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	<title>E-Learning &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Bildung durch das Internet alleine reicht nicht!</title>
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		<pubDate>Thu, 31 May 2012 18:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1661" aria-labelledby="figcaption_attachment_1661" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-002.jpg" rel="lightbox[1667]"><img class="size-medium wp-image-1661" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-002-300x225.jpg" alt="Kathrin Biegner " width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-002-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-002-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Studieren ohne Rechner - das kann ich mir nicht vorstellen</p></div>
<p>Emmy hat in einem ihrer <a title="Smart Learning – Unterricht mit Handy und Internet " href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1433" target="_blank">Beiträge </a>über E-Learning in Kenia geschrieben. Auch in Deutschland verändert das Internet die Art und Weise, wie man sich bildet, wie man lernt und  wie gelehrt wird.</p>
<p>Ich selbst nutze viele Internetseiten, um Vokabeln zu suchen und zu lernen. In meinem Spanischkurs an der Uni hatte jede Woche eine andere Person die Aufgabe die aktuellen Vokabeln auf der Website „Vokker“ einzutragen. Alle Kursmitglieder hatten dann Zugriff darauf und konnten so von zu Hause aus weiter lernen.</p>
<p>Generell kann ich mir nicht vorstellen, wie mein Studium ohne Internet ausgesehen hätte. Ich habe mir ziemlich schnell einen Laptop gekauft und dann während der Vorlesungen direkt auf dem Computer mitgeschrieben. Nach den Vorlesungen haben die Professorinnen und Professoren meist ihre Power Point Präsentationen auf eine Uni-Plattform im Internet geladen, wo wir sie uns herunterladen konnten. Das war praktisch, wenn man eine Vorlesung verpasst hat – oder vor den Prüfungen alles noch einmal wiederholen wollte.</p>
<p><span id="more-1667"></span></p>
<p>Dass die Nutzung moderner Medien nicht unbedingt eine Frage des Alters ist, hat einer meiner Amerikanistik-Professoren bewiesen: Er ist bereits emeritiert, war aber derjenige, der sich am meisten dafür eingesetzt hat, dass seine Vorlesungen von einem der Studierenden aufgenommen wurden und anschließend für alle als MP3-Datei auf unsere Uni-Plattform geladen wurde. Mit unserem Passwort konnten wir uns die Dateien dann einfach dort runterladen. Vor meinen Abschlussklausuren habe ich mir alle Dateien noch einmal angehört – auch beim Joggen. Ich fand es toll, einmal nicht im Sitzen lesen zu müssen und trotzdem etwas für die Uni tun zu können.</p>
<p>Natürlich hat das alles auch Nachteile: Manchmal habe ich keinen Sinn darin gesehen, Vorlesungen mitzuschreiben, da die Dozenten genau das vorgelesen haben, was auf ihren Folien stand. Das hat viele Veranstaltungen ganz schön langweilig gemacht. Deshalb finde ich es wichtig, dass auch Professorinnen und Professoren Kurse belegen, in denen sie lernen, wie man neue Medien am besten einsetzt.</p>
<p>Dann gab es auch solche Tage, an denen ich keine Lust oder einen anderen Termin hatte und deshalb nicht zu der</p>
<div id="attachment_1663" aria-labelledby="figcaption_attachment_1663" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-001.jpg" rel="lightbox[1667]"><img class="size-medium wp-image-1663" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-001-300x225.jpg" alt="Kathrin Biegner" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-001-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Kathrin-001-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Ich nutze das Internet auch für das Lernen von Sprachen</p></div>
<p>Vorlesung gegangen bin. Doch ich fand es schwierig, zu Hause 90 Minuten Zeit einzuräumen, um eine Vorlesung wirklich durchgängig konzentriert zu verfolgen. Es ist doch etwas anderes mit Kommilitonen im Hörsaal zu sitzen, mit ihnen danach noch zu quatschen und den Dozenten direkt Fragen stellen zu können.</p>
<p>Gleichzeitig liebe ich diese neuen Möglichkeiten und denke, dass das Internet und die neuen Medien generell auch mehr Menschen Bildung zugänglich machen. Auch Vorlesungen aus Yale konnte ich mir über das Internet schon anschauen! Doch bei meiner Arbeit mit Schülern, merke ich immer wieder, dass es Vorwissen braucht, um das was es im Internet gibt, zu verstehen und einordnen zu können. Deshalb ersetzt meiner Meinung das Internet ein gutes Bildungssystem nicht, sondern ergänzt es.</p>
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		<title>Smart Learning – Unterricht mit Handy und Internet</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1433</link>
		<pubDate>Sat, 26 May 2012 11:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Emmy | Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[IKT]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiltelefon]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterrichtsmethoden]]></category>

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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1441" aria-labelledby="figcaption_attachment_1441" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01161.jpg" rel="lightbox[1433]"><img src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01161-e1337960133864-225x300.jpg" alt="Foto: Emmy Chirchir" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1441" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01161-e1337960133864-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01161-e1337960133864-768x1024.jpg 768w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01161-e1337960133864.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">Smart mit smartem Handy</p></div>
<p>„Hey, hast Du schon diese neue App, mit der man Geld vom Bankkonto aufs Handy überweisen kann?&#8220;<br />
&#8222;Du meinst, ich kann meine Stromrechnung jetzt mit meinem Handy bezahlen?“<br />
„Hat Dein Handy eine Doppel-SIM?“</p>
<p>Mit dieser Art von Gesprächen empfingen mich meine Freunde, als ich nach einem zweijährigen Auslandsstudium in Deutschland zurück nach Hause kam. </p>
<p>Es hat sich viel geändert. Von dem, was ich gelesen habe, ist Kenia mittlerweile wegweisend was die Informations- und Kommunikationstechnologien angeht, insbesondere hinsichtlich der Mobiltelefon-Technologie.<span id="more-1433"></span></p>
<p>In Kenia wurden zahlreiche, innovative Handy-Anwendungen entwickelt. Von Mobile Banking (MPESA) über Crowd Sourcing (Ushahidi), bis hin zu Anwendungen, die es möglich machen, die Verwendung von öffentlichen Geldern nach zu verfolgen. Das Präfix M (für mobile) ist heutzutage ziemlich in Mode. </p>
<p>Ich persönlich verwende die neuen Technologien leidenschaftlich gerne, insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit. </p>
<p>Derzeit nehme ich an einer E-Learning-Afrika-Konferenz in Cotonou, Benin teil, die am 23. Mai begonnen hat. Mittlerweile sind wir in Afrika besser vernetzt, da immer mehr Menschen Zugang zum Internet haben. Durch die Möglichkeit des E-Learnings hat auch der Bildungssektor große Fortschritte gemacht. </p>
<div id="attachment_1439" aria-labelledby="figcaption_attachment_1439" class="wp-caption alignright" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01151-e1337960414153.jpg" rel="lightbox[1433]"><img src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01151-e1337960414153-225x300.jpg" alt="Foto: Emmy Chirchir" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-1439" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01151-e1337960414153-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01151-e1337960414153-768x1024.jpg 768w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/IMG_01151-e1337960414153.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">Wissensvermittlung im Internet</p></div>
<p>Beim E-Learning-Bericht 2012 haben 71 Prozent der Befragten angegeben, im Unterricht mit Informations- und Kommunikationstechnologien zu arbeiten (sogenanntes IKT-gestütztes Lernen). Und 48 Prozent benutzen ihr Handy für Bildungszwecke.</p>
<p>IT ist aus keinem Bereich mehr wegzudenken, besonders nicht aus dem Bildungssektor. Meine jüngeren Geschwister beispielsweise sind mit einem Mobiltelefon aufgewachsen. Diese Generation kann sich ein Leben ohne Handys und Computer gar nicht mehr vorstellen.</p>
<p>2009 war ich als Lehrerin für Deutsch und Sonderpädagogik an einer privilegierten Schule in Uptown Nairobi. Was den Gebrauch von IT angeht, sind dort sowohl die Lehrer als auch die Schüler ziemlich weit vorn. Insbesondere als Sprachlehrerin animierte mich das neue kreative Lernmethoden in den Unterricht einzubeziehen, wie beispielsweise Videos, Audios und Bilder.</p>
<p>In dieser Schule habe ich auch gelernt, wie man mit dem SmartBoard umgeht, eine interaktive Tafel, die mit einem Computer verbunden ist. Das SmartBoard funktioniert wie ein Touch-Screen, auf dem man scrollen und klicken kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Schüler dadurch aktiver am Unterricht teilnehmen können. Und wie sie Teil einer globalen Plattform sein können, in dem sie in Online-Foren über Unterrichtsinhalte diskutieren. Den Schülerinnen und Schüler wird an dieser Schule wirklich die ganze Bandbreite der modernen Informationsvermittlung geboten. Mit den vielen neuen, technischen Möglichkeiten haben sie praktisch die ganze Welt in ihrem Klassenzimmer zu Besuch. Dadurch erlernen sie eine unglaubliche Weit- und Weltsicht.</p>
<p>Diese neuen Unterrichtsmethoden kosten natürlich viel Geld und funktionieren nur, wenn es eine gute Internetverbindung gibt. Und das ist natürlich ein Problem, weil sich viele Schulen und Schüler das gar nicht leisten können. Besonders im ländlichen Afrika sind die Kosten für eine Internetverbindung recht hoch, wenn es denn überhaupt eine gut funktionierende gibt. Und auch wenn es mittlerweile recht günstige Smartphones auf dem Markt gibt, so gibt es immer noch viele Menschen, die keinen Laptop oder internetfähiges Gerät haben.</p>
<p>Dies ist ein sehr interessantes Thema und ich werde weiterhin die E-Learning-Konferenz in Benin verfolgen, die am 27. Mai endet &#8211; und bis dahin noch mehr darüber erfahren, wie Schulen heutzutage die neuen Technologien nutzen.</p>
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		<title>Hat man jemals ausgelernt?</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1101</link>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 14:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1111" aria-labelledby="figcaption_attachment_1111" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Bookshop-books-for-any-age.jpg" rel="lightbox[1101]"><img class="size-medium wp-image-1111" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Bookshop-books-for-any-age-300x198.jpg" alt="Detail eines Büchertisches einer russischen Buchhandlung" width="300" height="198" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Bookshop-books-for-any-age-300x198.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Bookshop-books-for-any-age.jpg 773w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lebenslanges Lernen - ob mit Büchern oder mit Hilfes des Internets!</p></div>
<p>Mit einem Universitäts-Abschluss in der Tasche startet man ins Arbeitsleben, denn das Thema Bildung ist damit abgehackt (zumindest bis die eigenen Kinder in den Kindergarten kommen) – so denken zumindest viele in Russland. Nach der Universität hat man ausgelernt, findet einen Job und das Leben nimmt seinen Lauf. Manchmal diskutiere ich mit meinen Freunden darüber und freue mich dann, dass einige in meiner Generation einen modernen Ansatz verfolgen: Wir finden es wichtig, niemals mit dem Lernen aufzuhören und auch als Berufstätige Kurse und Seminare zu belegen oder zumindest häufiger mal den Job zu wechseln.<span id="more-1101"></span></p>
<p>Ich bin der Meinung, dass der traditionelle Bildungsweg – Kindergarten, Schule, Universität – nicht alles sein kann. Dieser herkömmliche Bildungsweg ist zwar allgemein akzeptiert und der Staat stellt diesen mehr oder minder zur Verfügung (allerdings gibt es hier auch einige Probleme, von denen ich in meinem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=651">zweiten</a> und <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=869">dritten</a> Eintrag berichtet habe).</p>
<div id="attachment_1107" aria-labelledby="figcaption_attachment_1107" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Home-library.jpg" rel="lightbox[1101]"><img class="size-medium wp-image-1107" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Home-library-209x300.jpg" alt="Regale voller Bücher in einer kleinen Haus-Bibliothek (Foto: Pavel Mylnikov)." width="209" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Home-library-209x300.jpg 209w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Home-library-714x1024.jpg 714w" sizes="(max-width: 209px) 100vw, 209px" /></a><p class="wp-caption-text">Konventioneller Hort des Wissens</p></div>
<p>Was aber ist die Alternative? Die Antwort ist simple: eigenverantwortliche Fortbildung! Es gibt so vieles, was man noch lernen kann! Früher ging man dafür in die Bibliothek, aber seit die Internetverbindungen in Russland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und sich verbessert haben, nutzen die meisten Menschen lieber Internetdatenbanken als riesige Säle mit Büchern darin. Schließlich ist unser Leben dank des Internets viel dynamischer geworden. Die meisten Bibliotheken haben sich leider bisher nicht daran angepasst – einige stellen beispielsweise noch mit einmal eine Internetverbindung zur Verfügung oder sie beziehen keine oder nicht genügend fremdsprachige Fachmagazinen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Bibliotheken werden nicht als Hort der Aufklärung verstanden, sondern als ein Ort, an dem man ein Buch abholt und sich mit diesem mehrere Tage beschäftigt.</p>
<p>Ich finde das wirklich schade und es ist daher auch kein Wunder, dass Bibliotheken fast nur von Schülern und Senioren genutzt werden &#8211; Berufstätige suchen sich etwas Zweckmäßigeres. Beispielsweise den Wissensreichtum im Internet, der besonders dann vielversprechend ist, wenn man eine Fremdsprache gut beherrscht (und auch den dazugehörigen Wortschatz des jeweiligen Interessensgebietes wie Medizin oder Wirtschaft) und einen guten Internet-Anschluss hat (auf dem Land ist das in Russland leider oft nicht der Fall).</p>
<div id="attachment_1113" aria-labelledby="figcaption_attachment_1113" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Online-lecture-on-Model-Thinking.jpg" rel="lightbox[1101]"><img class="size-medium wp-image-1113" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Online-lecture-on-Model-Thinking-300x208.jpg" alt="Laptop mit einem Online-Kurs (Foto: Pavel Mylnikov)." width="300" height="208" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Online-lecture-on-Model-Thinking-300x208.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Online-lecture-on-Model-Thinking-1024x710.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Klick Dich schlau - Fortbildung im Internet</p></div>
<p>Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, liegt Dir die ganze Welt zu Füßen! Allerdings richten sich die meisten Onlinekurse an Akademiker. Diese Kurse werden vor allem von bekannten Auslandsuniversitäten angeboten, die meisten Universitäten in meinem Land sehen ihren Internetauftritt nur selten als eine zusätzliche Möglichkeit für Wissensvermittlung an. Für Schüler gibt es solche Programme bisher nicht, zumindest nicht in Russland.</p>
<p>Vereine oder Wissensgesellschaften außerhalb der Schule oder des staatlichen Bildungssystems sind eine weitere gute Fundgrube der Wissensvermittlung. Das einzige Limit sind die eigenen Interessen! Meine Freunde beispielsweise haben einen eigenen Buchladen und bieten dort Seminare für Literatur-Fans an – sie laden Dichter oder Professoren ein und im Publikum sitzen nicht nur Jugendliche, sondern ganze Familien!</p>
<p>Also nicht vergessen: Es geht nicht darum, sich fürs Leben zu bilden, sondern sich lebenslang zu bilden. Unabhängig vom Alter, Einkommen oder sozialen Umfeld.</p>
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