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	<title>Universitäten &#8211; Bildungswege</title>
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	<description>Fünf Blogger, fünf Länder, ein Dialog. In diesem Blog diskutieren fünf junge Leute aus Irak, Deutschland, Argentinien, Russland und Kenia über Bildungschancen in ihren Heimatländern und über ihre eigenen Bildungswege.</description>
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		<title>Immer weiter lernen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 08:19:02 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2983" aria-labelledby="figcaption_attachment_2983" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira.jpg" rel="lightbox[3007]"><img class="size-medium wp-image-2983" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-me-and-Vira-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vira und ich</p></div>
<p>Nach meinem Besuch in Bonn zum DW Global Media Forum habe ich zwei Tage in Berlin mit Freunden verbracht. Es ist fast genau zwei Jahre her, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe. Ich hatte dabei das Gefühl, als ob ich in eine zweite Heimat zurückkehre.</p>
<p>Bei einem ersten Besuch in dem Studentenwohnheim, wo ich ein Jahr lang gelebt habe, fühlte ich mich in die Zeit von damals zurückversetzt und ich konnte mich an all die alten Gespräche erinnern. Die haben mir seitdem richtig gefehlt. Ich bin zurück nach Argentinien geflogen und meine Freunde haben ihr Studium an der <a href="http://www.ecla.de">ECLA</a> fortgesetzt. Sie sind jetzt im vierten Jahr ihres Bachelor-Studiums und sie beschäftigen sich jetzt das ganze Jahr mit ihrer Bachelorarbeit. Meine Freundin Vira erzählte mir, sie möchte über einen Künstler schreiben, dessen Arbeit das Verhältnis zwischen kapitalistischen Märkte und Kunst thematisiert. Wir hatten dabei gute Gespräche über den kreativen Prozess und auch über die Herausforderungen, die wir beide bei diesem Prozess empfinden.<span id="more-3007"></span><br />
Ich habe mich auch riesig gefreut, meinen Freund David zu sehen. Er ist Mexikaner, also der andere lateinamerikanische Student an der ECLA . Es ist eine sehr enge Freundschaft zwischen uns entstanden. Seitdem ich zurück in Argentinien war, hat er sich sehr angestrengt, sein Deutsch zu verbessern. Er nimmt Deutschkurse an der freien Universität zu Berlin, wo er manchmal Vorträge hält oder Aufsätze schreibt.</p>
<p>Eine weitere Freundin &#8211; Dana &#8211; hat mir auch von ihren Pläne nach dem Studium erzählt. Sie wolle auf jeden Fall noch einen Master machen. Und im Laufe unseres Gesprächs wurde mir bewusst, wie sehr ich diese Art Gespräche vermisst habe &#8211; voller unterschiedlicher Überlegungen und voller Einzelheiten aus dem akademischen Leben. Im beruflichen Alltagsstress, wo man ja so viel Zeit im Büro verbringt und jede Menge andere Sachen zu erledigen hat, sind solche Gespräche irgendwie sehr selten.</p>
<div id="attachment_2981" aria-labelledby="figcaption_attachment_2981" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana.jpg" rel="lightbox[3007]"><img class="size-medium wp-image-2981" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-300x200.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-david-and-dana-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Dana und David</p></div>
<p>Nach meiner Rückkehr aus Deutschland, habe ich meinen Eltern erzählt, dass ich wieder an die Uni gehen möchte, um noch ein anderes Fach zu studieren. Ich merke, dass ich das seit langem nicht gemacht habe, und ich vermisse die damit verbundenen Herausforderungen.</p>
<p>Während ich so an das Ganze zurückdenke, kommt mir in den Sinn, dass Bildung – oder besser gesagt Lernen – eigentlich eine Lebenseinstellung ist. Wenn man die Herausforderung des Lernens annimmt, dann kann einen das weit bringen. Die große Frage ist, wie wir diese Herausforderung allen zugänglich machen können. Ich glaube, man muss Wege für viele Studenten finden, damit keiner frustriert ist. Vielleicht, indem wir Lehrmodelle wählen, die nicht von vornherein von einem vorbildlichen Studenten ausgehen, sondern so, dass ein Modell, das offen und zugänglich für jeden ist.</p>
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		<title>Russische Uni-Rankings: Wozu eigentlich?</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=3003</link>
		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 10:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[wiserg]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
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		<description><![CDATA[ [&#8230;]]]></description>
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<div id="attachment_2979" aria-labelledby="figcaption_attachment_2979" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Countryside-does-it-rely-on-traditional-way-of-living-too-much.jpg" rel="lightbox[3003]"><img class="size-medium wp-image-2979" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Countryside-does-it-rely-on-traditional-way-of-living-too-much-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Countryside-does-it-rely-on-traditional-way-of-living-too-much-300x238.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Countryside-does-it-rely-on-traditional-way-of-living-too-much-1024x812.jpg 1024w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Countryside-does-it-rely-on-traditional-way-of-living-too-much.jpg 1052w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Weit weg von den Großstädten und Russlands eliten Unis...</p></div>
<p>In dieser Woche bekomme ich meinen Uniabschluss – also noch ein weiterer Schritt in meiner Hochschulbildung, die ich in 2006 begonnen habe. Ich denke viel darüber nach, was diese Jahre für mich bedeutet haben, insbesondere die Entscheidung meine ursprüngliche Uni zu verlassen, um woanders zu studieren.</p>
</div>
<div>Vor einigen Wochen habe ich einen interessanten Kommentar in einer Wirtschaftszeitung gelesen, wo der angesehene Ökonom Konstantin Sonin das Thema Uni-Rankings angesprochen hat. Mich hat erstaunt, dass der Professor nach einem Vergleich der russischen und ausländischen Bildungssysteme behauptet hat, russische Uni-Rankings seien mehr oder weniger bedeutungslos! Das läge daran, dass die meisten Fakultäten in unserem Land den Studenten nur eine sehr bestimmte und begrenzte Anzahl an Kursen und Fachrichtungen anbieten, während Studenten im Ausland ein viel breiteres Angebot haben. Das erlaubt ihnen zum Beispiel ihre Interessen besser ins Studium einzubringen und hilft  ihnen beim Übergang ins Berufsleben. Kathrin hat <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1793">betont</a>, wie wichtig diese Art Flexibilität gerade für junge Leute ist.<br />
<span id="more-3003"></span> </div>
<div>Wenn ich meine Uni 2008 nicht gewechselt hätte, wäre mir der Artikel wohl nicht aufgefallen. Aber selbst 3.5 Jahre später kann ich mich noch gut daran erinnern, wie andere mich ständig mit den gleichen Fragen genervt haben: Warum hast du das gemacht? Bist du mit dem Studienangebot in Smolensk nicht unzufrieden? Generell habe ich geantwortet, &#8218;Es mag sein, dass du Recht hast, aber tust du etwas dagegen anstatt einfach nur zu meckern und anderen Angst zu machen?&#8216; Ich meine, auf der einen Seite war ich ja wirklich selbst unzufrieden, aber das kann auch eine große  Motivation sein. Entweder akzeptierst du die ganze Bürokratie und Trägheit hier (die meisten regionalen Unis haben zum Beispiel hohe Anforderungen an die Anwesenheitspflicht – auch bei wirklich sinnlosen Vorlesungen, wo man besser zu Hause die Inhalte lernen könnte), oder man setzt sich für neue Modelle ein. So eins habe ich <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2745">hier im Blog</a> ja vorgeschlagen.</div>
<div>
<div id="attachment_2977" aria-labelledby="figcaption_attachment_2977" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Where-does-the-road-lead-sunny-but-wet.jpg" rel="lightbox[3003]"><img class="size-medium wp-image-2977" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Where-does-the-road-lead-sunny-but-wet-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Where-does-the-road-lead-sunny-but-wet-300x214.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/0407-Where-does-the-road-lead-sunny-but-wet-1024x730.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Wie geht mein Bildungsweg jetzt weiter?</p></div>
<p>Ein neuer, offener Ansatz wäre nicht nur für Unis und Schulen sinnvoll. Es könnte auch das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Leben in Russland im Allgemeinen verbessern, und es könnte auch helfen, einige Klischees abzubauen. Jetzt haben wir noch zu viele Vorurteile Menschen gegenüber, die anders sind. Ich denke dabei an eine Freundin Nadin, die über Mode und ähnliche Sachen bloggt – und dabei sehr populär ist. Sie liebt den Austausch mit Leuten aus der ganzen Welt. Da sie im Rollstuhl sitzt, wird ihr immer wieder ganz viel Mitleid entgegengebracht – ob offen oder versteckt – und ich finde das echt ziemlich verkehrt! Ein einfaches Beispiel erläutert vielleicht warum: Stell dir einen Menschen vor, der einen großen Stapel Bücher trägt und sich einer geschlossenen Tür nähert. Was wäre besser – wenn du einfach da stehenbleibst und Mitleid mit ihm hast, weil der Mensch so eine schwere Last zu tragen hat, oder wenn du ihm die Tür öffnest und bekommst dafür ein Lächeln zum Dank?</p>
<div>Außerdem können wir Vorurteile reduzieren, indem wir Austauschprogramme für Studenten ausweiten, und die landeseigenen Unis attraktiver für ausländische Studenten gestalten. Emmy hat das <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2943">in ihrem letzten Eintrag</a> angesprochen. Wie sehr das den Unis und der Bildung im Land nützen kann, wird häufig unterschätzt.</div>
<div>Diese ganzen Klischees über andere Länder, andere Ethnizitäten oder Behinderte erinnern mich an Francis Bacon und seine Lehre über Idole. Mir scheint: Je gebildeter eine Nation ist, desto weniger &#8222;Idole&#8220; hat sie. Wenn wir diese starren, unbeweglichen Einstellungen aus dem Weg schaffen, dann bekommen wir dadurch mehr Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung und Wohlstand.</div>
</div>
<div></div>
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		<title>Das Ausland ist nicht &#8222;Das Traumland&#8220;</title>
		<link>https://blogs.dw.com/bildungswege/?p=2343</link>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 08:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[beuthnerb]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Pavel | Russland]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2357" aria-labelledby="figcaption_attachment_2357" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Talented-youth-leaves-small-cities-for-big-and-promising-ones.jpg" rel="lightbox[2343]"><img class="size-medium wp-image-2357" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Talented-youth-leaves-small-cities-for-big-and-promising-ones-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Talented-youth-leaves-small-cities-for-big-and-promising-ones-200x300.jpg 200w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Talented-youth-leaves-small-cities-for-big-and-promising-ones-682x1024.jpg 682w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p class="wp-caption-text">Die meisten begabten jungen Leute zieht es in die großen Städte </p></div>
<p>Je näher meine Abschlussprüfung rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir über die Bildung in meinem Heimatland. Ich muss sagen, ich bin doch reichlich beunruhigt. Während der dreieinhalb Jahre an meiner zweiten Universität habe ich mich mit Dutzenden Studenten über Zukunftsperspektiven unterhalten und mir angehört, wie sie die Situation gegenwärtig einschätzen. Wenn ich das dann noch mit den Erfahrungen abgleiche, die ich an der Uni gemacht habe, an der ich zuerst studiert habe, kann ich nur eines sagen: Viele Studenten, die in großen Städten und an namhaften russischen Universitäten studiert haben, bewerben sich bei internationalen Firmen und verlassen das Land. Die wenigsten haben beim Abschied hinzugefügt: „…und komme dann mit Auslandserfahrung zurück.“ <span id="more-2343"></span></p>
<p>An den regionalen Universitäten herrscht unter meinen Kommilitonen eher Unsicherheit, wenn sie <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=991">über ihre Zukunft nachdenken</a>. Sie überlegen, ein zweites Fach an einer Großstadt-Uni zu studieren, weil sie glauben – so wie<a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1629"> Emmy</a> es schreibt –, dass ein Abschluss nicht reicht, um einen guten Job zu finden. Und danach ist nicht auszuschließen, dass auch sie das Land verlassen werden.</p>
<p>Russland ist das flächengrößte Land der Erde – und doch ist das Wissen seiner jungen Generation fixiert und gebündelt nur auf wenigen Flecken der Landkarte vorzufinden. Was ist mit dem Rest des Landes? Viele unserer Universitäten werden unterschätzt, obwohl ihre Lehrpläne an zeitgerechte Standards angepasst sind. Aber es mangelt an jungen Lehrkräften, die in der Lage sind, moderne technische Geräte zu bedienen. Solange eine Region nicht bestmöglich ausgestattet wird, wandert ihre Jugend dorthin ab, wo ihr Besseres geboten wird.</p>
<div id="attachment_2351" aria-labelledby="figcaption_attachment_2351" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Art-gallery-is-not-as-popular-as-an-oil-corporation-to-work-among-the-young.jpg" rel="lightbox[2343]"><img class="size-medium wp-image-2351" src="http://blogs.dw.com/bildungswege/files/Art-gallery-is-not-as-popular-as-an-oil-corporation-to-work-among-the-young-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" srcset="https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Art-gallery-is-not-as-popular-as-an-oil-corporation-to-work-among-the-young-300x190.jpg 300w, https://blogs.dw.com/bildungswege/files/Art-gallery-is-not-as-popular-as-an-oil-corporation-to-work-among-the-young-1024x648.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Die Arbeit in einem Kunstmuseum ist weniger reizvoll als die Arbeit für eine Öl-Gesellschaft</p></div>
<p>Ich habe mich oft gefragt, ob unser Bildungsminister ausreichend qualifiziert ist. Hat er diesen Trend bemerkt? Russland hat so viel zu bieten, das seine Bürger in großem Ausmaß motivieren könnte, zur Entwicklung des Landes beizutragen, den Lebensstandard zu verbessern und die Wirtschaft zu stärken. Unsere Gesellschaft ist viel zu abhängig von Öl, Holz und Gasvorkommen. Durch seine großen Vorräte erzielt das Land <em>(es gehört zu den Top-10-Ländern in Bezug auf seine Öl-Reserven, 2009; und zu den Top-5 in Bezug auf seine Gas-Reserven, 2010)</em> hierüber den überwiegenden Teil seines Bruttoinlandsprodukts. Leicht verdientes Geld bewirkt oft nicht Gutes, weil es korrumpiert. Was hat es uns gebracht?</p>
<ul>
<li>Eine beherrschende Industrie, die ein gutes Management braucht und die gegebenenfalls auch Marktbedingungen diktieren kann. (Regionen im Norden und im Osten haben Ölvorkommen als einzige Grundlage aller Arbeitsplätze.  Eine Krise würde sich besonders auf die vielen kleinen Städte auswirken, die ausschließlich vom Öl leben.)</li>
<li>Viele Bewerbungen auf höhere Posten in der Wirtschaft oder auf Stellen in der Regierung, da es hier vergleichbar einfach ist, Karriere  zu machen. (Wobei dies nichts mit der Flexibilität zu tun hat, die <a href="http://blogs.dw.com/bildungswege/?p=1793">Kathrin </a>beschrieben hat.)</li>
<li>Eine große Zahl an Gemeindeverwaltungen, die sich nicht ausreichend um die Entwicklung ihrer Region bemühen.</li>
</ul>
<p>Dementsprechend wird viel zu viel Geld ins Öl gesteckt, aber nicht in Stipendien investiert, in die Wissenschaft oder in Kleinunternehmen. (Ich habe den Report <em>Ease of Doing Business</em> gelesen und war von unserem Abschneiden enttäuscht.) Die Bürokratie, die noch aus der zurückliegenden Epoche stammt, verzögert die Entwicklung des Landes und wird zu einer echten Last. Das ist untypisch für einen demokratischen Staat, aber in autoritären Staaten bestens bekannt.</p>
<p>Allerdings stimmt es mich optimistisch, dass die junge Generation diese Situation nicht einfach hinnimmt. Die Zeichen einer Zivilgesellschaft sind im heutigen Russland deutlicher zu sehen als noch vor zehn Jahren. Die unzähligen Möglichkeiten und die große Fläche dieses Landes vor Augen, steht für mich fest, dass wir „Das Traumland“ nicht im Ausland suchen, sondern es hier aufbauen sollten.</p>
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