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Bildungswege

Fünf Blogger - fünf Länder - ein Dialog

Mit Engagement gegen soziale Probleme (Teil 1)

Juan hilft während seines Urlaubs einem Mädchen in Humahuaca bei den Hausaufgaben

Bereits in früheren Einträgen habe ich beschrieben, wie sich Menschen auf unterschiedlichste Weise für andere Menschen in Notsituationen einsetzen – und der Bildungsstand in den ärmlichen Gegenden Argentiniens stellt definitiv eine Notsituation dar.

Wenn ich in diesem Zusammenhang über ziviles Engagement nachdenke, fallen mir besonders zwei Personen ein: Mein Kollege Juan und meine langjährige Freundin Victoria.

Datum

Freitag, 08.06.2012 | 15:36

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Die Welt – mein Klassenzimmer

"Für mich ist die Welt ein Klassenzimmer"

Als ich nach meinem zweijährigen Master-Studium nach Hause zurückgekehrt bin, hatte ich nur meinen Koffer, meinen Laptop und meine Kamera. Ich dachte: Wie und wo soll ich mein Leben wieder aufnehmen? Bevor ich darüber in Panik geriet, dass ich materiell nicht viel besaß,  habe ich mich an all die Besitztümer erinnert, die mit Geld nicht aufzuwiegen sind. Die Erfahrung,  verschiedene Kulturen der Erde kennenzulernen und in ihnen zu leben – das war für mich fast wie das Klassenzimmer der Welt.  Ich würde mir wünschen, dass jeder das erfahren könnte, besonders  meine Landsleute. Sie hätten dann die Chance, zu verstehen, dass es mehr gibt als ihre eigenen Ethnien.

Datum

Donnerstag, 07.06.2012 | 15:00

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María auf Skype: „Gesetze fördern den sozialen Wandel“

Datum

Mittwoch, 06.06.2012 | 17:17

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Über zerbrochene Fenster zum zerbrochenen Zuhause?

Stark werden gegen jeden Widerstand

Im Verlauf meines Studiums habe ich einige Unterrichtspraktika durchlaufen. Wir haben für vier bis sechs Wochen  in staatlichen Schulen als Sprachlehrer gearbeitet. Ich habe an einem Gymnasium unterrichtet, das von sehr begabten Schülern besucht wurde, aber auch an typischen Schulen am Rand meiner Heimatstadt. Das gibt mir gute Vergleichsmöglichkeiten.

Datum

Mittwoch, 06.06.2012 | 16:51

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Emmy auf Skype: Drei Fragen, drei Antworten

Datum

Dienstag, 05.06.2012 | 16:57

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Mit Musik die Welt kennenlernen

Beethovenfest in Bonn: Proben des NYOI

Nachdem die 17-jährige irakische Pianistin Zuhal Sultan im Jahr 2009 das National Youth Orchestra of Iraq, NYOI, gegründet hatte, ging es mit den jungen Musikern meines Landes aufwärts. Zu den Sommerkursen, die meist im Juli und August stattfinden, kommen jedes Jahr bedeutende Musiklehrer aus der ganzen Welt nach Kurdistan. Das Orchester hat zwischen 45 und 50 Musiker – Kurden und Araber. Es beschränkt sich nicht auf eine einzelne Nationalität, Religion oder Kultur. Normalerweise ist es äußerst schwierig, so viele unterschiedliche Gruppen in einem Land zusammenzubringen, aber auf der Bühne, im Orchester gelingt das. Es ist die Macht der Musik – sie bringt Menschen zusammen – trotz aller Differenzen.

Datum

Dienstag, 05.06.2012 | 16:47

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Das Schlüsselwort meiner Generation: Flexibilität

Meinen Freundinnen und ich: Auf anderen Wegen als unsere Eltern

In ihrem letzten Eintrag hat Emmy  geschrieben, dass immer mehr Qualifikationen auf dem kenianischen Arbeitsmarkt gefordert werden. Man kann die Situation in Kenia nicht mit der in Deutschland gleichsetzen, aber auch hier werden immer mehr Qualifikationen von uns jungen Menschen verlangt − und viele bringen sie auch mit. Ich habe letztens mit meinen Freundinnen darüber gesprochen, wie sich unsere Ausbildung, unser Leben verändert hat – verglichen mit unseren Eltern. Wir Mädels sind seit Jahren befreundet und gingen teils schon zusammen in den Kindergarten. Also erlebten wir auch das deutsche Schulsystem gemeinsam.

Datum

Montag, 04.06.2012 | 14:49

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Nachdenken über meine früheren Mitschüler

Die Wege trennen sich: Was kommt jetzt?

In Russland hat der Sommer begonnen und jede Menge Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit dem Abitur in der Tasche von ihren Gymnasien. Viele nehmen jetzt ihr Studium auf.

Manchmal denke ich an meine früheren Mitschüler und frage mich, wo jeder für sich im Arbeitsleben erfolgreich eine Nische gefunden hat. Ich freue mich besonders über einen Freund, der an der Uni unserer Heimatstadt zwei Abschlüsse gemacht hat und der jetzt in einer größeren Stadt sogar noch ein drittes Fach studiert. Ein anderer Freund von mir hat im Bereich Medien Karriere gemacht und berichtet in Russland und im Ausland über unterschiedlichste Ereignisse. Aber ich erinnere mich auch an ein paar Jungs, die sich gegen ein Studium und für eine Berufsausbildung entschieden haben. Ich frage mich, wie es ihnen heute geht und was sie so machen. Natürlich hatte jeder von uns seine eigene Persönlichkeit, aber weil ja  in der Schule der Unterricht für alle identisch war, fielen Unterschiede nicht so auf. Die Unterschiede zeigten sich eher in den Noten und weniger im Verhalten. Trotzdem können Eigenheiten eine größere Bedeutung haben, als man denkt.

Datum

Montag, 04.06.2012 | 13:50

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Unendliche Möglichkeiten und doch eingeschränkt

Emmy Chirchir

Keiner weiß was als nächstes kommt - die Unsicherheit geht um

Neulich hat jemand mir gesagt, ein Master sei so viel Wert wie ein Bachelor damals und ein PhD – also ein Doktortitel – so viel wie ein Master. Wie ich schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, ist der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt viel größer geworden und der Kampf um einen Job immer härter. Es gibt immer mehr Leute, die einen Master-Abschluss haben. Die Frage ist aber: Was passiert mit den Leuten, die keine Chance haben die Bildungsleiter weiter aufzusteigen?

Es gibt Möglichkeiten. Diese Menschen können an einem College, einer Berufschule oder an einer „Technischen-Schule“ eine Ausbildung machen. Normalerweise dauert es dann zwei Jahre, und am Ende hat man ein einen Diplom-Abschluss. Ich weiß, dass das Wort Diplom in Deutschland anders benutzt wird. Aber in Kenia haben die Abschlüsse einen anderen Stellenwert als in Deutschland. Die höchste akademische Stufe ist ein PhD, dann kommt der Master, dann der Bachelor und dann kommen Diplom und Zertifikat.

Datum

Sonntag, 03.06.2012 | 16:00

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Der Aufbau einer Lerngemeinschaft

Maria Cruz

Valeria mit Kleinkindern im Integrationszentrum El Dique

Nachdem der Zirkus-Workshop in Barrio Mosconi war, ist er nach El Dique gezogen. El Dique ist ein weiterer armer Stadtteil im Bezirk Ensenada. Jetzt, da ich in beiden Stadtteilen gewesen bin, kann ich sagen, dass die Lebensbedingungen in El Dique noch dramatischer sind: illegal gebaut Häuser und überall verdreckte Straßen. Die Direktorin der Grundschule in Barrio Mosconi hatte uns schon davon erzählt und sie sagte auch, dass in El Dique viel mehr Menschen leben. Daher gibt es dort auch ein „Community Integration Center“ – ein Integrationszentrum, das die Regierung aufgebaut hat. Dort kümmert man sich um Gesundheitsfragen, soziale Entwicklung, Kunstprojekte, Bildung und Sport. Und dort haben dann auch unsere Zirkuskurse stattgefunden.

Ich denke, dass es wichtig ist über diese Orte zu sprechen. Ich denke oft, dass ich so leidenschaftlich gerne lerne, weil ich das Glück hatte, immer Anregungen zu bekommen und auch herausgefordert zu werden. Bei uns zu Hause hat es mir an Nichts gefehlt. Ich habe immer Unterstützung gefunden. Als ich mich das erste Mal mit den Mitarbeitern vom Integrationszentrum in El Dique unterhalten habe, haben sie mir davon berichtet, was ihre Aufgaben sind: Sie unterstützen die Kinder emotional, versuchen sie herauszufordern und dazu zu motivieren eine Ausbildung zu beginnen.

Datum

Samstag, 02.06.2012 | 20:00

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