More DW Blogs DW.COM

Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

„School up!“: Gebäude Nr. 3 wächst

Shyam Pandit (l.) auf der Baustelle in Thulosirubari

„Die Bauarbeiten laufen reibungslos“, schreibt mir Shyam Pandit, Verbindungsmann der „Nepalhilfe Beilngries“ in Nepal. In Thulosirubari, dem kleinen Bergdorf rund 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu, entsteht der dritte Gebäudeteil der neuen Schule mit weiteren acht Klassenräumen. Die Fundamente liegen, die Bodenplatte wird bald betoniert. Wenn alles gut läuft, könnte dieses dritte Gebäude 2019 fertig werden. Die ersten beiden mit Unterrichtsräumen für zwölf Schulklassen waren – wie berichtet – im März feierlich eröffnet worden. Damals hatten Ralf Dujmovits (der bisher einzige deutsche Bergsteiger, der auf allen 14 Achttausendern stand) und ich in Thulosirubari den Grundstein für den nächsten Bauabschnitt gelegt.

Datum

29. Juni 2018 | 10:31

Teilen

Feedback

Comments deactivated

“School up!”: Weiter geht’s in Thulosirubari

Der nächste Bauabschnitt beginnt

Drei Jahre ist es her, dass in Nepal die Erde bebte. Fast 9000 Menschen kamen bei den verheerenden Erdstößen am 25. April 2015 und den Nachbeben in den folgenden Wochen ums Leben. Auch heute lassen sich in der Hauptstadt Kathmandu und den besonders schwer betroffenen ländlichen Gebieten noch zahlreiche Spuren des Erdbebens finden. Doch es hat sich auch viel getan. Beispiel: Thulosirubari. In dem kleinen Bergdorf rund 70 Kilometer östlich der Hauptstadt konnten dank eurer Spenden für unser Hilfsprojekt „School up!“ im März – wie berichtet – die ersten beiden Gebäudeteile der neuen Schule mit insgesamt zwölf Klassenräumen eingeweiht werden. Bei dieser Gelegenheit legten der deutsche Bergsteiger Ralf Dujmovits und ich auch den Grundstein für den nächsten Bauabschnitt. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, das mir Dulal Tanka aus Thulosirubari geschickt hat, beginnen jetzt die Bauarbeiten für das dritte Gebäude mit acht weiteren Klassenräumen.

Bitte nicht nachlassen!

Das Toilettenhäuschen

Auch das Toilettenhäuschen hinter der Schule nimmt langsam Gestalt an. Ihr seht: Euer Geld arbeitet weiter. Und wir sind noch nicht am Ziel. Hier ist noch einmal das Spendenkonto für „School up!“:

Nepalhilfe Beilngries e.V.
Volksbank Bayern Mitte eG
IBAN: DE05 7216 0818 0004 6227 07
BIC/SWIFT-Code: GENODEF1INP
Verwendungszweck: Gerlinde-und-Ralf-Schule

Tausend Dank! Ihr seid großartig!

Datum

28. April 2018 | 22:50

Teilen

Feedback

Comments deactivated

„School up!“: Thulosirubari feiert seine neue Schule

Musiker begleiten uns zur Schule

Diese Straßensperre ist keine gewöhnliche. Fünfhundert Meter vor dem Schulgelände in Thulosirubari, 70 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, endet für uns die Fahrt im Jeep. Acht Musiker stehen mitten auf der staubigen Piste im Dorf. Als Ralf Dujmovits – der erste und bisher einzige deutsche Bergsteiger, der alle 14 Achttausender bestiegen hat – und ich aus dem Auto steigen, beginnen sie, auf ihren traditionellen Instrumenten für uns zu spielen. Hinter der musizierenden Dorfkapelle steigen wir die letzten Meter zur Schule hinauf.

Ankunft

Dort werden wir „mit großem Bahnhof“ begrüßt. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer, die Dorfhonoratioren und andere Bewohner von Thulosirubari erwarten uns zur feierlichen Einweihung und Übergabe der ersten beiden Gebäudeteile an das örtliche Schulkomitee – möglich gemacht durch eure Spenden für unser Hilfsprojekt „School up!“. Die alte Schule war durch das verheerende Erdbeben in Nepal am 25. April 2015 so stark beschädigt worden, dass sie hatte abgerissen werden müssen. Ende Juni 2015 hatte ich zusammen mit Ralf Dujmovits und der österreichischen Topbergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner „School up!“ ins Leben gerufen, um die Schule von Thulosirubari so schnell wie möglich wieder aufzubauen.

Datum

17. März 2018 | 10:49

Teilen

Feedback

Comments deactivated

„School up!“: Umzug in neue Gebäude

Die ersten beide Gebäudeteile sind fertig

Als ich die Bilder sah, kamen mir fast die Tränen – vor Freude! Besser konnte das Jahr 2018 kaum beginnen. In dieser Woche erreichte mich die Nachricht aus Thulosirubari, dass die Schülerinnen und Schüler aus den Wellblech-Klassenräumen, die nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal im April 2015 errichtet worden waren, in die ersten beiden fertigen Gebäude der neuen Schule umgezogen sind. Ein großer Tag für unser Hilfsprojekt „School up!“, das ich vor gut zweieinhalb Jahren mit den Bergsteigern Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits ins Leben gerufen hatte!

Datum

4. Januar 2018 | 18:39

Teilen

Feedback

Comments deactivated

„School up!“: Erste Gebäude fast fertig

Neue Schulgebäude in Thulosirubari (heute nachmittag)

Der Zielstrich der ersten Etappe unseres Hilfsprojekts „School up!“ ist in Sichtweite: Die ersten beiden Gebäude der neuen Schule im nepalesischen Bergdorf Thulosirubari können wohl bald bezogen werden – rechtzeitig vor Beginn des Winters. Derzeit würden die Türen eingebaut, schreibt mir Shyam Pandit, Verbindungsmann der „Nepalhilfe Beilngries“ in dem Himalayastaat. Die Fenster seien schon drin. Anschließend fehle nur noch der Anstrich. Bis Ende des Monats, so Shyam, wolle der Bauunternehmer die beiden Gebäudeeinheiten fertig übergeben. Anschließend soll weitergebaut werden.

Datum

2. Dezember 2017 | 22:15

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Bilderreise „School up! River down!“

Noch erinnern mich meine müden Beine an die 1494 Kilometer, die ich mit meinem Faltrad in zwölf Tagen von der Quelle des Rheins nahe dem Oberalppass in der Schweiz bis zur Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland geradelt bin – um Geld für unsere Spendenaktion „School up!“ zum Wiederaufbau der Schule im nepalesischen Bergdorf Thulosirubari zu sammen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die – inspiriert durch meine Tour – für das Projekt gespendet haben oder in den nächsten Tagen noch spenden wollen (s. Bankverbindung unten). Hier noch einmal eine kleine Bilderreise den Rhein hinunter:

Nepalhilfe Beilngries e.V.
Volksbank Bayern Mitte eG
IBAN: DE05 7216 0818 0004 6227 07
BIC/SWIFT-Code: GENODEF1INP
Verwendungszweck: Gerlinde-und-Ralf-Schule

 

Datum

24. September 2017 | 16:32

Teilen

Feedback

2 Kommentare

„School up! River down!“ erfolgreich beendet

Ziel erreicht: An der Rheinmündung

Mein Gipfel war das Ende der Mole. Dort wo ein roter Turm mit Leuchtfeuer den Schiffen auf der Nordsee signalisiert, dass sie die Mündung des Rheins erreicht haben und der Hafen von Rotterdam nahe ist. Ich erreichte diesen Punkt mit meinem Faltrad heute um 15.30 Uhr, am zwölften Tag nach meinem Aufbruch am Oberalppass in der Schweiz, nahe der Quelle des Rheins. 1494 Kilometer liegen hinter mir, im Schnitt radelte ich pro Tag rund 125 Kilometer. Die letzten Meter auf der Mole fühlten sich toll an. Vergessen waren alle Tiefpunkte. Ich genoss es, langsam dem Ziel meiner Spenden-Radtour „School up! River down!“ entgegen zu rollen.

Datum

22. September 2017 | 21:09

Teilen

Feedback

8 Kommentare

Durch das Wasserlabyrinth

Bei Wijk ist es noch der „Nederrijn“

Von wegen, ich fahre einfach den Rhein runter. Je näher man der Mündung des Stroms in die Nordsee kommt, desto komplizierter wird es. Überall sind Flussarme und irgendwie haben sie auch alle mit dem Rhein zu tun, nur heißen sie nicht mehr so. Sondern eben Waal, Maas, Merwede oder Linge. Versehen mit Zusätzen wie „Oude“ (Alte), „Nieuwe“ (Neue), „Beneden“ (Untere) oder „Boven“ (Obere). Und dann gibt es auch noch die Kanäle, etwa den Amsterdam-Rijn-Kanaal, den ich heute bei Rijswijk überquerte. Da kann man leicht die Orientierung verlieren. Vorbei die Zeit, wo ich am Rhein entlangradelte und mich nur entscheiden musste, welche Uferseite ich nutzte.

Datum

21. September 2017 | 23:52

Teilen

Feedback

3 Kommentare

Fiets Land

„Fietser“ in Arnheim

Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Kaum hatte ich auf der rechten Rheinseite hinter Emmerich die deutsch-niederländische Grenze überquert, fühlte ich mich wie in einer anderen Fahrradwelt. Das begann schon damit, dass einfach viel mehr Menschen auf Rädern unterwegs waren. Senioren mit E-Bikes, Hausfrauen, die sich mit ihren Markteinkäufen auf dem Gepäckträger dem Wind entgegenstemmten, große Gruppen von Rennradfahrern, Eltern und ihre Kinder, allesamt mit Zweirädern unterwegs. Nach meinem Aufbruch am Morgen in Rheinberg-Ossenberg nördlich von Duisburg war ich auf den Deichradwegen kaum einem anderen Radler begegnet. Dabei taugte diesmal das Wetter nicht als Ausrede. Zwar blieb es bis zum Mittag diesig, aber trocken. Und der Wind blies nur mäßig.

Datum

20. September 2017 | 23:59

Teilen

Feedback

5 Kommentare

Nicht auf der Dopingliste

Noch relativ frisch hinter Leverkusen

Ich musste heute an Marcel Wüst denken. „Glaubst du eigentlich, nach einer schweren Bergetappe der Tour de France könnten wir am nächsten Tag wieder Gas geben, als wäre nichts gewesen?“, fragte mich der frühere deutsche Radprofi irgendwann Ende der 1990er Jahre. „Eigentlich bräuchten wir dringend einen Ruhetag. Aber den bekommen wir nicht. Also müssen wir nachhelfen, nach dem Motto: Erlaubt ist, was nicht auf der Dopingliste steht.“ Heute fühlte ich mich wie nach einer Bergetappe. Der gestrige Tag mit 186 Kilometern steckte mir in den Knochen. Meine Beine waren schwer, ich quälte mich mit meinem Faltrad weiter den Rhein flussabwärts.

Datum

19. September 2017 | 23:04

Teilen

Feedback

4 Kommentare

Flow am Fluss

Zwischen Bingen und Koblenz

Gibt es einen besseren Flow als den an einem Fluss? Nach dem heutigen Tag kann ich es mir schwer vorstellen. Alles passte zusammen. Das Wetter blieb entgegen der Vorhersage bis zum späten Nachmittag trocken, die Radwege ab Bingen über Koblenz Richtung Köln waren in gutem Zustand, und mein kleines Faltrad rollte fast wie von selbst. Dazu hatte ich mit Kai aus Köln, mit dem ich mich kurz hinter Bingen zu einer Fahrgemeinschaft zusammengeschlossen hatte, einen idealen Begleiter.

Datum

18. September 2017 | 22:59

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Widerstanden

Durch den Weinberg

Die Versuchung wartete bei Kilometer 90, kurz hinter dem Ort Nierstein nahe Mainz. Wieder einmal war ich auf einer (diesmal zur Abwechslung vorbildlich beschilderten) Umleitung unterwegs und schon eine Weile durch Weinberge gefahren. In den Dörfern hatte ich viele Menschen gesehen, die gemütlich auf dem Hof von Straußwirtschaften bei Federweißem und Zwiebelkuchen saßen und es sich gut gehen ließen. Die Sonne lachte dazu. und ich dachte: Wäre ich nicht für „School up! River down!“ unterwegs und müsste Kilometer „fressen“, würde ich mir jetzt sicher die Zeit nehmen, selbst einzukehren. Ich blieb hart und radelte mit meinem Faltrad weiter. Hinter Nierstein, unterhalb des „Roten Hangs“  – benannt nach seinem Tonsandstein-Boden und bekannt wegen ausgezeichneter Riesling-Weine – blockierten etwa 30 Leute den Radweg.

Datum

17. September 2017 | 22:16

Teilen

Feedback

Comments deactivated

Drei Hochzeiten und ein Ermüdungsfall

Aufbruch im Morgennebel

Ich werde gut schlafen, egal wie laut es ist. „Ich muss Sie vorwarnen“, sagte die Hotelmitarbeiterin an der Rezeption. „Wir haben heute drei Hochzeitsgesellschaften, und es kann sein, dass bis sechs Uhr morgens Musik läuft.“ Das Hotel in Altrip, an der so genannten „Blauen Lagune“, rund 15 Kilometer vor den Toren Ludwigshafens gelegen, hat sich darauf spezialisiert, Hochzeiten auszurichten. Andererseits gewährt es auch Fahrradtouristen einen Sonderrabatt. Vorbildlich! Und so stand ich gegen 18 Uhr in meiner Radlerhose in der Hotellobby, ein paar Meter von mir entfernt eine der drei Bräute – und auch waren sonst die Hotelgäste ziemlich aufgebrezelt. „Machen Sie sich keine Sorgen“, antwortete ich der Rezeptionistin. „Ich bin so fertig, ich werde schlafen wie ein Stein.“

Datum

16. September 2017 | 22:45

Teilen

Feedback

6 Kommentare

Gemeinsam radelt es sich leichter

Nicht so alleine wie es aussieht

Es war der Tag der Begegnungen. Erst radelte ich – übrigens zur Abwechslung mal bei Sonnenschein – eine Weile neben einem Schweizer aus der Stadt Zug her, Mitte 60, braungebrannt, auf einem Mountainbike, das schon bessere Tage gesehen hatte. „Ich habe 45 Jahre gearbeitet“, erzählte mir der Radler. „Und jetzt erfülle ich mir einen Lebenstraum. Ich wollte schon immer eine große Radreise machen.“ Ich fragte nach, wieviel Zeit er sich für den Weg entlang des Rheins genommen habe. „Ich schaue mal, wie weit ich bis zum Winter komme“, antwortete er grinselnd. Im weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass er auch ein passionierter Bergsteiger war. Er habe alle Viertausender seines Heimatlandes bestiegen, sagte der Schweizer: „Eigentlich hatte ich auch immer davon geträumt, eines Tages den Mount Everest zu besteigen. Aber der Tourismus an diesem Berg hat nichts mehr mit dem Bergsteigen zu tun, dass ich mag.“

Datum

16. September 2017 | 0:17

Teilen

Feedback

1 Kommentar

Dauerregen und Rückenwind

Basel im Regen

Der Mann lag so was von daneben. „Das zieht vorbei und regnet sich im Schwarzwald ab“, sagte der Hotelier am Morgen in Laufenburg, als ich ihn auf die bedrohlich wirkenden schwarzen Wolken am Himmel aufmerksam machte. Seine Wetterprognose hielt rund zehn Fahrradkilometer der Wirklichkeit stand, genau genommen bis Bad Säckingen. Dann begann es zu regnen und hörte bis zum frühen Nachmittag nicht mehr auf. Bis Bad Säckingen hatte mir der Wind erneut ins Gesicht geblasen, sogar mit Sturmböen, die Äste von den Bäumen riss und Müllbeutel quer über die Straße wehte. Kurzzeitig fragte ich mich sogar, ob ich in die richtige Richtung radelte: Der Sturm sorgte für Wellen entgegen der Fließrichtung. Na toll, dachte ich, wenn jetzt auch noch der Regen dazukommt, ist das Wetter-Inferno komplett.

Datum

14. September 2017 | 21:59

Teilen

Feedback

5 Kommentare