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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Göttler und Mackiewicz auf 7000 Metern

David vor dem Gipfelversuch

David vor dem Gipfelversuch (© The North Face)

Die Spannung steigt. Gelingt an diesem Wochenende die erste Winterbesteigung des Nanga Parbat oder reiht sich der Vorstoß in die lange Reihe der gescheiterten Gipfelversuche ein? Es hat sich ein neues Zweierteam formiert, das sich am morgigen Samstag auf den Weg zum höchsten Punkt auf 8125 Metern machen will. Der Pole Tomacz, genannt „Tomek“ Mackiewicz und der Deutsche David Göttler haben auf 7000 Metern Lager vier errichtet. Es sei kalt mit ein bisschen Wind, berichtet der Italiener Emilio Previtali, der vom Basislager aus per Funk den Kontakt zu den Bergsteigern hält. Inzwischen ist er dort auch nicht mehr allein. Sein Landsmann Simone Moro, Winter-Erstbesteiger von drei Achttausendern, ist ins Basislager zurückgekehrt. „Er fühlt sich okay, hat aber Magenbeschwerden“, twittert Emilio. „Nicht gerade die richtigen Voraussetzungen, um einen Berg zu besteigen und sich tagelang großer Höhe auszusetzen.“

Datum

28. Februar 2014 | 17:24

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Dritter Gipfelversuch am Nanga Parbat

Moro (l.) und Göttler im Hochlager (© The North Face)

Moro (l.) und Göttler im Hochlager (© The North Face)

Ausdauer, Kraft, gute Bedingungen am Berg, Wetterglück. Das sind die unverzichtbaren Zutaten für ein erfolgreiches Gipfelmenü am Nanga Parbat. Alles muss zusammenpassen. Ist nur eine Zutat mangelhaft oder fehlt sogar, kannst du das Menü vergessen. Der dritte Gipfelvorstoß der beiden Expeditionsteams auf der Rupal-Seite des Nanga Parbat läuft. Fünf Bergsteiger versuchen erneut ihr Glück: die drei Polen Tomasz Mackiewicz, Pawel Dunaj und Jacek Teler, der Italiener Simone Moro und der Deutsche David Göttler. Tomasz harrt bereits in Lager drei auf etwa 6700 Metern aus. David hat ein etwas niedriger gelegenes Zwischenlager erreicht. „Der Wind lässt nach, und er ist oberhalb der Wolkendecke“, vermeldet Emilio Previtali, der vom Basislager aus per Funk Kontakt zu David und den anderen Gipfelaspiranten hält. Gemeinsam will das Quintett oberhalb von 7000 Metern ein viertes Lager einrichten, um von dort aus – wenn alles passt – am Samstag zu versuchen, den 8125 Meter hohen Gipfel zu erreichen.

Datum

27. Februar 2014 | 13:29

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Patagonisches

Traumberge Patagoniens: Fitz Roy (l.) und Cerro Torre (r.)

Traumberge: Fitz Roy (l.) und Cerro Torre (r.)

Es gibt noch einige weiße Flecken auf meiner Wunsch-Weltkarte. Patagonien gehört dazu. Die Granitberge dort zählen nicht zu den höchsten, aber gewiss zu den schönsten Bergen der Welt. Jahr für Jahr ziehen sie Top-Kletterer aus aller Herren Länder an – und schicken sie häufig wieder unverrichteter Dinge heim. An kaum einem anderen Ort ist das Wetter so wechselhaft und unberechenbar wie in den Bergen am Südzipfel Südamerikas. Aus Patagonien erreichten uns zuletzt eine gute und eine traurige Nachricht.

Datum

24. Februar 2014 | 18:58

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David Göttler: „Moral ist tipptopp!“

David Göttler im Basislager (© The North Face)

Beißen sich die Winterbergsteiger am Nanga Parbat ihre Zähne aus? Seit acht Wochen belagert eine polnische Expedition den Achttausender in Pakistan, seit gut sechs Wochen eine italienisch-deutsche Mannschaft. In der vergangenen Woche scheiterte auch der zweite Gipfelversuch beider Teams. Simone Moro und David Göttler stiegen bis Lager drei auf, kehrten dann aber wegen des schlechten Wetters um. Ich habe David einige Fragen ins Basislager geschickt. Der 35-Jährige Münchner antwortete prompt:

David, auch der zweite Gipfelversuch war nicht erfolgreich, auf 6800 Metern war Schluss. Wie schwer war es für euch, erneut umzudrehen?

Diesmal war es ein wenig schwerer. Weil das Wetter noch nicht so schlecht war, als wir uns zum Umdrehen entschlossen haben. Aber wir wussten, es geht sich nicht aus, und deshalb war es sicher die richtige Entscheidung. Auch weil es wirklich sehr kalt war! Noch im Abstieg hat es dann wie erwartet komplett zugemacht und zu schneien angefangen. Oben wäre die Orientierung schwer geworden oder gar unmöglich. Und der starke Wind am kommenden Tag hätte sicherlich jeden Gipfelversuch vereitelt. Also haben wir wertvolle Kraft gespart und auch keine Erfrierungen davon getragen.

Datum

18. Februar 2014 | 19:14

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Nanga-Parbat-Versuche und Everest-Gebühren

Yoga im Basislager

Yoga im Basislager (© The North Face)

Der Nanga Parbat wehrt sich. Auch die zweiten Gipfelversuche auf der Rupal-Seite des Achttausenders in Pakistan blieben erfolglos. Der Italiener Simone Moro und sein deutscher Teampartner David Göttler stiegen in der vergangenen Woche (meiner Skiurlaubswoche in Osttirol) bis Lager drei auf 6800 Meter auf. „Aber das Wetter war wieder einmal nicht auf unserer Seite“, schreibt David auf Facebook. „Schneefall und null Sicht waren die Mischung, die uns diesmal umkehren ließen.“ Die beiden Polen Tomasz Mackiewicz und Pawel Dunaj hatten bereits vorher umgedreht. Das polnische Expeditionsteam harrt schon seit über acht Wochen am Nanga Parbat aus. Simone und David waren zur Jahreswende im Basislager eingetroffen, sind nun also auch schon gut sechs Wochen vor Ort. „Solange es auf dem Berg stürmt und ungefähr minus 50 Grad Celsius kalt ist, versuche ich die Körperspannung mit täglichen Yoga-Übungen aufrechtzuerhalten”, schreibt David aus dem Basislager.

Datum

17. Februar 2014 | 17:09

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(Ski-)Tage wie diese

Tiefschnee, Föhn und Kaiserwetter. Hier ein paar Eindrücke meiner Skiwoche in Osttirol:

Datum

17. Februar 2014 | 17:00

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Viermal Ja aus Osttirol

Ja, hier hat es wirklich viel geschneit. Ja, Frau Holle arbeitet weiter. Und ja, ich werde die Schneebeschaffenheit noch eine Woche lang intensiv auf zwei Brettern überprüfen!  Derzeit Pulver vom Feinsten! JAAAAA! :-)

Huette_MatreiP.S.: Simone Moro und David Göttler haben ihren ersten Gipfelversuch am Nanga Parbat abgebrochen. Zu kalt, zu windig, sagen die beiden.

Datum

9. Februar 2014 | 19:45

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Gipfelversuche am Nanga Parbat

Simone Moro steigt auf (© The North Face)

Simone Moro steigt auf (© The North Face)

Es riecht ein wenig nach Gipfel. Auf der Rupalseite des Nanga Parbat haben das polnische und auch das italienisch-deutsche Expeditionsteam das Basislager verlassen. Ihr Ziel: der höchste Punkt auf 8125 Metern. Der Pole Tomasz Mackiewicz meldete sich aus Lager 2, einer Schneehöhle in 6100 Metern Höhe. „Heute war es schrecklich: Schneefall, kalt, windig“, berichtete Tomek per Funk an den Italiener Emilio Previtali im Basislager. Der Wind am Grat lasse aber offenbar nach. Für Anfang kommender Woche wird ruhiges Wetter erwartet, das einen Aufstieg zum Gipfel zulassen könnte.

Datum

7. Februar 2014 | 18:00

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Maxuts neuer Everest ist höher als 8848 Meter

Maxut Zhumayev

Maxut Zhumayev

„Als ich mich dem höchsten Punkt näherte, sah ich Vassiliy im Schnee sitzen, zehn Meter vom Gipfel entfernt. Ich freute mich sehr, dass mein Freund auf mich gewartet hatte“, erinnert sich Maxut an den Gipfeltag auf dem K 2, den 23. August 2011. „Das war etwas ganz Besonderes.“ An diesem Tag komplettierten Maxut Zhumayev und Vassiliy Pivtsov ihre Achttausender-Sammlung, zehn Jahre und zehn Tage, nachdem sie auf dem Gasherbrum I gestanden hatten, ihrem ersten Achttausender. Die beiden Kasachen bestiegen 13 der 14 höchsten Gipfel der Welt gemeinsam, nur am Manaslu waren sie in getrennten Expeditionen unterwegs. Das sei einzigartig, sagt Maxut: „In der Geschichte des Bergsteigens hat es das noch nicht gegeben, dass zwei Kletterer so viele Achttausender-Gipfel gemeinsam erreicht haben.“  

Datum

6. Februar 2014 | 16:17

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Mit dem Motorsegler über den Everest

Hoch gesegelt

Hoch gesegelt

Wissenschaft und Abenteuer liegen nicht weit auseinander. Mit einem Motorsegler und einer 3-D-Kamera an Bord haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Piloten des „Mountain Wave Project“ vor einer Woche den Mount Everest erkundet. „Trotz Windgeschwindigkeiten am Everest-Gipfel um 100 km/h waren die Bedingungen ideal“, sagt Pilot Klaus Ohlmann. „Ausgeprägte und an diesem Tag nahezu turbulenzfreie Hangaufwinde halfen uns, schnell aufzusteigen.“ Ohlmann und sein Copilot Jona Keimer starteten in Pokhara im Annapurnagebiet und flogen in anderthalb Stunden bis zum höchsten Berg der Erde. Mit den Aufnahmen der Spezialkamera soll am Computer ein 3-D-Modell der Region um den Mount Everest entstehen, bei dem laut DLR selbst Objekte von nur 15 Zentimeter Größe erkennbar sind. Das Modell soll bei Katastrophenschutz und Rettungseinsätzen helfen. Das Video des DLR weckt Fernweh. Seht selbst!

Datum

5. Februar 2014 | 16:47

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Olympisches Gipfellügelchen

Olympische Fackel auf dem Elbrus

Olympische Fackel auf dem Elbrus

Große Höhen verleiten zuweilen dazu, die Wahrheit zu beugen. Bergsteiger wissen das nicht erst seit Christian Stangls Gipfellüge am K 2 im Jahr 2010. Die Alpingeschichte weist zahlreiche Besteigungen auf, die, um es vorsichtig auszudrücken, zumindest umstritten sind. Vorgestern gab es eine kaukasische Variante. Das russische Fernsehen zeigte eine Woche vor den ersten Wettbewerben der Winterspiele in Sotschi eine Gruppe Bergsteiger, die die Olympische Fackel auf den 5642 Meter hohen Elbrus trug, den höchsten Berg Europas. Zu der Gruppe gehörten Abdul-Halim Olmezov und Karina Mezova. Beide hatten schon auf dem Mount Everest gestanden, Olmezov 2009, Mezova 2011. Die Bilder vom Elbrus wurden zunächst als Live-Bericht verkauft – waren in Wahrheit aber eine Konserve. Das Organisationskomitee der Winterspiele in Sotschi räumte später ein, dass die Filmaufnahmen bereits Ende Oktober aufgezeichnet worden seien. „Wir wollten die beiden Bergsteiger keinem unnötigen Risiko aussetzen und jede Gefährdung vermeiden“, sagte ein OK-Sprecher. „Ein Aufstieg zum jetzigen Zeitpunkt wäre nahezu unmöglich gewesen.“

Datum

3. Februar 2014 | 17:38

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Makalu, die Zweite!

Alix von Melle und Luis Stiztinger

Alix von Melle und Luis Stitzinger

Manche Berg-Seilschaft endet als eine fürs Leben. Beispiele für Ehen zwischen einer Bergsteigerin und einem Bergsteiger gibt es viele: Gaby und Sigi HupfauerDaniela und Robert Jasper, Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits, um nur einige zu nennen. Auch Alix von Melle und Luis Stitzinger haben sich das Ja-Wort fürs Leben gegeben. 2011 war das, zehn Jahre nachdem es bei einer Expedition zum Aconcagua, dem mit 6962 Metern höchsten Berg Südamerikas, zwischen ihnen gefunkt hatte.

Inzwischen haben beide sechs Achttausender auf dem Bergkonto, fünf davon gemeinsam bestiegen, allesamt ohne Flaschensauerstoff. Die 42 Jahre alte Alix ist damit die erfolgreichste Achttausender-Bergsteigerin Deutschlands. Luis hat sich in der Szene mit spektakulären Skiabfahrten von den höchsten Bergen der Erde einen Namen gemacht. So fuhr der 45-Jährige 2009 als Erster die zentrale Diamirflanke des Nanga Parbat mit Skiern hinunter. In diesem Frühjahr will sich das Bergsteiger-Ehepaar erneut am 8485 Meter hohen Makalu in Nepal versuchen. 2010 hatten die beiden am fünfthöchsten aller Berge in 8000 Meter Höhe umkehren müssen. Anfang der Woche habe ich Alix und Luis auf der ISPO in München getroffen.

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2. Februar 2014 | 17:24

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Weniger Expeditionen, weniger Geld

Nepal hängt am Nabel des Mount Everest

Nepal hängt am Nabel des Mount Everest

Nepal sieht seine Bergfelle davonschwimmen. „Die Regierung muss Maßnahmen ergreifen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen“, fordern die Autoren eines Berichts, den laut der Zeitung „Himalayan Times“ das Tourismusministerium in Kathmandu vorlegte. Die Nachbarländer hätten aggressive Werbekampagnen gestartet, um mehr Bergsteiger anzulocken. So habe Indien im vergangenen September bei den Gebühren für Besteigungen 50 Prozent Rabatt angeboten. Pakistan verlange nur noch Geld für Berge, die höher als 6500 Meter sind. In Nepal werden schon für deutlich niedrigere Berge Gebühren fällig, etwa für den beliebten, 5550 Meter hohen Trekkinggipfel Chhukung Ri im Khumbu-Gebiet.

Datum

30. Januar 2014 | 11:28

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Gelesen: Herausforderung 8000er

Herausforderung-8000er.nwuDas Problem von Nachschlagewerken ist, dass ihre Halbwertzeit kurz ist. Kaum in Druck gegangen, sind sie in Details schon wieder überholt. Dieses Dilemma hat sich im elektronischen Zeitalter verstärkt. Veränderungen vollziehen sich immer rasanter. Das hat dazu geführt, dass traditionsreiche Lexikon-Verlage pleite gegangen sind. Das Internet scheint das einzige Medium zu sein, das in der Lage ist, diese Kurzatmigkeit abzubilden. Dennoch empfehle ich euch heute mit „Herausforderung 8000er“ ein Buch, das zwar im Augenblick auf aktuellem Stand ist, womöglich in ein paar Wochen – sollten etwa Simone Moro und David Göttler bei ihrer Winterexpedition am Nanga Parbat erfolgreich sein – schon nicht mehr ganz.

Datum

27. Januar 2014 | 12:29

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Neues Ortungssystem für Nepal

Mahabir Pun

Mahabir Pun

Dieser Mann hat eine Vision. „Ich überlege, wie wir Nepal innerhalb von 30 Jahren zu einen entwickelten Land machen können“, schreibt Mahabir Pun auf Facebook. Der 59 Jahre alte Lehrer wurde in Nangi geboren, einem entlegenen Bergdorf im Westen Nepals. Nach dem Studium in den USA kehrte Mahabir in sein Heimatland zurück und gründete in Nangi eine weiterführende Schule. Und dann brachte er auch noch WLAN und damit das Internet mit in die Berge. Für seine Verdienste wurde Mahabir Pun bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ramon Magsaysay Award, einer Art asiatischer Nobelpreis.

Jetzt hat Mahabir ein neues Projekt gestartet. Im Gebiet um den Achttausender Annapurna wird im nächsten halben Jahr ein neues Ortungssystem für Trekkingurlauber getestet. Nicht ohne Grund. Das System wurde unter anderem entwickelt, um allein reisende Touristen, die in Schwierigkeiten geraten sind, orten und anschließend retten zu können. In den vergangenen Jahren verschwand insgesamt fast ein Dutzend ausländischer Trekkingtouristen in Nepal. Ich habe Mahabir geschrieben, um nähere Details zu seinem Projekt zu erfahren. Die Antwort kam prompt.

Datum

24. Januar 2014 | 18:44

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