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	<title>Musik &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Musik: Ein „Nebenfach dritter Ordnung“?</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2012 13:51:11 +0000</pubDate>
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<p>&nbsp;</p>
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<div id="attachment_2003" aria-labelledby="figcaption_attachment_2003" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hab-nicht-alles-vergessen.jpg" rel="lightbox[1993]"><img class="size-medium wp-image-2003" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hab-nicht-alles-vergessen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hab-nicht-alles-vergessen-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Hab-nicht-alles-vergessen-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Erinnerungen an den Musikunterricht</p></div>
<p>In einem ihrer Einträge haben <a href="../?p=1753">Emmy</a> und <a href="../?p=1571">Hellgurd</a> jeweils über den geringen Stellenwert geschrieben, den Musik in der kenianischen und irakischen Gesellschaft einnimmt. Das hat mich an einen ironischen Spruch meines ehemaligen Musiklehrers erinnert: „Ja, ja, ich weiß, ich bin nur Nebenfachlehrer dritter Ordnung.“ Trotz dieser Worte ist er ein sehr engagierter Lehrer, bereitet viele Schulkonzerte vor und musiziert selbst.<span id="more-1993"></span></p>
</div>
<p>Auch wenn ich meinen Lehrer mochte, hat mich der Musikunterricht doch meist frustriert. Da ich selbst kein Musikinstrument spiele, kannte ich Musiknoten nur aus den Gesangsbüchern der Kirche, bevor ich mich in der Unterstufe des Gymnasiums bei diesem Lehrer damit beschäftigen musste. Den Unterschied zwischen hohen und tiefen Tönen verstand ich ja noch, aber Dreiklänge näher bestimmen?! Ich verstand nur Bahnhof. Wahrscheinlich blockierte ich innerlich auch und heimste mir so meine erste Fünf und die erste und einzige Sechs meiner Schullaufbahn ein. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf, was unser Lehrer da vorne erklärte. Warum konnten wir nicht einfach nur zusammen singen? Das langt doch für Musikunterricht.</p>
<p>Rückblickend denke ich, dass mich die Situation überfordert hat. Und unser Lehrer kam mir und der Einstellung meiner Eltern mit der Aussage, dass Musik ein Nebenfach dritter Ordnung sei, wahrscheinlich sehr nahe. Eine Fünf in Mathe oder Englisch hätte ich nicht so einfach weggesteckt &#8211; und meine Eltern hätten sie in einem dieser Fächer auch nicht so einfach ignoriert.</p>
<p>Ich glaube, der Musikunterricht an der Schule müsste viel praktischer sein. Es wäre toll, wenn jedes Kind die</p>
<div id="attachment_2005" aria-labelledby="figcaption_attachment_2005" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Posaune_FOTORobertTernes.jpg" rel="lightbox[1993]"><img class="size-medium wp-image-2005" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Posaune_FOTORobertTernes-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Posaune_FOTORobertTernes-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Posaune_FOTORobertTernes.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Posaune eines Schulfreundes</p></div>
<p>Möglichkeit hätte, im Laufe seiner Schullaufbahn auch ein Instrument zu erlernen. Privater Musikunterricht ist sehr teuer &#8211; und gerade Familien, die finanziell schlechter gestellt sind oder für die Musik keinen hohen Stellenwert hat, investieren das Geld lieber in andere Dinge. Aber wenn ich dreizehn Jahre lang zur Schule gehe, sollte es doch möglich sein, mir zumindest ein Instrument näher zu bringen.</p>
<p>Ich weiß noch, dass wir in der Grundschule in einer AG nachmittags Blockflöte spielen konnten. Wenn ich mich recht erinnere, meinte meine Mutter, dass ich schon genügend andere Hobbies hätte. Später, in einem Alter, in dem ich selbst hätte Entscheidungen treffen können, gab es diese Möglichkeit in der Schule nicht mehr. Klar, hätte ich mir extern Wege eröffnen können. Aber warum muss ich außerhalb der Schule suchen, wenn ich Klavier spielen lernen möchte, aber nicht, wenn es um ein Reimschema oder eine chemische Formel geht?</p>
<p>Dadurch, dass es an den meisten Schulen keine Regelangebote gibt, ein Instrument zu lernen, liegt eine klare Wertung vor. Eine gewisse Basis an Bildung wird allen an der Schule geboten. Doch Musik ist nicht für alle da. Dass klassischer Musik etwas Elitäres anhaftet, sieht man nicht nur, wenn man sich anschaut, wer seinen Kinder Musikunterricht ermöglicht, sondern auch wenn man auf klassische Konzerte geht: Alle sind sehr steif angezogen, die meisten älter und mit dem Durchschnittsbürger hat das Publikum generell wenig zu tun. Dabei werden deutsche Staatsorchester doch aus Steuergeldern mitfinanziert. Ich glaube, man sollte an Schulen intensiver versuchen, schon Kindern die Ehrfurcht vor &#8211; und teils auch Ablehnung von &#8211; klassischen Konzerten zu nehmen und ihnen das Ausdrucksmittel und Kulturgut der Musik näher bringen.</p>
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		<title>Ein Interview mit dem Dirigenten Paul MacAlindin</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2012 16:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hellgurd | Irak]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1937" aria-labelledby="figcaption_attachment_1937" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Erbil-performance-2011.jpg" rel="lightbox[1969]"><img class="size-medium wp-image-1937" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Erbil-performance-2011-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Erbil-performance-2011-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Erbil-performance-2011.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Dirigent Paul MacAlindin mit einem Solisten</p></div>
<p>In meinem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1851">letzten Beitrag </a>habe ich versprochen, ein Interview mit dem musikalischen Direktor des National Youth Orchestra of Iraq (NYOI),  Paul MacAlindin, einzustellen. Er stammt aus Schottland und lebt in Köln.</p>
<p><strong>Herr MacAlindin, in welcher Weise hat sich die musikalische Qualität des NYOI seit seiner Gründung verbessert?<span id="more-1969"></span></strong></p>
<p>Paul MacAlindin: Arabische, kurdische und klassische Musik haben einen Aufbau, der erst verinnerlicht werden muss, bevor eine Verbindung der Seele mit dem Klang entstehen kann. Der Krieg und eine prinzipiell negative Wahrnehmung von Kunst haben Viele davon abgehalten, diesen Aufbau zu erlernen. Allerdings kann niemand den Teil des menschlichen Gehirns, der ausschließlich für Musik zuständig ist, davon abhalten, der Musik Ausdruck zu verleihen. Daher haben junge Iraker intuitiv Wege gefunden, auch in schwierigen Zeiten Musik zu machen. Musik wurde zum Tröster, zur Abwehr gegen das Chaos und die Gewalt. Das Internet hat die Lehrer ersetzt.</p>
<p>Das NYOI bringt Lehrer in den Irak, die die jungen Musiker schulen. Das passiert in Intensiv-Kursen, in denen die Musiker erfahren, wie viel sie lernen können, wenn sie die Chance dazu erhalten.</p>
<p>Die Lehrer, die den Irak während der Invasion verlassen haben, kommen möglicherweise nie zurück. Doch in denen, die mutig genug waren zu bleiben, haben wir die Hoffnung geweckt, jetzt und in Zukunft handfest unterstützt zu werden.</p>
<p>Dauerhafte Konflikte  haben zur Folge, dass Menschen sich hilflos fühlen, verängstigt sind und nur ans nackte Überleben denken, selbst nach Kriegsende.  Die NYOI Musiker und Freunde haben ihr eigenes Projekt ins Leben gerufen und so begonnen, diese Denkweise abzulegen und stark zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass einige der laufenden „Good practice“-Projekte im Irak durch das NYOI angeregt wurden. Musiker des NYOI geben inzwischen sogar das Wissen, das sie durch die Orchesterarbeit mit den Tutoren erlernt haben, selbst weiter.</p>
<p><strong>Was ist für die Weiterentwicklung der irakischen Musikschulen erforderlich?</strong></p>
<p>Ganz einfach: Ein respektvoller Dialog mit Musikern außerhalb des Irak wäre sinnvoll. Oder die Erlaubnis, dass ein</p>
<div id="attachment_1939" aria-labelledby="figcaption_attachment_1939" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/ME-AND-PAUL-EBIL-2011.jpg" rel="lightbox[1969]"><img class="size-medium wp-image-1939" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/ME-AND-PAUL-EBIL-2011-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/ME-AND-PAUL-EBIL-2011-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/ME-AND-PAUL-EBIL-2011-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Hellgurd mit Paul MacAlindin (re)</p></div>
<p>junger Lehrer herkommen  und für sechs Monate hier arbeiten kann. Auch der begrenzte Aufenthalt eines Musikensembles wäre denkbar. Grundsätzlich ist es doch so, dass Musik Menschen vereint. Und das kann nur geschehen, wenn die Menschen in Sicherheit zueinander finden. Und wenn das passiert,  entwickeln sie ein Bedürfnis nach mehr Auftritten und verbessertem Unterricht.</p>
<p>Nur dann können Musiker sich darüber verständigen, was sie brauchen und mit wem sie gerne arbeiten möchten. Herzstück des Erfolgs eines jeden Musikers ist Mobilität – egal, ob der Weg ins nächstgelegene Dorf oder den nächstgelegenen Kontinent führt – Mobilität ist die absolute Voraussetzung.</p>
<p><strong>Wie kann man klassische  Musik in den Köpfen der Menschen im Osten verankern? Und wie schwierig gestaltet sich das?</strong></p>
<p>Wenn wir rein über Orchestermusik sprechen, ist es einfach, denn sie ist allgegenwärtig: in Filmmusik, Werbespots, Hotel-Foyers, Popmusik – weltweit. Kurdische und arabische Musik mischt Klarinetten, Geigen, Cellos, und Flöten zu den Klängen traditioneller Instrumente und erschafft auf diese Weise gemischte Orchester. Wollen Menschen wirklich in aller  Ruhe ein Orchester-Konzert hören? Viele Menschen aus dem Westen können das nicht. Aber Live-Musik, egal ob traditionelle oder orchestrale, bringt Menschen zusammen. Und wenn das wieder und wieder geschieht, entsteht eine Struktur in der Gesellschaft, die Gefühle und Einfälle hervorbringt anstelle von Konflikten.</p>
<p><strong>Was möchten Sie gerne noch zum Abschluss mitteilen?</strong></p>
<p>Einer meiner Freunde, Sir Peter Maxwell Davies, der im vergangenen Jahr ein Stück für das NYOI schrieb, sagte, dass ein Ort nicht wirklich existiert, wenn niemand dort Musik aufführt, die von diesem Ort handelt.  Man hat die Wahl, in Angst zu leben – halb lebendig – oder seine Heimat mit Musik erblühen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mit Musik die Welt kennenlernen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 14:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hellgurd | Irak]]></category>
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		<category><![CDATA[National Youth Orchestra of Irak]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1821" aria-labelledby="figcaption_attachment_1821" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Beethovenfest-Rehearsal-II-2011.jpg" rel="lightbox[1851]"><img class="size-medium wp-image-1821" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Beethovenfest-Rehearsal-II-2011-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Beethovenfest-Rehearsal-II-2011-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Beethovenfest-Rehearsal-II-2011.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Beethovenfest in Bonn: Proben des NYOI</p></div>
<p>Nachdem die 17-jährige irakische Pianistin Zuhal Sultan im Jahr 2009 das National Youth Orchestra of Iraq, NYOI, gegründet hatte, ging es mit den jungen Musikern meines Landes aufwärts. Zu den Sommerkursen, die meist im Juli und August stattfinden, kommen jedes Jahr bedeutende Musiklehrer aus der ganzen Welt nach Kurdistan. Das Orchester hat zwischen 45 und 50 Musiker – Kurden und Araber. Es beschränkt sich nicht auf eine einzelne Nationalität, Religion oder Kultur. Normalerweise ist es äußerst schwierig, so viele unterschiedliche Gruppen in einem Land zusammenzubringen, aber auf der Bühne, im Orchester gelingt das. Es ist die Macht der Musik – sie bringt Menschen zusammen – trotz aller Differenzen. <span id="more-1851"></span></p>
<p>Die Musiker stammen aus dem gesamten Irak. Sie werden ins Orchester aufgenommen, nachdem sie sich beworben und über das Internet vorgespielt haben. Zum Glück wird kein Unterschied gemacht zwischen Männern und Frauen. Jede und jeder im Alter zwischen 14 und 30 kann sich bewerben. Wenn die Musiker zusammentreffen, sind nur strahlende Gesichter zu sehen aus denen die Hoffnung leuchtet. Sie haben alle Hürden vergessen, die sie nehmen mussten, um so weit zu kommen.</p>
<p>Das Orchester ist vergleichbar mit einer guten Musikschule, für die man sich jedes Jahr neu bewerben kann. An Vorbereitungszeit für die Bewerbung  muss man ungefähr einen Monat einplanen. Aber selbst wenn man in einem Jahr vom Musikdirektor nicht ausgewählt wurde: Man kann sich weiter verbessern und im nächsten Jahr wieder bewerben.</p>
<div id="attachment_1823" aria-labelledby="figcaption_attachment_1823" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/NYOI-unifrom-Erbil-2010.jpg" rel="lightbox[1851]"><img class="size-medium wp-image-1823" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/NYOI-unifrom-Erbil-2010-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/NYOI-unifrom-Erbil-2010-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/NYOI-unifrom-Erbil-2010-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Gemeinsame Stärkung mit einem Imbiss in Arbil</p></div>
<p>Seit seiner Gründung ist das Orchester jedes Jahr in verschiedenen Städten in Kurdistan aufgetreten. Im vergangenen Jahr ist das Orchester sogar nach Deutschland gereist und hat in Bonn am Beethovenfest teilgenommen (<a href="http://www.beethovenfest.de/">www.beethovenfest.de</a>). Das war ein bedeutendes Ereignis für das Orchester, das sich  so der ganzen Welt präsentieren konnte. Ich glaube, das hat sogar dazu beigetragen, dass manche Menschen den Irak mit anderen Augen sehen und die schöne Seite des Landes wahrnehmen. Ich hoffe, dass wir noch oft die Gelegenheit bekommen, mit dem Orchester ins Ausland zu reisen. Momentan bereiten wir gerade eine Reise ins Vereinigte Königreich (UK) vor – wir nehmen am Edinburgh Festival Fringe teil(<a href="http://www.edfringe.com/">www.edfringe.com</a>).</p>
<p>Im Zusammenhang mit den Proben gibt es für die Musiker des Orchesters zahlreiche Angebote. Für mich ist derDirigenten-Kurs am interessantesten. Den bietet der musikalische Direktor des Orchesters an, Paul MacAlindin. Er ist ein Dirigent aus Schottland, der ungefähr zehn Jahre lang in Köln gelebt und der von Anfang an mit dem Orchester gearbeitet hat. Ich habe vor, ihn für einen meiner nächsten Blog-Einträge zu interviewen, weil ich euch mitteilen möchte, wie ein Musiker aus der westlichen Welt das Orchester einschätzt.</p>
<p>Mir hat das Orchester viele Türen geöffnet. Ich habe mich nicht im ersten, sondern im zweiten Jahr seines Bestehens dafür beworben. In den  Dirigenten-Kursen, die ich belegt hatte, habe ich viel gelernt. Danach habe ich in meiner Heimatstadt Ranya ein größeres Orchester mit Studenten des Instituts für bildende Künste gegründet. Für mich war es nur positiv, Mitglied eines so wichtigen Orchesters zu sein – und nun kann ich mein Wissen an andere Studenten weitergeben.</p>
<p>Jedes Jahr gehen mehr und mehr Bewerbungen ein. Aus meiner Stadt kamen im ersten Jahr fünf Musiker, im zweiten Jahr waren es schon zehn, im dritten zwölf und auch in diesem Jahr sind es wieder zwölf. Offensichtlich steckt da Musik drin!</p>
<p>Und hier noch ein Link:</p>
<p>Ich erzähle etwas über meine Erlebnisse mit dem NYOI<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=zB2kXCPqxiI&amp;feature=relmfu">http://www.youtube.com/watch?v=zB2kXCPqxiI&amp;feature=relmfu</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Musiker, Lehrer oder beides?</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1729</link>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 10:00:09 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1737" aria-labelledby="figcaption_attachment_1737" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra.jpg" rel="lightbox[1729]"><img class="size-medium wp-image-1737" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-300x199.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="199" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-300x199.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-playing-in-a-Concert-of-Ranya-Symphony-Orchestra-1024x680.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lana spielt auch im Ranya Orchester </p></div>
<p>Wenn man im fünften Studienjahr ist, muss man an einer Grundschule oder einem Kindergarten einige Lehreinheiten geben. Einen guten Monat lang unterrichtet man dort, und immer wieder kommen unsere Dozenten und Lehrer in die Klassen, um unsere Lehrmethoden zu bewerten. Es ist besonders wichtig, dass wir die Klassen vorbereiten und auch Tests ansetzen, damit sie sehen können, was wir in den vergangenen Jahren an der Uni gelernt haben. Was allerdings ein bisschen verwirrend ist, ist, dass man von uns verlangt, gute Lehrer zu sein und gleichzeitig aber auch gute Musiker.</p>
<p>Es macht Spaß, das was man gelernt hat, weiterzuvermitteln. Aber wir lernen sehr wenig Theorie und auch keine Lehrmethoden. Das gehört nicht in unser Bildungskonzept. Und so kommt es dann dazu, dass jeder von uns andere Themen unterrichtet – und das auf unterschiedliche Art und Weise.</p>
<p><span id="more-1729"></span></p>
<p>Daher kommt es oft zu Missverständnissen zwischen der Hochschule und dem Bildungsministerium: Sie müssten sich mal endlich einig darüber werden, was sie von uns wollen. Das Ministerium wünscht sich gut ausgebildete Lehrer, die Hochschule will beides – Lehrer und Musiker, hat aber dafür und davon keinen richtigen Plan.</p>
<p>Ich habe mit zwei meiner Freunde darüber gesprochen. Lana ist 22 Jahre alt und spielt Querflöte. 2010 hat sie ihren Abschluss gemacht. Sie hat mir davon erzählt, dass sie heil froh war, dass ihre Familie sie nicht davon abgehalten hat, Musik zu studieren. Als sie allerdings im dritten Jahr war, hat sie sich an der Hochschule gelangweilt. Sie hatte eine andere Vorstellung von ihrem Studium der Musik „Ich verstehe nicht, warum ich noch so viele andere Fächer, wie Sprachen, belegen muss. Wozu brauche ich das, wenn ich doch eh Musikerin werden will?“, sagte Lana zu mir. Über ihre Zeit im Kindergarten erzählte sie mir dann, dass sie alles in einer Person war. Sie musste mit den Kindern musizieren, ihnen vorlesen, sie zum Sport animieren und natürlich auf sie aufpassen. „Ich hatte keine Probleme damit, das alles zu tun“, sagte Lana. „Aber das ist eigentlich nicht mein Job.“ Trotzdem sei sie ganz glücklich dort gewesen, denn die Kinder seien so zufrieden gewesen. Letztendlich ist Lana jetzt aber auch Mitglied im „Ranya Symphony Orchestra“.</p>
<div id="attachment_1735" aria-labelledby="figcaption_attachment_1735" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event.jpg" rel="lightbox[1729]"><img class="size-medium wp-image-1735" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lana im Kindergarten bei einem Sport-Event</p></div>
<p>Ein anderes Mädchen, dessen Namen ich nicht nennen darf, erzählte mir, dass ihre Familie einverstanden war mit ihrem Musikstudium. Das sei alles kein Problem. Aber als es dann das erste Mal darum ging, dass sie mit der Uni in eine andere Stadt reisen sollte, seien ihre Eltern strikt dagegen gewesen. Sie musste zu Hause bleiben. Dafür habe sie sich sehr geschämt. Sie hat dann vorgetäuscht krank zu sein und deshalb nicht mitfahren zu können. Ihre Familie habe sie zunehmend von allen musikalischen Aktivitäten ferngehalten, obwohl sie eigentlich dem Studium zugestimmt hatten. Leider hat sie dann auch einen schlechten Abschluss gemacht.</p>
<p>Wir Künstler sind froh darüber, wenn wir das Interesse anderer Menschen an der Kunst und der Musik wecken können. Ich würde mir nur wünschen, dass noch mehr Frauen die Möglichkeit dazu bekommen.</p>
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		<title>Die Akzeptanz für Musik im Irak wächst!</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1571</link>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2012 12:07:10 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1575" aria-labelledby="figcaption_attachment_1575" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-and-a-friend-of-mine-Institutes-annual-festival-2006.jpg" rel="lightbox[1571]"><img class="size-medium wp-image-1575" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-and-a-friend-of-mine-Institutes-annual-festival-2006-300x225.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-and-a-friend-of-mine-Institutes-annual-festival-2006-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-and-a-friend-of-mine-Institutes-annual-festival-2006-1024x768.jpg 1024w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-and-a-friend-of-mine-Institutes-annual-festival-2006.jpg 1600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Freundin und ich beim Instituts Festival </p></div>
<p>In meinem <a title="Ein Kunststudium für Künstler!" href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?cat=3" target="_blank">letzten Eintrag </a> habe ich euch von den Problemen an den irakischen Kunsthochschulen berichtet. Im vergangenen Jahrzehnt haben die Menschen in Kurdistan meiner Meinung nach ein besseres Verständnis für Kunst entwickelt. Aber ganz besonders für Musik. Das gilt leider nicht für alle Regionen meiner Heimat. Es gibt sogar Familien, die ihren Töchtern nicht erlauben Musik zu studieren. Manche verbieten es auch ihren Söhnen, weil sie denken, dass es mit der Religion nicht zu vereinbaren ist und, dass es unangemessen sei Musik zu machen.</p>
<p><span id="more-1571"></span><br />
Diese Einstellung teilen besonders viele Menschen auf dem Land, aber auch Menschen, die vom Land in kleinere Städte gezogen sind oder einfach nur konservativ sind. Ich kenne einen berühmten kurdischen Musiker, der fünf Jahre lang weit weg von seinem Heimatort Musik studiert hat und seinem Vater keinen Ton davon erzählt hat. Erst nachdem er seinen Abschluss gemacht hat, hat sein Vater es herausgefunden. Hätte er es früher erfahren, hätte er seinem Sohn das Studium verboten.</p>
<p>Als ich begonnen habe Musik zu studieren, habe ich an einem Ort gelebt, an dem Musik und Musiker abgelehnt wurden. Sogar meine engsten Freunde haben mich und mein Hobby ausgelacht. Aber ich habe immer an mich und meine Stärke geglaubt. Ich wusste einfach, dass ich dem gesellschaftlichen Druck nicht nachgeben will und auch nicht werde. Was mich allerdings rasend gemacht hat, war zu sehen, dass die Menschen bei uns kurdische Musik im Fernsehen oder im Radio richtig genossen haben. Ich habe deshalb nie verstanden, warum sie einerseits Musik hörten, aber andererseits dagegen sind? Ich habe dann rausgefunden, dass es dabei meistens um die Religion ging. Ich habe mich daran erinnert, dass die islamischen TV Sender keinerlei Musik für ihre Sendungen genutzt haben, Nachrichten ausgenommen. Aber mit der Zeit haben die Sender das verändert.</p>
<p>Diese Veränderung hat dazu beigetragen, dass die Menschen ihre Einstellung zu Musik überdacht haben. In Städten wie Erbil, Sulaymaniya und Dohuk hatte die Bevölkerung schon lange eine andere Meinung dazu. Diese Städte haben eine lange Geschichte des Kampfes hinter sich. Sie haben viele Opfer bringen müssen, um dem sozialen Druck entgegenzuwirken.</p>
<div id="attachment_1573" aria-labelledby="figcaption_attachment_1573" class="wp-caption alignright" style="width: 199px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/My-Bassist-Brother-Chia1.jpg" rel="lightbox[1571]"><img class="size-medium wp-image-1573" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/My-Bassist-Brother-Chia1-199x300.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="199" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/My-Bassist-Brother-Chia1-199x300.jpg 199w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/My-Bassist-Brother-Chia1-680x1024.jpg 680w" sizes="(max-width: 199px) 100vw, 199px" /></a><p class="wp-caption-text">Mein Bruder Chia am Kontrabass</p></div>
<p>Ich hatte Glück: Meine Familie war schon immer anders. Meine Eltern stammen beide aus einem Dorf nahe der iranischen Grenze. Mein Vater musste wegen der politischen Situation die Schule nach der Grundschule verlassen. Anstatt zu studieren, ist er in den Krieg gezogen. Aber trotzdem konnte er seine künstlerischen Fähigkeiten ausbauen: Er singt, malt, hat eine wunderschöne Handschrift und spielt ein kurdisches Instrument mit dem Namen „Shimshal“.</p>
<p>Eigentlich ist aber mein kleiner Bruder der Glückliche in der Familie. Auf dem Gymnasium war er eher faul und es war ein ziemlich großer Akt für ihn die Schule zu beenden. Dann hat er sich für ein Studium der Musik an der Kunsthochschule beworden. Und als er anfing, stellte sich heraus, wie talentiert er eigentlich ist. Er hat sich für den Kontrabass entschieden. Viele Leute hier in Kurdistan kennen das Instrument gar nicht. Und manchmal muss er wirklich doofe Fragen beantworten: Wie kannst du diesen Klang nur mögen? Kann man damit auch Boot fahren? Warum hast du dich überhaupt dafür entschieden? Ist es vielleicht eine Geige, die im Wasser einfach nur aufgequollen ist?</p>
<p>Was soll ich dazu noch sagen? Manche Menschen haben einfach keine Ahnung…</p>
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