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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Gasherbrum IV-Gipfelversuche abgebrochen

Gasherbrum IV

Die Wetterverhältnisse im Karakorum bleiben schwierig. Der Deutsche David Göttler und der Italiener Herve Barmasse mussten ihren Versuch am Fast-Achttausender Gasherbrum IV aufgeben. Die beiden hatten sich ursprünglich vorgenommen, erstmals die Südwestwand des 7932 Meter hohen Bergs im Karakorum zu durchsteigen. „Für den Augenblick muss der G IV ein Klettertraum bleiben“, schreibt David auf Facebook. „Traurig und frustriert wurden wir durch nicht vorhergesagten Schneefall ins Basislager zurückgetrieben. Die Lawinengefahr ist zu groß.“ Auch die Spanier Oriol Baro, Roger Cararach, Iker Madoz und Marc Toralles brachen ihren Gipfelversuch wegen des schlechten Wetters ab und kehrten aus Lager 2 auf 6500 Metern zurück.  Sie hatten sich vorgenommen, den Gipfel über den noch unbestiegenen Südpfeiler zu erreichen.

Datum

2. August 2018 | 16:31

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„School up!“: Bodenplatte ist betoniert

Die Ziegel sind schon da

Eure Spenden für unser Hilfsprojekt „School up!“ arbeiten weiter. Die Bodenplatte für den dritten Abschnitt der neuen Schule in dem kleinen Bergdorf Thulosirubari, 70 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, ist inzwischen betoniert. Im nächsten Schritt werden die Wände des ersten Geschosses gemauert. Den Grundstein für den dritten Bauabschnitt mit acht weiteren Klassenräumen hatten Ralf Dujmovits – der bisher einzige deutsche Bergsteiger, der alle 14 Achttausender bestiegen hat – und ich Mitte März gelegt. Damals waren die ersten beiden Gebäude feierlich eingeweiht worden.

Datum

2. August 2018 | 11:30

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Thomas Huber vor Expedition zum 7000er Latok I: „Komplex und schwierig“

Thomas Huber mit Rainer Treppte und Simon Gietl (v.l.n.r.)

Thomas Huber sitzt auf gepackten Expeditionstonnen. „Ich freue mich riesig auf die Expedition“, sagt der 51-Jährige. Der Ältere der beiden „Huberbuam“ bricht an diesem Samstag Richtung Pakistan auf. Thomas will sich an der Nordseite des 7145 Meter hohen Latok I versuchen – gemeinsam mit dem 33-jährigen Südtiroler Simon Gietl und dem 59 Jahre alten Kletter-Routinier Rainer Treppte, der aus Sachsen stammt und seit langem im Allgäu lebt. „Ich war mit ihnen schon am Berg“, sagt Huber über seine beiden Kletterpartner. Im vergangenen Frühjahr gelang dem Trio an der Großen Zinne in den Dolomiten die wohl erste Wiederholung der schwierigen Route „La Strada“, die 1988 von den Polen Piotr Edelman und Jan Fialkowski erstmals gemeistert worden war. „Wir harmonieren als Team wunderbar, und wir haben alle Möglichkeiten, so ein Ziel wie den Latok I anzugehen“, findet Thomas Huber. Ich habe mit ihm auch über das Drama an eben diesem Siebentausender im Karakorum gesprochen, das uns tagelang in Atem gehalten hat.

Thomas, gestern kam die erlösende Nachricht, dass der russische Bergsteiger Alexander Gukov vom Latok I-Nordgrat gerettet wurde. Wie hast du diese dramatische Geschichte erlebt?

Datum

1. August 2018 | 19:08

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Alexander Gukov vom Latok I gerettet

Alexander im Rettungshubschrauber

Gute Nachricht aus dem Karakorum:  Alexander Gukov ist gerettet. Der 42 Jahre alte russische Bergsteiger hatte fast eine Woche lang am Nordgrat des Siebentausenders Latok I auf 6200 Metern festgesessen, ohne Lebensmittel und ohne Ausrüstung. Bei endlich guter Sicht, jedoch starkem Wind, gelang es pakistanischen Hubschrauberpiloten, Alexander am langen Seil vom Berg zu holen.

Datum

31. Juli 2018 | 8:52

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Immer noch keine Rettung Gukovs möglich

So sieht es seit Tagen am Latok I aus

Das Drama am Latok I geht weiter. Wieder ist ein Tag verstrichen, an dem Alexander Gukov am Nordgrat des Siebentausenders im Karakorum festsitzt, ohne dass ihn Hilfe erreichen konnte. Wie schon das gesamte Wochenende über verhinderten auch heute dichte Wolken, dass sich Rettungshubschrauber der Stelle auf rund 6200 Metern nähern konnten, an dem der 42 Jahre alte russische Bergsteiger seit Mittwoch vergangener Woche ausharrt – ohne Lebensmittel und ohne Ausrüstung. Die Hubschrauber stiegen zwar auf, kehrten aber wieder zurück, ohne Gukov nahe gekommen zu sein. „Heute wird es keine weiteren Versuche geben“, berichtet mountain.ru. „Das Wetter wird schlechter.“ Es ist wie verhext. „Stell dir vor, alles ist frei, nur der Latok steckt vollkommen in Wolken!“, ließ Viktor Koval aus dem Basislager wissen. „Die Piloten habe es kaum geschafft, wegzufliegen.“

Datum

30. Juli 2018 | 14:46

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Bangen um Alexander Gukov am Latok I

Alexander Gukov (2014)

Alexander Gukov muss weiter durchhalten. Am heutigen Freitag umhüllten dichte Wolken den 7145 Meter hohen Latok I im Karakorum in Pakistan. Der Hubschrauber der pakistanischen Armee, mit dem der 42 Jahre alte russische Bergsteiger vom Nordgrat gerettet werden soll, blieb am Boden. Wie gestern berichtet, steckt Gukov in 6200 Meter Höhe ohne Ausrüstung fest, sein Seilpartner Sergey Glazunov war beim Abseilen in den Tod gestürzt. „Verdammt! Wo kommen nur all die Lawinen her? Ich kann mir nicht mal Wasser kochen“, schrieb Alexander heute per SMS an Anna Piunova von mountain.ru. Später klang er wieder etwas optimistischer: „Mir ist es gelungen, ein halbes Snickers zu finden und auch etwas Wasser zu trinken.“ Seine Lebensmittelvorräte sind nach mehr als zwei Wochen am Berg längst aufgebraucht.

Datum

27. Juli 2018 | 15:59

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Drama am Siebentausender Latok I in Pakistan

Gukovs Position am Nordgrat des Latok I (s. Pfeil)

Daumendrücken für Alexander Gukov! Nach Informationen von Anna Piunova von der Internetseite mountain.ru sitzt der 42 Jahre alte russische Bergsteiger am Nordgrat des 7145 Meter hohen Latok I im Karakorum auf einer Höhe von 6200 Metern fest. Gukov habe am Mittwoch einen Notruf  abgesetzt: „Ich brauche Hilfe. Ich muss evakuiert werden. Ich hänge ohne Ausrüstung in der Wand.“ Sein 26 Jahre alter Kletterpartner Sergey Glazunov sei beim Abseilen in den Tod gestürzt.  

Datum

26. Juli 2018 | 22:04

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Hansjörg Auer nach seinem Solo-Erfolg in Pakistan: „Der Teufel schläft nie“

Hansjörg Auer in der Westwand des Lupghar Sar West

„Es war schon sehr, sehr lässig und intensiv“, erzählt mir Hansjörg Auer. Nach seinem erfolgreichen Soloprojekt im Hunza-Gebiet im Norden Pakistans ist der österreichische Top-Bergsteiger wieder zurück im heimischen Ötztal. Wie berichtet, hatte der 34-Jährige erstmals die rund 1000 Meter hohe Westwand des selten versuchten 7157 Meter hohen Lupghar Sar West durchklettert – und das im Alleingang. Zunächst stieg Hansjörg vom Basislager zu einem Biwakplatz am Wandfuß auf etwa 6200 Metern auf. Von dort brach er am 7. Juli um fünf Uhr morgens auf und kletterte in sechseinhalb Stunden bis auf den Gipfel. Um 20 Uhr war Auer wieder zurück im Basislager.

Hansjörg, du hast im Vorfeld gesagt, du wolltest wissen, wie es ist, allein in der Wand eines sehr hohen Bergs. Wie war es denn?

Datum

25. Juli 2018 | 12:30

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Erste komplette Skiabfahrt vom K 2 geglückt

Andrzej Bargiel zurück im K 2-Basislager

Der Pole Andrzej Bargiel hat K 2-Geschichte geschrieben. Dem 30-Jährigen gelang gestern nach eigenen Angaben die erste vollständige Skiabfahrt vom zweithöchsten Berg der Erde. Er sicherte sich damit den „Heiligen Gral“, an dem vorher einige der besten Skibergsteiger der Welt – wie 2001 der Südtiroler Hans Kammerlander – gescheitert waren. Nachdem Andrzej am Sonntag den Gipfel auf 8611 Metern erreicht habe, sei er mit seinen Skiern in einem Zug über eine Kombination mehrerer Routen bis ins Basislager abgefahren, teilte sein Sponsor mit, ein Brausehersteller aus Österreich: „Vom Gipfel fuhr er entlang der Schulter Richtung Cesen-Route (auch als Basken-Route bekannt), an riesigen Seracs vorbei, dann über die extrem schwierige Messner-Traverse und schließlich über die Kukuczka-Piotrowski-Route (die von den beiden Polen 1986 eröffnet worden war). Am Ende musste er noch einige Schneefelder voller Spalten meistern. Er überwand alle Schwierigkeiten und erfüllte sich seinen Traum, indem er das eigentlich Unmögliche erreicht hat.“

Datum

23. Juli 2018 | 17:41

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48 Stunden, zwei deutsche Frauen, ein Gipfel: Mount Everest

Südseite des Mount Everest

Viel hätte nicht gefehlt, und die beiden deutschen Bergsteigerinnen hätten sich auf dem Dach der Welt die Hände schütteln können. Innerhalb von 48 Stunden erreichten im vergangenen Frühjahr erst Ingrid Schittich, dann Susanne Müller-Zantop den 8850 Meter hohen Gipfel des Mount Everest: Schittich am 15. Mai von der tibetischen Nordseite, Müller-Zantop am 17. Mai von der nepalesischen Südseite aus. Sie wussten nichts voneinander. Erst Billi Bierling, Chefin der Bergsteigerchronik „Himalayan Database“, machte die beiden darauf aufmerksam, dass sie sich auf dem Everest knapp verpasst hatten.

Datum

20. Juli 2018 | 15:48

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Achttausender Nummer acht für Luis Stitzinger

Luis Stitzinger

Luis Stitzinger hat nach eigenen Angaben am gestrigen Mittwoch den 8080 Meter hohen Gipfel des Gasherbrum I im Karakorum erreicht. Er befinde sich im Abstieg, ließ der 49 Jahre alte deutsche Bergsteiger heute via Facebook wissen. Für Luis ist es der achte Achttausender-Erfolg nach Cho Oyu (2000), Gasherbrum II (2006), Nanga Parbat (2008), Dhaulagiri (2009), Broad Peak (2011), Shisha Pangma (2013) und Manaslu (2017). Allesamt hat er sie ohne Flaschensauerstoff bestiegen, sechs davon gemeinsam mit seiner Ehefrau Alix von Melle.

Datum

19. Juli 2018 | 13:46

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Eine rettende Drohne und weitere Gipfelerfolge im Karakorum

Broad Peak

Drohne kommt für mich gleich nach Laubbläser. Das Geräusch, das die immer beliebter werdenden Fluggeräte erzeugen, nervt mich extrem. Drohnen klingen in meinen Ohren wie genmutierte Riesenhummeln. Gehörfolter. Aber selbst ich muss einräumen: Am Achttausender Broad Peak im Karakorum in Pakistan haben eine Drohne und derjenige, der sie gesteuert hat, Großartiges geleistet. Vor acht Tagen, am 9. Juli, startete der 64 Jahre alte Brite Rick Allen alleine zu einem Gipfelversuch. Seine Teamgefährten blieben in Lager drei auf 7000 Metern. Als Rick nicht zurückkehrte, schlugen sie Alarm, weil sie fürchteten, Allen könnte verletzt worden oder sogar ums Leben gekommen sein. Sandy Allan, der wegen des starken Winds im Gipfelbereichs zuvor schon ins Basislager abgestiegen war, nahm Kontakt zu den polnischen Bargiel-Brüdern im nicht weit entfernten K 2-Basislager auf. Andrzej Bargiel hat sich vorgenommen, in diesem Sommer den zweithöchsten Berg der Erde erstmals vom Gipfel bis ins Basislager mit Skiern abzufahren, sein Bruder Bartek dokumentiert das Projekt – unter anderem mit einer Drohne.

Datum

17. Juli 2018 | 14:17

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Italienischer Bergsteiger stirbt am Gasherbrum IV

Maurizio Giordano (1986 – 2018), R.I.P.

Dritter Todesfall der Sommersaison im Karakorum: Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, Maurizio Giordano sei heute am 7925 Meter hohen Gasherbrum IV von einem Eisbrocken erschlagen worden. Das Unglück habe sich auf einer Höhe von rund 6300 Metern ereignet, als der 32-Jährige mit seinen Teamgefährten Marco Majori, Marco Farina und Daniele Bernasconi von Lager 2 aus abgestiegen sei. Die vier Mitglieder der italienischen Armee hatten sich vorgenommen, als Erste die Route ihrer Landsleute Walter Bonatti und Carlo Mauri über den Nordostgrat zu wiederholen, die vor 60 Jahren den Gasherbrum IV erstbestiegen hatten.

Datum

11. Juli 2018 | 14:50

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Gipfelerfolg am Nanga Parbat vermeldet

Kim Mi-gon

Erstmals in diesem Sommer ist offenbar ein Achttausender in Pakistan erfolgreich bestiegen worden. Der pakistanische Expeditionsveranstalter „Summit Karakoram“ meldete, der Südkoreaner Kim Mi-gon, der Taiwanese Lu Chung-han und Sanu Sherpa aus Nepal hätten am Montag den 8125 Meter hohen Gipfel des Nanga Parbat erreicht hätten. Der 45 Jahre alte Kim habe damit seine Sammlung der 14 Achttausender vervollständigt.

Datum

10. Juli 2018 | 23:33

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Hansjörg Auer gelingt Solo-Erstbegehung an 7000er

Hansjörg Auer auf dem Lupghar Sar West

Das ist ein echter Meilenstein.  Dem Österreicher Hansjörg Auer ist nach eigenen Angaben an einem Siebentausender im Karakorum die Erstbegehung einer großen Wand gelungen – und das im Alleingang. „Ich habe erstmals die Westwand des Lupghar Sar West durchklettert“, schreibt der 34 Jahre alte Extrembergsteiger aus dem Ötztal auf Instagram. „Ich nahm eine Linie auf der linken Seite (der Wand) und beendete meine Route über den steilen Nordwestgrat mit sehr lockerem Fels hinauf zum Gipfel auf 7157 Metern.“ Hansjörg war Mitte Juni zu seinem Soloprojekt nach Pakistan gereist. Sein ursprünglich vorgesehener Kletterpartner und Freund Alexander Blümel hatte wegen gesundheitlicher Probleme absagen müssen.

Datum

9. Juli 2018 | 19:30

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