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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Mr. Triple

Christian Stangl am Ziel

Dreimal hoch auf Christian Stangl! Wer hätte das vor drei Jahren für möglich gehalten? Der 47 Jahre alte Österreicher vervollständigte nach eigenen Angaben als erster Bergsteiger weltweit die „Triple Seven Summits“:  Er stand auf den Gipfeln der jeweils drei höchsten Bergen aller Kontinente. Am vergangenen Freitag bestieg er im Kaukasus den letzten in seiner Sammlung noch fehlenden Berg, den Shkhara an der Grenze zwischen Russland und Georgien. Mit 5193 Metern ist er der dritthöchste Berg Europas.

Datum

28. August 2013 | 18:03

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Speedy Ueli

Ueli bei seiner Solo-Tour am Mont Blanc

Steck is back. Gut drei Monate nach dem unseligen Sherpa-Angriff am Mount Everest auf ihn, Simone Moro und Jonathan Griffith meldet sich der Schweizer Top-Bergsteiger Ueli Steck eindrucksvoll zurück. Der 36-Jährige setzt am Mont Blanc ein Ausrufezeichen. Solo und in Rekordzeit klettert Ueli die „Intégrale de Peuterey“, den nach seinen Angaben längsten Grat der Alpen: „1000 Höhenmeter Zustieg, 4500 Höhenmeter Kletterei,  3800 Höhenmeter Abstieg, horizontale Distanz: Keine Ahnung!“

Datum

27. August 2013 | 16:28

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Fest für die Sinne

Zeit ist relativ, auch ohne Einstein. Die zwei Wochen in Walchsee in Tirol sind jedenfalls – gefühlt – vergangen wie im Flug. Jeden Tag waren wir an der frischen Luft, sind gestiegen, auf und ab, haben geschwitzt und genossen. Ein Fest für die Sinne. Hier einige Impressionen:

 

Datum

24. August 2013 | 18:26

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Steinschlag

Pyramidenspitze

„Deppen!“ Unsere Wirtin Maria sprach aus, was ich gedacht hatte. Als wir gestern über den Winkelkar-Steig zur 1997 Meter hohen Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser aufstiegen, hagelte es Steine. Schon vor dem Einstieg ging die erste Salve nieder. Von weiter oben rief eine Frau herunter: „Alles in Ordnung, ich lebe noch! Aber es war knapp!“ Direkt vor uns kramte daraufhin ein älterer Bergwanderer aus seinem Rucksack einen violettfarbenen Helm aus, der zwar eher wie der Fahrradhelm seiner Enkelin aussah, aber immerhin ein wenig Schutz versprach. „Da müssen wir wohl aufpassen“, sagte mein Sohn. „Auf die da oben kannst du leider nicht aufpassen“, antwortete der Senior. Zum fünften Mal stieg ich auf diesem Weg zur „Pyramide“ auf, bisher hatte ich eigentlich nie das Gefühl, dort besonders gefährdet zu sein. Und so dachte ich mir, zweimal wird es schon nicht passieren.

Datum

22. August 2013 | 21:50

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Grüß Gott! Hallihallo!

Bad im Taubensee

Gestern war Mariä Himmelfahrt. Hier in Österreich und auch in Bayern ist das noch ein Feiertag – und das nicht nur, weil Himmelfahrten in Ländern mit so vielen Bergliften  möglicherweise angesagter sind als andernorts. Wir wanderten hinauf zum Taubensee, knapp zwölfhundert Meter hoch gelegen. Die Grenze zwischen Österreich und Deutschland – oder sollte ich sagen, dem Freistaat Bayern? –  läuft genau durch diesen Bergsee. Ein schöner Fleck Erde, der nach dem Aufstieg zu einem erfrischenden Bad einlädt. Nicht nur wir hatten diese Feiertags-Idee. So viele Wanderer wie gestern trafen wir noch nie bei unseren zahlreichen Besuchen am Taubensee. Ich kam mit dem Grüßen gar nicht nach.

Datum

16. August 2013 | 21:55

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Trauter Berg

Gipfelkreuz am Heuberg

Seit drei Tagen atme ich Bergluft. Wieder hat es uns nach Walchsee in Tirol verschlagen, auf einen Bauernhof, der fast so etwas wie unsere zweite Heimat geworden ist. Mit lieben Gastgebern, einem tollen Ausblick vom Balkon, einem Kraftplatz und rundherum Bergen, mit denen wir unsere ganz persönlichen Erinnerungen verbinden. Heute haben wir wieder einmal unseren „Familienberg“ bestiegen. 1603 Meter misst der Heuberg, den ich euch ja schon einmal im Blog vorgestellt habe. Er ist mir so vertraut, dass der Aufstieg fast etwas Rituelles, Meditatives hat. Ich benötige keine Wegmarken mehr, muss einfach nur steigen und kann mich in meinen Gedanken verlieren. Irgendwann stehe ich oben, Blick und Herz öffnen sich. Wunderbar.

Datum

14. August 2013 | 18:56

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Nepal hofft auf neue Achttausender

Bald zwei Broad-Peak-Achttausender?

Muss Reinhold Messner noch einmal in den Himalaya aufbrechen, um seine Achttausender-Sammlung zu vervollständigen? Nach Informationen des Nepalesischen Bergsteigerverbands (NMA) sollen bald sechs weitere Gipfel als eigenständige Achttausender definiert werden, die bisher nur als Nebengipfel galten.

Datum

9. August 2013 | 22:02

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Nachhaltig nachgefragt

Dirk Reiser, Experte für Nachhaltigkeit

Die Krux mit Modewörtern ist, dass sie inflationär, häufig unpassend, manchmal sogar bewusst falsch verwendet werden. Das gilt auch für „nachhaltig“, einen durchweg positiv besetzten Begriff. Kaum ein Politiker verzichtet in seinen Sonntagsreden auf das Wort, Wirtschaftunternehmen werben mit Nachhaltigkeit, nicht immer wahrheitsgetreu. Professor Dirk Reiser ist einer, der sich auskennt. Der 47 Jahre alte Wissenschaftler lehrt an einer Kölner Privat-Uni „Sustainable Tourism Management“. Studenten mit einem Bachelor-Abschluss in der Tasche können an der Cologne Business School ihren Master in nachhaltigem Tourismus-Management machen. Auf Reiser bin ich durch ein Zeitungsinterview aufmerksam geworden. Darin findet sich seine Aussage: „Sensible Gebiete wie die Antarktis oder den Mount Everest sollte man in Ruhe lassen.“ Mehr nicht. Dennoch macht die Zeitung daraus eine Schlagzeile. Ich beschließe nachzufragen. 

Datum

8. August 2013 | 17:45

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Göttler: Verhältnis mit Sherpas wird gut bleiben

Die letzten Meter zum Gipfel des Makalu

Viele kennen den Anblick des Makalu, ohne dass es ihnen bewusst ist. Auf Bildern, die vom Gipfel des Mount Everest in Richtung Südostgrat geschossen werden, erhebt sich im Hintergrund der formschöne fünfthöchste Berg der Erde. Nur wenige Kilometer Luftlinie trennen die beiden Achttausender, und doch sind es Welten. In diesem Frühjahr überschlugen sich die Everest-Schlagzeilen: erst die Schlägerei in Lager 2, dann das 60-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung. Da verlor auch ich die Expedition von vier deutschen und einem Schweizer Bergsteiger zum Makalu ein wenig aus den Augen.

Siegrist musste abbrechen

David Göttler, Michael Wärthl, Hans Mitterer, Daniel Bartsch und Stephan Siegrist wollten den Berg im Alpinstil über den anspruchsvollen Westpfeiler besteigen. Siegrist musste die Expedition abbrechen, weil er in der Höhe unerträgliche Kopfschmerzen und Sehstörungen hatte, möglicherweise Folge eines Schädelbruchs einige Jahre zuvor. Die anderen vier gaben ihren ursprünglichen Plan auf und schwenkten auf den Normalweg um. Wärthl kehrte wegen eiskalter Finger kurz vor dem Gipfel um. Die restlichen drei erreichten den höchsten Punkt auf 8485 Metern. Sie verzichteten bei ihrem Aufstieg auf Flaschen-Sauerstoff.

Datum

5. August 2013 | 16:55

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Nepal schickt Aufpasser ins Everest-Basislager

Tatü, tata, die Everest-Polizei ist da!

Nepals Regierung will den Bergsteigern am Mount Everest künftig genauer auf die Finger schauen. Von 2014 an soll ein Team der Regierung während der Frühjahrs-Saison seine Zelte im Everest-Basislager in 5300 Meter Höhe aufschlagen. Die Verantwortlichen in Kathmandu reagieren damit auch auf den Sherpa-Angriff gegen die europäischen Topbergsteiger Simone Moro und Ueli Steck sowie ihren Kameramann Jonathan Griffith. Eine Gruppe Sherpas hatte das Trio Ende April nach einem Streit im Lager 2 auf 6400 Metern geschlagen, mit Steinen beworfen und mit dem Tod bedroht. „Wenn die Regierung vor Ort ist, wird die Botschaft ‚Gesetzesverstöße sind strafbar’ eindrücklicher“, sagte Purna Chandra Bhattarai vom Tourismusministerium dem britischen Sender BBC.

Datum

2. August 2013 | 15:05

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Traurige Sommer-Bilanz im Karakorum

Nahe dem Concordiaplatz im Karakorum

In den Basislagern zu Füßen der Achttausender im Karakorum hat das große Packen begonnen. Die Expeditionen neigen sich dem Ende zu. Die Bergsteiger brechen ihre Zelte ab und kehren in die Heimat zurück. Die diesjährige Sommersaison wurde von mehreren Tragödien überschattet. Zuweilen beschlich mich das Gefühl, „Abenteuer Sport“ werde zum Katastrophen-Blog. 

Datum

1. August 2013 | 15:23

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Nicht unter den Top 3, aber …

Die Gewinner der Publikumswahl zum „Online-Star 2013“ stehen fest. Mein Blog hat es nicht aufs Podest geschafft. :-( Die Macher der Abstimmung veröffentlichen grundsätzlich nur, wer in den jeweiligen Kategorien auf den Plätzen eins bis drei gelandet ist. Aus erster Hand weiß ich jedoch, wo „Abenteuer Sport“ am Ende rangierte. Ich habe zugesichert, dass ich die Information nicht preisgebe. Nur so viel: In der Fußball-Bundesliga hätte es zu einem Europa-League-Startplatz gereicht. Und einen Platz besser als im letzten Jahr! Ich kenne die genauen Zahlen und bin wirklich begeistert, wie viele von euch für „Abenteuer Sport“ gestimmt haben. Tausend Dank! Tausend Dank! :-)

Datum

31. Juli 2013 | 11:35

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Lawine am K 2

K 2 – schön und gefährlich

Die Serie der schlechten Nachrichten aus dem Karakorum reißt nicht ab. Der 53 Jahre alte, erfahrene neuseeländische Bergsteiger Marty Schmidt und sein 25 Jahre alter Sohn Denali werden am K 2, dem zweithöchsten Berg der Erde, vermisst. Nach den bisher vorliegenden Informationen waren die beiden am vergangenen Freitag als einziges Team bis zu Lager 3 auf einer Höhe von 7400 Metern aufgestiegen. An diesem Tag gab es den letzten Funkkontakt mit Marty. Sechs andere Gruppen hatten sich wegen der kritischen Schneeverhältnisse vom Berg ins Basislager zurückgezogen. „Unsere Befürchtungen wurden leider bestätigt, als gestern abend zwei unserer Sherpas Lager 3 erreichten und feststellten, dass es von einer Lawine zerstört wurde“, schreibt der britische Bergsteiger Adrian Hayes in Facebook. „Die Lawine dürfte ziemlich sicher niedergegangen sein, als sie in ihrem Zelt schliefen.“

Datum

29. Juli 2013 | 17:32

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Vermisste Spanier für tot erklärt

Nun ist auch die Hoffnung gestorben. Die drei Spanier, die seit Anfang der Woche in der Gipfelregion des Achttausenders Gasherbrum I vermisst werden, sind für tot erklärt worden. „Wir haben heute, am 26. Juli, einen letzten Versuch gemacht, unsere Gefährten lebend zu finden“, teilte das Expeditionsteam mit. „Wir hatten seit dem Morgen des 22. keinen Kontakt mehr zu ihnen. In den Tagen danach herrschte widriges Wetter. Wir haben einen Erkundungsflug gemacht, der unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt hat: Die drei Gefährten sind gestorben.“ Ähnlich äußerten sich die Familien der drei vermissten Bergsteiger in einer „letzten Mitteilung“ im Blog der Expedition: „Wir fühlen den schrecklichen Tod unserer Lieben.“ Die Leichen wurden nach Angaben von Manzoor Hussain, dem Präsidenten des Alpine Club of Pakistan, bisher nicht gefunden. Abel Alonso, Álvaro Paredes und Xevi Gómez hatten am vergangenen Sonntag den 8080 Meter hohen Gipfel des „Hidden Peak“ erreicht. Beim Abstieg hatten sie im Sturm die Orientierung verloren und einen Notruf abgesetzt. Danach verlor sich ihre Spur.

Datum

27. Juli 2013 | 18:08

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Eigenverantwortung statt Vollkasko-Mentalität

Bergretter im Einsatz

„Empirische Methoden der Sozialforschung“, der blanke Horror. Stinklangweilig. Mit Ach und Krach bestand ich an der Uni München die Klausur. Ich atmete tief durch. Abgehakt, nie wieder! Das Skript der Vorlesung verschwand sofort im Papierkorb. Fast 30 Jahre ist das her. Und doch hat sich überraschenderweise in meinem Hinterkopf der Appell des Dozenten von damals gehalten: Misstraut jeder Statistik, vor allem den Schlussfolgerungen, prüft die Fakten! „Weniger Tote in den Bergen“, so oder ähnlich titeln heute viele Zeitungen und beziehen sich auf die Bergunfall-Statistik des Deutschen Alpenvereins (DAV) 2012. Es lohnt sich – wie immer –  genauer hinzusehen. 

Datum

26. Juli 2013 | 12:17

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