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	<title>Frauen &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Musiker, Lehrer oder beides?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 10:00:09 +0000</pubDate>
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<p>Wenn man im fünften Studienjahr ist, muss man an einer Grundschule oder einem Kindergarten einige Lehreinheiten geben. Einen guten Monat lang unterrichtet man dort, und immer wieder kommen unsere Dozenten und Lehrer in die Klassen, um unsere Lehrmethoden zu bewerten. Es ist besonders wichtig, dass wir die Klassen vorbereiten und auch Tests ansetzen, damit sie sehen können, was wir in den vergangenen Jahren an der Uni gelernt haben. Was allerdings ein bisschen verwirrend ist, ist, dass man von uns verlangt, gute Lehrer zu sein und gleichzeitig aber auch gute Musiker.</p>
<p>Es macht Spaß, das was man gelernt hat, weiterzuvermitteln. Aber wir lernen sehr wenig Theorie und auch keine Lehrmethoden. Das gehört nicht in unser Bildungskonzept. Und so kommt es dann dazu, dass jeder von uns andere Themen unterrichtet – und das auf unterschiedliche Art und Weise.</p>
<p><span id="more-1729"></span></p>
<p>Daher kommt es oft zu Missverständnissen zwischen der Hochschule und dem Bildungsministerium: Sie müssten sich mal endlich einig darüber werden, was sie von uns wollen. Das Ministerium wünscht sich gut ausgebildete Lehrer, die Hochschule will beides – Lehrer und Musiker, hat aber dafür und davon keinen richtigen Plan.</p>
<p>Ich habe mit zwei meiner Freunde darüber gesprochen. Lana ist 22 Jahre alt und spielt Querflöte. 2010 hat sie ihren Abschluss gemacht. Sie hat mir davon erzählt, dass sie heil froh war, dass ihre Familie sie nicht davon abgehalten hat, Musik zu studieren. Als sie allerdings im dritten Jahr war, hat sie sich an der Hochschule gelangweilt. Sie hatte eine andere Vorstellung von ihrem Studium der Musik „Ich verstehe nicht, warum ich noch so viele andere Fächer, wie Sprachen, belegen muss. Wozu brauche ich das, wenn ich doch eh Musikerin werden will?“, sagte Lana zu mir. Über ihre Zeit im Kindergarten erzählte sie mir dann, dass sie alles in einer Person war. Sie musste mit den Kindern musizieren, ihnen vorlesen, sie zum Sport animieren und natürlich auf sie aufpassen. „Ich hatte keine Probleme damit, das alles zu tun“, sagte Lana. „Aber das ist eigentlich nicht mein Job.“ Trotzdem sei sie ganz glücklich dort gewesen, denn die Kinder seien so zufrieden gewesen. Letztendlich ist Lana jetzt aber auch Mitglied im „Ranya Symphony Orchestra“.</p>
<div id="attachment_1735" aria-labelledby="figcaption_attachment_1735" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event.jpg" rel="lightbox[1729]"><img class="size-medium wp-image-1735" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg" alt="Hellgurd Ahmed" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Lana-in-kindergartens-sport-event-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Lana im Kindergarten bei einem Sport-Event</p></div>
<p>Ein anderes Mädchen, dessen Namen ich nicht nennen darf, erzählte mir, dass ihre Familie einverstanden war mit ihrem Musikstudium. Das sei alles kein Problem. Aber als es dann das erste Mal darum ging, dass sie mit der Uni in eine andere Stadt reisen sollte, seien ihre Eltern strikt dagegen gewesen. Sie musste zu Hause bleiben. Dafür habe sie sich sehr geschämt. Sie hat dann vorgetäuscht krank zu sein und deshalb nicht mitfahren zu können. Ihre Familie habe sie zunehmend von allen musikalischen Aktivitäten ferngehalten, obwohl sie eigentlich dem Studium zugestimmt hatten. Leider hat sie dann auch einen schlechten Abschluss gemacht.</p>
<p>Wir Künstler sind froh darüber, wenn wir das Interesse anderer Menschen an der Kunst und der Musik wecken können. Ich würde mir nur wünschen, dass noch mehr Frauen die Möglichkeit dazu bekommen.</p>
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		<title>Von Rabenmüttern und unmännlichen Vätern</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1259</link>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 14:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kathrin | Deutschland]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1269" aria-labelledby="figcaption_attachment_1269" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Schild_FrauKind.jpg" rel="lightbox[1259]"><img class="size-medium wp-image-1269" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Schild_FrauKind-300x300.jpg" alt="Verkehrsschild für Fußgänger, Mutter mit Kind (Foto: Kathrin Biegner)." width="300" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Schild_FrauKind-300x300.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Schild_FrauKind-150x150.jpg 150w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Schild_FrauKind-1024x1024.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Verkehrsschild mit Vorurteil: Wo sind die Väter?</p></div>
<p>María hat meinen <a href="http://blogs.dw.com/educationblog/?p=421#comments">Eintrag vom 14. Mai kommentiert</a>: Sie zeigte sich überrascht über meine Beschreibung von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Tatsächlich haben mich diese Zahlen selbst überrascht, als ich sie zum ersten Mal hörte. Insbesondere da ich persönlich noch nie wegen meines Geschlechts diskriminiert worden bin. Auch meine Eltern behandeln meinen Bruder und mich gleich. Unterschiede fallen mir höchstens bei Familienfesten auf, die nämlich hauptsächlich von Frauen vorbereitet werden. Männer über 30 lassen sich selten in der Küche blicken. Damit kann ich aber leben. Schließlich helfe ich im Gegenzug ja auch nicht, wenn Bauarbeiten anstehen.<span id="more-1259"></span></p>
<p>María hat recht damit, dass die deutsche Gesetzgebung Eltern viele Möglichkeiten bietet, damit sie sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern können. Es gibt auch immer mehr Väter, die diese Möglichkeiten auch nutzen. Mütter oder Väter, die in Elternzeit gehen, haben das Recht ihre Stelle bis zu drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes wieder aufzunehmen. Diese Zeit können sie auch unter sich aufteilen. Viele Eltern können auch eine weitere Möglichkeit nutzen: Teilzeit-Arbeit.</p>
<p>Soweit die Theorie, die Praxis sieht leider meistens anders aus. Einige Arbeitsstellen haben zum Beispiel derart hohe Ansprüche, dass sie von einem Arbeitnehmer in Teilzeit nicht erfüllt werden können. Außerdem ist es schwierig, Veränderungen in einem Unternehmen oder einer Branche zu verfolgen, wenn man mehrere Jahre in Elternzeit ist.</p>
<div id="attachment_1275" aria-labelledby="figcaption_attachment_1275" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Spielplatz-Kathrin-001.jpg" rel="lightbox[1259]"><img class="size-medium wp-image-1275" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Spielplatz-Kathrin-001-300x199.jpg" alt="Kathrin Biegner auf einem Spielplatz (Foto: Kathrin Biegner)." width="300" height="199" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Spielplatz-Kathrin-001-300x199.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Spielplatz-Kathrin-001-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Väter werden als &#039;unmännlich&#039; angesehen, wenn sie in Elternzeit gehen.&quot;</p></div>
<p>Zudem gibt es kulturelle Barrieren. Frauen haben oft Angst davor, als „Rabenmutter“ zu gelten, wenn sie arbeiten gehen, anstatt sich um die Familie zu kümmern. Väter hingegen müssen manchmal mit gegensätzlichen Vorurteilen kämpfen: Sie werden als „unmännlich“ angesehen, wenn sie in Elternzeit gehen, da sie dann traditionell weibliche Aufgaben übernehmen und ihre „männliche Pflicht“ &#8211; Geld zu verdienen &#8211;  scheinbar vernachlässigen.</p>
<p>Hinzu kommt, dass Männer oft mehr verdienen als ihre Ehefrauen, so dass es finanziell schwierig für eine Familie werden könnte, wenn der Vater in Elternzeit geht. Denn zum einen arbeiten Männer generell oft in Branchen, in denen höhere Gehälter gezahlt werden, zum anderen verdienen Männer in Deutschland für dieselbe Arbeit acht Prozent mehr als eine gleich qualifizierte Frau. Ein Blick auf die Statistik zu den generellen Gehaltsunterschieden in Deutschland ergibt schließlich: Frauen verdienen 23 Prozent weniger als Männer. Wie <a href="http://blogs.dw.com/educationblog/?p=421#comments">María in ihrem Kommentar</a> schreibt, sollten wir uns &#8211; verglichen mit Argentinierinnen &#8211;  dennoch glücklich schätzen: In ihrem Heimatland liegt der Unterschied bei bis zu 35 Prozent.</p>
<p>Unterschiede gibt es übrigens auch in Deutschland selbst, und zwar weiterhin zwischen Ost und West. In der DDR war es üblich, dass Frauen zur Arbeit gingen und dementsprechend gab es auch ein gut ausgebautes Kinderbetreuungssystem. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde das westliche Bildungssystem in Ostdeutschland eingeführt. Kulturelle Einstellungen verändern sich aber scheinbar nicht so schnell. Auch heute noch arbeiten in Ostdeutschland mehr Frauen als in Westdeutschland.</p>
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		<title>Und was ist mit den Jungs? Kritische Anmerkungen zur Gleichberechtigung</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1213</link>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 09:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1221" aria-labelledby="figcaption_attachment_1221" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-and-boys-generally-have-equal-chances-to-attend-school-these-days.jpg" rel="lightbox[1213]"><img class="size-medium wp-image-1221" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-and-boys-generally-have-equal-chances-to-attend-school-these-days-200x300.jpg" alt="Schultafel mit Tagesaufgaben in Kenia (Foto: Emmy Chirchir)." width="200" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-and-boys-generally-have-equal-chances-to-attend-school-these-days-200x300.jpg 200w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Girls-and-boys-generally-have-equal-chances-to-attend-school-these-days-682x1024.jpg 682w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p class="wp-caption-text">Gleiche Rechte für Mädchen - und Jungs!</p></div>
<p>Wir machen immer wieder den gleichen Fehler: Für uns ist der Begriff Gender gleichbedeutend mit den Belangen von Frauen. Die Gleichstellung der Geschlechter wird einfach mit Frauen und deren Kampf für Gleichberechtigung gleichgesetzt.</p>
<p>Soweit ich zurückblicken kann, haben Menschen um die Rechte der Frauen gekämpft. Auch große Institutionen wie die UNO setzen sich für die Rechte der Frauen ein &#8211; und das zu Recht. Sonst hätten wir heutzutage sicherlich nicht solche Fortschritte in Bezug auf die Emanzipation der Frauen zu verbuchen.</p>
<p>Allerdings kommt es mir so vor, dass damit die Belange der Jungen vergessen worden sind! Die Betonung auf die Mädchen und deren Förderung verlagert den Schwerpunkt weg von den Jungen. Hunderte von westlichen und lokalen Organisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen zu schützen, zu fördern und für die Emanzipation der Frauen zu kämpfen. <span id="more-1213"></span></p>
<p>Doch wer kümmert sich eigentlich um die Jungen? Wo sind die Organisationen, die sich um deren Bedürfnisse mit speziellen Bildungsprogrammen kümmern? Ich finde, dass auch Jungen ein Recht auf zusätzliche Förderung außerhalb der Familie haben!</p>
<p>Aus den Blogeinträgen meiner Kollegen und aus Gesprächen mit verschiedenen Leuten habe ich das Gefühl, dass die Erziehung von Jungen und Mädchen in der heutigen Gesellschaft nicht wirklich differenziert betrachtet wird.</p>
<div id="attachment_1227" aria-labelledby="figcaption_attachment_1227" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Boys-and-girls-in-school2.jpg" rel="lightbox[1213]"><img class="size-medium wp-image-1227" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Boys-and-girls-in-school2-300x199.jpg" alt="Schüler in Kenia stehen vor der Schule, Foto: Emmy Chirchir." width="300" height="199" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Boys-and-girls-in-school2-300x199.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Boys-and-girls-in-school2-1024x682.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Mädchen und Jungen - gleiche Schule, andere Benotung</p></div>
<p>Zwar versuchen Bildungsinstitutionen und auch die Regierung mit verschiedenen Initiativen, Mädchen den Schulbesuch zur erleichtern. So stellte beispielsweise Ministerpräsident Raila Odinga vor einem Monat Geld für Damenbinden und Unterwäsche für Mädchen aus benachteiligten Familien zur Verfügung, damit diese zur Schule gehen können. Ein weiteres Beispiel für derartige Initiativen ist die unterschiedliche Bewertung von Schulnoten, da es oft heißt Mädchen hätten nicht so gute Noten wie Jungen.</p>
<p>Wie ich in meinem <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=337">ersten Blogeintrag</a> erwähnt habe, müssen Schüler sowohl für eine weiterführende Schule als auch für ein Studium eine nationale Prüfung bestehen. Die Regierung senkte hier die erforderliche Mindestpunktzahl für Mädchen, um sicherzustellen, dass sie – trotz einer geringeren Punktzahl &#8211; zum Studium zugelassen werden. Das macht es aber einfacher für die Mädchen, oder?</p>
<p>Ich finde, dass Mädchen und Jungen dann nicht auf dem gleichen Spielfeld spielen. Durch diese Art von Förderung wird von Frauen weniger erwartet. Doch wenn es später darum geht, eine Anstellung zu finden und beide Geschlechter schließlich das gleiche Spielfeld betreten, werden Frauen eventuell Schwierigkeiten haben, da sie bisher eine weichere Behandlung gewohnt waren.</p>
<p>Und trotz der vielen Maßnahmen, die bereits ins Leben gerufen wurden, gibt es weiterhin Geschlechter-Unterschiede, wie <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1039">Maria in ihrem Blogeintrag </a>schreibt. Hellgurd erwähnt auch etwas sehr interessantes: <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=961">Er stellt fest, dass es schwieriger für Jungen und Mädchen ist befreundet zu sein</a>, wenn sie älter werden. Da stimme ich ihm zu. Sobald ein Mädchen die Schule verlässt, wird von der Gesellschaft (vor allem von der männlichen) erwartet, dass die Frau &#8222;in ihre Schuhe passt&#8220; und &#8222;nicht gegen die Regeln&#8220; verstößt, die von der Gesellschaft festgelegt sind.</p>
<p>Die Situation in Kenia ist vielleicht nicht so schlimm wie im Irak. Aber es gibt immer noch Bereiche in der Berufswelt, die weiterhin in der Domäne der Männer liegen, wie zum Beispiel im Bauingenieurwesen.</p>
<p>Bin ich also dennoch für eine zusätzliche Förderung von Mädchen? Natürlich bin ich dafür. Aber die Verantwortung liegt bei uns Frauen, wir müssen unsere Agenda selbst bestimmen und uns für Mädchen einsetzen. Meiner Meinung nach sollten Mädchen keine besonderen Gefälligkeiten bekommen, da das sicherlich nicht zu mehr Gerechtigkeit beiträgt. Zusätzlich sollte die Jungenpädagogik nicht aus den Augen verloren werden und gleichbedeutend sein. Schließlich leben wir nicht in einer Welt, die nur aus Frauen besteht!</p>
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		<item>
		<title>Einblicke in das Leben dreier Frauen</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1173</link>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 13:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wojcikn]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1175" aria-labelledby="figcaption_attachment_1175" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-school-teachers.jpg" rel="lightbox[1173]"><img class="size-medium wp-image-1175" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-school-teachers-300x228.jpg" alt="Lehrerinnen im Irak (Foto: Hellgurd S. Ahmed)." width="300" height="228" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-school-teachers-300x228.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Some-school-teachers-1024x779.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Gleichberechtigung im Irak: Besser, aber noch nicht gut genug </p></div>
<p>Für meine Recherche über die Situation der Frauen im Irak habe ich mich am vergangenen Wochenende mit drei sehr unterschiedlichen Frauen getroffen. So konnte ich ein besseren Überblick darüber bekommen, wie sie ihre eigene Situation einschätzen, und wie frei sie sich im Irak fühlen. Einige Höhepunkte dieser Gespräche würde ich gerne mit Euch teilen.</p>
<p>Als erstes habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die als Grundschullehrerin arbeitet. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Sie fühlt sich als freie Frau. Dennoch: „Wir haben noch nicht genügend Freiheiten – auch wenn es in den vergangenen Jahrzehnten viel besser geworden ist“, sagt sie. <span id="more-1173"></span></p>
<p>„Ich denke, es ist besser wenn Frauen jemanden heiraten, der den gleichen Beruf hat oder zumindest einen ähnlichen – dann kann man sich gegenseitig besser verstehen. Ich habe ein Kind, da ist es manchmal nicht ganz einfach einem Beruf nachzugehen. Ich muss mein Kind zur Kindertagesstätte schicken und ich bin mir nicht sicher, ob es dort gut erzogen wird. Aber ich habe keine andere Wahl“, meinte meine Freundin.</p>
<div id="attachment_1179" aria-labelledby="figcaption_attachment_1179" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-when-interviewing.jpg" rel="lightbox[1173]"><img class="size-medium wp-image-1179" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-when-interviewing-300x225.jpg" alt="Hellgurd beim Interview (Foto: Hellgurd S. Ahmed)." width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-when-interviewing-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/me-when-interviewing-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das bin ich - während der Interviews</p></div>
<p>Als nächstes sprach ich mit einer jungen, arbeitslosen Frau, die vor einem Jahr ihren Abschluss an einer Medienhochschule gemacht hatte. Anfangs hatte sie einen Job in der Politik, allerdings sei ihr dort übel mitgespielt worden, erzählte sie. „Meine Arbeit war davon abhängig, ob sie gerade Lust hatten, mir eine Aufgabe zu geben oder nicht. Oder sie überlegten, ob meine Spezialisierung im Moment gerade populär war oder eben nicht“, sagte sie verärgert.</p>
<p>Die dritte Frau, mit der ich sprach, war eine ältere Frau, die niemals eine Schule besucht hatte. Sie hatte Tränen in den Augen, als sie mir davon erzählte. „Mein Sohn“, sprach sie mich sanft an, „als ich jung war, lebte ich mit meiner Familie in einem Dorf. Dort gab es keine Schule – wir wussten noch nicht einmal so genau, was das sein sollte, eine Schule. Unterrichtet wurde nur in den Moscheen – unsere Männer und Jungs lernten dort Schreiben und Lesen. Manchmal mussten sie dafür auch das Dorf verlassen. Damals durften nur sehr wenige Frauen zur Schule gehen – und nur in den großen Städten“, sagte sie.</p>
<div id="attachment_1181" aria-labelledby="figcaption_attachment_1181" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/The-old-woman-hope-a-bright-future-for-our-next-generation-one-of-her-generations-photo.jpg" rel="lightbox[1173]"><img class="size-medium wp-image-1181" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/The-old-woman-hope-a-bright-future-for-our-next-generation-one-of-her-generations-photo-300x225.jpg" alt="Mädchen aus Irak (Foto. Hellgurd S. Ahmed)." width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/The-old-woman-hope-a-bright-future-for-our-next-generation-one-of-her-generations-photo-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/The-old-woman-hope-a-bright-future-for-our-next-generation-one-of-her-generations-photo-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Neustart für die nächste Generation</p></div>
<p>“Ich bin sehr traurig, dass ich das Leben nicht richtig genießen kann. Ich fühle mich wie eine Blinde: Ich kann nicht Lesen noch Schreiben und kann daher nicht am modernen Leben teilhaben. Zum Glück kann ich zumindest miterleben, wie meine Kinder und die zukünftige Generation nun ein vollwertiges Leben leben können. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie manchmal jemand in meinem Dorf einen Brief bekam, aber keiner ihn lesen konnte. Dann mussten wir warten, bis die Männer nach Hause kamen. Damals war das völlig normal, aber wenn ich das mit dem heutigen Leben vergleiche, muss ich sagen, dass es ein Desaster war“, erzählte sie schweren Herzens.</p>
<p>Ich finde, diese drei Lebensgeschichten zeigen deutlich, welchen Stellenwert Frauen in meinem Land haben. Und sie zeigen auch, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten viel geändert hat. Ich hoffe, dass wir jetzt eine gerechtere Gesellschaft sind, aber wir müssen uns noch mehr bemühen. Gerade die junge Generation sollte daran arbeiten, dass unsere Politiker umdenken.</p>
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		<title>Frauen haben weniger Rechte</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=961</link>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:27:15 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_967" aria-labelledby="figcaption_attachment_967" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ranya-Downtown.jpg" rel="lightbox[961]"><img class="size-medium wp-image-967" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ranya-Downtown-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ranya-Downtown-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Ranya-Downtown-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Universitäten sind offen für Männer und Frauen - für den Arbeitsmarkt gilt das nicht</p></div>
<p>Im Irak habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Entfaltungsmöglichkeiten für Männer und Frauen geschlechtsspezifisch stark unterscheiden.  Hier spielen  das soziale Umfeld, das Alter, der Wohnort und der religiöse Glaube eine große Rolle. Gleichheit besteht  bei uns – mehr oder weniger – in der frühen Kindheit, aber es sind deutliche Unterschiede im Umgang mit Jungen und Mädchen spürbar.</p>
<p>Ich finde, dass die Chancen, die Männern eingeräumt werden, geradezu grenzenlos sind. <span id="more-961"></span></p>
<p>Männern stehen immer mehrere Wege offen und es wird ihnen sogar zugestanden, Regeln zu brechen. Frauen werden hingegen stark begrenzt. Das verstärkt sich besonders um die Zeit ihres vierzehnten Geburtstags herum. Frauen müssen für ihre Rechte und ihre Freiheiten kämpfen. Viele haben sich selbst geopfert und damit anderen Frauen zu mehr Freiheiten verholfen.</p>
<p>Wegen des Kriegs zwischen dem Irak und dem Iran habe ich selbst nie den Kindergarten besucht. Ich musste aus meinem Heimatland fliehen. Heute bin ich Kindergärtner und ich glaube an die Gleichheit von Kindern. Die Kinder sind meistens sehr glücklich, und ich glaube, ihre Freiheit unterscheidet sich deutlich von den Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Im Kindergarten wird es den Jungen und Mädchen gestattet, ihre Zeit miteinander zu verbringen. Sie spielen, singen und essen zusammen.</p>
<div id="attachment_965" aria-labelledby="figcaption_attachment_965" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-KINDERGARTEN-KID.jpg" rel="lightbox[961]"><img class="size-medium wp-image-965" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-KINDERGARTEN-KID-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-KINDERGARTEN-KID-300x225.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/A-KINDERGARTEN-KID-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Ob Junge oder Mädchen - die Kleinen genießen noch viele Freiheiten</p></div>
<p>Das mag jetzt merkwürdig erscheinen, weil es doch eigentlich recht gewöhnlich ist. Aber was soll man tun, wenn das Recht darauf nicht besteht? Für manche Dinge müssen wir immer noch die Erlaubnis der Eltern erfragen. Selbst für kleine Unternehmungen, die wir mit den Kindern planen.</p>
<p>Als ich in der Grundschule war, fand ich es leicht, mit Mädchen Freundschaften zu schließen, später wurde das immer schwerer. In der weiterführenden Schule hatte ich das Gefühl, dass viele Mädchen gerne mit Jungs befreundet sein wollten. Aber das stand den Mädchen einfach nicht zu.</p>
<p>Bei uns gibt es Grundschulen, die Jungen und Mädchen gemeinsam besuchen. Auch in der Mittelstufe gibt es viele gemischte Schulen, aber es gibt nur wenige gemischte Gymnasien. Die Universitäten und andere weiterführende Bildungseinrichtungen und Institute sind wieder für beide Geschlechter offen. Ich kenne so viele Frauen, die ihren Abschluss gemacht haben, aber jetzt arbeitslos sind, weil sie keine Chance auf Arbeit bekommen. Einige arbeiten freiberuflich, aber manchmal erlauben die Eltern das nicht.</p>
<p>Männer haben in der Arbeitswelt ganz andere Chancen. Männer können tun und lassen, was sie wollen. Die Frauen hingegen müssen immer darauf achten, nicht gegen Regeln zu verstoßen, die ihnen von ihren Eltern oder ihren Ehemänner auferlegt worden sind. Frauen können sich auf einige Stellen der Regierung bewerben, aber &#8211; bedingt durch ihre Rolle in der Gesellschaft – darf eine Frau nie mehr verdienen als ihr Ehemann. Sollte dies doch schon mal vorkommen, muss sie ihr Geld mit dem Ehemann teilen oder darf es nur für wirklich notwendige Dinge ausgeben.</p>
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