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Bildungswege

Fünf Blogger - fünf Länder - ein Dialog

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Russische Uni-Rankings: Wozu eigentlich?

Weit weg von den Großstädten und Russlands eliten Unis...

In dieser Woche bekomme ich meinen Uniabschluss – also noch ein weiterer Schritt in meiner Hochschulbildung, die ich in 2006 begonnen habe. Ich denke viel darüber nach, was diese Jahre für mich bedeutet haben, insbesondere die Entscheidung meine ursprüngliche Uni zu verlassen, um woanders zu studieren.

Vor einigen Wochen habe ich einen interessanten Kommentar in einer Wirtschaftszeitung gelesen, wo der angesehene Ökonom Konstantin Sonin das Thema Uni-Rankings angesprochen hat. Mich hat erstaunt, dass der Professor nach einem Vergleich der russischen und ausländischen Bildungssysteme behauptet hat, russische Uni-Rankings seien mehr oder weniger bedeutungslos! Das läge daran, dass die meisten Fakultäten in unserem Land den Studenten nur eine sehr bestimmte und begrenzte Anzahl an Kursen und Fachrichtungen anbieten, während Studenten im Ausland ein viel breiteres Angebot haben. Das erlaubt ihnen zum Beispiel ihre Interessen besser ins Studium einzubringen und hilft  ihnen beim Übergang ins Berufsleben. Kathrin hat betont, wie wichtig diese Art Flexibilität gerade für junge Leute ist.

Datum

Freitag, 06.07.2012 | 12:07

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Neue Erfolgserlebnisse an der Uni

Meine persönlichen Lichtblicke: Sprachzeugnis und ein Brief von DW-Russisch

Diese Woche muss ja toll gewesen sein! Ich habe die Artikel von Kathrin und Emmy über das Global Media Forum gelesen. Ich fand das ziemlich spannend – viele Themen waren dabei, zu denen ich in meinen nächsten Einträgen noch etwas schreiben will.

Obwohl ich hier mit der Bürokratie zu kämpfen hatte, die mich daran gehindert hat, an der Bonner Konferenz teilzunehmen und meine Mitblogger zu treffen, habe ich auch einige positive Dinge erlebt. Das alles hat einerseits einen Sturm der Gefühle bei mir ausgelöst. Aber manches hat mich auch nachdenklich gemacht. 

Zunächst einmal hatte ich mich, kurz bevor unser Bildungsblog eingerichtet wurde, mit meiner Studentengruppe zu einer internationalen Englisch-Prüfung angemeldet. Und ich freue mich, dass  fast alle die Prüfung bestanden haben. Diese Woche sind die Zeugnisse aus Europa angekommen!

Datum

Samstag, 30.06.2012 | 20:00

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Russland braucht weniger Gerede, mehr konkrete Veränderungen

Wir brauchen keine hochfliegenden Abstraktionen sondern gut geerdetes Handeln

Maria hat in ihrem letzten Eintrag geschrieben, dass der soziale Dialog in Argentien ihrer Meinung nach in die falsche Richtung geht. Ich glaube, jedes Land hat in einer bestimmten Entwicklungsphase mit solchen Problemen zu kämpfen. Wenn ich auf meine Studienzeit zurückblicke, war das so eine Phase. 

Manchmal wird einfach zu viel geredet,  statt dass wirklich gehandelt wird (ich spreche jetzt gar nicht nur vom Bildungssektor; das kann man auch überall anders im politischen und wirtschaftlichen Leben Russlands feststellen).

Datum

Mittwoch, 27.06.2012 | 12:00

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Das Ausland ist nicht „Das Traumland“

Die meisten begabten jungen Leute zieht es in die großen Städte

Je näher meine Abschlussprüfung rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir über die Bildung in meinem Heimatland. Ich muss sagen, ich bin doch reichlich beunruhigt. Während der dreieinhalb Jahre an meiner zweiten Universität habe ich mich mit Dutzenden Studenten über Zukunftsperspektiven unterhalten und mir angehört, wie sie die Situation gegenwärtig einschätzen. Wenn ich das dann noch mit den Erfahrungen abgleiche, die ich an der Uni gemacht habe, an der ich zuerst studiert habe, kann ich nur eines sagen: Viele Studenten, die in großen Städten und an namhaften russischen Universitäten studiert haben, bewerben sich bei internationalen Firmen und verlassen das Land. Die wenigsten haben beim Abschied hinzugefügt: „…und komme dann mit Auslandserfahrung zurück.“

Datum

Sonntag, 17.06.2012 | 10:00

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Im Bann des Fernseh-Bildschirms

Unterhaltung gibt es auch abseits des Bildschirms

Wenn mich ein Freund schon mal fragt: „Hast du im Fernsehen die letzte Folge gesehen von…….“ – und dann kommt der Titel irgendeiner Sendung -, dann antworte ich: „Du weißt doch, dass ich schon seit ungefähr zwei Jahren nicht mehr fernsehe!“ Viele finden das wahrscheinlich ungewöhnlich, aber ich habe eine einfache Erklärung dafür: In den meisten Kanälen wird nichts gezeigt, das mich interessiert. Falls es mal etwas gibt, das sich um Bildung dreht,  kann ich es auch ganz einfach im Internet finden. In meiner Generation denken viele so. Das bedeutet aber nicht, dass das Internet mehr und mehr unser Leben bestimmt. Es ersetzt lediglich einige Bereiche, mit denen junge, intelligente Menschen unzufrieden sind. Und was hat das mit Bildung zu tun?

Datum

Mittwoch, 13.06.2012 | 14:52

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Pavel auf Skype: „Es muss mehr Bildungsangebote auf dem Land geben“

Datum

Montag, 11.06.2012 | 14:10

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Über zerbrochene Fenster zum zerbrochenen Zuhause?

Stark werden gegen jeden Widerstand

Im Verlauf meines Studiums habe ich einige Unterrichtspraktika durchlaufen. Wir haben für vier bis sechs Wochen  in staatlichen Schulen als Sprachlehrer gearbeitet. Ich habe an einem Gymnasium unterrichtet, das von sehr begabten Schülern besucht wurde, aber auch an typischen Schulen am Rand meiner Heimatstadt. Das gibt mir gute Vergleichsmöglichkeiten.

Datum

Mittwoch, 06.06.2012 | 16:51

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Nachdenken über meine früheren Mitschüler

Die Wege trennen sich: Was kommt jetzt?

In Russland hat der Sommer begonnen und jede Menge Schülerinnen und Schüler verabschieden sich mit dem Abitur in der Tasche von ihren Gymnasien. Viele nehmen jetzt ihr Studium auf.

Manchmal denke ich an meine früheren Mitschüler und frage mich, wo jeder für sich im Arbeitsleben erfolgreich eine Nische gefunden hat. Ich freue mich besonders über einen Freund, der an der Uni unserer Heimatstadt zwei Abschlüsse gemacht hat und der jetzt in einer größeren Stadt sogar noch ein drittes Fach studiert. Ein anderer Freund von mir hat im Bereich Medien Karriere gemacht und berichtet in Russland und im Ausland über unterschiedlichste Ereignisse. Aber ich erinnere mich auch an ein paar Jungs, die sich gegen ein Studium und für eine Berufsausbildung entschieden haben. Ich frage mich, wie es ihnen heute geht und was sie so machen. Natürlich hatte jeder von uns seine eigene Persönlichkeit, aber weil ja  in der Schule der Unterricht für alle identisch war, fielen Unterschiede nicht so auf. Die Unterschiede zeigten sich eher in den Noten und weniger im Verhalten. Trotzdem können Eigenheiten eine größere Bedeutung haben, als man denkt.

Datum

Montag, 04.06.2012 | 13:50

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Ein Jahr für das Selbststudium

Pavel Mylnikov

Eigentlich sollte man die Zeit vor der Uni genießen

Hellgurds Artikel über das Musikstudium hat mich nachdenklich gemacht: Wie viele junge Menschen haben wohl das Gefühl, dass ihr Studium nicht gefragt ist? Aber auch das was Kathrin in ihrem Artikel über den Schüler Simon schreibt, der Sorge hat nicht versetzt zu werden, macht mich nachdenklich. Das alles erinnert mich an ein Thema, das mit Bildung jenseits der Universität zu tun hat und unter Schulabgängern ziemlich weit verbreitet ist: ein Jahr Auszeit.

So wie ich das verstanden habe, ist es in westlichen Ländern völlig normal ist sich ein Jahr Zeit für sich zu nehmen: Man kann seinen Horizont erweitern, indem man einen Halbtagsjob annimmt oder einfach etwas Neues lernt. Außerdem kann man finanziell unabhängig werden oder einfach nur reisen. Ein weiteres Ziel ist es, in dieser Auszeit seine Zukunft zu planen. Aber warum ist dieses positive Phänomen in vielen Ländern, auch in Russland, so unbekannt?

Datum

Freitag, 01.06.2012 | 12:00

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Falsche Erwartungen

Russische Flugzeuge (Foto: Pavel Mylnikov).

Am Boden bleiben? Oder seinen Visionen folgen?

Ich habe Hellgurds letzten Eintrag gelesen – und darüber nachgedacht, wie es eigentlich für uns in Russland weiter geht, wenn wir einen Universitäts-Abschluss in der Tasche haben. Ich habe mich beispielsweise entschieden, zwei Abschlüsse zu machen – einfach aus dem Grund, weil mich zwei unterschiedliche Studienrichtungen interessieren und weil es mir gelungen ist, beide Studiengänge unter einen Hut zu kriegen. Zusätzlich habe ich noch Online-Kurse an einer amerikanischen Universität belegt, weil die Qualität der Lehre in meiner Heimatstadt mir unzureichend erscheint, und weil ich mich auch für den globalen Stellenwettbewerb rüsten möchte.

Datum

Donnerstag, 24.05.2012 | 13:30

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