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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Search Results for Tag: Gasherbrum II

Simone Moro wird 50: „Ich lebe noch“

Simone Moro

Es tut nicht weher als sonst. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Es ist eher eine mentale Herausforderung, die ersten 50 Jahre voll zu machen. Schließlich ist klar, dass dann definitiv die zweite Lebenshälfte beginnt. Zeit, Bilanz zu ziehen. An diesem Freitag feiert Simone Moro seinen 50. Geburtstag. Der Italiener kann schon jetzt mit seiner Karriere als Höhenbergsteiger mehr als zufrieden sein. Niemand sonst hat wie Simone vier Winter-Erstbesteigungen von Achttausendern auf dem Konto.

Mit dem Polen Piotr Morawski erreichte Moro 2005 erstmals in der kalten Jahreszeit den 8027 Meter hohen Gipfel der Shishapangma. Drei weitere Winter-Erstbesteigungen folgten: 2009 mit dem gebürtigen Kasachen Denis Urubko am Makalu (8485 Meter), 2011 mit Urubko und dem US-Amerikaner Cory Richards am Gasherbrum II (8034 Meter) und 2016 mit dem Spanier Alex Txikon und dem Pakistaner Muhammad Ali „Sadpara“ am Nanga Parbat (8125 Meter). Simone verzichtete bei allen diesen Aufsteigen auf Flaschensauerstoff. Im vergangenen Frühjahr hatte sich Moro gemeinsam mit der Südtirolerin  Tamara Lunger vorgenommen, die vier Gipfel des Kangchendzönga-Massivs zu überschreiten. Zwei Vorstöße endeten auf 7200 Metern, weil Simone an Bauchschmerzen litt.

Moro ist mit der Südtiroler Kletterin Barbara Zwerger verheiratet und hat eine 19 Jahre alte Tochter und einen siebenjährigen Sohn. Simone hat sich auch als Rettungshubschrauberpilot im Himalaya Verdienste erworben.

Simone, ein halbes Jahrhundert in den Knochen, wie fühlt sich an?

Datum

26. Oktober 2017 | 13:56

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Spanier brechen Gipfelversuch am Gasherbrum II ab

Die Route der Spanier (blau) am Gasherbrum II

Das Wetter im Karakorum ist in diesem Sommer wieder einmal eine Wundertüte. „Wir erleben regelmäßig vier Jahreszeiten an einem Tag: Sonne, Wolken, Regen, Schnee, Wind“, schrieb der neuseeländische Expeditionsleiter Russell Brice in dieser Woche aus dem Basislager zu Füßen des K 2, des zweithöchsten Bergs der Erde.  Knapp 20 Kilometer Luftlinie entfernt, starteten die drei Spanier Alberto Inurrategi, Juan Vallejo und Mikel Zabalza ungeachtet der Wetterkapriolen am Mittwoch ihren ambitionierten Versuch, Gasherbrum I und II im Alpinstil zu überschreiten, ohne ins Basislager abzusteigen – 33 Jahre nach Reinhold Messners und Hans Kammerlanders bis heute nicht wiederholter Pioniertat an diesen beiden Achttausendern.

Datum

21. Juli 2017 | 16:36

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Gipfelerfolg am Gasherbrum II gemeldet

Gasherbrum II

Laut dem pakistanischen Expeditionsveranstalter Alpine Adventure Guides hat es heute den ersten Gipfelerfolg am Gasherbrum II in dieser Sommersaison gegeben. Die beiden Franzosen Mathieu Maynadier und Jeremy Rumebe hätten den 8034 Meter hohen Gipfel im Karakorum erreicht, teilte die Agentur mit.  Weitere Informationen liegen noch nicht vor. Die beiden Bergführer aus Frankreich hatten sich vorgenommen, den G II auf der Normalroute zu besteigen und anschließend mit Skiern abzufahren. Ziel seiner ersten Achttausender-Expedition sei es, Erfahrung in großer Höhe zu sammeln, um irgendwann in den nächsten Jahren eine technische Route an einem Achttausender zu versuchen, hatte Maynadier im Vorfeld gesagt.

Datum

17. Juli 2017 | 15:08

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Amical bläst Expeditionen in Pakistan ab

Broad Peak in Pakistan

Broad Peak in Pakistan

„Das ist mir einfach zu spannend“, sagt Dominik Müller. Der Chef des deutschen Veranstalters Amical alpin hat seine ursprünglich für den Sommer 2015 geplanten Expeditionen und Trekkingtouren in Pakistan abgeblasen. „Aufgrund der unsicheren Lage in Pakistan und immer wieder aufflammender Auseinandersetzungen im Gebiet von Gilgit und Chilas haben wir uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. „Die Gewaltbereitschaft der Taliban, verschiedener Untergruppen und nicht zuletzt religiöser Splittergruppen bereitet uns große Sorge und lässt uns leider keine andere Wahl.“ 

Datum

23. März 2015 | 16:04

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Traurige Sommer-Bilanz im Karakorum

Nahe dem Concordiaplatz im Karakorum

In den Basislagern zu Füßen der Achttausender im Karakorum hat das große Packen begonnen. Die Expeditionen neigen sich dem Ende zu. Die Bergsteiger brechen ihre Zelte ab und kehren in die Heimat zurück. Die diesjährige Sommersaison wurde von mehreren Tragödien überschattet. Zuweilen beschlich mich das Gefühl, „Abenteuer Sport“ werde zum Katastrophen-Blog. 

Datum

1. August 2013 | 15:23

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Bilder vom Grat

Aus dem Karakorum werden weitere Gipfelerfolge vermeldet. Rund 20 Bergsteiger sollen den K 2, den zweithöchsten Berg der Erde bestiegen haben, die meisten waren mit Flaschensauerstoff unterwegs. Lediglich der Pole Adam Bielecki and der Iranier Azim Ghaychesaz seien „oben ohne“ auf den höchsten Punkt gelangt, heißt es. Auch an den Achttausendern Broad Peak und Gasherbrum II hat es angeblich die ersten erfolgreichen Besteigungen der Saison gegeben.

18 Tage oben

Für das bisherige Glanzlicht 2012 an den höchsten Bergen Pakistans sorgte – wie hier im Blog berichtet – eine britische Expedition am Nanga Parbat: Die Briten Sandy Allan und Rick Allen erreichten erstmals den 8125 Meter hohen Gipfel über den Mazeno-Grat, den mit rund zehn Kilometern längsten Grat an einem Achttausender. 18 Tage lang waren die beiden in großer Höhe unterwegs. Die Südafrikanerin Cathy O’Dowd und die Sherpas Lhapka Randu, Lhapka Nuru und Lhapka Zarok stiegen ab, nachdem sie den Grat mit Ausnahme der Gipfeletappe überschritten hatten. Eine beeindruckende Leistung des gesamten Teams. Beeindruckende Bilder davon gibt es hier:  

Datum

1. August 2012 | 16:10

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Auf dem Grat

Der Mazeno-Grat am Nanga Parbat

Armer Jogi. Joachim Löw erging es bei der EM wie mir am Putha Hiunchuli. Kurz vor dem Gipfel musste er umkehren. Und nun gehen die Diskussionen los. Warum schaffte er es nicht bis ganz oben? Falsche Taktik? Schlechte Vorbereitung? Zu wenig gebissen? Soll er jetzt zurücktreten? Und das Ganze nur, weil Italien an einem Abend schlicht besser war. Aber beim Fußball ist es eben wie beim Bergsteigen. Hier wirst du an Gipfeln, dort an Titeln gemessen. Eigentlich Kokolores. Wie auch immer, die Fußball-EM ist Geschichte. Zeit, den Blick nach Pakistan zu wenden. Denn dort sind inzwischen zahlreiche Expeditionen am Berg.

Datum

2. Juli 2012 | 17:30

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Exklusiv-Interview mit Umweg

Natürlich ist es schöner, jemanden direkt zu befragen. Augenkontakt ist wichtig, Nachfragen sind möglich. Doch manchmal muss man auch Umwege in Kauf nehmen.
Nach ihrer erfolgreichen Winterbesteigung des 8034 Meter hohen Gasherbrum II im Karakorum haben der Italiener Simone Moro, der Kasache Denis Urubko und der Kanadier Cory Richards ihre Zelte abgebrochen und befinden sich auf der Heimreise. Ich hatte Gelegenheit, ihnen per Mail einige Fragen zukommen zu lassen, die sie mir jetzt auf elektronischem Weg beantwortet haben.


Der Gasherbrum II im Karakorum

Simone, du hast deinem Ruf als Winterspezialist wieder einmal alle Ehre gemacht. Nach der Shishapangma 2005 und dem Makalu 2009 hast du jetzt gemeinsam mit Denis und Cory erstmals den Gasherbrum II im Winter bestiegen. Wie schwer ist euch der Aufstieg gefallen?

Legt man die Expeditionsberichte kürzlich gescheiterter Winteraufstiege im Karakorum zugrunde, erschien ein Erfolg nahezu unmöglich. Aber nach elf Winterexpeditionen, die hinter mir liegen, wusste ich, dass nichts unmöglich ist. Trotz der geringen Erfolgschancen, die aus 25 Jahren gescheiterter Versuche sprachen, gab ich mein Bestes in Sachen Organisation, Taktik und Einsatz. Und es wurde ein großer historischer Erfolg.

Datum

10. Februar 2011 | 20:53

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Ein (Un-)Glück kommt selten allein

„Das Glück war auf unserer Seite“, meint Simone nach der Rückkehr von der erfolgreichen Winterbesteigung des Gasherbrum II im Karakorum. Während der schnelle Aufstieg gewissermaßen nach Drehbuch verlief, wäre der Abstieg beinahe zu einem Fiasko geraten.


Am Gipfel: Denis Urubko, Simone Moro, Cory Richards (v.l.)

Bis zum Hals im Schnee

„Normalerweise braucht man 15-20 Minuten, um die gefährliche Passage unterhalb des Gasherbrum V zu queren. Weil wir aber eine Spur durch den tiefen Schnee treten mussten, hielten wir uns dort sehr lange auf. Plötzlich brach ein Serac in sich zusammen.“ Die Lawine erfasste die drei Bergsteiger und schleuderte sie etwa 150 Meter abwärts. Glücklicherweise konnten sie sich an der Oberfläche halten, Denis und Cory steckten jedoch bis zum Hals im Schnee fest. Simone grub seine beiden Gefährten wieder aus.

Datum

5. Februar 2011 | 11:45

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Zurück im G II-Basislager

Das war noch ein richtig hartes Stück Arbeit. Zwei Tage brauchten der Italiener Simone Moro, der Kasache Denis Urubko und der Kanadier Cory Richards, um vom Gipfel des Gasherbrum II zurückzukehren. Nun haben sie es geschafft. „Wir sind im Basislager. Einfach glücklich, lebendig und wohlauf“, schreibt Denis in einer SMS per Satellitentelefon.

Stürmischer Abstieg

Das Trio hatte ein kurzes Wetterfenster genutzt, um in einem schnellen Vorstoß die erste Winterbesteigung eines Achttausenders in Pakistan zu vollenden. Am Mittwoch um 11.28 Uhr Ortszeit standen sie auf dem höchsten Punkt, 8034 Meter hoch. Kurz darauf verschlechterte sich das Wetter. Den ursprünglichen Plan, nach einer Nacht in Lager drei auf 6900 Metern am Donnerstag direkt ins Basislager abzusteigen, mussten Simone, Denis und Cory aufgeben.


Da war das Wetter am Gasherbrum II noch gut

„Ein extrem starker Sturm machte den Abstieg sehr schwer. Wir haben keine Kraft mehr, um weiter hinunterzugehen und werden die Nacht hier verbringen“, schrieb Denis aus Lager eins auf 5900 Metern an seine Frau. Die Sicherheit hatte für die Bergsteiger Vorrang. „Das Schlimmste ist nun vorbei“, berichtete Simone. „Aber wir müssen aufgrund der Gletscherspalten weiterhin vorsichtig absteigen.“ Fast 200 Fähnchen hatten sie im Aufstieg ins Eis gesteckt, um die Route auch bei Sturm wiederzufinden. Eine weise Entscheidung.

Datum

4. Februar 2011 | 15:04

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Moro: Winterbesteigung des G II geglückt

Und wieder ein „Noch nie…“ weniger. Die erste Winterbesteigung eines der fünf Achttausender in Pakistan ist perfekt. Der Italiener Simone Moro, der Kasache Denis Urubko und der Kanadier Cory Richards erreichten nach eigenen Angaben heute den 8034 Meter hohen Gipfel des Gasherbrum II im Karakorum. Simone informierte seine Frau Barbara per Satellitentelefon, dass der Gipfelversuch geglückt sei und das Team jetzt ins Basislager absteige.


Denis Urubko und Simone Moro im Aufstieg

Das Trio war am Sonntag nach Lager eins auf 5900 Metern aufgestiegen. Am Montag erreichten Moro, Urubko und Richards bei wolkigem Himmel und leichtem Schneefall Lager zwei auf 6500 Metern. Am Dienstag übernachteten sie in Lager drei auf 6900 Metern. „Wir sind ein bisschen müde, aber wohlauf“, hatte Simone Moro vor dem Gipfelvorstoß per SMS geschrieben.

Datum

2. Februar 2011 | 9:23

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Bei Saukälte bergsteigen

Das ist ein Fall für die Profis. Noch nie wurde bisher einer der fünf in Pakistan gelegenen Achttausender im Winter bestiegen. Das könnte sich in den nächsten Tagen ändern. Denn sowohl am 8051 Meter hohen Broad Peak als auch am nicht weit entfernten, 8034 Meter hohen Gasherbrum II rüsten sich Teams für Gipfelversuche – und die klangvollen Namen der Bergsteiger versprechen durchaus, dass die Versuche erfolgreich enden könnten.


Der Broad Peak im Karakorum

Datum

29. Januar 2011 | 18:47

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