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	<title>Freizeit &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Russische Jugendclubs: Mitmachen oder selbst gründen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2012 14:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Unseld]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1491" aria-labelledby="figcaption_attachment_1491" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-member-of-youth-sport-club.jpg" rel="lightbox[1481]"><img class="size-medium wp-image-1491" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-member-of-youth-sport-club-283x300.jpg" alt="Ein Mitglied eines Jugendsportclubs (Foto: Pavel Mylnikov)" width="283" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-member-of-youth-sport-club-283x300.jpg 283w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-member-of-youth-sport-club.jpg 662w" sizes="(max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a><p class="wp-caption-text">Dabeisein ist alles: Ob beim Sport ...</p></div>
<p>In ihrem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1073">Eintrag</a> erwähnte Kathrin deutsche Vereine, in denen junge Menschen die Möglichkeit haben, ihren Interessen nachzugehen, um Sport zu machen, etwas Neues zu lernen oder zusätzliche Fähigkeiten zu erlangen. Ich finde das Thema interessant, da ich selbst auch Wege suche, ein wenig Extra-Bildung in meinem Leben unterzubringen.</p>
<p>Es gibt zwar in jeder Generation junge Menschen, die nicht besonders scharf darauf sind, mehr als nötig zu lernen, aber die Mehrheit der Menschen, mit denen ich arbeite und spreche, will unbedingt weiter studieren und einen Abschluss erlangen. Das Problem ist, dass das konventionelle Bildungsmodell ihre Bedürfnisse nicht befriedigen kann, da es mit der weltweiten Entwicklung nicht mithalten kann.<span id="more-1481"></span></p>
<div id="attachment_1493" aria-labelledby="figcaption_attachment_1493" class="wp-caption alignright" style="width: 225px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-small-concert.jpg" rel="lightbox[1481]"><img class="size-medium wp-image-1493" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-small-concert-225x300.jpg" alt="Ein kleines Konzert (Foto: Pavel Mylnikov)" width="225" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-small-concert-225x300.jpg 225w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-small-concert-768x1024.jpg 768w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-small-concert.jpg 1536w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p class="wp-caption-text">... beim gemeinsamen Musizieren</p></div>
<p>Für die meisten Menschen sind Schule, Uni oder Job einfach nicht genug. Menschen haben ein natürliches Verlangen, ungewöhnliche und neue Dinge zu erleben. Zum Beispiel im Rahmen eines Hobbys oder in Kursen, die über das hinaus gehen, was sie an der Schule oder Universität lernen. Ich hatte zum Beispiel Zeichen- und Klavierunterricht als ich ein Kind war, aber nach einigen Monaten merkte ich, dass das nicht mein Fall war. Schließlich ist der Wunsch der Eltern, was die Ausbildung des Nachwuchses anbelangt, nicht immer gerade das, was das Kind auch selbst will! Meine Schwester dagegen besuchte den ersten Kurs weiter. Heute ist sie eine gute Künstlerin und studiert Design, während ich mich auf Sprachen und Wirtschaft konzentriert habe.</p>
<p>Die Sache ist die: Vor etwa dreißig Jahren hatten wir eine staatliche Jugendorganisation, die Sommercamps organisierte und hauptsächlich dafür verantwortlich war, den Jugendlichen in ihrer freien Zeit etwas zu tun zu geben. Das klingt vielversprechend, die Kehrseite war aber, dass der Staat so viel Kontrolle über das Leben der Bürger haben wollte, dass es neben den staatlichen Organisationen praktisch keine anderen Vereine gab. Heute ist die Situation genau anders herum. Das Angebot an privaten Kursen ist ausreichend, auch wenn manche nur in den großen Städten zugänglich sind. Aber nicht jede Familie kann extra Unterricht leisten. Die beste Lösung, wenn man merkt, dass etwas fehlt, wofür man sich interessiert: Organisiere es selbst und erzähle deinen Freunden davon, die es ebenfalls weitersagen und so weiter.</p>
<div id="attachment_1495" aria-labelledby="figcaption_attachment_1495" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Board-games1.jpg" rel="lightbox[1481]"><img class="size-medium wp-image-1495" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Board-games1-300x225.jpg" alt="Brettspiele (Foto: Pavel Mylnikov)" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Board-games1-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Board-games1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">... oder beim Spieleabend mit Freunden</p></div>
<p>So gründeten Freunde von mir einen Buchladen, in dem regelmäßig Vorträge über Kunst, Literatur und Poesie stattfinden – Veranstaltungen, die es in einer typischen Schule nicht immer gibt. Dank dieses Clubs fand ich Menschen, mit ähnlichen Interessen, erweiterte meinen Horizont, und erlangte dabei neue Fähigkeiten. Es ist fantastisch, mit Freunden einen gemütlichen Abend zu verbringen &#8211; versunken in Brettspielen oder beim Lesen eines erfolgversprechenden Autoren, der in Russland noch kaum bekannt ist.</p>
<p>Solche Aktivitäten fördern natürlich eher die geistigen Entwicklung. Genau so wichtig finde ich körperliche Aktivitäten, um ein ausgeglichener Mensch zu sein. Dafür gibt es eine gute Auswahl an Sportvereinen, wenn man sich die Vereinsgebühr leisten kann. Ich glaube zum Beispiel, dass Motorrad- oder Autorennen bei den Jugendlichen beliebt sein könnten – schließlich fahren russische Fahrer bei bekannten Rennmeisterschaften mit. Aber die Infrastruktur – zumindest in unserer Region – muss ausgebaut werden. Je mehr Vereine und Clubs es in einer Stadt gibt, desto besser für Jugendliche und Schüler! Diese Angebote tragen dazu bei, eine aufgeschlossene Generation zu schaffen, die Erfahrungen mit unterschiedlichen Situationen hat und dadurch einfacher in der Lage ist, Lösungen für Probleme zu finden.</p>
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		<title>Nach der Schule: Ab in den Verein!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 09:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pfadfinder]]></category>
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<div id="attachment_1083" aria-labelledby="figcaption_attachment_1083" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Foto-17.05.12-19-25-25.jpg" rel="lightbox[1073]"><img class="size-medium wp-image-1083 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Foto-17.05.12-19-25-25-300x225.jpg" alt="Pfadfinder am Lagerfeuer (Foto: Kathrin)." width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Foto-17.05.12-19-25-25-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Foto-17.05.12-19-25-25-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Pfadfinder: Gemeinschaft außerhalb der Schule erleben</p></div>
<p>Auch außerhalb der Schule und Universität habe ich sehr viel gelernt: Schwimmen, Turnen, Spielen, Tanzen. Das alles konnte ich in Vereinen in Deutschland mit anderen Kindern gemeinsam in meiner Freizeit lernen. Da während meiner Schulzeit der Unterricht nur halbtags war, hatten wir nachmittags frei. Und so haben wir uns dann einfach zum Spielen getroffen oder sind eben zu verschiedenen Vereinen in unserem Ort gegangen. Im Turnverein zum Beispiel haben meine Freunde und ich viele tolle Stunden erlebt: Ob es um Sport ging oder das Sommerzeltlager in den Schulferien.<span id="more-1073"></span></p>
<p>Ich habe hier viele tolle Leute kennengelernt, so dass ich mich in der Gemeinschaft unseres Heimatorts immer sehr verwurzelt gefühlt habe. Immer wieder hört man, dass Kinder aus bildungsfernen und ärmeren Familien in Deutschland seltener in Sport- oder Musikvereine gehen als solche aus besser situierten Familien. Dabei kann man in Vereinen so viel lernen, nicht nur über Kultur, Sport, Natur oder Politik, sondern auch wie man miteinander umgeht. Eigentlich gibt es für Vereine keine Zugangsvoraussetzungen, anders als zum Beispiel in Schulen, wo man einen bestimmten Notendurchschnitt braucht. Im Vereinsleben besteht also die Möglichkeit, eine Gemeinschaft zu bilden, die über verschiedene Schichten und Herkunftsländer hinweg wirkt. Auch die Mitgliedsgebühren sind oft sehr niedrig oder werden bei finanziellen Problemen bezuschusst oder erlassen.</p>
<div id="attachment_1307" aria-labelledby="figcaption_attachment_1307" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/neu.jpg" rel="lightbox[1073]"><img src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/neu-300x225.jpg" alt="Gruppenbilung bei den Pfadfindern (Foto: Kathrin Biegner)." width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1307" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/neu-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/neu-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vertrauenbilden in der Gruppe bei den Pfadfindern</p></div>
<p>Heute klagen viele Vereine darüber, dass zu wenige Kinder ihre Angebote wahrnehmen würden, weil diese weniger Zeit hätten, seitdem es auch nachmittags Unterricht gibt. Manche bieten nun zum Beispiel Fußball- oder Musikstunden in Schulen an. Die meisten versuchen aber weiterhin genügend Interessierte für ihre eigenen Angebote zu finden, wie beispielsweise die Pfadfinder.</p>
<p>Einige Freunde von mir engagieren sich in einer Pfadfindergruppe. Heute haben sie ihr 80. Jubiläum gefeiert. Morgens stand ein Gottesdienst auf dem Programm, im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen. Eine Fotoshow hat Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten gezeigt. Immer wieder hat man die Anwesenden mit leuchtenden Augen fragen gehört: „Weißt du noch?!“ Viele Erinnerungen lebten auf, die die Gruppenmitglieder miteinander verbinden. Auch die anstehende Nacht mit Grillen und Zelten wird sich wieder in ihre gemeinsamen Erinnerungen einfügen und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Und für manchen jungen Pfadfinder wird sie besonders in Erinnerung bleiben, denn es ist ihr erstes Jubiläumszelten, bei dem sie dabei sind.</p>
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