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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Lawine am Everest

Das „Chinese Basecamp“ am Everest

Auf der tibetischen Nordseite des Mount Everest sind bei einem Lawinenunglück vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua handelt es sich bei den Opfern um drei Tibeter und einen 60 Jahre alten australischen Urlauber. Sie hätten zu einer Trekkinggruppe von vier Australiern und sechs Tibetern gehört. Nach Angaben von Xinhua waren sie ohne Genehmigung in einem eigentlich gesperrten Gebiet unterwegs. Australische Medien berichten, der 60-Jährige sei ebenso wie seine Frau sechs Stunden lang von Schneemassen begraben gewesen, habe sich dann aber daraus befreit und dabei geholfen, seine Frau und andere Teammitglieder auszugraben. Erst nach der Rückkehr zum Fuße des Bergs sei er gestorben. Das deckt sich mit den Angaben chinesischer Behörden, der Australier sei nach der Rettungsaktion an Höhenkrankheit und Erschöpfung gestorben. Wo genau die Gruppe unterwegs war, wurde nicht bekannt gegeben. Am Montag waren 86 Touristen aus dem 5150 Meter hoch gelegenen tibetischen Everest-Basislager und dem nahe gelegenen Rongbuk-Kloster in Sicherheit gebracht worden. Sie waren dort nach heftigen Schneefällen gestrandet – wobei eingeschneit wohl der treffendere Ausdruck wäre.

Ende September hatte es auch am Siebentausender Himlung Himal in Nepal ein Lawinenunglück gegeben. Drei Sherpas waren dabei ums Leben gekommen. Sie hatten zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs für eine kommerzielle Expedition Fixseile verlegt.

Datum

16. Oktober 2013 | 15:37

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