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	<title>Grundschule &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Jul 2012 11:55:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Erst in die Schule &#8211; und was dann?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2012 18:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hodalid]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[María | Argentinien]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1587" aria-labelledby="figcaption_attachment_1587" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-show-in-Barrio-Mosconi-Public-school.jpg" rel="lightbox[1593]"><img class="size-medium wp-image-1587" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-show-in-Barrio-Mosconi-Public-school-300x200.jpg" alt="Maria Cruz" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-show-in-Barrio-Mosconi-Public-school-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-show-in-Barrio-Mosconi-Public-school-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Zirkusshow in Barrio Mosconi an der staatlichen Schule</p></div>
<p>Ich habe <a title="Russische Jugendclubs: Mitmachen oder selbst gründen " href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1481" target="_blank">Pavels Eintrag </a>gelesen und mir darüber Gedanken gemacht, wie die außerschulische Lernsituation bei uns in Argentinien ist. Wir haben natürlich Vereine und Clubs, aber nur die wohlhabenden Familien können sich die leisten. Pavel sagt, dass die Menschen sich mehr und mehr nach Alternativen umschauen, weil das Bildungssystem mit der weltlichen Entwicklung nicht mehr Schritt halten kann. In armen Gegenden in meinem Land ist das eher umgekehrt. Die Kinder fallen aus dem Bildungssystem heraus, weil sie mit den Anforderungen nicht mithalten können. Und das liegt daran, dass sich keiner um ihre Bedürfnisse kümmert.</p>
<p>Es gibt schon Vieles, das dagegen getan wird. Was die Institutionen angeht, so bieten mittlerweile alle staatlichen Schulen und auch die privaten katholischen Schulen den Kindern ein warmes Mittagessen an. Für die Meisten von ihnen ist das der einzige Ort an dem sie überhaupt etwas zu essen bekommen. Schulen sind daher nicht mehr nur für die Bildung da, sondern sie ernähren diese Kinder auch.</p>
<p><span id="more-1593"></span></p>
<p>Es gibt aber auch politische Organisationen, die sich diesem Thema widmen. Sie bieten den Kindern Nachhilfeunterricht an oder organisieren verschiedene kulturelle Workshops. Aber auch die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) versuchen den Menschen aus den sozial schwachen Gegenden wieder etwas Hoffnung zu schenken. Bei der NGO, bei der ich arbeite, gibt es ein Programm, das sich „Moving Circus“ – Wanderzirkus – nennt. Dort können die Kinder Zirkuskurse belegen.</p>
<p>Während eines Eröffnungstreffens des „Moving Circus“ in Barrio Mosconi, einem armen Stadtteil im Bezirk Ensenada, haben wir von vielen interessanten Projekten gehört. Wir konnten ein Meeting mit der Direktorin und einigen Lehrern der Grundschule vereinbaren, dem Koordinator einer Initiative mit dem Namen „Futuro Ensenadense“ und dem Leiter des Sportclubs in Mosconi. Sie alle waren sich einig, dass es die größte Herausforderung sei, eine sinnvolle Beschäftigung für die Kinder nach der Schule zu finden. In den Morgenstunden werden sie dort ja betreut, daher konzentrieren sich die meisten Projekte auf die außerschulischen Aktivitäten der Kinder. Die meisten von ihnen haben eben kein richtiges Elternhaus, in das sie nach der Schule zurückkehren können. Entweder die Eltern arbeiten, oder aber sie interessieren sich nicht für das was ihre Kinder tun. Und so verbringen viele von ihnen ihre Freizeit auf der Straße.</p>
<p>Luis, der Chef des Sporclubs, hat uns erzählt wie er versucht hat die Kinder durch den Sport von den Drogen fern zu halten. Er hat eine Fußballmannschaft zusammengestellt und die Jungs aus dem Ort haben mitgemacht. Liliana, die Schuldirektorin, hat davon berichtet wie Freiwillige einen Leseclub für Erst-und Zweitklässler ins Leben gerufen haben. Allerdings gab es den Club nicht lange, erzählt Liliana. „Die jungen Frauen wollten das unbedingt. Sie waren so enthusiastisch, aber sie waren eben keine ausgebildeten Tutoren.“</p>
<div id="attachment_1589" aria-labelledby="figcaption_attachment_1589" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-Show-at-the-public-school.jpg" rel="lightbox[1593]"><img class="size-medium wp-image-1589" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-Show-at-the-public-school-300x200.jpg" alt="Maria Cruz" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-Show-at-the-public-school-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Circus-Show-at-the-public-school-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Zirkus - ein Hobby für Kids</p></div>
<p>Es ist so wichtig, dass qualifiziertes Personal sich mit diesen Kindern beschäftigt. Anders geht das nicht. Besonders die ganz jungen Kids finden oft nicht die emotionale Unterstützung, die sie brauchen. Der „Moving Circus“ war daher <em>die</em> Lösung. Die Kinder konnten sich auf etwas freuen, was sie am Nachmittag machen werden. Ich habe mich natürlich oft gefragt: Reicht das? Oder ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein?</p>
<p>Es hat sich zum Glück herausgestellt, dass das Projekt einen positiven Einfluss auf die Gemeinde hatte. Liliana hat uns erzählt, dass sie zum Ende des Schuljahres eine kleine Zirkusshow auf die Beine gestellt haben und die Kinder ihren Eltern und Lehrern mal zeigen konnten, was sie drauf haben. Ehrlich gesagt, das hat uns wirklich überrascht: Ein wahrer Beweis dafür, dass sich in Barrio Mosconi etwas geändert hat.</p>
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		<title>Der Abstieg geht schnell, ein Aufstieg ist kaum möglich im deutschen Schulsystem</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1521</link>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2012 18:20:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Unseld]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesamtschule]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1543" aria-labelledby="figcaption_attachment_1543" class="wp-caption alignleft" style="width: 224px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Grundschule-Weiler-001.jpg" rel="lightbox[1521]"><img class="size-medium wp-image-1543 " src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Grundschule-Weiler-001-224x300.jpg" alt="Die Grundschule in Weiler, die Simon bis zur vierten Klasse besuchte (Foto: Kathrin Biegner)" width="224" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Grundschule-Weiler-001-224x300.jpg 224w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Grundschule-Weiler-001-767x1024.jpg 767w" sizes="(max-width: 224px) 100vw, 224px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Grundschule, die Simon bis zur vierten Klasse besuchte</p></div>
<p>Temperaturen um die 25 Grad und blauer Himmel: Für die meisten Kinder bedeutet das in Deutschland momentan Freibad und sich auf die sechswöchigen Sommerferien freuen, die bald beginnen. Viele verbinden mit dem nahenden Schuljahresende aber auch Ängste. Denn ihre Noten sind nicht gut genug, um in die nächste Klassenstufe versetzt zu werden oder auf ihrer jetzigen Schule bleiben zu können. Von diesen Befürchtungen hat Gaby, die Freundin meiner Mutter gerade erzählt. Ihr Sohn Simon ist momentan in der neunten Klasse eines Gymnasiums in Rheinland-Pfalz.<span id="more-1521"></span></p>
<p>In Deutschland gibt es je nach Region sehr unterschiedliche Bildungssysteme, da über Bildungspolitik die jeweiligen regionalen Landesparlamente entscheiden (hierüber hat auch Jürgen in seinem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=937#comments">Kommentar</a> zu Marías Blog geschrieben). In Rheinland-Pfalz gibt es nach der vierten Klasse der Grundschule generell drei Optionen für den weiteren Bildungsweg:</p>
<p>1. Realschule Plus: 5. bis 10. Klasse, endet mit der mittleren Reife<br />
2. Gymnasium: 5. bis 12./12,5. Klasse, endet mit dem Abitur<br />
3. Gesamtschule: vereint die anderen zwei Schulformen</p>
<p>Simon ging nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium. Seine Noten wurden aber im Laufe der Jahre immer schlechter. &#8222;Sein Lateinlehrer meinte, dass er ein sehr großes Defizit hat und mehr als ein Jahr Schulstoff aufholen müsste&#8220;, erzählt Gaby bedrückt. Auch in anderen Fächern sind die Noten zu schlecht, um nach den Sommerferien die zehnte Klasse seines Gymnasiums zu besuchen. Was tun? Seine Mutter fühlt sich in der Situation alleine gelassen.</p>
<p>Am liebsten würde sie ihren Sohn auf eine Gesamtschule schicken, die einen sehr guten Ruf hat. Aber die Gesamtschulen sind sehr gefragt und nicht verpflichtet, alle Schüler aufzunehmen. &#8222;Schon im letzten Jahr hatte ich Simon dort angemeldet. Er stand auf der Nachrückerliste, falls ein Schüler nicht kommen würde. Aber leider wurde kein Platz frei&#8220;, sagt Gaby. Alle Schulbücher hatte sie sicherheitshalber bereits gekauft.</p>
<div id="attachment_1545" aria-labelledby="figcaption_attachment_1545" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium1.jpg" rel="lightbox[1521]"><img class="size-medium wp-image-1545" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium1-300x225.jpg" alt="Eines der Gymnasien in Bingen (Foto: Kathrin Biegner)" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium1-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Gymnasium1-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Eines der Gymnasien in Bingen</p></div>
<p>Also doch an eine Realschule Plus? Oder sollte er noch einmal die neunte Klasse auf seinem jetzigen Gymnasium wiederholen? Die zweite Option scheidet für Gaby aus, da das Problem mit Latein fortbestehen würde. Simon könnte in den sechs Wochen Sommerferien sein Defizit nicht aufholen, um auf den Stand der momentanen Achtklässler zu kommen.</p>
<p>Fällt die Entscheidung auf die Realschule Plus, könnte Gaby ihren Sohn auch für die neunte Klasse anmelden. Hier bräuchte er auch keine zweite Fremdsprache neben Englisch zu belegen und wäre somit zumindest seine Lateinprobleme los. Doch wird das genügen, damit sich Simon auf die anderen Fächer konzentrieren und seine Schwächen ausgleichen kann, damit er dann nach der 10. Klasse ein gutes Abschlusszeugnis hat?</p>
<p>Diese Situation ist sehr belastend für die Kinder und ihre Eltern. Besonders schwierig ist es für die Kinder, wenn sie von den momentanen Klassenkameraden getrennt werden. In einer neuen Klasse, an einer neuen Schule müssen sie sich dann in eine bestehende Klassengemeinschaft integrieren. Und dann sollen sie ja auch noch intensiv für die Schule lernen. Ich drücke Simon die Daumen, dass er einen guten Platz findet und die Herausforderungen meistert.</p>
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