220;</p>
<div id="attachment_3043" aria-labelledby="figcaption_attachment_3043" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium3.jpg" rel="lightbox[3063]"><img class="size-medium wp-image-3043" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium3-300x225.jpg" alt="Mein Gymnasium, ein katholisches Mädchengymnasium (Foto: Kathrin Biegner)" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium3-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium3-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Gymnasium bot ein sehr behütetes Umfeld: Es war ein katholisches Mädchengymnasium.</p></div>
<p>Ist es also Wahltaktik, dass Politiker das Gymnasium oft unangetastet lassen? An Gymnasien sind schließlich die Kinder der politisch aktivsten Menschen. In den sozial benachteiligten Schichten, deren Kinder es oft nicht an das Gymnasium schaffen, gibt es sehr wenige, die Demonstrationen oder Unterschriftenaktionen organisieren oder vor einer Kamera ihren Standpunkt überzeugend argumentieren würden. Diese Menschen gehen auch viel seltener wählen als Bessergebildete und Besserverdienende.</p>
<p>Ich wünsche mir, dass trotzdem überzeugte Politiker in Zukunft das Gymnasium nicht mehr als unantastbar ansehen. Dass sie sich für eine Reform einsetzen, die tatsächlich für mehr Chancengerechtigkeit und einen besseren Zusammenhalt in der Gesellschaft steht. Schließlich haben wir in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr viele finanzielle Ressourcen. Sollte es da nicht möglich sein, meinem Traum näher zu kommen?</p>
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