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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Zurück an Land, Neuseeland

Das Abenteuer Forschungsschiff habe ich mehr oder weniger unbeschadet überstanden. Wenn ihr es nicht verfolgt haben solltet, könnt ihr es hier nachlesen. Ein Seebär ist aus mir Landratte nicht geworden, aber viele unvergessliche Erlebnisse habe ich doch auf dem Forschungsschiff ‚Sonne‘ sammeln können. Jetzt werde ich für ein paar Tage in Neuseeland Landluft schnuppern. Mehr ist leider nicht möglich. In Auckland verbrachte ich eine Nacht in einem Hotel direkt im Schatten des Sky Towers. Das Gebäude wiegt so viel wie 6000 Elefanten. Angeblich. Unbestritten misst der Fernsehturm 328 Meter und ist damit das höchste Gebäude der Südhalbkugel.


Kommt ein Mensch geflogen …

Datum

23. April 2011 | 9:41

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Große Fahrt

Ich gehe fremd. Nicht meiner Frau, sondern den Bergen. Zumindest vorübergehend. Für zweieinhalb Wochen werde ich nämlich ein Seemann. Wenn das mal gut geht! Eigentlich habe ich immer ein flaues Gefühl in der Magengrube, wenn ich mich an Bord eines Schiffes begebe. Ich fühle mich dann so ausgeliefert, fremdbestimmt. Mein erster Blick geht stets zum Rettungsboot, verbunden mit der bangen Frage, ob auch alle Passagiere hineinpassen oder wie einst auf der Titanic gesiebt werden muss: Frauen und Kinder zuerst.


Mein Zuhause für zweieinhalb Wochen

Datum

2. April 2011 | 7:30

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Everest Resort

Ein Sessellift führt demnächst auf den Gipfel des Mount Everest. Der Weltmarktführer der Sparte, ein Unternehmen aus Österreich, teilte mit, Bauarbeiter hätten bereits im Basislager auf der nepalesischen Seite des höchsten Bergs der Erde die ersten Fundamente gelegt. Eine Hundertschaft nepalesischer Soldaten habe dafür gesorgt, dass aufgebrachte Sherpas die Arbeiten nicht behinderten. „Ich verstehe die Proteste der Einheimischen nicht“, sagte ein Firmensprecher. „Unser Projekt ‚Everest Resort’ ist sozialverträglich angelegt. Wenn wir die Stellen des Liftpersonals besetzen, werden Nepalesen nicht benachteiligt.“


Mit angewärmtem Hintern aufs Dach der Welt

Datum

1. April 2011 | 7:30

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Back to the roots

Vor einem Jahr sprang er dem Tod von der Schippe. Jetzt macht sich Steve House wieder auf in die Todeszone. „Mit ein bisschen Glück werden wir in genügend Schwierigkeiten geraten, um ein großes Abenteuer zu erleben“, schreibt der Topbergsteiger aus den USA auf seiner Homepage. Der 40-Jährige hat sich einer slowenischen Expedition zum Achttausender Makalu angeschlossen und kehrt damit zu seinen Wurzeln als Bergsteiger zurück. Bei einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Slowenien hatte Steve die Feinheiten des Klettern erlernt. Mit einer slowenischen Expedition war der damals erst 19-Jährige auch erstmals an einem der höchsten Berge der Welt unterwegs gewesen, am Nanga Parbat.


Steves Ziel 2011: Der Makalu

Datum

30. März 2011 | 8:21

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Spiderman

Der Spinnenmann hat wieder zugeschlagen. Der französische Fassadenkletterer Alain Robert erklomm den Burj Khalifa in Dubai. Das ist kein Berg, sondern ein Wolkenkratzer, mit 828 Metern der höchste der Welt. Für die Tour benötigte der 48-Jährige gut sechs Stunden.


„Spiderman“ Alain Robert am Burj Khalifa

Der „French Spiderman“, wie er sich selbst nennt, hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Gebäude weltweit bestiegen, darunter den Eiffelturm in Paris, das Empire State Building in New York, die Twin Towers in Kuala Lumpur und die Golden Gate Bridge in San Francisco. Meist kletterte er ohne Hilfsmittel – und auch ohne Erlaubnis. Mehrfach landete Alain deshalb direkt vom Dach im Gefängnis.

Datum

29. März 2011 | 15:29

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Nützlicher Dreck

Wie habe ich das Geröll verflucht! Sogar ein Klagelied habe ich 2004 über die Steine des Baltoro geschrieben, als ich den Gletscher im Karakorum (was übersetzt „schwarzes Geröll“ bedeutet) auf meinem Weg zum Basislager des K 2 überquerte. Jetzt muss ich mein Urteil wohl revidieren. Die Felsbrocken, die sich auf dem Eis zur Ruhe gesetzt haben, sind in Zeiten des Klimawandels durchaus nützlich.


Steine bedecken den Baltoro-Gletscher

Datum

29. März 2011 | 14:02

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Schnell und sicher hoch hinaus

„Heute war ich joggen, auf den Kala Patthar“, schreibt Ueli Steck. Joggen? Ich erinnere mich noch gut. 2002 war ich das erste Mal im Himalaya, auf Reportagereise zum Basislager des Mount Everest. Der 5675 Meter hohe Kala Patthar war der höchste Punkt, den ich damals erreichte. Der Berg ist eigentlich ein Schutthügel, sein Name bedeutet nicht umsonst „Schwarzer Stein“. Erst von dort oben eröffnet sich im Khumbu-Tal der Blick auf das Gipfeldreieck des höchsten Bergs der Erde. Mein Fortbewegungsstil damals war das Gegenteil von Joggen. Nach Luft japsend quälte ich mich hinauf. Als ich den höchsten Punkt erreichte, fühlte ich mich um zehn Jahre gealtert. Aber ich war und bin eben nicht Ueli Steck.


Ueli Steck

Datum

23. März 2011 | 11:52

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Fukushiverest

Jeder Vergleich hinkt. Aber die Atomkatastrophe von Fukushima erinnert mich doch in einigen Facetten an die „Katastrophe“ am Mount Everest vor bald 15 Jahren. Damals, im Mai 1996, kamen innerhalb von 24 Stunden im Gipfelbereich acht Bergsteiger ums Leben. Wie heute in Japan breitete sich die Nachricht in Windeseile via Internet über den Globus aus. Nur die Live-Bilder fehlten noch.


Datum

22. März 2011 | 14:44

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Aus und vorbei

Auch die polnische Expedition am Broad Peak hat aufgegeben. Zwei der vier Bergsteiger erreichten noch eine Höhe von 7830 Meter, ehe ihnen eine tiefe Spalte den Weg versperrte. Weil für den folgenden Tag ein Wetterumschwung mit Sturm und Schneefall erwartet wurde, entschied das Team, die Zelte abzubrechen.


Auf dem Weg ins Lager III

Datum

16. März 2011 | 20:41

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Expedition am Gasherbrum I gescheitert

Das Drama in Japan nimmt kein Ende. Das Land steuert nach dem verheerenden Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Tsunami nun auf eine atomare Katastrophe zu. GAU, Super-GAU, Mega-GAU? Die armen Menschen! Angesichts ihres Leids und ihrer Sorgen fällt es mir schwer, über den Fortgang eines Unternehmens zu berichten, das in die Kategorie „Eroberung des Nutzlosen“ fällt, wie der französische Pionier Lionel Terray einmal das Bergsteigen genannt hat. Ich halte mich deshalb kurz.
Der Österreicher Gerfried Göschl, der Spanier Alex Txikon und der Kanadier Louis Rousseau haben am Gasherbrum I das Handtuch geworfen. Der Sturm habe einen weiteren Aufstieg nicht mehr zugelassen, berichtete Gerfried. „Unter diesen Bedingungen haben wir keine Chance auf den Gipfel zu kommen.“ Der Versuch, den G I erstmals im Winter zu besteigen, ist damit gescheitert.

Datum

15. März 2011 | 11:44

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Letzter Anlauf

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, dürften sich die Mitglieder der beiden noch im Karakorum in Pakistan verbliebenen Winterexpeditionen gesagt haben. Sechs Tage bleiben den Bergsteigern noch bis zum Frühlingsanfang – und damit auch für ihr Ziel, die Achttausender Gasherbrum I und Broad Peak erstmals in der kalten Jahreszeit zu besteigen. Die letzten Gipfelversuche laufen.


Alex Txikon und Louis Rousseau in der G I-Südwand

Datum

14. März 2011 | 13:39

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Erdbeben-Zeitbombe Nepal

Meine Gedanken sind bei den Menschen in Japan. Bei den wohl Tausenden, die bei dem Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Tsunami ums Leben kamen. Bei ihren Familien, die ihre Liebsten verloren haben. Bei den Hunderttausenden, die ohne Obdach dastehen. Bei den Menschen im Umkreis des Atomkraftwerks Fukushima, die nach der Naturkatastrophe nun auch noch von einem GAU bedroht sind.
Kein Land der Welt war so gut auf ein großes Erdbeben vorbereitet wie das hoch entwickelte Japan. In Tokio schwankten die Hochhäuser, aber sie fielen nicht in sich zusammen, weil sie erdbebensicher gebaut sind. Die Zahl der Brände blieb überschaubar, da sich das Stromnetz vielerorts automatisch abschaltete. Doch trotz aller Vorkehrungen sind die Folgen des Bebens verheerend.


Der Durbar Square in Patan nach dem Beben von 1934

Datum

13. März 2011 | 14:11

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Vergeblich geschuftet

Die erste Winterbesteigung eines Achttausenders in Pakistan am 2. Februar bleibt vorerst auch die einzige. Nachdem der Italiener Simone Moro, der Kasache Denis Urubko und der Kanadier Cory Richards vor gut einem Monat den Gipfel des Gasherbrum II erreicht hatten, hofften die Mitglieder zweier weiterer Expeditionen im Karakorum auf einen ebenso erfolgreichen Abschluss ihrer Projekte. Doch danach sieht es derzeit nicht aus. Die polnischen Bergsteiger am Broad Peak brachen ihren Gipfelversuch ebenso ab wie das Trio um den Österreicher Gerfried Göschl am Gasherbrum I.


Artur Hajzer unterhalb von Lager II

Datum

10. März 2011 | 10:57

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Bergretter von der Annapurna geehrt

Auszeichnungen sind einerseits so überflüssig wie ein Kropf. Andererseits stehen sie für etwas, das in unserer Zeit eher selten geworden ist: Wertschätzung für außergewöhnlichen Einsatz. Etwa den der Schweizer Daniel Aufdenblatten und Richard Lehner. Die beiden Bergretter wurden jetzt in New York mit dem „Heroism Award“ der Aviaton Week ausgezeichnet. Der Preis ist so etwas wie der „Oscar“ der Luftfahrt für ihre selbstlosen Helden. Im letzten Jahr war damit Chesley B. Sullenberger geehrt worden, jener Pilot, der 2009 einen Airbus im Hudson River vor New York notgewassert hatte. Alle 155 Passagiere hatten überlebt.

Datum

9. März 2011 | 15:07

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Gipfelversuch am Broad Peak

„Die Hoffnung friert zuletzt ein“ – dieses Motto hat sich die polnische Expedition gegeben, die immer noch versucht, den 8051 Meter hohen Broad Peak in Pakistan erstmals im Winter zu besteigen. Anderthalb Monate halten sich die Bergsteiger um Expeditionsleiter Artur Hajzer nun schon im bitterkalten Karakorum auf. Der Frühlingsanfang rückt immer näher und damit schwindet auch die Zeit, das Projekt erfolgreich abzuschließen.


Robert Szymczak oberhalb von Lager II

Jetzt endlich hat der erste Gipfelversuch begonnen. Die Meteorologen kündigten für diesen Mittwoch und Donnerstag ein kleines Wetterfenster mit wenig Wind und Wolken an. So brachen Hajzer und vier weitere Bergsteiger am Montag auf. In Lager II auf 6200 Metern mussten sie ernüchtert feststellen, dass der Sturm ein weiteres Zelt zerstört hatte. Zwei Teammitglieder waren gezwungen, die Nacht in den Zeltresten zu verbringen, einem besseren Biwaksack.

Datum

8. März 2011 | 9:44

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