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Bildungswege

Fünf Blogger - fünf Länder - ein Dialog

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Visionäre Bildungskonzepte sind gut und schön, aber…

Viele reden über neue Technologien, verlieren aber die eigentlichen Probleme aus dem Blick...

Am Mittwoch habe ich das das dritte Plenum des Deutsche Welle Global Media Forums besucht. Da ging es um Bildung als Meilenstein für nachhaltige Entwicklung. Denis Goldberg, ein Gesellschaftsaktivist aus Kapstadt in Südafrika meinte: „Bildung sollte sich stärker am Ziel der Nachhaltigkeit orientieren, schließlich sind wir darauf angewiesen.“ Das heißt zum Beispiel, dass man Projekte in Angriff nehmen sollte, die das Problem der Überbevölkerung in den Blick rücken. Einer seiner Vorschläge ist darüber aufzuklären, dass man soziale Sicherungsnetze wie Rentenversicherungen ausbauen muss. Denn nur so kann man die Menschen davon abbringen zu glauben, dass das Kinderkriegen der alleinige Weg ist die eigene Zukunft abzusichern.

Damit hat er schon recht. Aber ich finde trotzdem, dass in der ganzen Debatte etwas fehlt.

Datum

Freitag, 29.06.2012 | 12:00

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Ein Kunststudium für Künstler!

Geigensolo, Foto: Hellgurd S. Ahmed

Praxisorientiertes Lernen: mein Geigensolo

Die Kunsthochschulen im Irak haben in den vergangenen Jahren einige Fortschritte gemacht und es gibt mittlerweile viele gute Absolventen. Doch das sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass es immer noch Probleme gibt, über die wir dringend reden sollten. In diesem Blogeintrag möchte ich über das Kunststudium in meinem Land im Allgemeinen sprechen – darauf folgend dann über meine persönlichen Erfahrungen.

Datum

Freitag, 25.05.2012 | 13:30

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Falsche Erwartungen

Russische Flugzeuge (Foto: Pavel Mylnikov).

Am Boden bleiben? Oder seinen Visionen folgen?

Ich habe Hellgurds letzten Eintrag gelesen – und darüber nachgedacht, wie es eigentlich für uns in Russland weiter geht, wenn wir einen Universitäts-Abschluss in der Tasche haben. Ich habe mich beispielsweise entschieden, zwei Abschlüsse zu machen – einfach aus dem Grund, weil mich zwei unterschiedliche Studienrichtungen interessieren und weil es mir gelungen ist, beide Studiengänge unter einen Hut zu kriegen. Zusätzlich habe ich noch Online-Kurse an einer amerikanischen Universität belegt, weil die Qualität der Lehre in meiner Heimatstadt mir unzureichend erscheint, und weil ich mich auch für den globalen Stellenwettbewerb rüsten möchte.

Datum

Donnerstag, 24.05.2012 | 13:30

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Und was ist mit den Jungs? Kritische Anmerkungen zur Gleichberechtigung

Schultafel mit Tagesaufgaben in Kenia (Foto: Emmy Chirchir).

Gleiche Rechte für Mädchen - und Jungs!

Wir machen immer wieder den gleichen Fehler: Für uns ist der Begriff Gender gleichbedeutend mit den Belangen von Frauen. Die Gleichstellung der Geschlechter wird einfach mit Frauen und deren Kampf für Gleichberechtigung gleichgesetzt.

Soweit ich zurückblicken kann, haben Menschen um die Rechte der Frauen gekämpft. Auch große Institutionen wie die UNO setzen sich für die Rechte der Frauen ein – und das zu Recht. Sonst hätten wir heutzutage sicherlich nicht solche Fortschritte in Bezug auf die Emanzipation der Frauen zu verbuchen.

Allerdings kommt es mir so vor, dass damit die Belange der Jungen vergessen worden sind! Die Betonung auf die Mädchen und deren Förderung verlagert den Schwerpunkt weg von den Jungen. Hunderte von westlichen und lokalen Organisationen haben es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen zu schützen, zu fördern und für die Emanzipation der Frauen zu kämpfen.

Datum

Mittwoch, 23.05.2012 | 11:00

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Können Gesetzesänderungen Vorurteile aufheben?

Estafanía, Mariana and Clara - my German classmates (Foto: Maria Cruz).

Estafanía, Mariana and Clara aus meinem Deutschkurs

Während einer Pause meines Deutschkurses vergangenen Samstagmorgen diskutierte ich mit den anderen Teilnehmerinnen, wie Berufe, die früher vorwiegend Männern vorbehalten waren, heute von Frauen ausgeübt werden. Ganz ohne Spannungen verläuft das nicht und macht umso mehr deutlich, wie dringend wir eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung brauchen (siehe dazu auch meinen vergangenen Eintrag).

Diese subtile Antipathie begegnet Frauen jeden Tag. Ein Beispiel: Mariana studiert Biologie. Sie erzählte mir, wie sie im Physikkurs einmal die Aufgabe bekam, einen Schaltkreis zu bauen. Der Lehrer kommentierte die Aufgabenstellung: „Mal sehen, ob die Frauen das hinkriegen.“ Er ging wie selbstverständlich davon aus, dass das nur „was für Männer“ sei.

Datum

Dienstag, 22.05.2012 | 11:00

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