More DW Blogs DW.COM

Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Immer noch keine Rettung Gukovs möglich

So sieht es seit Tagen am Latok I aus

Das Drama am Latok I geht weiter. Wieder ist ein Tag verstrichen, an dem Alexander Gukov am Nordgrat des Siebentausenders im Karakorum festsitzt, ohne dass ihn Hilfe erreichen konnte. Wie schon das gesamte Wochenende über verhinderten auch heute dichte Wolken, dass sich Rettungshubschrauber der Stelle auf rund 6200 Metern nähern konnten, an dem der 42 Jahre alte russische Bergsteiger seit Mittwoch vergangener Woche ausharrt – ohne Lebensmittel und ohne Ausrüstung. Die Hubschrauber stiegen zwar auf, kehrten aber wieder zurück, ohne Gukov nahe gekommen zu sein. „Heute wird es keine weiteren Versuche geben“, berichtet mountain.ru. „Das Wetter wird schlechter.“ Es ist wie verhext. „Stell dir vor, alles ist frei, nur der Latok steckt vollkommen in Wolken!“, ließ Viktor Koval aus dem Basislager wissen. „Die Piloten habe es kaum geschafft, wegzufliegen.“

Datum

30. Juli 2018 | 14:46

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Bangen um Alexander Gukov am Latok I

Alexander Gukov (2014)

Alexander Gukov muss weiter durchhalten. Am heutigen Freitag umhüllten dichte Wolken den 7145 Meter hohen Latok I im Karakorum in Pakistan. Der Hubschrauber der pakistanischen Armee, mit dem der 42 Jahre alte russische Bergsteiger vom Nordgrat gerettet werden soll, blieb am Boden. Wie gestern berichtet, steckt Gukov in 6200 Meter Höhe ohne Ausrüstung fest, sein Seilpartner Sergey Glazunov war beim Abseilen in den Tod gestürzt. „Verdammt! Wo kommen nur all die Lawinen her? Ich kann mir nicht mal Wasser kochen“, schrieb Alexander heute per SMS an Anna Piunova von mountain.ru. Später klang er wieder etwas optimistischer: „Mir ist es gelungen, ein halbes Snickers zu finden und auch etwas Wasser zu trinken.“ Seine Lebensmittelvorräte sind nach mehr als zwei Wochen am Berg längst aufgebraucht.

Datum

27. Juli 2018 | 15:59

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Drama am Siebentausender Latok I in Pakistan

Gukovs Position am Nordgrat des Latok I (s. Pfeil)

Daumendrücken für Alexander Gukov! Nach Informationen von Anna Piunova von der Internetseite mountain.ru sitzt der 42 Jahre alte russische Bergsteiger am Nordgrat des 7145 Meter hohen Latok I im Karakorum auf einer Höhe von 6200 Metern fest. Gukov habe am Mittwoch einen Notruf  abgesetzt: „Ich brauche Hilfe. Ich muss evakuiert werden. Ich hänge ohne Ausrüstung in der Wand.“ Sein 26 Jahre alter Kletterpartner Sergey Glazunov sei beim Abseilen in den Tod gestürzt.  

Datum

26. Juli 2018 | 22:04

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Hansjörg Auer nach seinem Solo-Erfolg in Pakistan: „Der Teufel schläft nie“

Hansjörg Auer in der Westwand des Lupghar Sar West

„Es war schon sehr, sehr lässig und intensiv“, erzählt mir Hansjörg Auer. Nach seinem erfolgreichen Soloprojekt im Hunza-Gebiet im Norden Pakistans ist der österreichische Top-Bergsteiger wieder zurück im heimischen Ötztal. Wie berichtet, hatte der 34-Jährige erstmals die rund 1000 Meter hohe Westwand des selten versuchten 7157 Meter hohen Lupghar Sar West durchklettert – und das im Alleingang. Zunächst stieg Hansjörg vom Basislager zu einem Biwakplatz am Wandfuß auf etwa 6200 Metern auf. Von dort brach er am 7. Juli um fünf Uhr morgens auf und kletterte in sechseinhalb Stunden bis auf den Gipfel. Um 20 Uhr war Auer wieder zurück im Basislager.

Hansjörg, du hast im Vorfeld gesagt, du wolltest wissen, wie es ist, allein in der Wand eines sehr hohen Bergs. Wie war es denn?

Datum

25. Juli 2018 | 12:30

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Erste komplette Skiabfahrt vom K 2 geglückt

Andrzej Bargiel zurück im K 2-Basislager

Der Pole Andrzej Bargiel hat K 2-Geschichte geschrieben. Dem 30-Jährigen gelang gestern nach eigenen Angaben die erste vollständige Skiabfahrt vom zweithöchsten Berg der Erde. Er sicherte sich damit den „Heiligen Gral“, an dem vorher einige der besten Skibergsteiger der Welt – wie 2001 der Südtiroler Hans Kammerlander – gescheitert waren. Nachdem Andrzej am Sonntag den Gipfel auf 8611 Metern erreicht habe, sei er mit seinen Skiern in einem Zug über eine Kombination mehrerer Routen bis ins Basislager abgefahren, teilte sein Sponsor mit, ein Brausehersteller aus Österreich: „Vom Gipfel fuhr er entlang der Schulter Richtung Cesen-Route (auch als Basken-Route bekannt), an riesigen Seracs vorbei, dann über die extrem schwierige Messner-Traverse und schließlich über die Kukuczka-Piotrowski-Route (die von den beiden Polen 1986 eröffnet worden war). Am Ende musste er noch einige Schneefelder voller Spalten meistern. Er überwand alle Schwierigkeiten und erfüllte sich seinen Traum, indem er das eigentlich Unmögliche erreicht hat.“

Datum

23. Juli 2018 | 17:41

Teilen

Feedback

2 Kommentare

48 Stunden, zwei deutsche Frauen, ein Gipfel: Mount Everest

Südseite des Mount Everest

Viel hätte nicht gefehlt, und die beiden deutschen Bergsteigerinnen hätten sich auf dem Dach der Welt die Hände schütteln können. Innerhalb von 48 Stunden erreichten im vergangenen Frühjahr erst Ingrid Schittich, dann Susanne Müller-Zantop den 8850 Meter hohen Gipfel des Mount Everest: Schittich am 15. Mai von der tibetischen Nordseite, Müller-Zantop am 17. Mai von der nepalesischen Südseite aus. Sie wussten nichts voneinander. Erst Billi Bierling, Chefin der Bergsteigerchronik „Himalayan Database“, machte die beiden darauf aufmerksam, dass sie sich auf dem Everest knapp verpasst hatten.

Datum

20. Juli 2018 | 15:48

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Achttausender Nummer acht für Luis Stitzinger

Luis Stitzinger

Luis Stitzinger hat nach eigenen Angaben am gestrigen Mittwoch den 8080 Meter hohen Gipfel des Gasherbrum I im Karakorum erreicht. Er befinde sich im Abstieg, ließ der 49 Jahre alte deutsche Bergsteiger heute via Facebook wissen. Für Luis ist es der achte Achttausender-Erfolg nach Cho Oyu (2000), Gasherbrum II (2006), Nanga Parbat (2008), Dhaulagiri (2009), Broad Peak (2011), Shisha Pangma (2013) und Manaslu (2017). Allesamt hat er sie ohne Flaschensauerstoff bestiegen, sechs davon gemeinsam mit seiner Ehefrau Alix von Melle.

Datum

19. Juli 2018 | 13:46

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Eine rettende Drohne und weitere Gipfelerfolge im Karakorum

Broad Peak

Drohne kommt für mich gleich nach Laubbläser. Das Geräusch, das die immer beliebter werdenden Fluggeräte erzeugen, nervt mich extrem. Drohnen klingen in meinen Ohren wie genmutierte Riesenhummeln. Gehörfolter. Aber selbst ich muss einräumen: Am Achttausender Broad Peak im Karakorum in Pakistan haben eine Drohne und derjenige, der sie gesteuert hat, Großartiges geleistet. Vor acht Tagen, am 9. Juli, startete der 64 Jahre alte Brite Rick Allen alleine zu einem Gipfelversuch. Seine Teamgefährten blieben in Lager drei auf 7000 Metern. Als Rick nicht zurückkehrte, schlugen sie Alarm, weil sie fürchteten, Allen könnte verletzt worden oder sogar ums Leben gekommen sein. Sandy Allan, der wegen des starken Winds im Gipfelbereichs zuvor schon ins Basislager abgestiegen war, nahm Kontakt zu den polnischen Bargiel-Brüdern im nicht weit entfernten K 2-Basislager auf. Andrzej Bargiel hat sich vorgenommen, in diesem Sommer den zweithöchsten Berg der Erde erstmals vom Gipfel bis ins Basislager mit Skiern abzufahren, sein Bruder Bartek dokumentiert das Projekt – unter anderem mit einer Drohne.

Datum

17. Juli 2018 | 14:17

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Italienischer Bergsteiger stirbt am Gasherbrum IV

Maurizio Giordano (1986 – 2018), R.I.P.

Dritter Todesfall der Sommersaison im Karakorum: Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, Maurizio Giordano sei heute am 7925 Meter hohen Gasherbrum IV von einem Eisbrocken erschlagen worden. Das Unglück habe sich auf einer Höhe von rund 6300 Metern ereignet, als der 32-Jährige mit seinen Teamgefährten Marco Majori, Marco Farina und Daniele Bernasconi von Lager 2 aus abgestiegen sei. Die vier Mitglieder der italienischen Armee hatten sich vorgenommen, als Erste die Route ihrer Landsleute Walter Bonatti und Carlo Mauri über den Nordostgrat zu wiederholen, die vor 60 Jahren den Gasherbrum IV erstbestiegen hatten.

Datum

11. Juli 2018 | 14:50

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Gipfelerfolg am Nanga Parbat vermeldet

Kim Mi-gon

Erstmals in diesem Sommer ist offenbar ein Achttausender in Pakistan erfolgreich bestiegen worden. Der pakistanische Expeditionsveranstalter „Summit Karakoram“ meldete, der Südkoreaner Kim Mi-gon, der Taiwanese Lu Chung-han und Sanu Sherpa aus Nepal hätten am Montag den 8125 Meter hohen Gipfel des Nanga Parbat erreicht hätten. Der 45 Jahre alte Kim habe damit seine Sammlung der 14 Achttausender vervollständigt.

Datum

10. Juli 2018 | 23:33

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Hansjörg Auer gelingt Solo-Erstbegehung an 7000er

Hansjörg Auer auf dem Lupghar Sar West

Das ist ein echter Meilenstein.  Dem Österreicher Hansjörg Auer ist nach eigenen Angaben an einem Siebentausender im Karakorum die Erstbegehung einer großen Wand gelungen – und das im Alleingang. „Ich habe erstmals die Westwand des Lupghar Sar West durchklettert“, schreibt der 34 Jahre alte Extrembergsteiger aus dem Ötztal auf Instagram. „Ich nahm eine Linie auf der linken Seite (der Wand) und beendete meine Route über den steilen Nordwestgrat mit sehr lockerem Fels hinauf zum Gipfel auf 7157 Metern.“ Hansjörg war Mitte Juni zu seinem Soloprojekt nach Pakistan gereist. Sein ursprünglich vorgesehener Kletterpartner und Freund Alexander Blümel hatte wegen gesundheitlicher Probleme absagen müssen.

Datum

9. Juli 2018 | 19:30

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Kanadischer Bergsteiger stirbt am K 2

K 2, vom Basislager aus gesehen

Wieder eine traurige Nachricht aus dem Karakorum: Der Kanadier Serge Dessureault ist am K 2, dem zweithöchsten Berg der Erde, aus einer Höhe von 6700 Metern  in den Tod gestürzt. Das teilte der pakistanische Alpinclub mit. Die Leiche des 53-Jährigen sei ins vorgeschobene Basislager gebracht worden. Dessureault leitete eine Expedition aus Quebec. Die vier Teilnehmer wollten als erste Bergsteiger aus dieser kanadischen Provinz den 8611 Meter hohen Gipfel des K 2 erreichen. Sie wollten über die sogenannte Abruzzi-Route (den Südostgrat) aufsteigen.

Datum

7. Juli 2018 | 17:51

Teilen

Feedback

Comments deactivated

„Schönwetter-Störung“ im Karakorum

Viel Schnee am Gasherbrum II

Kurze Schneepause im Karakorum –oder, wie es Felix Berg am Gasherbrum II mit einem Augenzwinkern beschreibt, eine „kleine Schönwetter-Störung“.  Zeit für die Bergsteiger, die Nase endlich mal wieder in den Wind zu halten und die eigenen Pläne zu überdenken. Dominik Müller, Chef und Expeditionsleiter des deutschen Veranstalters Amical Alpin hat beschlossen, die Zelte am 8051 Meter hohen Broad Peak abzubrechen und heimzukehren. „Das gesamte Material aus Lager 1 konnte geborgen werden“, schreibt Dominik heute auf Facebook. „Im Moment schneit es schon wieder, und im Aufstieg gingen einige Lawinen ab!“ Für Sonntag seien die Träger bestellt.

Datum

5. Juli 2018 | 16:28

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Ein Toter bei Lawine in Pakistan

Rettungsaktion an Siebentausender

Bei einem Lawinenunglück am 7338 Metern hohen Ultar Sar im Karakorum ist ein österreichischer Bergsteiger ums Leben gekommen. Christian Huber starb, als die Schneemassen am Freitag das Zelt trafen, das er und seine Teamgefährten Bruce Normand und Timothy Miller auf einem Grat in einer Höhe von 5800 Metern aufgeschlagen hatten. Die beiden unverletzten Briten und die Leiche Hubers wurden am heutigen Sonntag mit einem Rettungshubschrauber des pakistanischen Militärs vom Berg gebracht. Ein Armeesprecher sagte, es sei eine „waghalsige“ Rettungsaktion gewesen. Der erste Notruf sei am Samstagmorgen eingegangen.  Schlechtes Wetter habe einen früheren Start des Helikopters verhindert.

Datum

1. Juli 2018 | 21:09

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Schnee bremst Bergsteiger in Pakistan

Broad-Peak-Basislager im Tiefschnee

Sommer im Karakorum? Derzeit fühlt es sich eher nach Winter an, zumindest was die Niederschläge angeht. Seit Tagen schüttelt Frau Holle ihre Betten über den höchsten Bergen Pakistans aus. „Heute den ganzen Tag über Schneefall“, schreibt Dominik Müller, Chef und Expeditionsleiter des deutschen Veranstalters Amical alpin vom Fuße des Achttausenders Broad Peak. „Unser Basislager verwandelt sich langsam in eine Winterlandschaft. Von den Hängen donnern im Stundentakt Lawinen!“ Der österreichische Expeditionsleiter Lukas Furtenbach stößt, ebenfalls am Broad Peak, ins gleiche Horn: „Harte Wetterbedingungen in diesem Jahr.“ Auch an den anderen Achttausendern Pakistans sieht es nicht anders aus. Egal ob am benachbarten K 2, am Gasherbrum I und II oder am Nanga Parbat – überall die gleichen Meldungen: Viel Schnee, hohe Lawinengefahr.

Datum

29. Juni 2018 | 23:13

Teilen

Feedback

Comments deactivated