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	<title type="text">Everest Blog</title>
	<subtitle type="text">Just another Deutsche Welle Blogs site</subtitle>

	<updated>2015-08-21T13:29:38Z</updated>

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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Zurück in der Zivilisation]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/zurueck-in-der-zivilisation/</id>
		<updated>2005-06-05T12:19:01Z</updated>
		<published>2005-06-05T12:19:01Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=201"><![CDATA[<p><img class=" alignnone" src="files/1117981008yeti_.jpg" alt="" align="left" /> <img class=" alignnone" src="files/1117981028nachyeti.jpg" alt="" align="rigth" /></p>
<p>Ich fühle mich erschlagen. Liegt es an den anderthalb Tagen Jeep- und Busfahrt? Liegt es am Höhenunterschied von 4000 Metern gegenüber dem Basislager an der Mount Everest- Nordwand? Liegt es am Lärm und an der Quirligkeit der Millionen-Stadt Kathmandu? Oder liegt es ganz einfach daran, dass unsere Expedition nun Vergangenheit ist? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allen Faktoren.</p>
<p><b> Duschen bis das Wasser kalt wird </b></p>
<p>Wir sind zurück in der Zivilisation. Es ist ein herrliches Gefühl, nach einem Monat wieder ausgiebig zu duschen. Ich stand so lange unter der Brause, bis das Wasser kalt wurde. Ich weiß, eigentlich sollte ich mit warmem Wasser in Nepal sparsam umgehen, aber ich konnte einfach nicht anders. Anschließend rasierte ich mich &#8211; was mindestens so lange dauerte wie das Duschen. Nun bin ich also wieder sauber, nicht nur körperlich, sondern auch textil-technisch: Ich hatte mir einige frische Klamotten für Kathmandu zurückgelegt. Die Rückverwandlung vom Yeti zum Stadtmenschen ist also vollzogen.</p>
<p>Ist der Everest damit für mich Geschichte? Die Eindrücke sind noch sehr frisch, irgendwann werden sie Erinnerungen. Chomolungma, die &#8222;Göttinmutter der Erde&#8220;, war uns gnädig gesonnen. Gerlinde, Ralf, Hiro, Sitaram und ich sind heil an Körper und Seele von unserem Abenteuer zurückgekehrt – keine Selbstverständlichkeit, bedenkt man, wie nahe Hiro dem Tod war. Und doch wird er zu den Achttausendern zurückkehren – wenn auch erst nach einem medizinischen Check in seiner Heimatstadt Tokio.</p>
<p><b> Danke für´s Daumen drücken </b></p>
<p>Sie werden sich vielleicht fragen, warum. Ob es nicht sinnvoll wäre, nach einem derartigen Grenzerlebnis den Schlussstrich unter das Höhenbergsteigen zu ziehen? Aber dann wäre Hiro nicht Hiro. Die Angst vor einem neuen Hirnödem wird mitklettern, aber ihn nicht davon abhalten, wieder Risiken einzugehen. Ganz ausdrücklich bedankt sich der Japaner bei allen Lesern des Blogs, die ihm in den dramatischen Stunden am Everest die Daumen gedrückt haben – und mehr.</p>
<p>Ich danke Ihnen auch für Ihr Mitgefühl, Ihr Mitfiebern und Ihr Miterleben-Wollen während der Zeit an der Mount Everest-Nordwand. Auf Wiederlesen!</p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Good-bye, Mount Everest!]]></title>
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		<updated>2005-06-02T16:17:05Z</updated>
		<published>2005-06-02T16:17:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=42"><![CDATA[<p><img src="files/1117714424nordsattel.jpg" align="center"><br />
Wir bauen die Zelte ab. Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Fast drei Wochen lang habe ich dir in die Nordwand geblickt. Zwei Wochen davon hast du mir deinen eigenartigen Hutschmuck in Form einer Windfahne gezeigt, mit dem du bei keinem Pferderennen Staat machen würdest. </p>
<p><b> Lass die Muskeln spielen </b></p>
<p>Aber ich habe begriffen, dass es deine Art ist, die Muskeln spielen zu lassen. Nur so kannst du viele dieser steinreichen, aber beinschwachen Möchtegern-Bergsteiger abschütteln, die sich auf deinem Rücken ihr Ego aufpolieren wollen. 8,1 Kilometer Fixseile haben sie dir in dieser Saison allein auf der Nordseite als Fesseln angelegt, bis hinauf zum Gipfel. </p>
<p>Dort konnte sich heraufziehen oder -schieben lassen, wer immer es sich leisten konnte. Die Atemmaske auf und los, vorne der Bergführer, hinten der Kameramann. Ich habe es nicht selbst gesehen, aber Ralf, Gerlinde und Hiro haben es mir erzählt. Als sie auf den Nordsattel gestiegen sind, haben sie eine Welt betreten, die mit Bergsteigen nicht mehr viel gemein hat. Die drei haben es mit Humor getragen. Aber du kannst sicherlich nicht mehr über die Auswüchse lachen, die sich Jahr für Jahr wiederholen und sogar steigern. </p>
<p><b> &#8222;Göttinmutter der Erde&#8220; </b></p>
<p>Von der Südseite sind sie dir vor ein paar Wochen mit einem <a href="http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!204455,204493,903633/SH/0/depot/0/" target="_blank">Spezial-Hubschrauber</a> aufs Haupt geflogen. Demnächst organisieren sie noch einen Kaffeeflug auf deinen Gipfelgrat: &#8222;Der ultimative Kick: 100 Meter und Sie stehen auf dem Dach der Welt! Kaffee, Kuchen und Sauerstoff inklusive!&#8220;</p>
<p>Armer Mount Everest! Für mich bleibst du Chomolungma, die &#8222;Göttinmutter der Erde&#8220;. Ich bin dir dankbar, dass du uns Hiro zurückgegeben hast. Er wäre das falsche Opfer gewesen. Denn er ist &#8211; wie Gerlinde und Ralf &#8211; ein Bergsteiger. Nicht wie ich ein bereits auf 5500 Metern Höhe keuchender Schreiberling, der dennoch eine alles in allem schöne Zeit am Fuße deiner Nordwand hatte.</p>
<p>P.S. Ich melde mich noch einmal aus Kathmandu <a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_date&amp;Date=12.05.2005" target="_blank">(wo alles angefangen hat)</a></p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Das Allerheiligste]]></title>
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		<updated>2005-06-02T09:35:05Z</updated>
		<published>2005-06-02T09:35:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=199"><![CDATA[<p><img src="files/1117701447zelt__.jpg" align="center"><br />
Unser Haus in Köln ist schon 13 Jahre alt. Die Zeit der Hausführungen liegt also schon eine Weile zurück. Aber ich erinnere mich noch genau, dass mich damals immer ein ungutes Gefühl beschlich, wenn ich die Tür zu unserem Schlafzimmer öffnen musste. Das war für mich ein intimer Ort, der niemanden etwas anging, gewissermaßen das &#8222;Allerheiligste&#8220; im Haus. Dort wollte ich das Bett ungemacht lassen, wenn mir danach war, dort wollte ich schlichtweg ungestört sein. Eintritt verboten!</p>
<p><b> Tägliche Hausführung </b></p>
<p>Nun stellen Sie sich eine Führung durch ein neues Haus vor und der Besitzer sagt: &#8222;Liebe Freunde, hier ist das Schlafzimmer, aber es ist für euch tabu.&#8220; Unmöglich, und so öffnete auch ich damals die Tür, die ich so gerne geschlossen gelassen hätte. </p>
<p>Unsere Zeit am Mount Everest neigt sich dem Ende zu. Meine Berichte waren so etwas wie eine tägliche Hausführung durch das Basislager. Sie lernten die menschlichen und tierischen Bewohner kennen, ihre täglichen Gewohnheiten, die Umgebung. Aber haben sie es registriert? </p>
<p><b> Mein Schlafzimmer </b></p>
<p>In mein Zelt habe ich Sie nie blicken lassen. Das war mein Schlafzimmer, mein Refugium, mein privater Raum. Heute dürfen Sie hereinschauen. Ich habe das Zelt extra für Sie fotografiert. Sie sehen nichts Spektakuläres: einen Daunenschlafsack, einen Rucksack, ein Paar verstaubte Bergschuhe. Wenn Sie in die Zelttaschen am Rand blicken, ahnen sie vielleicht, dass ich nicht der Ordentlichste bin. Die dreckigen Klamotten passten leider nicht in den Bildausschnitt. Und den feinen Everest-Staub auf dem Boden und auch sonst überall können Sie nur ahnen. </p>
<p>Aber ich habe Ihnen mein Schlafzimmer gezeigt! Dass sie mir bloß nicht kommen, und sagen, die Hausführung sei unvollständig gewesen.</p>
]]></content>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Wiedersehensfreude!]]></title>
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		<updated>2005-06-01T19:24:04Z</updated>
		<published>2005-06-01T19:24:04Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=40"><![CDATA[<p><img src="files/1117643814hiro.jpg" align="center"><br />
Nach einem über zehn Stunden langen Fußmarsch über den östlichen und den zentralen Rongbukgletscher treffen Gerlinde, Ralf und Hiro am späten Nachmittag wieder im Basislager ein. Hiro schleppt sich mit buchstäblich letzter Kraft ins Ziel. </p>
<p><b> Leben gerettet </b></p>
<p>Der Japaner wirkt schwer gezeichnet von den dramatischen Ereignissen der letzten Tage. Er torkelt auf den letzten Metern, Gerlinde und Ralf müssen ihn stützen, damit er nicht stürzt. Seinen Rucksack will Hiro aber um keinen Preis abgeben. Als er sich vor dem Mannschaftszelt auf einen Stein setzt, zittern seine Knie. Wasser schießt in seine Augen, verschämt zieht Hiro die Sonnebrille ins Gesicht.  </p>
<p>Ihm ist bewusst, dass er dem Tod sehr, sehr nahe war und dass seine Freunde Gerlinde und Ralf ihm das Leben gerettet haben. Auch die beiden sind noch tief beeindruckt. Der verpasste Gipfelversuch ist in den Hintergrund gerückt. Wichtig ist, dass Hiro lebt. </p>
<p><b> Fast ein Wunder!</b></p>
<p>Gerlinde und Ralf erzählen noch einmal die dramatischen Ereignisse im Zelt in 7650 Metern Höhe. Hiro war nicht mehr ansprechbar, sein Puls war trotz der großen Höhe auf 50 Schläge pro Minute gefallen. Hiros Körper war so kalt, dass Gerlinde nur mit größter Mühe eine Vene fand, um das Notfallmedikament Dexamethason zu spritzen. Anschließend packten Gerlinde und Ralf ihn in einen Daunenanzug und alle verfügbaren Schlafsäcke. </p>
<p>Obwohl seine Augen zeitweise geöffnet waren, schien Hiro weit weg zu sein. Den eingeflößten Tee erbrach er nach einer Weile, dann spuckte er Blut. Im Laufe der Nacht weckten Gerlinde und Ralf ihn immer wieder auf, gaben ihm zu trinken, verabreichten ihm Medikamente. Langsam besserte sich sein Zustand. In einem lichten Moment forderte Hiro Ralf auf, ihn zu fotografieren, bevor er sterbe. Jetzt sitzt Hiro hier mit uns am Tisch im Mannschaftszelt, geschwächt, aber sehr lebendig. Fast ein Wunder!</p>
]]></content>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Wilde Welt]]></title>
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		<updated>2005-06-01T10:28:05Z</updated>
		<published>2005-06-01T10:28:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=197"><![CDATA[<p><img src="files/1117615496wurst.jpg" align="center"><br />
Gerlinde, Ralf und der von seiner Hirnödem-Attacke wieder genesene Hiro sind auf dem Weg zurück ins Basislager. Wenn sie hier ankommen, werden sie zunächst bemerken, dass unsere Zelte nach dem Abschied der Tschechen vereinsamt wirken. Die Tierwelt aber wird ihnen unverändert vorkommen. </p>
<p><b>Animalische Dramen</b></p>
<p>Dabei haben sich im Basislager während der Abwesenheit der drei Bergsteiger animalische Dramen abgespielt. Alles begann mit der Ankunft der 19 Yaks, auf deren Rücken das Material der Tschechen abtransportiert werden sollte. Die Himalaya-Rindviecher selbst sind friedliche Genossen. Mit ihren Kuhglocken sorgten sie sogar für ein wenig Alpenflair. </p>
<p>Im Gefolge der Yaks aber waren noch weitere Tiere im Basislager aufgetaucht. Zunächst ein schwarzer zotteliger Hund, bei dem mir bis zum Schluss nicht klar war, ob er einen Job als Hirtenhund hatte oder ein gemeiner Straßenköter war, der sich im chinesischen Basislager der Karawane angeschlossen hatte. Ich sah ihn nur einmal schnell laufen und hörte ihn nur einmal laut bellen: als er hinter dem verschreckten Rehbock Rocky die Gletschermoräne hinaufjagte.</p>
<p><b> Yak, Hund, Krähe, Huhn und Reh </b></p>
<p>Mit den Yaks erreichten auch drei Krähen das Basislager. Offenbar witterten sie Essensreste. Nachdem sie keine herumliegenden gefunden hatten, machten sie sich schamlos über unsere Müllbeutel her. Sie verteilten den Inhalt in weitem Kreis und ließen sich nur von mittelgroßen Steingeschossen vertreiben. Dabei machten die drei schwarzen Vögel einen Krach wie zehn Schneehühner.</p>
<p>Nachdem die Yak-Karawane der Tschechen inklusive Hund und Krähen abgezogen war, blieben die geschockten Hühner und Rehe zunächst verschwunden. Erst mit einem Tag Verspätung kehrten sie zurück. Jetzt ist wieder fast alles wie zuvor: die Schneehühner plärren, Rocky und seine Reh-Familie streifen lautlos durch die Gegend. Doch die Hühner sind von der Speisekarte verschwunden. Dort stünden jetzt Krähe und Hund. Aber mir ist dann doch eher nach Vegetarischem.</p>
]]></content>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Sicher auf 6400 Metern]]></title>
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		<updated>2005-05-31T15:30:01Z</updated>
		<published>2005-05-31T15:30:01Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=38"><![CDATA[<p><img src="files/1117536941blogZZ.JPG" align="center"><br />
<a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=71" target="_blank">Hiro</a> ist außer Gefahr &#8211;  das ist die wichtigste und beste Nachricht eines Tages im Basislager, an dem es in einem fort stürmt und ab und zu schneit. Gerlinde, Ralf und Hiro sind inzwischen im vorgeschobenen Basislager der tibetischen Normalroute auf 6400 Metern eingetroffen. </p>
<p><b> Freudige Überraschung </b></p>
<p>&#8222;Hiros Zustand hat sich zusehends gebessert, je tiefer wir abgestiegen sind&#8220;, sagte Ralf am Satellitentelefon. Bei einer Pause am Nordsattel in gut 7000 Metern Höhe sei der Japaner noch ziemlich blass gewesen. &#8222;Später hat er abgeseilt wie ein junger Gott.&#8220;</p>
<p>Freudige Überraschung im vorgeschobenen Basislager auf dem östlichen Rongbuk-Gletscher: Der neuseeländische Expeditionsleiter <a href="http://www.everest2004.co.uk/russell_cv.htm" target="_blank">Russell Brice</a>, den Ralf von der gemeinsamen Arbeit im internationalen Bergführer-Verband kennt, stellte ihnen ein großes Zelt zur Verfügung und versorgte sie mit Essen und Getränken. Hiro gönnte sich eine Mütze Schlaf. </p>
<p><b> Was ist schon ein Gipfel </b></p>
<p>Gerlinde und Ralf haben die Medikamente für Hiro abgesetzt. Der Abstieg um gut 1200 Höhenmeter hat offenbar ausreichend Linderung verschafft. &#8222;Das Hirnödem wird man nur noch in der neurologischen Station eines Krankenhauses nachweisen können&#8220;, so Ralf.</p>
<p>Hiro wird morgen um die Mittagszeit mit Ralf und Gerlinde in unser Basislager auf dem zentralen Rongbuk-Gletscher zurückkehren. Eigentlich wollten die drei Bergsteiger an diesem Tag auf dem 8850 Meter hohen Mount Everest stehen. Doch was ist schon ein Gipfel gegen das gewonnene Leben eines Freundes?</p>
]]></content>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Hiro geht es besser]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/hiro-geht-es-besser/</id>
		<updated>2005-05-31T08:04:03Z</updated>
		<published>2005-05-31T08:04:03Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=195"><![CDATA[<p><img src="files/1117515599rrr.jpg" align="center"><br />
Unsere Gebete sind erhört worden, ein Mount Everest fällt mir vom Herzen: <a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=71" target="_blank">Hiro</a> ist nach seiner <a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=108" target="_blank">Hirnödem-Attacke</a> offenbar über den Berg. &#8222;Er hat getrunken, gegessen und spricht mit uns&#8220;, sagte Ralf heute morgen am Satellitentelefon. Ralf wirkte müde, aber erleichtert: Gerlinde und er hatten Hiro die ganze Nacht über im Zelt in 7650 Metern Höhe wach gehalten, während es draußen heftig stürmte. Hiro selbst habe in den Nachtstunden gesagt, wenn er jetzt die Augen schließe, öffne er sie nie mehr.  </p>
<p><b> Zwei Stunden fehlen in seiner Erinnerung </b></p>
<p>Der 34 Jahre alte Japaner, so Ralf, habe ihnen auch geschildert, wie er seinen Zusammenbruch erlebt habe. Hiro habe die Stimmen der Freunde nur noch von weit her gehört. Als er die Hand hob, habe er kein Gewicht mehr verspürt. Sein Körper sei wie eingefroren gewesen. &#8222;Zwei Stunden fehlen in seiner Erinnerung.&#8220;</p>
<p>Ralf und Gerlinde holten sich per Satellitentelefon in Österreich medizinischen Rat: bei einer Internistin der Klinik, in der Gerlinde früher als Krankenschwester gearbeitet hatte. Die Ärztin riet den beiden, Hiro neben dem Notfall-Präparat Dexamethason auch das blutverdünnende Medikament Adalat zu verabreichen. Danach ging es ihm spürbar besser.</p>
<p><b> Irgendwie bekommen wir ihn schon runter </b></p>
<p>&#8222;Ich denke, wir haben ihn knapp von der Schippe geholt&#8220;, sagte Ralf. Er glaubt, dass Hiro jetzt selbstständig absteigen kann. &#8222;Ich werde ihn ans Seil nehmen, irgendwie bekommen wir ihn schon herunter.&#8220; Minimalziel ist der Nordsattel auf gut 7000 Metern. Nach Möglichkeit wollen die drei aber ins 6300 Meter hohe vorgeschobene Basislager der Normalroute auf dem östlichen Rongbuk-Gletscher absteigen.</p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Hiro hat offenbar ein Hirnödem]]></title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.dw.com/everest/?p=36" />
		<id>http://blogs.dw.com/everest/hiro-hat-offenbar-ein-hirnoedem/</id>
		<updated>2005-05-30T16:27:02Z</updated>
		<published>2005-05-30T16:27:02Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=36"><![CDATA[<p><img src="files/1117456575hiro.jpg" align="center"></p>
<p>Dramatische Entwicklung am Nordgrat: <a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=71" target="_blank"> Hiro</a> leidet offenbar an einem Höhen-Hirnödem. Morgens beim Aufbruch vom Nordsattel seien alle noch gut gelaunt und fit gewesen, sagte Ralf am Satellitentelefon. &#8222;Hiro hat richtig Gas gegeben, ich musste ihn bremsen.&#8220;</p>
<p><b> Hiros Zustand hat sich gebessert </b></p>
<p>Dann habe der 34-Jährige plötzlich rapide abgebaut und sei kaum noch ansprechbar gewesen. Im Zelt auf 7650 Metern Höhe habe Gerlinde Hiro das Notfall-Medikament Dexamethason gespritzt. &#8222;Hiros Zustand hat sich daraufhin spürbar gebessert. Er schläft jetzt, atmet ruhig, seine Pupillen sind wieder normal.&#8220; Jetzt gehe es darum, den Japaner wieder so weit aufzupäppeln, dass er am Dienstagmorgen absteigen könne. Ralf und Gerlinde haben weitere Dosen Dexamethason im Gepäck.</p>
<p><b> Daumen drücken und beten </b></p>
<p>Die Situation wird durch die Wetterlage verschärft. Derzeit schneit und stürmt es in 7650 Metern Höhe. &#8222;Wir müssen jetzt erst einmal das Chaos im Zelt beseitigen und dann viel trinken&#8220;, so Ralf. Sitaram und ich sind bestürzt. Wir können hier unten im Basislager nichts anderes tun als Daumen drücken &#8211; und beten. Für Dienstagmorgen haben Ralf und ich ein weiteres Telefonat verabredet. </p>
<p><b> 40 Prozent der Fälle enden tödlich </b></p>
<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hirn%C3%B6dem" target="_blank">Hirnödem</a> ist die gefährlichste der Höhenkrankheiten. Wegen Sauerstoffmangels tritt im Gehirn Flüssigkeit aus, das Gewebe schwillt an. Rund 40 Prozent der Fälle enden tödlich. Die Therapie: Dexamethason spritzen, wenn möglich Sauerstoff verabreichen und so schnell wie möglich absteigen. </p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Die Tschechen reisen ab]]></title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.dw.com/everest/?p=193" />
		<id>http://blogs.dw.com/everest/die-tschechen-reisen-ab/</id>
		<updated>2005-05-30T09:15:05Z</updated>
		<published>2005-05-30T09:15:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=193"><![CDATA[<p><img src="files/1117440611tschechen_.jpg" align="center"><br />
Doppelter Aufbruch: Während Gerlinde, Ralf und Hiro heute am Everest-Nordgrat bis auf 7500 Meter aufsteigen wollen, hat die tschechische Expedition den Heimweg angetreten. Auf 19 Yaks verstauten sie ihr Gepäck. &#8222;So etwas habe ich noch nie erlebt&#8220;, sagte Expeditionsleiter Josef Simunek. &#8222;Mehr als fünf Wochen waren wir hier und hatten nicht einmal drei Tage am Stück, an denen wir kontinuierlich am Berg arbeiten konnten.&#8220; </p>
<p><b> Slips mit Karabinerhaken </b></p>
<p>Simunek glaubt nicht an einen Gipfelerfolg Gerlindes, Ralfs und Hiros. &#8222;Dort oben stürmt es wieder mit knapp 100 Stundenkilometern. Sie werden absteigen, wenn sie nicht mit Erfrierungen zurückkommen wollen.&#8220; Der Expeditionsleiter der Tschechen genießt bei uns allerdings schon lange den Ruf eines Pessimisten. Er selbst verteidigte sich einmal mit den Worten: &#8222;Ein Pessimist ist ein gut informierter Optimist.&#8220;</p>
<p>Schmunzeln musste ich, als ich gestern zum Aussichtspunkt oberhalb des Basislagers aufstieg, um die Windfahne über dem Everest zu fotografieren. Ich traf Lucie und Pepino, zwei Mitglieder der tschechischen Expedition. Sie schossen Fotos für einen ihrer Sponsoren: einen Produzenten von Unterwäsche. Die beiden hatten an der einen Seite des Steinmanns am Aussichtspunkt eine traditionelle buddhistische Gebetsfahne aufgehängt &#8211; an der anderen eine Leine mit Unterhosen. Mangels Wäscheklammern waren die Slips mit Karabinerhaken befestigt. &#8222;Das wird dem Sponsor gefallen&#8220;, witzelte Pepino, &#8222;ist doch fast besser als ein Gipfelfoto, oder?&#8220; </p>
<p><b> Sauber ist relativ </b></p>
<p>Nun sind nur noch Sitaram und ich als Bewohner des Basislagers übrig geblieben. Wir gönnten uns eine &#8222;Dusche&#8220;: einen halben Eimer warmes Wasser für jeden. Das reichte bei mir, ungelogen, für eine doppelte Wäsche der fettigen Haare und einmaliges Abspülen des ganzen Körpers. Es verblieb sogar eine kleine Pfütze im Eimer &#8211; ein neuerlicher Beweis für Einstein: Sauber ist relativ. </p>
<p><a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_date&amp;Date=20.05.2005" target="_blank">Link zum Beitrag: Mangelware Wasser</a></p>
]]></content>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Wir werden es versuchen]]></title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.dw.com/everest/?p=34" />
		<id>http://blogs.dw.com/everest/wir-werden-es-versuchen/</id>
		<updated>2005-05-29T17:41:05Z</updated>
		<published>2005-05-29T17:41:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=34"><![CDATA[<p><img src="files/1117395652zzz.jpg" align="center"><br />
Die Prognosen wechseln so rasch wie der Wind. Gerlinde, Ralf und Hiro hatten gehofft, dass Wetterfrosch Charly Gabl die letzten Bedenken hinsichtlich ihres Gipfelversuchs am kommenden Mittwoch zerstreuen würde. Doch der Spezialist aus Innsbruck konnte ihnen diesen Gefallen nicht tun. Es werde am 1. Juni kein Unwetter am Mount Everest geben, so Gabl, doch eine exakte Vorhersage der Windgeschwindigkeit am 8850 Meter hohen Gipfel sei derzeit nicht möglich. Es gehe hin und her.</p>
<p><b> Alle mit Atemmaske </b></p>
<p>Die drei Bergsteiger, die nun bereits seit zwei Tagen am 7066 Meter hohen Nordsattel ausharren, wollen keinen weiteren Wetterbericht mehr einholen. &#8222;Wir werden es einfach versuchen&#8220;, sagt Ralf, &#8222;wenn der Wind zu stark bläst, müssen wir eben umkehren.&#8220; Gestern und heute seien Bergsteiger am Gipfel gewesen, alle mit Atemmaske. &#8222;Einer von ihnen sah nach 14 Stunden Auf- und Abstieg aus wie ein Toter: das Gesicht schwarz, voller Erfrierungen.&#8220;</p>
<p><b>Die Stimmung ist gut </b></p>
<p>Gerlinde, Ralf und Hiro wollen am Montag bis auf 7500 Meter aufsteigen und dort ihr Zelt aufschlagen. Für Dienstag ist ein weiteres Biwak in 8300 Metern Höhe geplant. Am Mittwoch wollen die drei dann das Dach der Welt erklimmen. &#8222;Die Stimmung ist gut&#8220;, meint Ralf, obwohl die Zeit auf dem Nordsattel an den Kräften gezehrt habe. An Schlafen sei bei dem Sturm kaum zu denken gewesen. Und Gerlinde ergänzt: &#8222;Wir haben jetzt richtig Platz im Zelt &#8211; weil wir immer dünner werden.&#8220; Die Everest-Diät, zur Nachahmung nicht empfohlen!</p>
<p><a href="http://www.adventureweather.com/forecasts/everestforecast.php" target="_blank">Tägliche Wetterprognose für den Mount Everest (engl.)</a></p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
					</author>
		<title type="html"><![CDATA[Kleiner Lagerkoller]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/kleiner-lagerkoller/</id>
		<updated>2005-05-29T09:05:04Z</updated>
		<published>2005-05-29T09:05:04Z</published>
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		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=191"><![CDATA[<p><img src="files/1117347008koller.jpg" align="center"></p>
<p>Zwei Wochen vorgeschobenes Basislager, 14 Tage dünne Luft, schlechter Schlaf, wenig Hygiene, viel Staub und Wind &#8211; Zeit für den Lagerkoller? Augenblicklich sitze ich alleine hier, hätte also niemand, an dem ich den Koller auslassen könnte &#8211;  außer vielleicht an den Schneehühnern. </p>
<p><b> Fast wie im Sanatorium </b></p>
<p>Gerlinde, Ralf und Hiro warten noch einmal 1500 Meter höher am Everest-Nordsattel auf ihren Gipfelversuch. <a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=85" target="_blank">Sitaram</a> kehrt erst am Nachmittag aus dem schrecklich-schönen &#8222;Chinese Basecamp&#8220; zurück. Aber habe ich überhaupt ein Recht auf Koller? </p>
<p>Mein Tagesablauf ist doch geregelt: 5 Uhr Wecken durch die Schneehühner, zwei Stunden Dösen, Frühstück, Füttern der Internet-User, Lesen oder Gespräche, 12 Uhr Mittagessen, eine Stunde Dösen, ein bis drei Telefonate, Füttern der Internet-User, Lesen oder Gespräche, 18 Uhr Abendessen, Lesen oder Gespräche, Nachtruhe gegen 20.30 Uhr. Kein Stress, kein Fernsehen, kein Sex, kein Alkohol (das chinesische Wasser-Bier zählt nicht). So solide habe ich nicht mehr gelebt, seit ich eingeschult wurde. Fast wie im Sanatorium.</p>
<p><b> Ewige Gleichförmigkeit </b></p>
<p>Aber vielleicht lässt gerade diese Gleichförmigkeit die Koller-Kugeln rollen: Wenig bis nichts geschieht! Immer das selbe Zelt! Die selben vor Dreck stehenden Klamotten! Die selben Berge! Die selbe dünne Luft! Die selben dummen Schneehühner! Hilfe, ich will nach Hause!</p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Keine Ruhetage mehr]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/keine-ruhetage-mehr/</id>
		<updated>2005-05-28T16:54:05Z</updated>
		<published>2005-05-28T16:54:05Z</published>
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		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=32"><![CDATA[<p><img src="files/1117306348route_.jpg" align="center"><br />
Gerlinde, Ralf und Hiro haben das schwere Gewitter der vergangenen Nacht in ihrem  Leichtzelt auf dem 7066 Meter hohen Everest-Nordsattel überstanden. &#8222;Das war brutal&#8220;, sagte Ralf am Satellitentelefon. Stundenlang hätten sie nicht einschlafen können. Immer wieder diese grellen Blitze! </p>
<p><b> &#8222;Wir versuchen es&#8220; </b></p>
<p>Ralf steht in ständigem Telefonkontakt zu Charly Gabl, dem Wetterfrosch aus Innsbruck. Der empfiehlt nun den 2. Juni als optimalen Gipfeltag. &#8222;So lange können wir hier in dieser Höhe aber nicht warten&#8220;, so Ralf, &#8222;wir versuchen es am Mittwoch, dem 1. Juni.&#8220;</p>
<p>Auch das bedeutet für die drei Bergsteiger keinen weiteren &#8222;Ruhetag&#8220; am Nordsattel. In gut 7000 Metern Höhe erholt sich der Körper nicht mehr. Jeder Tag zehrt an den Kräften. Sollte Charly Gabl seine Prognose am Sonntag nicht noch umwerfen, wollen Gerlinde, Ralf und Hiro am Montag auf der tibetischen Normalroute Richtung Gipfel aufbrechen. Zwei Biwaks sind eingeplant. </p>
<p><b> Proviant aufgestockt </b></p>
<p>Ihren eigentlich nur auf fünf Tage ausgelegten Proviant haben die Bergsteiger inzwischen aufgestockt. Hiro traf am Nordsattel einen Sherpa, den er aus alten Zeiten kannte. Der versorgte ihn mit weiteren Lebensmitteln und Gas. Der geänderte Terminplan für den Gipfelversuch verlängert auch unseren Aufenthalt im vorgeschobenen Basislager. Sitaram, unser Koch, hat sich auf den Weg hinunter ins chinesische Basislager gemacht, um dem Verbindungsoffizier mitzuteilen, dass wir die Yaks für den Rücktransport erst einen Tag später als ursprünglich geplant benötigen.</p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Nichts wie raus]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/nichts-wie-raus/</id>
		<updated>2005-05-28T09:26:03Z</updated>
		<published>2005-05-28T09:26:03Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=189"><![CDATA[<p><img src="files/1117266492zelt1.jpg" align="center"></p>
<p>Gegen Mitternacht wachte ich von einem Mordsknall auf. Ich konnte das Geräusch erst nicht einordnen, dachte, es habe sich an einem der Berge ein Fels gelöst, der nun talwärts donnere. Nichts wie raus! Wenn du überhaupt eine Chance hast, dann außerhalb des Zelts. </p>
<p><b> Plötzlich taghell </b></p>
<p>Ich liebe meinen Daunenschlafsack, wenn mir kalt ist. Ich hasse ihn, wenn ich schnell hinausschlüpfen will. Natürlich hatte sich im Reißverschluss, den ich bis zum Anschlag, also bis zum Ohr zugezogen hatte, Stoff verklemmt. Ich saß in der Falle, aus der ich mich erst nach cirka 20 Sekunden befreien konnte. </p>
<p>Als ich das Zelt öffnete, wusste ich, dass es zu spät war. Der Fels-Kelch (oder was immer es auch gewesen sein mochte) war an mir vorübergegangen. Ich atmete einmal tief durch und schaute mich um. Nichts schien verändert. Plötzlich wurde es taghell. Am Himmel entlud sich ein Riesenblitz. Jetzt erst konnte ich den Knall von vorhin einordnen. Kein Steinschlag, kein Felssturz, ein simpler Donner hatte mich aus dem Schlaf gerissen.</p>
<p><b> Nichts für Knall-Traumatiker </b></p>
<p>In grauer Vorzeit meine ich in Physik gelernt zu haben, dass nicht nur Autos, sondern auch Zelte &#8222;Faradaysche Käfige&#8220; sind, in denen einem Blitze nichts anhaben können. Also wieder hinein in die Plastikhütte! </p>
<p>Die nächste halbe Stunde war nichts für Knall-Traumatiker. Es blitzte und donnerte im Minutentakt, der Krach wurde durch die Felswände der Bergriesen ringsherum dutzendfach verstärkt. Dann ein kleiner Schnee-Schauer &#8211; und Ruhe.  Nicht einmal eine kleine Windböe rüttelte mehr am Zelt. So unheimlich mir der Krach zuvor gewesen war, so seltsam erschien mir nun die Stille. Wieder entwand ich mich dem Daunenschlafsack, diesmal ohne mich mit dem Reißverschluss anzulegen. </p>
<p><b> Dünne Schneeschicht </b></p>
<p>Am Himmel leuchteten wieder die Sterne, als wäre nichts gewesen. Ich konnte doch nicht geträumt haben. Nein! Eine dünne Schneeschicht hatte sich über das Basislager gelegt. Ich dachte an Gerlinde, Ralf und Hiro in ihrem Leichtzelt in gut 7000 Metern Höhe auf dem Nordsattel am Everest. Donnerwetter, war das ein Gewitter!</p>
<p><a href="http://everest-blog.dw.com/everest-blog/index.php?section=news_detail&amp;NewsID=93" target="_blank">Die Schneehühner</a> haben Donner und Blitz übrigens unbeschadet überstanden. Heute morgen versammelten sie sich wieder neben meinem Zelt: &#8222;Hast Du den Trottel gesehen, wie er aus dem Zelt gestürzt ist?&#8220;  &#8222;Ich habe mich vor Lachen geschüttelt… Komm, wir wecken ihn, zwo, drei&#8220;</p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[War das ein Sturm!]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/war-das-ein-sturm/</id>
		<updated>2005-05-27T18:14:04Z</updated>
		<published>2005-05-27T18:14:04Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=30"><![CDATA[<p>Eigentlich haben wir uns für zwölf Uhr verabredet. Also steige ich vom Basislager hinauf zum Aussichtspunkt, um mit Ralf per Satellitentelefon Kontakt aufzunehmen. Der Termin verstreicht, ohne das es klingelt. Ich wähle Ralfs Nummer. Eine männliche Automatenstimme empfiehlt mir, es später noch einmal zu versuchen.</p>
<p><b> Telefonieren unmöglich</b></p>
<p>Ich blicke Richtung Mount Everest. Die Wolken jagen von Westen nach Osten. Bei diesem Sturm wollen die drei den Chang La, den Nordsattel, erklettern. Ich stelle mir vor wie sie sich die Eisspalte hochzwängen. Telefonieren unmöglich! Ich kehre zum Basislager zurück. Hier bläst es auch ordentlich, doch sicher kein Vergleich mit dem Windkanal dort oben. </p>
<p>Anderthalb Stunden später klingelt das Telefon. Ralf meldet sich vom Nordsattel: &#8222;War das ein Sturm! Geschwindigkeiten um die 80 Stundenkilometer. Der Wind hat uns fast von den Beinen geholt.&#8220; Die Gletscherspalten im unteren und das Blankeis im oberen Bereich der Route seien nicht ohne gewesen, aber am meisten hätten sie mit dem Wind gekämpft.</p>
<p><b> &#8222;Das ist der Abschaum!&#8220; </b></p>
<p>Ralf ist tief beeindruckt von dem Anblick, der sich ihm am Nordsattel in 7066 Metern Höhe bietet: &#8222;So etwas habe ich noch nie gesehen. Zelt an Zelt, nur dreißig Zentimeter dazwischen.&#8220; Überall lägen menschliche Extremente herum, da sei es schwer, einen halbwegs sauberen, windgeschützten Platz für ihr Minizelt zu finden. &#8222;Das ist der Abschaum!&#8220; Ich frage ob noch viele Bergsteiger auf den Gipfel wollten. Ralf antwortet, es kämen noch einige vom Basislager auf dem östlichen Rongbuk-Gletscher herauf. Wir verabschieden uns.</p>
<p><B> Wir müssen warten</b></p>
<p>Drei Stunden später der nächste Anruf. Ralf hat gerade mit Charly Gabl telefoniert, dem Wetterfrosch aus Innsbruck. Er hat die Prognose für den vermeintlichen Gipfeltag 30. Mai revidiert. Der Wind werde stärker blasen. Zu stark für einen Aufstieg ohne zusätzlichen Sauerstoff. Erst am 1. Juni werde der Wind nachlassen.</p>
<p>Nun wollen Gerlinde, Ralf und Hiro in ihrem Zelt am Nordsattel den nächsten Wetterbericht Gabls am Samsatg abwarten. Und wir dachten, die Zeit des Wartens sei vorbei.  </p>
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		<author>
			<name>Stefan</name>
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		<title type="html"><![CDATA[Nordwand: Risiko zu hoch]]></title>
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		<id>http://blogs.dw.com/everest/nordwand-risiko-zu-hoch/</id>
		<updated>2005-05-27T09:16:05Z</updated>
		<published>2005-05-27T09:16:05Z</published>
		<category scheme="https://blogs.dw.com/everest" term="Uncategorised" />		<summary type="html"><![CDATA[ [&#8230;]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="https://blogs.dw.com/everest/?p=187"><![CDATA[<p><img src="files/1117183862berg.jpg" align="center"><br />
Aus der Traum von der Nordwand des Mount Everest. Schweren Herzens haben Gerlinde, Ralf und Hiro ihren Plan begraben, den höchsten Berg der Erde über die so genannte &#8222;Supercouloir-Route&#8220; zu besteigen. </p>
<p>Noch einmal hatten die drei Bergsteiger am Wandfuß in gut 6000 Metern Höhe die Bedingungen studiert und diskutiert. Ihr Fazit: Das Risiko ist zu groß. &#8222;Es wäre Harakiri, in die Wand einzusteigen&#8220;, sagte Ralf am Satellitentelefon. Wegen der derzeit hohen Temperaturen müssten sie im unteren Teil ständig mit Lawinen und Steinschlag rechnen. </p>
<p><b>Schicksal nicht herausfordern</b></p>
<p>Ausschlaggebend für die Entscheidung seien allerdings die unklaren Windverhältnisse gewesen. Wenn der Wind am geplanten Gipfeltag, dem 30. Mai, am Westgrat in weit über 8000 Metern Höhe nur etwas schneller blase als mit den vorhergesagten 40 Stundenkilometern, sei die Besteigung ohne zusätzlichen Sauerstoff unmöglich.</p>
<p>Genausowenig könnten sie dann bei den derzeitigen Verhältnissen einfach umkehren. In diesem Falle steckten sie in der Falle &#8211; zumal für den nächsten Tag wieder weit höhere Windgeschwindigkeiten zu erwarten seien. &#8222;Wir hatten im vergangenen Jahr am Achttausender Annapurna Riesenglück&#8220;, so Ralf, &#8222;wir wollen das Schicksal nicht ein weiteres Mal herausfordern.&#8220; </p>
<p><b>Neue Route</b></p>
<p>Gerlinde, Ralf und Hiro wollen nun versuchen, vom Fuß der Nordwand seitlich über eine steile Eiswand zum Chang La, dem Everest-Nordsattel, aufzusteigen. Die Route wurde 1938 von einer englischen Expedition erstbegangen. &#8222;Im unteren Teil&#8220;, sagt Ralf, &#8222;ist das Gelände sehr spaltenreich. Darüber warten 500 Höhenmeter blankes Eis.&#8220;</p>
<p>Sollte es den drei Bergsteigern gelingen, diese Klippe zu überwinden, würden sie vom 7100 Meter hohen Nordsattel aus versuchen, über die tibetische Normalroute den Gipfel zu erreichen &#8211;  sicherlich nicht ihre Traumvariante, doch ohne Atemmasken und bei den unbeständigen Wetterverhältnissen aller Ehren wert.</p>
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