More DW Blogs DW.COM

Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Search Results for Tag: Nepal

„School up!“: Umzug in neue Gebäude

Die ersten beide Gebäudeteile sind fertig

Als ich die Bilder sah, kamen mir fast die Tränen – vor Freude! Besser konnte das Jahr 2018 kaum beginnen. In dieser Woche erreichte mich die Nachricht aus Thulosirubari, dass die Schülerinnen und Schüler aus den Wellblech-Klassenräumen, die nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal im April 2015 errichtet worden waren, in die ersten beiden fertigen Gebäude der neuen Schule umgezogen sind. Ein großer Tag für unser Hilfsprojekt „School up!“, das ich vor gut zweieinhalb Jahren mit den Bergsteigern Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits ins Leben gerufen hatte!

Datum

4. Januar 2018 | 18:39

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Neue Everest-Regeln: Mit Kanonen auf Spatzen schießen

Mount Everest

Keine Permits mehr für Solobergsteiger, Blinde und beidseitig Beinamputierte – folgt man der Argumentation der nepalesischen Regierung, macht das die höchste Berge der Welt sicherer. Ein Blick auf die Fakten zeigt, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Sehen wir uns beispielsweise das Geschehen am Mount Everest an. Die Himalayan Database (inzwischen für alle frei zugänglich, also auch für die Regierung Nepals) verzeichnet bisher 1967 Expeditionen zum höchsten Berg der Erde. Davon werden nur sechs – sprich 0,3 Prozent – als Soloexpeditionen eingestuft.

Datum

3. Januar 2018 | 15:28

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Nepal beschließt neue Regeln für Everest und Co.

Everest, Lhotse und Makalu (v.l.)

Es ist so weit. Nach übereinstimmenden Berichten der Zeitungen „Kathmandu Post“  und „The Himalayan Times“ hat die Regierung Nepals einige neue Vorschriften für Expeditionen beschlossen – „um die Sicherheit der Bergsteiger zu verbessern“, wie Tourismus-Staatssekretär Maheswor Neupane sagte. Die neuen Regeln sollen für alle Berge über 6600 Meter – diese fallen in die Zuständigkeit der Regierung – und bereits für die kommende Frühjahrssaison gelten.

Datum

29. Dezember 2017 | 20:16

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Himalayan Database: Schatzkiste für alle offen

Der Nikolaus hat bereits ein Geschenk für die Bergfreunde in aller Welt aus seinem Sack geholt. Seit heute kann die neue Version der Himalayan Database, der elektronischen Bibel des Expeditionsbergsteigens“  in Nepal, frei heruntergeladen werden. Bisher hatte man eine CD-ROM kaufen müssen, um das Archiv nutzen zu können. Ursprünglich hatte die Freigabe dieser umfangreichen Datensammlung schon im November über die Bühne gehen sollen. Es gab jedoch eine kleine Verzögerung, weil der US-Amerikaner Richard Salisbury, der die Daten der Frühjahrssaison einpflegte, noch auf Informationen über Gipfelerfolge der Sherpas warten musste.

Datum

5. Dezember 2017 | 12:58

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Sung Taek Hong will wiederkommen

Sung Taek Hong am Lhotse

Das halbe Dutzend ist voll. Zum sechsten Mal kehrt Sung Taek Hong mit leeren Händen vom Lhotse nach Südkorea zurück, zum fünften Mal von der Südwand des 8516 Meter hohen Bergs in Nepal. Wie berichtet, scheiterte auch der zweite Gipfelversuch. Trotz heftiger Winde sei Hong am 20. November noch einmal bis Lager 4 auf 8250 Metern aufgestiegen und habe dort in einem zerfetzten Zelt eine Nacht verbracht, schreibt mir Kyu-po Pyun, der Sprecher der koreanischen Expedition. Hong sei klar gewesen, „dass ein sicherer Aufstieg nicht mehr möglich war. Er entschied sich deshalb abzusteigen“.

Datum

25. November 2017 | 22:41

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Neue Route am Chulu West: „Weniger Kommerz, mehr Berg“

Im Aufstieg über den Westgrat

Es muss nicht gleich die Lhotse-Südwand sein. Für starke und ambitionierte Bergsteiger, die weder zu den „Extremen“ gehören, noch Profis sind, lassen sich im Himalaya auch andere attraktive Ziele finden, die großes Abenteuer bieten. Das haben drei meiner Kumpel von der Erstbesteigung des Kokodak Dome 2014 in diesem Herbst in Nepal bewiesen. Jürgen Schütz, André Günzel und Manuel Möller gelang am 19. Oktober zusammen mit den Nepalesen Dawa Gyalje Sherpa und Pasang Gomba Sherpa die Erstbegehung des Westgrats am Chulu West. Der 6419 Meter hohe Berg liegt im Gebiet um den Achttausender Annapurna. Der Chulu West, 1952 von einer japanischen Expedition erstbestiegen, ist ein beliebter „Trekkingberg“ ohne große technische Schwierigkeiten – das gilt allerdings nur für die Normalroute über den Nordostgrat.

Datum

24. November 2017 | 16:53

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Lhotse-Südwand-Expedition offenbar gescheitert

In der Wand

Auch der zweite Gipfelversuch des Südkoreaners Sung Taek Hong und des Spaniers Jorge Egocheaga an der Südwand des 8516 Meter hohen Lhotse in Nepal ist offenbar fehlgeschlagen. „Auch wenn sie nicht in der Lage waren, den Gipfel des Lhotse zu erreichen, ist die Südwand-Expedition sicher geklettert und am Ende heile zurückgekehrt“, schreibt Lakpa Sherpa, Geschäftsführer von „Pioneer Adventure Treks  & Expedition“ auf Instagram. Der nepalesische Veranstalter hatte vier Sherpas für die südkoreanische Expedition abgestellt. Eine Bestätigung durch die Südkoreaner steht noch aus, ebenso die Information, wie weit Sung Taek Hong und Co. diesmal in der Wand vorstießen und warum sie angeblich umdrehten.

Datum

22. November 2017 | 14:39

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Erster Gipfelversuch am Lhotse gescheitert

Hoch in der Lhotse-Südwand

Abermals hat die Lhotse-Südwand in Nepal ihre Zähne gezeigt. Ein erster Gipfelversuch des Südkoreaners Sung Taek Hong und des Spaniers Jorge Egocheaga endete Anfang November in Lager 4 auf 8250 Meter Höhe. Das schreibt mir Kyu-po Pyun, der Sprecher der Expedition. Hong und sein Team seien am 29. Oktober eingestiegen. Der Südkoreaner habe gehofft, dass Sonne und Wind den Schnee aus der Wand befördert hätten. Stattdessen schneite es laut Pyun am 30. und 31. Oktober, sodass die Bergsteiger zunächst die Fixseile, die sie beim vorherigen Aufstieg gelegt hatten, von Schnee und Eis befreien mussten. Das Team sei deshalb nur langsam vorangekommen, die Arbeit habe sie ermüdet. Dann der nächste Rückschlag: Die Zelte in Lager 2 (7200 Meter) und Lager 3 (7800 Meter) waren zerrissen, die Stangen gebrochen, die dort deponierten Lebensmittel und Gaskartuschen vom Berg geweht.

Datum

9. November 2017 | 18:18

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Russen gelingt Erstbesteigung des Phungi

Aufstiegs- (rot) und Abstiegsroute (grün)

Da sage noch jemand, es gebe im Himalaya keine Spielwiesen für Spitzenkletterer mehr. Yury Koshelenko und Aleksei Lonchinskii haben einen weißen Fleck auf der Sechstausenderkarte getilgt. Den beiden Russen gelang am 28. Oktober in Nepal die Erstbesteigung des 6538 Meter hohen Phungi, westlich des Achttausenders Manaslu. Der 54 Jahre alte Koshelenko und der 35-jährige Lonchinskii kletterten auf einer ziemlich direkten Linie durch die rund 1500 Meter hohe Südostwand des Bergs. Für den Aufstieg im Alpinstil benötigten sie drei Tage, für den Abstieg auf anderer Route zwei weitere Tage.

Datum

6. November 2017 | 18:11

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Lhotse-Gipfelvorstoß für Ende Oktober geplant

Sung Taek Hong im Aufstieg nach Lager 4

Gebeutelt, aber vorbereitet auf den Gipfelversuch – so könnte man den Zustand des Teams von Sung Taek Hong bezeichnen. Der 50 Jahre alte Südkoreaner, sein 49 Jahre alter spanischer Kletterpartner Jorge Egocheaga und ihr Sherpa-Team erholen sich derzeit im Basislager zu Füßen des Lhotse von ihrem letzten Aufstieg in die Südwand des vierthöchsten Bergs der Erde. Wie berichtet, hatten sie Lager 3 auf 7800 Metern und Lager 4 auf 8250 Metern eingerichtet. Während des Aufstiegs waren Furba Wangyal Sherpa and Phurba Sherpa nahe Lager 2 durch Steinschlag leicht verletzt worden. Sie haben das Basislager inzwischen verlassen, um sich behandeln zu lassen. „Glücklicherweise sind die Verletzungen nicht allzu ernst“, teilte das Team auf seiner Internetseite mit.

Datum

24. Oktober 2017 | 15:26

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Neue Route durch Nuptse-Südwand

Die „Schnäuzerbande“: Degoulet, Guigonnet, Millerioux (v.l.)

Die „Schnäuzerbande“ hat in Nepal zugeschlagen. Die französischen Bergführer Helias Millerioux, Frederic Degoulet und Benjamin Guigonnet, die sich selbst „Le Gang des Moustaches“ nennen, haben nach eigenen Angaben im Alpinstil eine neue Route durch die Südwand des Fast-Achttausenders Nuptse eröffnet. „Jippie, es ist vollbracht! Sie haben es geschafft!“, postete das Basislager-Team des Trios gestern auf Facebook. Die drei Bergsteiger hätten den 7742 Meter hohen Gipfel erreicht. Gemeint ist nicht der 7861 Meter hohen Nuptse I, sondern der Nuptse Nup II, auch Nuptse Northwest genannt. Helias, Frederic und Benjamin waren am Freitag vergangener Woche in die Route eingestiegen. Nach sechs Nächten in der Wand erreichten sie den höchsten Punkt.

Datum

20. Oktober 2017 | 15:22

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Hoch in der Lhotse-Südwand

Lhotse-Südwand

Die spannendste Achttausender-Expedition in diesem Herbst befindet sich in der wohl entscheidenden Phase. Nach Informationen der in Kathmandu erscheinenden Zeitung „The Himalayan Times“ erreichten der Südkoreaner Sung Taek Hong und der Spanier Jorge Egocheaga in der Lhotse-Südwand am Mittwoch Lager IV auf 8250 Meter Höhe. Geplant war, in der Gipfelwand noch ein weiteres Lager auf 8400 Metern einzurichten, bevor die Bergsteiger zum höchsten Punkt auf 8516 Metern aufsteigen wollten. (s. Video unten).

Datum

20. Oktober 2017 | 11:12

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Nangpai-Gosum II-Erstbesteiger Kobusch: „Sehr schwierig“

Kobuschs Route am Nangpai Gosum II

„Das Gefühl war mehr als überwältigend, an einem Ort zu stehen, den vor mir noch kein Mensch betreten hat“, schreibt Jost Kobusch über seine Erstbesteigung des 7296 Meter hohen Nangpai Gosum II im Osten Nepals. Wie berichtet, hatte der 25 Jahre alte Deutsche vor zwei Wochen den bis dahin vierthöchsten noch unbestiegenen Berg der Erde im Alleingang gemeistert. „Solche Besteigungen sind noch unverfälschter, echter Alpinismus“, schreibt mir Jost. „Das ist genau die Richtung die ich einschlagen möchte – denn ein Solo auf einer Route mit anderen Bergsteigern ist kein wirkliches Solo. Ich möchte Alpinismus in seiner reinsten Form genießen. Für mich ist das maximal minimalistisches Bergsteigen.“ Inzwischen hat Kobusch auch den Verlauf seiner Route bekanntgegeben, die er mir gegenüber mit „TD“ bewertete, also mit „sehr schwierig“ (TD steht im „International French Adjectival System“ (IFAS)  für „Tres Difficile“ mit 65 bis 80 Grad steilen Eis- und Schneepassagen sowie Felskletterei im fünften und sechsten Grad). Er war mit einem sehr kleinen Team unterwegs: Seinem Koch Ngima, dessen Helfer Phurba und Kameramann Raphael Schardt, der laut Jost nur zu Beginn der Expedition einmal mit zum vorgeschoben Basislager kam, dann aber nur noch mit einem großen Teleobjektiv vom Basislager aus filmte.

Datum

17. Oktober 2017 | 15:09

Teilen

Feedback

1 Kommentar

Himalayan Database bald gratis

Tobias Pantel, Billi Bierling, Jeevan Shrestha und Rodolphe Popier (v.l.)

Die Himalayan Database ist so etwas wie die elektronische Bibel des Expeditionsbergsteigens in Nepal. Wer sich mit den höchsten Bergen der Welt beschäftigt, kommt an dieser umfangreichen Datensammlung schlicht nicht vorbei. Unzählige Male habe auch ich schon bei Billi Bierling nachgefragt, wenn ich wichtige Details von Besteigungen überprüfen wollte. Die 50 Jahre alte deutsche Journalistin und Bergsteigerin arbeitet seit 2004 für die Himalayan Database, 2016 löste sie die inzwischen 93 Jahre alte legendäre Chronistin Elizabeth Hawley als Chefin der Datenbank ab. Miss Hawley hatte in den 1960er Jahren damit begonnen, das Expeditionsbergsteigen in Nepal zu erfassen. Ihr Archiv war der Grundstock der Himalayan Database, die seit 2004 elektronisch verfügbar ist. Bisher musste dafür eine CD-ROM gekauft werden. Das wird sich in Kürze ändern. Dann wird die Datenbank für alle frei verfügbar sein.

Datum

12. Oktober 2017 | 11:04

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Kobusch als Erster auf dem Nangpai Gosum II

Kobusch auf dem Gipfel des Nangpai Gosum II

Ein weißer Fleck weniger auf der Landkarte der höchsten Berge: Dem 24 Jahre alten deutschen Bergsteiger Jost Kobusch gelang nach eigenen Angaben im Alleingang die Erstbesteigung des 7296 Meter hohen Nangpai Gosum II. Der bis dahin vierthöchste unbestiegene Berg der Welt liegt im Grenzgebiet zwischen Nepal und China, unweit des Achttausenders Cho Oyu. Der etwas höhere Nangpai Gosum I (7351 Meter) ist auch als Jasemba bekannt, in Nepal heißt er offiziell Pasang Lhamu Chuli, benannt nach der ersten nepalesischen Frau auf dem Mount Everest. „Ich bin sehr schnell unterwegs gewesen.  Kurz vor dem Gipfel wurde es noch einmal anstrengend, es gab richtig viel Tiefschnee“, sagte Jost in einem Podcast, der auf seiner Internetseite veröffentlichte.  „Da oben zu stehen, war befreiend. All diese Schmerzen, die Anstrengungen, die vorher da waren,  haben auf einmal nachgelassen. Ich denke, ich habe vorher nicht so richtig geglaubt, dass es klappt.“

Datum

10. Oktober 2017 | 15:54

Teilen

Feedback

Comments deactivated